Drybag oder eher Wetbag?

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  • Sagt mal,

    ich besitze drei Drybags aus DCF mit Rolltop-Verschluss: zwei von Zpacks (genäht und zusätzlich geklebt) und einen von Bonfus (nur geklebt).

    Mich stört, dass sie offenbar nicht richtig dicht sind. Wenn ich z. B. meinen Topquilt hineinstopfe, den Rolltop vier- bis fünfmal einrolle und verschließe, ist der Quilt zunächst schön komprimiert. Mit der Zeit bläht sich der Drybag aber wieder auf. Offensichtlich dringt von außen Luft ein.

    Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich alle drei Drybags unter Wasser gehalten. Die Nähte sind dicht, aber seitlich am Rolltop-Verschluss entweicht Luft. Deshalb frage ich mich: Sind Drybags überhaupt wirklich "dry"? Oder eher nur spritzwassergeschützt?

    Drybags gibt es ja nicht nur aus DCF, sondern auch aus anderen Materialien, wie sie beispielsweise beim Paddeln oder Kanufahren verwendet werden. Ich habe solche gerade nicht zur Hand. Sind diese tatsächlich luft- bzw. wasserdicht oder verhalten sie sich genauso?

    Eigentlich möchte ich meine Quilts für den Transport möglichst klein komprimieren. Für mein Kopfkissen verwende ich einen Kompressionsbeutel, bei dem die Luft durch Aufrollen herausgedrückt wird. So etwas in der Art:

    Den nutze ich beispielsweise für mein Tempur-Kopfkissen, wenn ich verreise. Dadurch passt es problemlos in den Koffer.

    Hat jemand von euch solche Kompressionsbeutel schon einmal für Quilts verwendet? Falls ja: Funktioniert das auf Dauer gut oder spricht etwas dagegen?

  • Moin,

    alle von mir genutzten Drybags (verschiedene Ortlieb, Aqua Quest , Sea to summit, Tatonka, verschiedene No name) sind "nur" spritzwassergeschützt aber nicht luftdicht. D.h. sie saugen selbst wenn sie mehr als 3x gerollt werden nach und nach Luft nach innen.

    Einige Zeit unter Wasser gedrückt würde früher oder später auch wenn sie mehr als 3x gerollt werden Wasser eindringen.

    Wenn ich mich recht erinnere nutzt Outdoor Svener schon mal Vakuumbeutel zum Transport für UQ und/oder Schlafsack.

    Gruß von der Ostsee

    Einmal editiert, zuletzt von wuppitom (15. Juli 2026 um 04:59)

  • Ortlieb mit Rollverschluss mit Kunststoffschiene auf der Stirnseite gelten als wasserdicht. Deshalb erste Wahl bei Kajaksport.

    Allerdings erzeugt ein komprimierter Schlafsack permanent einen Druck. Ob da der Verschluss dann auch luftdicht ist?!

    Gruß, Harald

  • In der praktischen Anwendung wird man wohl nur selten wirklich wasserdichte Packbeutel benötigen.

    Beim Tauchsport fiele mir kein Grund ein, den Quilt mitführen zu müssen. Beim normalen Wandern reicht spritzwassergeschützt und beim Kanuwandern muss man halt ein bisschen aufpassen, dass der Beutel nicht ins Wasser fällt. Und selbst wenn - solange der Quilt nicht stark komprimiert ist (was man sowieso vermeiden sollte) dürfte die verbleibende Luft für ausreichend Auftrieb sorgen, dass der Beutel schwimmt. Damit fehlt dann wieder der Druck und es dringt kein oder kaum Wasser ein.

    Ich würde mir daher keine Sorgen machen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Moin,

    ich denke Levi geht es mehr um ein kleineres Packmaß ohne Luft im Packsack als um die Wasserdichtigkeit ........

    Wenn ich also die Luft komplett aus einem Drybag drücke, daß dann anschließend keine Luft zurück in den Packsack gelangt und so dass Packmaß möglichst klein bleibt.

    Um das zu erreichen wird er aber wohl nicht um einen Vakuum Packsack herum kommen und ob das so gut für die Füllmaterialien ist bezweifle ich........

    Gruß von der Ostsee

  • ich denke Levi geht es mehr um ein kleineres Packmaß ohne Luft im Packsack als um die Wasserdichtigkeit ........

    Wenn ich also die Luft komplett aus einem Drybag drücke, daß dann anschließend keine Luft zurück in den Packsack gelangt und so dass Packmaß möglichst klein bleibt.

    Exakt. Es geht mir um ein möglichst geringes Packmaß.

    Wie lange bleibe ein Daunenquilt im Vakuumbeutel komprimiert? Vielleicht 6-8 Stunden bei einer Tagesetappe, weniger bei einer Anreise oder Abreise.

    ob das so gut für die Füllmaterialien ist bezweifle ich........

