Schlafsack , welcher Temperaturbereich ?

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  • Hallo,

    eine Frage an die Schlafsackbenutzer.

    Ich wollte mir einen leichten Schlafsack für die Benutzung im Frühjahr bis Herbst zulegen.

    Ich denke im Sommer, wenn es warm ist, kann man ihn ja offen als Decke benutzen.

    Wegen des Gewichts beim Wandern habe ich am ehesten an Daune gedacht.

    Welchen Temperaturbereich habt ihr da gewählt?

    Gucke ich auf Komfortbereich oder Limit?

    Ich bin schlank und mir ist eher schnell kühl.

  • In welcher Gegend bist du zu welcher Jahreszeit unterwegs? Wie lange?

    Gibt es für eine Temperatur, ab der du nicht mehr rausgehen möchtest?

    Wieviel Geld willst du ausgeben?

    Auf alle Fälle Komfortbereich. Und auch da musst du schon lange Unterhose und Oberteil mit einplanen. Wenn dir schnell kalt ist, dann gucke gerne bei den Frauenschlafsäcken oder zieh noch mal 5 Grad ab.

  • Ich bin schlank und mir ist eher schnell kühl.

    Mir geht es ähnlich.

    Wenn dir schnell kalt ist, dann gucke gerne bei den Frauenschlafsäcken oder zieh noch mal 5 Grad ab.

    Nur nicht verkehrt herum rechnen :D

    "Abziehen heißt in dem Fall natürlich 5 Grad wärmer als angegeben, wenn Du schnell frierst.

    Ist der Komfortbereich also beispielsweise mit 6° angegeben, reicht er Dir als Frostbeule vielleicht nur bis 11° und drunter frierst Du eventuell.

    Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen, bis wieviel Grad Tiefsttemperatur (nachts) Du noch raus gehst.

    Wenn das als Beispiel 8 Grad sind, würde ich als warmer Schläfer (Du frierst schnell) einen Schlafsack mit 3 Komforttemperatur nehmen.

    Und weil es manchmal kälter wird als angegeben, oder der Wind zusätzlich zum Wärmeverlust beiträgt würde ich noch etwas Sicherheit mit einrechnen und nochmal ein Stück nach unten gehen - zum Beispiel auf 0° (auch, wenn du nur bis 8° Tiefsttemperatur planst).

    Also: Grenze setzen (8°), einkalkulieren, dass Du schnell frierst (3°) und dann ein paar Grad als Sicherheit (0°).

    Einmal editiert, zuletzt von CliffHanger (18. Juni 2024 um 14:53)

  • Die Jahreszeit habe ich ja angegeben.

    Aktuell mehrere Tage im Schwarzwald. Später auch mal woanders.

    Ich denke, dass es im Sommer und Herbst auch mal nachts 10° und kühler wird.

    Für um die 0° C und tiefer habe ich noch einen älteren, aber schweren Daunenschlafsack (1900g).

    Den würde ich einpacken wenn die Temperaturvorhersagen entsprechend sind.

    Ich denke bis 500 € muss ich ja etwas bekommen.

    Bei Frauenschlafsäcken ist die Auswahl bestimmt mit 1.89 m Körpergrösse sehr begrenzt.

    Liege ich bei Komfortbereich +5° c richtig?

  • Bei Frauenschlafsäcken ist die Auswahl bestimmt mit 1.89 m Körpergrösse sehr begrenzt.

    Da sollte man auch den Schnitt auf Schulterhöhe beachten. Die können schmaler geschnitten sein.

    Liege ich bei Komfortbereich +5° c richtig?

    Ich persönlich würde als Frostbeule niedriger gehen.

    Aber das ist eben individuell... vielleicht frierst Du persönlich dann, wenn es tatsächlich mal unter 10 fällt, vielleicht auch nicht.

    Die korrekte Antwort ist sozusagen: "Es kommt darauf an...." :D

  • @ ad CliffHänger

    der Beitrag hat sich überschnitten.

