Welche Ausrüstung für den Amazonas?

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  • Hallo alle zusammen,

    Mein Freund und ich sind seit Jahren leidenschaftliche Backpacker und Fernwanderer, wir haben uns jetzt aber eine Neues Abenteuer vorgenommen: wir wollen nach Südamerika und in den Regenwald. Wir haben sechs Monate und planen, mit öffentlichen Booten zu reisen und einige Dschungeltouren zu machen, mit und ohne Guide. Wir wollen auch mit dem Kanu unterwegs sein, wenn wir uns ein bisschen eingelebt haben. Dafür brauchen wir aber noch etwas an Ausrüstung ;)

    Wir dachten an Hängematte mit Mosquitonetz plus Overquilts und ein großes Tarp, das wir auch über beide Matten spannen können? Natürlich möglichst leicht. Haben noch Nemo Isomatten, mit denen wir sehr zufrieden sind und die wir gerne einschieben würden. Habt ihr Empfehlungen? Wir kommen immer wieder auf die Amazonas Adventure Ultralight Thermos, ist die empfehlenswert? Und wird es funktionieren, ein großes Tarp über beide Matten zu spannen, wenn diese nah genug beieinander hängen? Bei Quilts bin ich noch gar nicht schlauer geworden. Wir brauchen ja nicht viel Isolation, ich hätte nur gerne eine Decke, die wir auch mal nutzen können wenn wir nicht im Dschungel sind ;)

    Hoffe auf Erfahrungen und Input!

    Liebe Grüße

  • Herzlich willkommen in Forum,

    Schau dir gerne erst Mal diesen Beitrag an. Vielleicht ergeben sich danach konkretere Fragen.

    Zwei Hängematten unter ein Tarp zu bekommen ist grundsätzlich kein Problem. Onewind z.b. bietet da preiswerte Optionen. Wenngleich zwei kleine Tarps deutlich flexiblere und wahrscheinlich sogar fast gleich schwer sein dürften 😁

    Von Amazonas sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Das ist hier Konsens im Forum.

    Achja, es ist hier üblich, dass man den Vorstellungsbereich nutzt. Stell dich also gerne noch Mal separat vor :)

  • Moin,

    für Touren in den Amazonas natürlich Hängematten von Amazonas 😄

    Ne bloß nicht............war nur ein (schlechter) Scherz.

    Wenn ihr die Erfahrungsberichte über Amazonas Hängematten hier im Forum lest, seid ihr wahrscheinlich von der Idee eine haben zu möchten schnell wieder weg.

    Da gibt es deutlich bessere Lösungen..........einfach mal ein wenig stöbern hier.

    Ich würde euch auch 2 separate Tarps empfehlen als nur ein größeres.

    Wenn der Aufbau mal schnell gehen muss und gerade keine passenden Aufhängemöglichkeiten für 2 Hm nebeneinander unter einem Tarp gegeben sind kann es auch mal ungemütlich werden.

    Wenn man passende Plätze für 2 Hm nebeneinander findet, kann man immer noch 2 Tarps zwischen den beiden Hm überlappen lassen und hat dann quasi ein großes Tarp.

    Falls man unterwegs mal getrennt werden/sein sollte, steht dann erstmal einer von euch ohne Tarp da wenn ihr daß große nicht zerschneidet.

    Es haben sich schon einige Langzeitreisende, die als Paar losgezogen sind, getrennt und sind dann Solo weiter gereist.

    Im Regenwald selbst gut darauf achten an welchen Bäumen ihr eure Hm Gurte befestigt..........viele Bäume sind Ameisen/Termiten Straßen. Die kommen zwar nicht gleich in ein geschlossenes Mückennetz, aber beim Ein-Aussteigen könnten einzelne in die Hm gelangen.

    Bei einigen Arten brennen die Bisse wie Feuer. Und manche schneiden Löcher in Stoffe.

    Habe im Daintree NP mal erlebt, wie Ameisen an einem Tag ein ca. 10x20cm großes Loch in ein Hilleberg Zeltboden "gefressen" haben, weil es auf deren Straße stand.......😂 War zum Glück nicht mein Zelt........ich habe in der Hm geschlafen 👍🙂

    Ich habe mir in solchen Gebieten oft Insektenabwehrspray oder Petroleum auf das Ende der Gurte geschmiert.

    Heutzutage gibt es besseres wie z.B. Permethrin (Nobite) o.ä. Ich weiß aber nicht ob es auch Ameisen oder Termiten fern hält ?!

    Bei Zecken, Läusen oder Mücken wirkt es sehr gut.

