Kletterwand-Module als Deckenverkleidung - ultimatives Rumhängzimmer?

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  • Hallo Zusammen,

    der Basti hat mal wieder leicht bekloppte Ideen.

    Der von mir zuhause verwendete Hängemattenständer ist ja schön und gut, aber da muss es doch noch was Besseres geben.

    Ich suchte nach einer Möglichkeit meine Hängematten möglichst schnell und flexibel in meinem Wohnzimmer aufzuhängen. Ein Ständer sollte vermieden werden.

    Wand- oder einfache Deckenhaken finde ich zu unflexibel, da sie nur eine Position ermöglichen. Airlineschienen sind schon etwas flexibler, aber immernoch recht einschränkend. Am liebsten wäre es mir, ich könnte verschiedenste Hängematten, in verschiedenen Längen, nach Lust und Laune, in verschiedenen Winkeln an meiner Zimmerdecke befestigen. Auch soll das Ganze optisch nicht ganz unästethisch aussehen.

    Ich hatte sogar mal darüber nachgedacht den ganzen Raum in den Zimmerecken mit weiß pulverbeschichteten Airlineschienen auszustatten. Zum Einen stell ich mir das aber optisch nicht schön vor und zum anderen ist auch die Entfernung der Aufhängepunkte recht unflexibel. Ob die Pulverbeschichtung auf Dauer hält ist für mich ohnehin fraglich.

    Mir ist also stattdessen eine etwas verrückte, aber aus meiner Sicht recht perfekte Lösung eingefallen, die ich hier gerne mal diskutieren würde.

    Was wäre denn, wenn man als Deckenverkleidung Module verwenden würde, die normalerweise für Kletterwände in Kletter- oder Boulderhallen verwendet werden. Meist sind das mit Einschlagmuttern versehene Multiplexplatten. z.B. in dieser Art hier: https://www.dein-klettershop.de/klettergriffe/…HxoCm3cQAvD_BwE

    Das Ganze in Verbindung mit solchen Bohrhakenlaschen, lässt sich doch quasi alles an der Decke befestigen:

    Die Module gibt es bereits schon in weiß matt. Wenn man damit seine gesamte Zimmerdecke verkleiden würde, hätte man quasi unbegrenzte Möglichkeiten.

    Mir gehen dabei verrückte Ideen durch den Kopf:

    - mehrer Hängematten gleichzeitig im Raum für die gesamt Familie und oder Freunde aufhängen

    - Sitzlandschaften für mehrere Personen aus Hängesesseln

    - Befestigung von Schaukeln für Kinder und Erwachsene

    - Aufhängen von Tüchern für Hängeyoga

    - Aufhängen von Ringen, Stangen, Gurten oder sonstigen für diverse Sportübungen

    - Ninja-Parcour Training im eigenen Wohnzimmer

    - flexible Aufhängung von Lampen, Pflanzen, Diskokugeln oder sonstigem?

    - Kinoleinwand aufhängen für die nächste Fußball-WM?

    - Hängende Regale

    - Aufhängen von Gardienen als modulare Raumtrenner

    ...

    Die Möglichkeiten sind schier unendlich... 8|

    Ich kann fast kaum glauben, dass ich dazu noch nichts im Internet finde. ^^

    Jetzt stellt euch mal vor, man macht zwischen Modul und Zimmerdecke noch LED Streifen...Zack Bumm... STERNENHIMMEL :S ^^

    Sicherlich nicht ganz billig für einem ganzen Raum. Aber im Zuge einer Renovierung finde ich die Idee extrem spannend.

    Momentan ist das noch ein Gedankenexperiment. Aber ich find die Idee zu toll um sie nicht mit euch zu teilen.

    Hat jemand von euch Gedanken dazu? Bin gespannt was ihr dazu meint. Dreht der Basti jetzt völlig durch? Oder ist das die ultimative Zuhause-Lösung für jeden Hänge-Nerd? 8o

    Für kleinere Räume, mit nicht genug Abstand für eine Deckenmontage, könnte man auch über das gleiche Konzept als Wandverkleidung nachdenken. Dann könnte man nebenbei noch ein paar Klettergriffe, Slackline, Wandregale, TV-Halterungen oder sonstiges im Raum flexibel befestigen. =O :/ Veeeeerückt!!!!