    Ok. Da heisst für mich Komfortbereich 0 bis +5° C.

    Eine Nacht kann man ja auch mal etwas ungemütlicher verbringen.

    Ist dieser Temperaturbereich denn auch immer Sommer bei nächtlichen 20° noch zu benutzen, oder muss ich da einen 2-ten oder 3-ten Schlafsack kaufen?

  • Ich würde jetzt Temperaturcharts für deine bevorzugte Region studieren.

    Aber wenn du sowieso schon einen Schlafsack für 0 Grad und tiefer hast, dann würde ich jetzt einfach den Bereich bist dahin abdecken.

    Schlafsäcke sind bei kalten Temperaturen praktischer. Du könntest daher auch nach einem Quilt gucken.

    Bei längeren Touren bei höherer Luftfeuchtigkeit würde ich vermutlich nach Kufa schauen.

    Es gibt auch große Frauen :) Der Unterschied ist, dass Frauenschlafsäcke anders eingestuft werden. Daher der Unterschied von 5 Grad.

    Für 500 Euro bekommst du bestimmt was Gutes.

    Entscheidest du dich für Daune, kannst du auch bei Cumulus schauen. Oder vielleicht sogar nach einem gebrauchten Western Moumtaineering oder Valandre. Oder du gibst weniger als 500€ aus.

  • das hätte ich nicht gedacht, dass ihr im Sommer mit +5° Tüten rumlauft bzw. schlaft.

    Bin ich also nicht der einzige Warmduscher hier im Forum. :D

    Das Temperaturempfinden ist auch ganz individuell.

    Meine Frau geht morgends im See oder Fluss baden, was für mich eine tägliche Überwindung ist und mich auskühlt.

    Sie friert aber nachts in fast jedem Schlafsack. :/

    Ich hatte mal im Schnee im Zelt geschlafen und die erste Nacht gefroren.

    In der 2-ten Nacht mit 2-ter Isomatte war es warm wie zuhause.

    Die meisten Kälte kommt wohl von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von jok (17. Juni 2024 um 18:13)

  • Eine Nacht kann man ja auch mal etwas ungemütlicher verbringen

    Warum? 🤔

    Moin,

    da du ja schon ein wenig Erfahrung hast mit dem draußen schlafen, kannst du bestimmt auch ein wenig einschätzen ob du eher schnell frierst oder nicht?! Der wichtigste Wert wäre wohl der, bis wieviel Grad du noch draußen schlafen möchtest.

    Ich packe meist einen Schlafsack ein, der 5 bis 10°C Reserve zu der erwarteten Tiefsttemperatur bietet. In Kombination mit zusätzlicher Wäsche im Schlafsack, falls es unerwartet doch deutlich kälter wird, bin ich so immer auf der sicheren Seite.

    Die meisten Hersteller geben die Temperaturwerte so an: (EN13537)

    Komforttemperatur = Limit für eine Durchschnittsfrau ohne groß zu frieren

    Limit Temperatur = Limit für einen Durchschnittsmann ohne groß zu frieren

    Extrem Temperatur = ein Durchschnittsmann kann gerade so überleben aber nicht komfortabel schlafen

    Aber bei allem spielen oft auch andere Faktoren eine Rolle wie z.B. persönliches Kälteempfinden, Tagesform, voller Magen - leerer Magen, Wind und Feuchtigkeit usw.

    Wenn ich abends kurz vor dem zu Bett gehen schon leicht fröstel, wärme ich mich vorher noch mal kurz mit z.B. ein bisschen Holz sägen, ein paar Übungen machen oder einen Hang hoch laufen auf ( Heiße Schokolade mit Schuß hilft bei mir auch 👍😊)

    Sehr wichtig finde ich aber auch so trocken wie möglich in den möglichst trockenen Schlafsack zusteigen. Durch das vorherige leichte aufwärmen wird der Schlafsack bzw die Schlafsack Füllung dann schnell erwärmt.

