Rucksacktalk - Konventionell oder leichterer Roll-top?

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  • Moin ihr Lieben,

    nachdem zumindest das Wintersetup im Haus ist, muss nun zwangsläufig ein tauglicher Rucksack folgen, damit es nicht bloß rumliegt.
    Ein kleinerer Kocher ist auch auf dem Weg und somit fehlt mir wirklich nur noch das Tragewerkzeug.
    Ich habe die letzte Zeit echt viel rumgestöbert, gelesen und überlegt, was ich brauche.
    Aber das bringt ohne Erfahrung mit dem jeweiligen Sack ja auch nichts.

    Ich suche einen Rucksack, der das Mehrgewicht von Wasser und Ausrüstung in den kälteren Monaten gut trägt, ohne selbst 3kg zu wiegen.
    Für noch nicht vorhandene Sommerausrüstung und entsprechend kürzere 'Spaziergänge' sollte mein 40L Bergans Skarstind ausreichen.

    Auch aufgrund der Verfügbarkeit in Estland habe ich mich nun auf zwei Favoriten festgelegt:

    Decathlon (Simond) MT500 Air 60+10 (Kaufpreis vor kurzem 105€, UVP aktuell 135€) - 'Konventionell'

    Diesen konnte ich bereits bepacken und Aufsetzen.
    Mit 15kg beladen fühlt er sich zumindest was das Tragen angeht komfortabel an.
    Ohne Mist: Der größte Pluspunkt, den ich darin sehe, ist der Flaschenhalter :'D So kann ich ohne Absetzen und trotz Impingement an der Schulter leicht an's Wasser kommen. Durch die groooßen Seitentaschen lassen sich Wasserflaschen gut verstauen, ohne im Hauptpach rumzufliegen.
    Ansonsten hat er große Hüfttaschen und durch das Brain viel Raum für organisierten Kleinkram. Damit bräuchte ich im Zweifel keinen extra Hüftbeutel.
    Das Tragesystem hat zwecks Belüftung einen großen Abstand zum Rumpf. Dadurch ist der Schwerpunkt weit hinten.
    Noch kann ich ihn zurückgeben.

    Gewicht exkl. Regenhülle: 1750g

    Exped Lightning 60 (Kaufpreis aktuell im Angebot für 175€ + 23€ Meshtasche) - 'Roll-Top'

    Als zweites schiele ich schon länger auf den Exped Lightning 60. Die 24kg Ladekapazität stelle ich mir sehr wohlwollend bemessen vor.
    Die Materialien scheinen mir ausreichend widerstandsfähig und genug Platz wird der riesen Sack sicher haben. Große Hüfttaschen hat er ebenfalls. Der Zugang zur kleinen Außentasche Richtung 'Rückenseite' soll sehr schlecht designt sein, sodass man dafür viel Fummeln müsste.
    Für 'ne Flaschenhalterung müsste ich mir was einfallen lassen bzw. eine zum Befestigen besorgen.
    Für Kleinkram sicher einen Hüftbeutel tragen (neutral).
    Als fettes Argument für den Rucksack kommt natürlich das Gewicht in's Spiel: 1295 Gramm (1220 Gramm + 75 Gramm Mesh)

    Gerade bin ich mal wieder Ausrüstungs-Forschnungs-lost!
    Ich frage mich, mit welchem Rucksack ich langfristig glücklicher sein werde :D Vorrausgesetzt natürlich, der Exped würde sich ebenfalls komfortabel tragen.
    Ungern würde ich zweimal kaufen.
    Vielleicht könnt ihr mir mit euren Erfahrungen dienen. :saint:

    Anbei sind ein paar Bilder vom Decathlon Rucksack und zwei Packlisten, die ich die letzten Wochen gepflegt habe.

