Knoten oder Gear? - Bequemes (trockenes) Nachspannen für lange und kurze Leinen

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  • Liebe hängende,

    irgendwie bin ich noch nicht ganz zufrieden mit der Methode, wie ich mein Tarp abspannen kann bzw. wie ich die Leine "verstellen" kann.

    IST Situation:

    Derzeit habe ich die Guylines aus diesem Material: https://www.getyourassout.de/products/thp-original-guylines

    Ein Ende ist fest am Tarp, das Ende mit der Schlaufe lege ich bei gutem Wetter um den Hering und stelle dann mit einem Topsegelschotstek ( https://de.wikipedia.org/wiki/Topsegelschotstek ) die gewünschte Spannung ein. Hierfür hätte ich auch bessere "Klemmknotenalternativen".

    So weit, so simpel.

    Bei schlechtem Wetter möchte ich das Tarp runter zum Boden ziehen. Hier sind dann die Schnüre zu lang, als dass ich diese mit dem bestehenden Topsegelschotstek so eng machen kann. Die Dopplung sozusagen ist immer noch zu viel Schnur.

    Ich wickel dann die Abspannschnüre nur um den Hering, wie hier gezeigt ab Minute 4: https://youtu.be/UHuUmNOwBAw

    Bei trockenem Wetter oder wenn man nichts ändern will, okay, nur zum Nachspannen oder ändern irgendwie nicht perfekt.

    Bei Regen oder zum Ändern ist das irgendwie Mist. Da finde ich die Schnellspanner vom Amok Skjold viel viel besser (finde gerade keine Medien dazu). Sowas in der Art ist unter dem Begriff "Line Locks" zu finden.

    Die Titanium Micro GLT ( https://loopalien.com/collections/al…ro-titanium-glt ) sind eine robuste Alternative, bei 6 bis 10 Abspannpunkten allerdings auch teuer.

    Ist mein Wunsch verständlich formuliert?

    Walkabout hatte mir zwar schon Tipps dazu gegeben, so ganz ist das glaube ich nicht meine Wunschlösung gewesen, oder ich habe es nicht verstanden ^^.

    Wie macht ihr das? Ich finde nichts konkretes im Forum, findet ihr hier dazu konkrete Beiträge?

    Danke für euren Input.

  • Der Pike 23. Februar 2026 um 21:43

    Hat den Titel des Themas von „Knoten oder Gear? - Bequemes (trockenes) Nachspannen füpr lange und kurze Leinen“ zu „Knoten oder Gear? - Bequemes (trockenes) Nachspannen für lange und kurze Leinen“ geändert.
  • Ich binde meine Abspannleinen an Gummischnüre, die am Tarp festgemacht sind. Das freie Ende kann ich dann von 5cm bis 2m50 frei einstellen. Entweder mit dem Tactical toggle Prinzip von Jeff Myers (In dem Video nutzt er es für die Tarp-Ridgeline, man kann es aber auch einfach für die Abspannleinen benutzen: der Baum ist der Hering), oder mit 2-3 halben Schlägen und dann ein doppelter Schlag.
    Am Haventent Tarp habe ich die LineLocs drangemacht. Das ist echt super einfach und du kannst jede Länge bequem einstellen. Werde ich wohl mal noch an mein anderes Tarp machen und die Toggles wegmachen. Aber man muss ja auch immer ein bisschen rumspielen... solange gutes Wetter ist zumindest...

  • Ich finde die Version wie es Daumantas an seinen Tarps verschickt super. Einen Loop aus Shockcord (circa 8cm, bzw 16cm Ring) und daran wird dann per Line-Lock-Hooks befestigt.

    Somit ist die Schnur fest am Hering, die meisten Y-Heringe haben ja ein Loch an einer Seite. Das macht auch das Herausziehen der Heringe leichter, wenn man einfach nur am Seil zieht und man kann es schnell mal aushängen und wieder einhängen. Außerdem lässt sich der Hering leichter im Boden unter Laub etc finden, wenn das Seil fest dran ist.