    Was könnte passieren, dass die Daunen dauerhaft geschädigt werden?

  • Was könnte passieren, dass die Daunen dauerhaft geschädigt werden?

    Ich habe meine Daunen bisher noch nie so qualvoll behandelt 😄 könnte mir aber vorstellen dass sie brechen könnten und bei mehrfachen, längeren extrem komprimieren einen Teil ihres Bauschvermögens verlieren?!

  • Also drüben im ul-forum nutzen viele drybags als Kopfkissen, die werden wohl alle auch wasserdicht sein. Ich habe von stoic sowohl normale als auch ul drybags und lustigerweise ist der ul dicht, während bei den normalen Luft entweicht

  • Was ist denn mit "Reise-Vakuumbeuteln" mit Ventil? Könnte man bestimmt auch outdoortauglich machen. Man bräuchte unterwegs allerdings eine Pumpe.

    Über ein Ventil wird per Staubsauger die Luft aus dem Beutel gezogen, und die Kleidungstücke komprimiert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gironimo (17. Juli 2026 um 11:23)

  • Was ist denn mit Vakuumbeuteln? Gibt es fÜrs Reisen. Könnte man bestimmt auch outdoortauglich machen. Man bräuchte unterwegs allerdings eine Pumpe.

    Genau darüber reden wir hier doch schon und ob dadurch die Daunen (dauerhaft) geschädigt werden. Man benötigt dazu keine Pumpe, siehe meinen Link zu A.

    Kaffee schon gehabt heute Morgen? 8o

  • Was spricht denn dagegen, dass der erst komprimierte Sack sich im Rucksack wieder ein wenig aufbläht. Der Rucksack wird dadurch nicht platzen und mehr als er Platz findet, kann sich der Drybag nicht aufblähen.
    Stimmt schon, ich habe mit meinem Kayak eher kein Platzproblem und lasse meinen Daunen (schlafsäcke und underquilt) normalerweise reichlich Platz.
    Das dicke blaue Ding hinten drauf ist ein 'Luftsofa', dass ich als Drybag benutze für mein Daunenzeug. So wenig komprimiert wie möglich, aber hoffentlich wasserdicht, falls mal was schiefgeht.

  • Ich nehme sicher nichts mit zum Absaugen in den Wald. Und auch im normalen Drybag komprimiere ich letztlich von Hand.

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    Schau mal drüben, da gibts ganz leichte pumpen, hab so eine auch und die kann auch ampumpen8o

  • Aaaalso - wie ja schon geschrieben - der erzeugte Unterdruck bei Komprimierung des Beutels strebt eben wieder nach Ausgleich. Das geht mal schneller (einfache drybags), mal langsamer (Weinflaschenverschlüsse, vakuum-Kaffeedosen, drybags mit Lippe, Vakuum-Kleiderbeutel). Denn auch letztgenannte waren, eingelagert und für die Saison wieder hervor geholt nicht mehr so komprimiert, wie ursprünglich.

    Du kannst deinen Quilt natürlich mit einem Vakuummittergerät einschweißen und dein Bedürfnis so endlich möglichst vollumfänglich befriedigen. Aber ich gehe da eher mit Mittagsfrost und kilosierra hinterfragea auch noch mal das eigentliche Warum.

    Dass Du es zum Packen gerne kompakt haben möchtest, ist angekommen. Aber - ein Mal gepackt, kann das komprimierte Packstück sich im Inneren des Rucksacks doch dann eh nur noch minimal so weit wieder dekomprimieren, wie es der vorhandene Platz erlaubt - so what?

    Und zur Frage, was das mit den Daunen macht - je länger und stärker komprimiert, desto schwerer fällt es der Daune, wieder zu loften, deshalb lagert man sie ja auch unkomprimiert.

    Nach längerer, starker Kompression, am besten noch mit etwas Körperfeuchte drin spät im Lager ankommen und auf direkte Wärme beim sofortigen schlafen gehen hoffen, kann da schon mal zur kalten Überraschung werden.

    Und auch langfristig schadet das natürlich auf Dauer der Lofthöhe.


    Ich fülle mit meinem Quilt lediglich leicht stopfend die Lücken in Rucksack und habe damit immer einen so gut wie möglich gepackten Rucksack, bei dem nichts klappert, einen nur so weit wie nötig komprimierten Quilt - und zudem leichten Zugriff, um ihn bei Pausen ggf. noch mal zu lüften und in die Sonne zu legen, wenn das Klima morgens beim Aufbrechen noch nicht so dolle war.

    Viel Erfolg!

    2 Mal editiert, zuletzt von hangloose (18. Juli 2026 um 09:20)

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