    Winter

    Frühling/Herbst

  • Ich habe den Lightning 45 und der kommt bei ca. 18kg bei mir an seine Komfortgrenze. Geht aber noch. Weiß nicht, ob sich die Trägersysteme im Vergleich zum Großen unterscheiden. Habe mir dafür dann noch eine Außentasche genäht für nasse Sachen. Gibt es aber auch zu kaufen

    Bei mir passt er gut, aber es gibt auch Menschen, bei dem er nicht funktioniert. Wenn er zu klein wird, spanne ich den UQ in einem wasserdichten Packsack oben drauf. Dann reichen die 45 Liter bei mir für eine gute Woche inkl. Futter.

  • Im Grunde muss man jeden Rucksack probetragen.

    Sowas rein anhand von Papierwerten und Erfahrungen Anderer zu kaufen ist schwierig. Erfahrungen die Dir unisono sagen, dass ein Produkt Mist ist sind natürlich hilfreich bei Ausschlüssen.

    Am Ende muss der Rucksack zu deinem Rücken passen.


    Bestimmte Sachen kann man aber sehr gut anhand von Papierwerten beurteilen: Mir persönlich wäre der MT500 Air zu schwer, obwohl der für nen 60+10 noch im Mittelfeld liegen dürfte.

    Ein Weitläufer Endurist kommt bei 70L beispielsweise auf unter 750 Gramm bei ~18kg Zuladung. Dafür hat er allerdings kein Tragegestell - muss man mit klarkommen.


    Der Exped hat ne recht gute Mischung aus Eigengewicht und Preis, muss Dir aber am Ende einfach bequem sein.

    Denn was nützt der leichteste Rucksack, wenn Du dann beispielsweise 14kg Gepäck plus 1kg Rucksack unbequem trägst anstelle von 14kg Gepäck plus 1,8kg Rucksack bequem.... :D

    Hängt natürlich auch wieder mal am Budget... du kannst Dich ja mal bei Chrispacks umschauen (da kann man auch alles beladen Probetragen). HMG hat bei höherem Burget auch tolle Rucksäcke.

    3 Mal editiert, zuletzt von CliffHanger (31. März 2025 um 16:19)

  • Hola ,

    musst du wirklich 5,5 Liter Wasser mitnehmen? Gibts keine Möglichkeit Wasser zu filtern , damit könntest du ne Menge Gewicht sparen .

    Flaschenhalter am Schultergurt sind wirklich sehr nützlich, kann man aber auch separat kaufen und selber anbringen , wäre also nicht unbedingt ein Kaufkriterium für einen Rucksack.


    Ich bin mit dem hier ganz zufrieden:

    https://www.osprey.com/de/osprey-rook-65-s24?srsltid=AfmBOoqV_f4FYm9NQ0HyIhxBvyqmuFaAtJjA6aYrwDaSLLFpGQA8Sa1p&size=One+Size&farbe=Histosol+Brown%2FRhino+Grey


    Bis 18 kg Zuladung , ich hatte den mit 17 kg beladen und das ging noch so.

    Bin aber mittlerweile lieber leichter unterwegs und nutze jetzt diesen :

    https://www.osprey.com/de/osprey-exos-pro-55?srsltid=AfmBOooY9JfJU9G4cQ5_gnaSYQobm4-jGjUZkhvyjHfl1PdNY9ifJZ40&size=L%2FXL&farbe=Dale+Grey%2FAgam+Blue

    Einmal editiert, zuletzt von Belian (31. März 2025 um 16:56)