    Viele Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Basti G. (25. Juli 2024 um 07:55)

  • Der Basti spinnt!

    Ich mag sowas. :)

    Wenn Geldbeutel, evtl. Vermieter und Statiker nix dagegen haben, gib Gas und bau Dir Deinen Traum!

    Auch Staubsaugen wird hinterher viel einfacher sein. 8o

    Einzig, ob Du Deine Matten wirklich wie gewünscht unter waagerechten Ebenen hängen kannst, solltest Du vielleicht vorher experimentell in Erfahrung bringen (Fussballtor oä.).

    Ist es tatsächlich möglich, sie so zu hängen, das es bequem bleibt?

    Ist Dein Raum tatsächlich l a n g genug, ggf. auch für mehrere Matten?

    Hau rein!

    Und: ohne Bilder glauben wir nix! 8)

  • Kannst du kurz erklären, wie du eine Hängematte von der Decke hängen möchtest, sodass deine Aufhängungen einen guten Winkel (~30°) haben und deine Matte dabei noch tief genug zum Einsteigen hängt? Ich bin kein Mathe Genie, könnte mir aber vorstellen, dass du dazu einen extrem langen (> 5m) brauchst, oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?

    Und wie jenshelge schon sagte: ohne Bilder glauber wir aber sowas von gar nix :D

  • Wäre jetzt in meinem speziellen Fall eine Stahlbeton Decke. Zimmer wäre gemäß Hammock-Calculator groß genug ( https://theultimatehang.com/hammock-hang-calculator/ ). Vermieter gibt es nicht.

    Aber so eine Idee muss erstmal reifen. Ist noch nicht unmittelbar geplant. Wenn allerdings sowas in meinem Kopf herum spukt, wird es meistens auf die ein oder andere Art irgendwann realisiert.

    Mich interessieren vor Allem eure Gedanken, Ideen, Bedenken, Inspirationen, Erweiterungen, Verbesserungsvorschläge und Alternativen zu diesem Thema.

    Vielleicht kommt ja jemand hier aus dem Kletterbereich und kann Erfahrungen zum Besten geben. Montage, Wandabstand, Materialien usw., Vor- und Nachteile.

    Ich freu mich aufs gemeinsame rumspinnen. :*

  • Ich persönlich bin Kletterer (gewesen) und habe an solchen Wänden hundertfach geklettert. Außerdem habe ich die von dir abgebildeten Haken im Wohnzimmer montiert, um daran eine Hängematte aufzuhängen. Ich denke also, dass aus Materialsicht dein Vorhaben sicher funktionieren wird. Erfahrungen, wie man die Module einbaut habe ich allerdings nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man das auf eine Stahlbetonwand einfach dübeln und schrauben könnte, oder Gewindestangen einkleben mit Hilti und dann die Module "einfädeln" und mit Unterlagscheibe und Mutter befestigen. Brauchst halt hauptsächlich ne Befestigung, die Zugkraft aushält. Scherkraft solltest du keine erwarten müssen, denke ich.

  • Einzig, ob Du Deine Matten wirklich wie gewünscht unter waagerechten Ebenen hängen kannst, solltest Du vielleicht vorher experimentell in Erfahrung bringen (Fussballtor oä.).

    Ist es tatsächlich möglich, sie so zu hängen, das es bequem bleibt?

    Ja, man kann Matten auch unter einen Balken und somit auch unter eine Decke hängen 😉

  • Amoks und CH na klar.
    Der TE nutzt aber (mindestens auch) GE-Hängematten. Geht das mit denen auch?
    Wie ich schon vorschlug: Testen an einem Fußballtor. Die stehen doch auf jedem Sportplatz rum.

    Die korrekte Deckenmontage der Platten wird der Hersteller vorschreiben (Art der Befestigung & Abstand der Fixpunkte).