    Der Vorteil am Line-Lock oben am Tarp ist, dass man bei Schuttregen unter dem Tarp bleiben kann und trotzdem nachspannen kann, es sei denn man muss den Hering versetzen.

    Das Topsegelschotsteg-Problem hatte ich auch, wenn ich die Seile so lang lassen will, dass man per Stock Porch Mode haben kann, aber ggf auch tief abspannen will. Falls du komplett ohne Hardware gehen willst, gilt es den Knoten auch so zu lernen, dass man ihn nicht nur am Ende des Seils kann, sondern auch in der Mitte. Ist nur nervig mit so viel Rest.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Ich finde die Version wie es Daumantas an seinen Tarps verschickt super. Einen Loop aus Shockcord (circa 8cm, bzw 16cm Ring) und daran wird dann per Line-Lock-Hooks befestigt.

    Somit ist die Schnur fest am Hering, die meisten Y-Heringe haben ja ein Loch an einer Seite. Das macht auch das Herausziehen der Heringe leichter, wenn man einfach nur am Seil zieht und man kann es schnell mal aushängen und wieder einhängen. Außerdem lässt sich der Hering leichter im Boden unter Laub etc finden, wenn das Seil fest dran ist.

    Der Vorteil am Line-Lock oben am Tarp ist, dass man bei Schuttregen unter dem Tarp bleiben kann und trotzdem nachspannen kann, es sei denn man muss den Hering versetzen.

    Genau so mache ich es auch. Somit habe ich nie die Schnüre am Tarp. Bei drei Tarps benötige ich dennoch nur 6 x einen Hering mit daran befestigter Schnur. Klar habe ich noch mehr, falls ich mal mit zwei Matten rausgehe.

    Außerdem verwende ich die Heringe mit der Schnur auch als Tie-Outs für meine Matten. Oder für die Beaks der WB-Tarps. Damit bin ich sehr flexibel.

  • Hier ist meine Lösung dazu:

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  • Ich finde die Version wie es Daumantas an seinen Tarps verschickt super. Einen Loop aus Shockcord (circa 8cm, bzw 16cm Ring) und daran wird dann per Line-Lock-Hooks befestigt.

    Somit ist die Schnur fest am Hering, ...

    Die Line-Lock-Hooks in Verbindung mit einer Shock Cord Schlaufe nutze ich auch.

    Allerdings muss die Schnur dafür nicht zwangsläufig am Hering fest sein. Stattdessen kann man sie im shock Cord Loop einklemmen, wenn man einen Kordelstopper an den loop macht.

    Je nach Schnur und Windstärke bietet sich es aber an die Schnur nach dem Einstellen am Hook noch zusätzlich mit einem halben Schlag auf Slip zu sichern.

  • Wie befestigst Du sie dann am Hering?

    Bei mir sind die Guylines aus Zing-It, bei denen ich an den Enden zum Hering hin Schlaufen gespleißt habe, durch die der Hering gesteckt wird. Alternativ zum Spleißen könnte man auch einfach eine Schlaufe knüpfen, oder ganz ohne Schlaufe einfach einen Mastwurf legen und den Hering reinstecken.

    Mit dem Mastwurf habe ich es früher immer gemacht, dabei hatte ich die Schnüre fest an die Tieouts des Tarps geknotet und den Mastwurf dann einfach an der passenden Stelle gemacht. Zum nachspannen muss man den Mastwurf dann halt etwas weiter Richtung tarp neu machen, oder den Hering versetzen. Ist aber auch beides schnell gemacht, wenn auch nicht ganz so schnell und cool, wie mit einem Hardware Leinenspanner. Der Vorteil das tarp nachzuspannen ohne in den Regen zu müssen ist dann aber auch nicht mehr gegeben..