  • Ich hätte noch einen Roll-Top den ich gerne verwende, der auch in der 60+L Kategorie ist und dafür sehr preisgünstig und leicht ist. Das ist der Naturehike Rock der bei unterschiedlichen Händlern oft unter 90€ kostet, ich habe ihn sogar für nur 70€ geschossen. Später habe ich gesehen, dass OutdoorBuddy ihn auch vorgestellt hat und erkenne ihn auch regelmäßig auf seinen Touren. Ich selbst bin mit knapp 15kg inkl. Wasser damit schon die 100km Hexenstieg gewandert. Riesige Netztaschen, Regencover inklusive, super verarbeitet, massig Platz und Gurte um außen noch was dran zu zurren. Zwei Kritikpunkte hab ich, zum hat das Tragesystem eine feste Höhe, aber mir mit 1,8m passt es super und zum anderen wäre irgendein kleines Unterfach mit Reißverschluss cool gewesen. Außen ist eine separate Tasche, die Fragwürdig ist, da habe ich eine kleine Schnur mit Öse drin befestigt an der mein Haustürschlüssel per Karabiner dann dran ist. Ansonsten nutze ich den immer noch für den Wocheneinkauf, der auch gern mal schwerer wird.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Meldaro das ist interessant.

    Den hatte ich jetzt ein Jahr lang etwas halbherzig auf der Liste und hab ihn trotz des Angebots nicht gekauft.

    Die doch häufiger vorhandenen Negativkritiken betreffend des Sitzes am Rücken und der schlecht positionierten Tragegurte haben mich abgehalten, obwohl der bei dem Preis-Gewichtsverhältnis auf dem Papier toll aussieht.


    Wie zufrieden bist Du damit? Laut den Nutzern, die was beanstanden, ist der wohl nur für sehr lange Rücken geeignet - aber OutdoorBuddy dürfte bei seiner Körpergröße eher einen kuzen Rücken haben...


    Denn für den Preis ist der zumindest als Ersatz ne super Sache, wenn er denn nicht total schlecht sitzt.

  • Wie gesagt, ich bin sehr zufrieden, auch was den Tragekomfort angeht. Für mich war wichtig, dass es eine Art "Ultra-Light"-Rucksack ist, aber ich wollte nicht auf einen Frame verzichten und genau das konnte er bieten. Was meine Körpermaße angeht, kann ich leider keine genaueren Maße bieten, außer 1,80 Körpergröße auf einen normalen schlanken Körper (80Kg). Hab weder überlange Beine noch Oberkörper, also bin ein klassischer Durchschnittstyp (männlich) in dem Bereich (genug der Dating-Beschreibung :D).

    Die Kritiken habe ich auch gesehen, besonders präsent ist die vom YT-Kanal TheOutdoorGearReview, aber da wird ihm in den Kommentaren auch schon stark widersprochen und auch andere Reviews nehmen dazu Stellung und können die Kritik am Tragekomfort nicht bestätigen, ich selbst genauso wenig. Wie gesagt, das Tragesystem ist nicht Höhen- sondern nur Längenverstellbar. Jemand der 2m groß oder breit wie ein Schrank ist, passt er vielleicht nicht, aber der große Fluss bietet ja im Notfall Rückversand an.
    Ich persönlich halte tatsächlich von dem TheOutdoorGearReview-Kanal recht wenig, bei so manchem Produkt, dass er reviewt bin ich sehr anderer Meinung und habe oft das Gefühl, dass er die Videos nur nach einem kurzen Test macht und nie mehrere Trips oder Übernachtungen mit den Produkten macht, das wäre bei dem Output and Videos auch gar nicht möglich.

    Das ganze soll natürlich keine Werbung sein, das ist nur ein Erfahrungsbericht, die anderen genannten Hersteller sind ja auch namenhaft und stellen wohl auch sehr gute Rucksäcke her, jedoch sind diese nicht in meinem Besitz und ich kann nichts dafür sagen.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Die Kritiken habe ich auch gesehen, besonders präsent ist die vom YT-Kanal TheOutdoorGearReview, aber da wird ihm in den Kommentaren auch schon stark widersprochen und auch andere Reviews nehmen dazu Stellung und können die Kritik am Tragekomfort nicht bestätigen


    Bei YouTube und Reviews im Allgemeinen bin ich immer vorsichtig, wenn negativem widersprochen wird. Da fließt zu oft Geld, von dem im Vordergrund nichts berichtet wird (oder das Produkt war kostenlos und der Reviewer hätte gerne mehr kostenlose Artikel).