    Bei den Erfahrenen und renommierten Schlafsack Herstellern sind die Temperaturangaben für den Norm-Mann oder die Norm-Frau ziemlich gut.

    Vielleicht auch eher im Fachhandel vor Ort anstatt Online kaufen............gute Fachgeschäfte haben oft Schlafsack Experten 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Die Frage ist doch eher: Wie gewichtseffizient willst oder musst Du sein? Mein 40F Sommerquilt den ich so bis 5 Grad benutze wiegt 400gr, meine Herbst-Winterquilt mit 20F rating den ich bis zu leichten Minusgraden verwende wiegt 600. Wenn es Dir insgesamt nicht auf ein 100-200 gramm ankommt, dann nimm doch wärmere. Preislich macht das auch gar nicht den superriesigen Unterschied…

  • Vielleicht ist auch eine Kombi für dich tauglich? Eventuell sogar Schlafsack + Decke/Quilt? Für echte Sommernächte habe ich den StS Flame (Frauenmodell, 215g)/Spark (Männer, 230g in der Langversion) 0, Komforttemperatur 14°, kommt im Zelt hin, in der Hängematte nicht ganz. Wenn wir zu zweit unterwegs beim Bikepacking (dann im Zelt) sind, kombinieren wir diese Sommertüten mit einem geöffneten Daunen-Deckenschlafsack, 500g, beim Hängemattenschlafen pimpt die Sommertüte den zweiten Schlafsack mit 300g Daunenfüllung, so dass der dann bis ca. 7° in der Hängematte tauglich wird (Komfortemperatur ist hier 7°, aber wie gesagt, in der Hängematte kommt das für mich nicht hin). Und wenn es noch kälter wird, kommt wiederum der Deckenschlafsack in Kombi mit der wärmeren Daunentüte zum Einsatz (die ich natürlich bei entsprechenden Nächten auch alleine nutze). Falls es vom Packmaß her passt, nehme ich auch ganz gern meinen MYOG-Lavalan-Quilt (mit Wollfleece-Füllung) mit.

    Zusätzlich pimpe ich die Schlafsäcke noch mit dem MUT (ebenfalls mit Wollfleece gefüllt). So war mir letzte Nacht z.B. bei für die Stadt angesagten 15° Nachttemperatur warm genug nur mit der Sommertüte - dazu sei noch gesagt, dass ich entweder in der Crosshammock oder in einer Banyan schlafe und keine Underquilts verwende, sondern (Falt)isomatten, die mit einem eher niedrigen R-Wert daherkommen.

  • Gerade eben mal bei cumulus gekuckt, doppelte Füllmenge macht gerade mal 70€ Preisunterschied. Für den Sommer würde ich persönlich immer einen Quilt präferieren (also sowieso überhaupt immer), aber gelüftet kriegst Du das schon auch im Sommer irgendwie wenn es sein muss...

  • Ich habe - auch zum Schutz vor „Verschmutzung etc.“ - immer einen Innenschlafsack im Gebrauch !

    Der bringt auch noch mal locker gute 5°c mehr Wärme.

    z.B.: Cocoon travel sheet Seide/ Baumwolle


    Eine eher unbekannte Adresse für sehr gute Schlafsäcke ist mMn diese:

    Down filled sleeping bags, jackets, vests, trousers and suits custom made by Robert's. Hand made in Poland - Robert's Outdoor Equipment

    Polnische Daune in Polen verarbeitet. Keine Mega Homepage, dafür saubere Arbeit / Ware, netter und höflicher und kundenfreundlicher Kontakt / Support. Hatte vor Jahren mal dort 2 Schlafsäcke dort gekauft….

    Ansonsten gibt es ja auch immer wieder sehr gute und kaum benutzte bzw. neue (Daunen-) Schlafsäcke in den Kleinanzeigen..!

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