    Ggf. kann eine Kletterhalle praktische Erfahrungen beisteuern.

    Das mit dem "in den Kopf setzen und irgendwann passiert`s" kenn ich. :P

  • Wir sind ja beim Brainstorming, darum nur ein paar wilde Gedanken von mir:

    Das Produkt ist aus 18mm Multiplex Birke, kostet der qm in natur ohne Dekoschicht 100-125€

    Das bekomme ich im Baumarkt für 23€/m², muss man schauen wie da die Qualität schwankt. Plus die Gewindeeinsätze - Peanuts.

    Die Platten sind für die Belastung nicht gedacht, normalerweise wirken die Kräfte nicht senkrecht zur Fläche. Das Material und die Muffen halten das aus, bei 4 Schraubverbindungen hätte ich aber bedenken ob sich die Platte durchbiegt wenn ein Haken in der Mitte befesteigt ist.

    Ganz doofe Idee, ist aber nicht so stylisch: knüppel dir 150 Betonanker in die Decke, funktioniert genauso ;)

  • Brauchst halt hauptsächlich ne Befestigung, die Zugkraft aushält. Scherkraft solltest du keine erwarten müssen, denke ich.

    Solche Gedanken hab ich mir auch für die Platten gemacht. Bei Klettergriffen treten ja hauptsächlich Scherkräfte auf. Da ja aber auch im Überhang in den Hallen geklettert wird und man mitunter aus mehreren Metern ins Seil fällt, hatte ich die Hoffnung, dass das für unsere Zwecke locker ausreicht.

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    :thumbup: ;)

  • Ich persönlich finde die Idee gut, weiß aber nicht, ob sie wirklich funktioniert. Ich hätte in die Holzplatten nicht genug Vertrauen.

    Wenn ich die Platten bei mir in der Wohnung verteilen müsste, würde ich aber die Wände eindeutig der Decke vorziehen, weil ich gern das Kopfende tiefer hänge als das Fußende (Gilt natürlich nur für GE und nicht 90 Grad Matten). Und: bei einer so hohen Aufhängung braucht man für eine gute Sitzhöhe einen sehr großen Raum. D.h. aber, dass große Teile des Raumes durch die Matte/n durchschnitten werden und man zum Durchqueren des Zimmers die Matten immer abhängen oder um sie herumlaufen muß. Das würde mich auf Dauer nerven.

    Wenn ich eine flexible Aufhängung haben wollte (ich habe schon in jedem Zimmer eine HM hängen...) würde ich die Lösung von Hammock Fairy verwenden:

    An mehrere Wände stabile Balken dübeln, aber so, dass sie nicht ganz an der Wand anliegen, sondern etwas Abstand haben: dann kann man Baumgurte drumrumwickeln und leicht in der Höhe anpassen. Wenn man genug Balken montiert sieht es aus wie ein Raum mit Fachwerk :thumbup: Stelle ich mir durchaus ästhetisch vor. Allerdings sollte man dann Eigentümer sein...

  • , weil ich gern das Kopfende tiefer hänge als das Fußende

    Na das wäre ja kein Problem. Wenn die Aufhängepunkte auf der gleichen Höhe (Decke) sind, musst du einfach nur den Gurt am Kopfende länger als den Gurt am Fußende machen. Schon hast du den gewünschten Effekt. ;) Die Höhe in der du die Gurte am Baum, Haken usw. befestigst, ist nicht relevant.

  • ... Die Höhe in der du die Gurte am Baum, Haken usw. befestigst, ist nicht relevant.

    Moin Basti,

    also entweder verstehe ich Dich hier vollkommen miss - oder Du hast es wohl noch nicht ernsthaft probiert?

    Wenn Kopf- und Fussende unterschiedliche Höhe haben sollen, die Gurte in einem Hängewinkel von ~30° hängen sollen und Dir an einer immer gleichen Spannung der Ridgeline gelegen ist, dann kommst Du um differente Gurthöhen nicht herum.