    Ich hab die negativen Kritiken tatsächlich eher auf Amazon gelesen. Das ist zwar auch kein Maßstab, aber bei negativen Rezensionen (in Landessprache) in der Regel nicht gekauft.

    Amazon ist jetzt auch nicht die beste Anlaufstelle für Tests :D, aber wenigstens nicht so Creator durchflutet.


    Vielen lieben Dank für deine persönlichen Erfahrungswerte! :)

    Dann werde ich den als Ersatzrucksack vielleicht mal ausprobieren.

  • Hi,

    ich habe mir vor meinem Urlaub letztes Jahr auch verschiedene Rucksäcke angesehen. Mittlerweile bestelle ich mir mehrere Modelle einfach nach Hause, probiere es mit meiner eigenen Ausrüstung aus und sende dann entsprechend zurück. PayPal nach 30 Tagen macht es möglich.

    (Ich weiß, das ist nicht sehr Umweltbewusst, schlecht für den Einzelhandel und auch nervig für den Postboten, aber das Angebot in den ansässigen Städten gibt es einfach nicht mehr her. Die >3Kg Deuter, Bach usw. bekommt man an jeder Ecke, alles was etwas spezieller werden soll muss man eh bestellen.) Anyway...

    Am Ende ist es der Osprey Exos geworden. Er ist nicht UL aber super bequem zu tragen und bietet alles was ich meine zu brauchen. Am Rücken hat er ein durchgehendes Netz was sich super bequem anschmiegt. Ganz anders als der Exped mit dem einzelnen Pads an Schultern und Lende. Davon habe ich den 70er Thunder (baugleich mit Lightning) zu Hause und frage mich mittlerweile echt wie ich den jemals voll beladen tragen konnte:/ (Die versprochene Belüftung durch das Netz ist allerdings ein Werbegag).

    UL hört sich immer gut an, aber man muss auch sehen wo es her kommt. Die Materialien sind sehr dünn, die Spanngurte nur dünne Riemchen, Schnallen winzig klein, Deckelfach und Taschen an den Hüftflossen fehlen usw usw. Klar, wenn der Rucksack weniger belastet wird muss er auch weniger halten, sehe ich ein. Aber wenn man in felsigen Gelände den vollen Rucksack in den Pausen immer mit der Netztasche an den Stein lehnt, damit er schön aufrecht steht, kann am Ende der zwei Wochen auch schon mal Löcher im Material haben.

    Am Anfang war ich Feuer und Flamme für den Lundhags Padje, aber auf den trifft so ziemlich alles zu was ich im letzten Absatz beschrieben habe. Mach dir bewusst was du wirklich brauchst und tiff dann eine Auswahl. Ums Probetragen inkl. Gewicht wirst du am Ende nicht drum herum kommen. Und erst dann werden die Unterschiede der einzelnen Modell sichtbar.

  • Sundance Wie groß bist du denn zum Vergleich? :'D Ich bin 177cm. Wahrscheinlich wird nichts um's ausprobieren rumkommen, so wie CliffHanger schon sagt.

    Den MT900 UL hatte ich auch gesehen und fand die 12kg zurzeit mit meinem Kram knapp, gerade für die kälteren Monate. Streusel71

    Der Exos 58 sieht für mich voll interessant aus. Ich hatte bloß irgendwie die Sorge, das der derbe quietscht, weil mein Bergans 40L das Proble bei ähnlichem Tragesystem hat :D Wie verhält sich das bei dir bisher? bogus
    Den kann ich sogar vor Ort anprobieren und er ist hier gerade für 150€ im Angebot. Wat war dat schwerste, das du drin hattest? Ich denke 15kg wären es für mich maximal bei einer ~4 Tage-Wanderung als newbie hehe oder eben im Winter.