  • Bei mir sind die Guylines aus Zing-It, bei denen ich an den Enden zum Hering hin Schlaufen gespleißt habe, durch die der Hering gesteckt wird.

    Verstehe. Bei mir ist es ähnlich, die Schnüre sind auch aus Zing-It, wobei ich beide Seiten gespleißt habe. So kann ich die Schnüre beliebig oft verlängern (z.B. wenn man mal seine Ridgeline vergessen hat... :saint:).

  • Verstehe. Bei mir ist es ähnlich, die Schnüre sind auch aus Zing-It...

    Benutzt du 2.2mm oder 1.7mm zing-it mit den Linelock Hooks? Ich habe das noch nie ausprobiert, da ich an mehreren Stellen gelesen hatte, dass diese Kombination rutschen kann. Aber vielleicht trifft das nur auf die dünnere Version zu? Wäre neugierig diesbezüglich von verschiedenen Erfahrungen zu hören.

    Ich benutze die Woojin Linelock Hooks (ebenfalls um in 3mm Shock Cord reinzuclippen) nämlich mit 2.5mm Reflective Cord (Dyneema mit Polyester Mantel von ExTex), leider finde ich diese Seile ein bisschen steif und darüber hinaus reißen die Reflektor-Streifen auf lange Sicht durch die Reibung auf, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das noch von meiner Nutzung mit den Slide Lock mit Steg von Nifco. Ich mochte diese eigentlich sehr, weil sie die größte Variabilität bieten, was verschiedene Schnüre angeht, allerdings ist die Lösung mit dem Haken eine wunderbare 2-in-1 Lösung, die es einem erlaubt die Schnüre vielseitiger einzusetzen.

    Meine letzte Obsession gilt allerdings dem "plastikteillosen Anspannen ohne Knoten zu schnüren" mit Prusikknoten aus 1.5mm Dyneema Loops! Ich nutze sie ganz wie die Leinenspanner auf der Tarp-Seite und kann damit die gesamte Länge der Abspannleinen nutzen. Ein Zweiter Prusick am Leinenende erlaubt natürlich ein beidseitiges einstellen (was einem bei Porchmode und Groundsetup das Leben erleichtern kann). Als Haken dient ein Mini-Karabiner, der zwar nicht UL ist, aber dadurch die Leinen vielseitig verwendbar und erweiterbar macht. Am Stake habe ich entweder eine feste Verbindung mit dem Hering oder einen weiteren Mini Karabiner, by the way.

    Bis jetzt scheint alles gut zu halten, ich muss allerdings Mal noch ein paar Schlechtwettertests durchführen. Hat sonst jemand Erfahrungen mit Prusicks als Leinenspanner?

  • Prinzipiell finde ich das o.k., dann würde ich die Abspannleinen aber an den Prusiks und diese fest am Tarp belassen - ohne die Karabiner. Am anderen Ende eine Schlaufe spleißen und damit dann an den Hering. Aber dann hast Du die Schnüre immer am Tarp.

    Manche mögen das genau so. Dann fände ich das eine gute Option - ich mag Prusiks :love:

  • Ich nutze die Line Lock hooks mit 1,7 mm Zing-It. Sie können aber bei wirklich starkem Wind rutschen, daher zur Sicherheit mit einem halben Schlag sichern, dann hält es.

    Die Slide Locks mit Steg halten in meiner Erfahrung nach super, aber der fehlende Haken ist wirklich doof.

    Ich hatte bei stark festgezogenen prusiks aus dyneema oft das Problem, dass sie sich dann schlecht verschieben lassen, vor allem bei dünner Schnur und kalten Händen.

  • Hi Leute,

    Ich habe mich für die Titanium Micro GLT entschieden.

    Hiermit bin ich schön flexibel. Ich kann entscheiden, welche Abspannpunkte ich überhaupt nehmen will, kann sowohl Heringe als auch Bäume oder Äste nehmen und kann alles schnell und unter dem Tarp stehend nachspannen.

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