    In einem Hängemattenständer hast Du mit der Höhe der Aufhängung keine Wahl, da ist die Höhe eben fix, was die Gesamteinstellung der Hängematte eben weitgehend vorgibt.

    Wie man die Spannung der Ridgeline in einem HM-Ständer justiert, ist mir ein Rätsel. Dafür muss ich mir selbt wohl mal ein Fussballtor suchen...

  • In einem Hängemattenständer hast Du mit der Höhe der Aufhängung keine Wahl, da ist die Höhe eben fix, was die Gesamteinstellung der Hängematte eben weitgehend vorgibt.

    Wenn das Gestell lang genug ist kann man schon die eine Aufhängung länger lassen als die andere und somit hängt das Kopfende tatsächlich tiefer. Aber meist sind die Gestelle dafür aber nicht lang genug, weil sie mit zunehmender Länge schwerer werden und man zum Mitnehmen ja möglichst kompakte Gestelle möchte. Die Ridgelinespannung ist bei Gestellen nicht immer gegeben, aber ich habe Gestelle, wo es zumindest fast stimmt. Jedenfalls so weit, dass es für mich okay ist und ich gut schlafe.

  • Keine Ahnung, wie das noch mit gezielter Ridgelinespannung gehen sollte...

    Glaub wir reden wirklich irgendwie von was anderem. Ich seh auf deinem Foto gar keine Ridgeline. :/ :)

    Also wenn ich eine feste Ridgeline verwende, kann ich das doch so machen wie oben von mir beschrieben. Oder versteh ich dich jetzt wiederum falsch? ^^ Mir ist wichtig dass der Hängemattenwinkel ca. 30 Grad hat. Der Gurtwinkel kann auch flacher sein. Also würde ich die Aufhängepunkt noch etwas auseinanderrücken. Dann klappt das wie oben von mir beschrieben

    Einmal editiert, zuletzt von Basti G. (27. Juli 2024 um 09:16)

  • Yo, Basti, die kleine blaue Quechua hat keine RL, die is für quick 'n dirty unterwegs.

    Ja, vielleicht klärt sich mein Ansinnen nicht so gut schriftlich.

    Umso mehr werde ich gespannt Dein Projekt im Blick behalten und freue mich, wenn Du irgendwann berichtest, dass es mit der RL-Spannung auch bei Aufhängung von der Wohnzimmerdecke problemlos klappt.

    Das Projekt an sich ist ja schon ge°l genug und ich fänd's mega, wenn Du's angehst!

    Hau rein und hab viel viel Spass dabei! :thumbup:

  • Falls du "the ultimate hang 2" zuhause hast, lese mal auf Seite 91 oben.

    Dort schreibt Derek frei übersetzt:

    "Wenn die Ankerpunkte auf einer festgelegten Höhe liegen (z. B. in Innenräumen oder bei komplexen Fällen), können Sie simulieren, dass das Fußende höher hängt, indem Sie die Hängematte außermittig verschieben."

    Das ist der Effekt von dem ich rede. ;)

  • Mir ist wichtig dass de Hängemattenwinkel ca. 30 Grad hat. Der Gurtwinkel kann auch flacher sein. Also würde ich die Aufhängepunkt noch etwas auseinanderrücken. Dann klappt das wie oben von mir beschrieben

    Da musst du nur arg aufpassen. Je flacher der Winkel ist, desto größer wird die Belastung des Gurtes. Klingt komisch, ist aber so. Ergibt sich aus den Kräftedreiecken und würde neulich erst hier in Forum diskutiert, weil wuppitom zwei Matten an einem, zwischen zwei Bäume gespalten Seil, festmachen wollte.

  • Kräftedreiecken und würde neulich erst hier in Forum diskutiert, weil wuppitom zwei Matten an einem, zwischen zwei Bäume gespalten Seil, festmachen wollte.

    Moin,

    Ne nicht gespalten……….gespanntem

    Ne kein Seil…… Dyneema Gurte

    Ne nicht festmachen wollte……… hat er schon erfolgreich getan 😂

    Gruß von der Ostsee

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