    Der Padje sah mir auf den ersten Eindruck ebenfalls zu flimsy aus.

    Vielen Dank für euren Input!

  • Hendro

    Memo an mich selbst...hat der gequietscht?:/ Weiß nicht. Jedenfalls nicht so, dass es mir nach zwei Wochen negativ in Erinnerung geblieben ist:D

    Bei dem 58 Liter in L ist zu beachten, das der Rucksack dann 61L hat:!:Das ist genau mein Modell und passt mir mit 1,93m perfekt. Rückenlänge ist am Rucksack selber eher mittig eingestellt, also mit Luft in beide Richtungen. Für 1,80m wir er zu groß sein schätze ich. aber das sind ja dann Feinheiten wenn er dir vom Material, platz und Tragesystem zusagt

    Technische Daten:

    • Material: 100% Nylon (100D, recycelt)/100% Nylon (400D, recycelt)
    • Volume: S/M: 58L L/XL: 61L
    • Gewicht: 1.3 kg
    • Maße: 82 x 37 x 33


    Im ersten Beitrag finden sich 2-3 Bilder zum Packerl

    bogus
    19. Dezember 2024 um 18:44
  • Hola ,

    musst du wirklich 5,5 Liter Wasser mitnehmen? Gibts keine Möglichkeit Wasser zu filtern , damit könntest du ne Menge Gewicht sparen .

    Mit Wasserfiltern habe ich noch keine Erfahrung gesammelt. Ich habe mir einen Sawyer Squeeze für Plusgrade besorgt. Zumindest beim Einlesen in das Thema habe ich oft von der Gefahr durch enfrieren gelesen und um den Nullpunkt würde ich glaub ich eher das Wasser einpacken und mitnehmen. Wenn ich damit Erfahrung sammle und keine Ahnung: das Wasser etwas am Körper aufwärme, Filter immer in 'ner Inneren Brusttasche Trage und nachts in die Footbox - vielleicht geht das so? Damit muss ich mich aber erstmal firm machen hahaha

    Allgemein wären die 15kg Beladung mit meinem aktuellen HM-Setup für eine mehrtägige Wanderung dennoch realistisch (dann eben mit 1-2L Wasser und mehr Futter). Für mein günstiges Zeltequipment brauche ich ebenfalls diesen Puffer.

    Hattest du den Exos Pro schon mal so bepackt oder annähernd?
    Ich werde mir morgen sofort mal den normalen und die Pro Variante im Laden mit Beratung ansehen.

  • OT: Gehört eher in Nebenthema, wie alle anderen Rucksackthemen auch, oder?

    Der Exos war auch mein erster Rucksack, als das Thema Gewicht interessant wurde - ich aber vom Inhalt her noch so einen vergleichsweise schweren Rucksack brauchte.
    Die erste Generation war super, dann kamen ein paar komisch verspielte mit fett gepolsterten Schultergurten und noch mehr Tand, als so schon - aber jetzt gibt es mit der Pro Version wieder sowas wie ein back to the roots. Aber ganz schön teuer geworden, die Kiste!
    Gregory (optic, focus) ist dem ähnlich als Alternative.
    Wenn da in der Richtung was erhältlich ist und passt - why not?


    Grundsätzlich weiß ich sonst nicht, wo das Anliegen hingehen soll.
    So richtig klare Fragen, bei denen hier irgendjemand von außen helfen könnte, gibt es vom TO leider nicht, im ungefähren stochern, wie es hier im Thread in allerlei Richtungen versucht wird, ist irgendwie für die Antwortenden nicht wirklich befriedigend und wohl auch für den TO letztendlich nicht zielführend hilfreich.
    Da wäre ein bisschen mehr Vorarbeit und Hirnschmalz für konkrete, noch offene Fragen, bei denen man von außen auch helfen kann, hilfreich. So liest sich das eher wie Händchenhalten und betreuten Shoppen im Plaudermodus, damit man bei der Entscheidung nicht so alleine ist. Auch ein Anliegen, aber dann vielleicht eher im kompletten OT Bereich.


    Also - was ist die Frage?

    'konventionell oder Rolltop', wie im Titel?
    Davon liest man im Post selber dann nichts mehr.
    Das ist personal preference. Ich mag Rolltop, weil simpel, flexibel und leichtestmöglich.
    Und nun? Anderen liegt ein Deckel, drawstring closure oder was auch immer mehr.
    Was Dir liegt? Angucken und ausprobieren!

    Ausgesuchter Rucksack a oder b?
    Du hast sie doch schon in der Hand - wie nun schon etliche Male geschrieben - müssen sie vor allem passen. mit welchem Du wie gefragt langfristig glücklich wird, kann Dir niemand von außen verraten.

    Und - wenn Verfügbarkeit an Deinem Standort auch noch ein limitierender Faktor ist, hilft es auch wenig, beliebig anderes in den Raum zu werfen, ohne zu wissen, was erhältlich ist. Auch da ist Vorarbeit des TO gefragt.


    Noch weiter grundsätzlich:
    Bei den angepeilten Lasten von 15kg+ dauerhaft kommt noch viel mehr in's Spiel, dass der Rucksack passen und dafür ausgelegt sein muss. Da ein Diskussion in Richtung gestelloser UL-Rucksack zu starten ist mMn. müßig.
    Ich würde mir das grundsätzlich auf Tour nicht antun wollen.
    Daher der Denkanstoß, ob nicht der andere Weg, das Verringern des Gewichts der sinnvollere und beim Laufen auch deutlich angenehmere Weg sein könnte. 7kg consumables - unmengen an Wasser in einer wasser- und schneereichen Gegend - von der schweren Ausrüstung ganz zu schweigen - da geht doch noch was.


    Und um noch weiter auszuholen, was für den TO gar nicht mehr relevant sein dürfte:
    UL Rucksäcke sind ben nicht vor allen Dingen leicht, weil fragile Materialien verwendet werden, sondern weil unnützer Klimmbimm weggelassen wird.
    Der Korpus macht z.B. i.d.R. gerade mal 20% des Gewichts aus. Daher lohnt es sich weder, ihn zu klein, noch zu fragil zu konzipieren.
    Mein Rucksack kommt im Maximum auf 50Liter, ist aus solidem DXG (132g) und bombproof Mesh (106g) gefertigt, hat eine bald fünfstellige Laufleistung - gern durch unwegbares Gelände und Fels - auf dem Buckel. Bis auf zwei winzige, in der Zivilisation dumm selbst verschuldete Mesh Löcher ist er top in Schuss und zeigt keine Anzeichen von Verschleiß - und wiegt keine 300g.
    Warum? Weil ansonsten reduziert konstruiert - ohne fette Polster, Täschchen, Deckelchen, Reißverschlüsschen, Kordelchen und Schleifchen.

    Dieses immer wiederkäuerisch vorgebrachte Vorurteil zeugt eher von geringem Einblick und Verständnis - und ist natürlich auch den möchtegern-leichten, kommerziellen Massenmarkt-Rucksäcken großer Marken, wie eben auch der Exos geschuldet, die alle die Quadratur des Kreises versuchen: Irgendwie leichter - und trotzdem voll mit Tand und Feeeatures wie es der Mainstream Käufer von seinem schwerden Schneckenhaus-Deuter gewohnt ist, damit sich jah jeder angesprochen fühlt - und für jeden was dabei ist.
    Das wird dann erst mal schwer - und man versucht, durch immer fragilere Materialien das irgendwie halbwegs zu kompensieren.
    Hat mit UL - oder den Prinzipien (unnützes weglassen, alles hinterfragen) nicht viel zu tun.
    Da setzt man eher verärgert über den ganzen mit bezahlten, schweren Kram die Schere an - und lässt den ganzen, unnötigen Plunder abgeschnitten zu Hause.

    Den dicken Anteil macht halt das Gestell, dann die dicken Hüftflossen etc. Aber das wegzulassen macht eben auch erst Sinn, wenn auch der Inhalt leicht genug dafür ist - und davon sprechen wir hier ja erst mal nicht.
    Es gibt ein paar reduziertere Ansätze gibt es da zwar auch, wie hier genannt von HMG, aber auch von Üla, Weitläufer, Bonfus etc. - aber da kann halt auch niemand zaubern und das Rad neu erfinden, mit Gestell ist man dann dem Kilo Rucksack wieder näher, bzw. ab ~6-700g.


    Also noch mal in Kurzform: Nimm den Rucksack, der bei Dir überhaupt verfügbar ist - und Dir passt. Bei dem Gewicht dann ausgerechnet ein paar Gramm beim Rucksack zu sparen macht nur als Mitnahmegewinn Sinn, wenn der leichtere sonst eh auch alles erfüllt - Modelle sind ja genannt.
    Oder Speck den Inhalt ab - und schau dann noch mal, welcher bei welchem neuen Gewicht Sinn macht.

    Viel Erfolg!

  • Mit Wasserfiltern habe ich noch keine Erfahrung gesammelt. Ich habe mir einen Sawyer Squeeze für Plusgrade besorgt. Zumindest beim Einlesen in das Thema habe ich oft von der Gefahr durch enfrieren gelesen und um den Nullpunkt würde ich glaub ich eher das Wasser einpacken und mitnehmen. Wenn ich damit Erfahrung sammle und keine Ahnung: das Wasser etwas am Körper aufwärme, Filter immer in 'ner Inneren Brusttasche Trage und nachts in die Footbox - vielleicht geht das so? Damit muss ich mich aber erstmal firm machen hahaha

    Allgemein wären die 15kg Beladung mit meinem aktuellen HM-Setup für eine mehrtägige Wanderung dennoch realistisch (dann eben mit 1-2L Wasser und mehr Futter). Für mein günstiges Zeltequipment brauche ich ebenfalls diesen Puffer.

    Hattest du den Exos Pro schon mal so bepackt oder annähernd?
    Ich werde mir morgen sofort mal den normalen und die Pro Variante im Laden mit Beratung ansehen.

    Nee , ich hatte den Exos Pro bis max. 10 kg bepackt .

  • So, wir sind im Nebenthema gelandet. Danke Dir, Mittagsfrost ! :thumbup:

    Ich hab hier heimlich interessiert mitgelesen - und heute einen "Naturehike Rock 60+5" in Empfang genommen.

    Wirkt, ohne Erfahrung mit "grossen Rucksäcken" zu haben, ziemlich leicht und gleichzeitig robust und gefällt mir erstmal ganz gut. Preislich für mich attraktiv, wenn man mal guckt, was 60l sonst so kosten können. Mal sehen, wofür die ganzen Schnüre und Stopper sinnvoll sind, sowas kenne ich noch nicht.

    Und wenn Meldaro den sogar zum Einkaufen nutzt, kann das Ding so empfindlich ja nicht sein.

    HM-(Daunen)Setup passt mehr als locker rein und hat noch einigen Platz anzubieten.

    Einzig der "Neugeruch" beim Auspacken trübte ein wenig meine Freude, weshalb das Dingen jetzt erstmal über Nacht draussen hängen darf. (Aber das Tobwolf Mückennetz hat sich auch sehr schnell abgelüftet, ich bleibe optimistisch.)

    Ich werde, des Rückens wegen, keine langen Wanderungen unternehmen. Aber mit einem Rucksack gibt's bestimmt auch feine Alternativen zu Rad&Anhänger oder meinem (Discgolf)Trolley mit den beiden Kisten drauf. Allein schon für Besuche bei wuppitom am Strand. :)

    Wie auch immer, ich freu mich auf neue Erfahrungen.

  • Hier hab ich im UL Forum Mal einen 42,- Euro Rucksack von Temu vorgestellt. Den hatte ich in einer Werbeanzeige gesehen und konnte nicht widerstehen.

    Kurz nachdem ich den blauen bekommen habe, kam er noch in schwarz raus und da Temu mir vorgeschlagen hat, einen zweiten für 30 Euro zu kaufen, konnte ich nicht nein sagen.

    Mittlerweile ist der Rucksack etwas teurer.

    Danach habe ich übrigens meinen Temu Account gelöscht 😄

    Der Rucksack ist allerdings wirklich unschlagbar und super bequem. Gerade habe ich ihn auf einer fünf Tages Tour in der Pfalz dabei.

    Er ist allerdings etwas kleiner als der Naturehike.


    Hier ein paar Bilder sowohl von dem blauen als auch dem schwarzen. Beide Rucksäcke habe ich etwas modifiziert und einiges weggeschnitten.


  • hangloose Etwas unkonkret mein Post.


    Das was viele Wasser in der Winter-Packliste rührt vor allem von meiner fehlenden Erfahrung was Wasseraufbereitung angeht. Die Liste ist auch eher so mein status-quo nach einem Overnighter. Allgemein muss ich (viel) mehr Erfahrung im Winter sammeln um Gewicht zu sparen ohne zu Frieren. Der 2kg Parka ist da auch nicht das Ende meiner Fahnenstange, tut jedoch wunderbar was er soll.

    Realistisch ist für mich zurzeit die Frühling/Herbst-Liste. Bei der habe ich wirklich versucht den mir zugeteilten Hirnschmalz zu verwenden. Mit der Ausrüstung, die ich zurzeit habe sowie ein paar Neuanschaffungen (z.B. SOTO Amicus statt Trangia 25 lol, Sawyer Filter um die Moorplörre oder vielen Quellen hier auszunutzen, Evazotte, leichte Sandalen) das Gewicht zu reduzieren. Ich hoffe dass ich demnächst Zeit finde für eine ~3 tägige Wanderung. Davor werde ich noch an einem tauglich leichtem Erste-Hilfe Set schrauben, Kleine Pötte/Sprüher für Sonnencreme, Vaseline, Insektenspray suchen und schauen, welches Futter mitkommt. Edit: Im Anschluss werd ich die Liste nochmal überarbeiten und vielleicht im Gearlisten-Faden dazukommen.

    So schnell werde ich es denke ich nicht schaffen auf leicht/ultraleicht abzuspecken und bei längeren Wanderungen wäre perspektivisch ja eh etwas mehr Gewicht im Pack. Was mich am meisten beschäftigt hatte war, ob die 450 Gramm weniger vom Lightning oder eben Exos kriegsentscheidend sein würden.


    Ich hoffe nicht alleine mit diesem Problem zu sein, aber wenn ich in ein neues Thema reinkomme habe ich meist sehr krasse Entscheidungsschwierigkeiten was die Käufe der 'Main-Player' angeht.
    Meistens merke ich dann, dass "einfach machen" der einzig richtige Schritt ist als Tage/Wochen überlegen. :D Der Thread war dementsprechend Ausdruck meiner Überforderung mit dem Einstieg in die "Outdoorwelt".

    "Nimm den Rucksack, der bei Dir überhaupt verfügbar ist - und Dir passt." hat mir tatsächlich geholfen zu sagen: fuck it ich nehm den Decathlon und fertig. Der für mich irgendwie derbe lustige "Versuch macht kluch" Spruch gilt vermutlich mal wieder.

    Sobald ich wieder in Deutschland bin werde ich mal bei jenshelge den Naturehike anschnuppern, falls er denn noch da ist :/:saint:

    Blogeintrag Ende lol

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