    Auf Grund von fast täglichen Regenschauern und meist einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit würde ich euch auch einen UQ/TQ aus Kunstfaser empfehlen.........bei einer mehrmonatigen Tour fängt Daune (auch behandelte) früher oder später an zu schimmeln.

    Mir sind bei längeren Regenwald Touren einige Sachen verschimmelt. Z.B. Kleidung aus Baumwolle, mein Brooks Ledersattel oder mein Ledergürtel.

    Gruß von der Ostsee

  • Hängematte:

    auf jeden Fall mit integriertem Mückennetz

    z.B. Blackbird oder Chameleon

    Isolierung:

    Thermarest Z-Lite wäre meine Empfehlung da die Nachttemperaturen hoch genug sind. Funktioniert perfekt mit zweilagiger Hängematte, braucht nicht aufgeblasen werden und ist super flexibel verwendbar. z.B. um auf dem Boden zu schlafen, tagsüber als Sitzunterlage etc. Und superleicht!

    Tarp:

    zwei Tarps! schließe mich den anderen an. Lieber etwas größer min. 3x3 m da bei viel Regen (was ja im Regenwald gerne vorkommt) sonst alles nass ist, Unterschlupf für euch und Gepäck ist viel wert!

  • Wenn Isomatte, dann idealerweise eine 90° Hängematte.

    Verrutschende Isomatte in einer gathered end - und dann kalte Stellen sind schon nervig genug - aber hier geht's ja auch um Moskitos, da wird's dann unspaßig, wenn man sich wegen sowas was einfängt.

    Da ist dann allerdings nichts mit direkt nebeneinander unter einem Tarp hängen. Aber zu zweit an drei Bäumen nebeneinander - oder einer zugewandt geht durchaus - mit zwei Tarps.

    Welche Nemos sind's denn? Feststoff, selbstaufblasend, aufblasbar?

    Ich hatte im Amazonas sogar nur so eine einfache, dünne Alu Isomatte dabei.32820-0.jpg

    Und zwar vor allem als Moskitoschutz von unten, Iso braucht's nicht viel. Ist kosten- gewichts- und platzmäßig flach am Rucksack Rücken unschlagbar. 6 Monate dauernutzung würde ich denen allerdings nicht zumuten.

    Zlites sind halt sperrig im Transport.

    Als Decke reicht dann vielleicht wirklich so eine billige, leichte, dünne Fleecedecke, die man überall beim Möbeldiscounter oder so für ein paar € bekommt.

    Ich hatte für ein paar Nächte jedenfalls nichts weiter dabei, glaub n größeres Mikrofaser Handtuch over so, bin aber auch Kaltschläfer.

  • Moin,

    so eine Alumatte habe ich in Tropischen Regionen mit warmen bis sehr warmen Nächten auch schon probiert...........mir war die zu "schwitzig". Meistens bin ich im eigenen Saft aufgewacht.

    Ich habe oft auf meinem Fairy Down oder Ajungilak Fleece Schlafsack/Inlett gelegen und es gegen verrutschen mit angenähten Schlaufen an die Hm befestigt.

    Richtige Underquilts gab es außer diy noch nicht............

    Heute würde ich eher einen dünnen, leichten Kufa UQ mitnehmen.

    Die HH Alumatte (Double Bubble Pad) verwende ich aber in unseren Gefilden sehr gerne in Verbindung mit der HH Schaumstoff Matte bis ca +5°C.

    Dabei hält es sich bei mir mit im eigenen Saft liegen in gut ertragbaren Grenzen.

    Gruß von der Ostsee

  • Wenn es meine Reise wäre, würde ich folgendes mitnehmen:

    Entweder eine netzlose Hängematte mit RV Netzsocke (um auch von unten gegen stechende Insekten geschützt zu sein) mit einem synthetischen Underquilt der bei den zu erwartenden tiefsten Nachttemperaturen ausreichend wärmt.

    Oder ein Hängematte mit integriertem Netz mit einem "Underquiltprotector" aus Moskitonetz (gegen die Mücken von unten) und einem Underquilt.

    Als Wetterschutz würde ich auch 2 Tarps einpacken. Vielleicht ein etwas größeres, unter dem man auch zu zweit hängen kann, und ein etwas kleineres. Oder zwei mittelgroße Tarps.

  • Da wir länger in Südamerika sind, landen wir dann mit Sicherheit auch mal in den Bergregionen, und ich dachte für die Anden braucht man dann doch eher wieder die Isomatte und das Zelt - daher der Gedanke das große Tarp und die Nemo Matten (sind aufblasbare Tensor insulated Mats) weiter zu verwenden. Wir können ja nicht alle zwei Monate Equipment tauschen ;) aber wahrscheinlich werden es doch zwei Tarps und bei dem Schutz von unten scheint es mir auch einige Möglichkeiten zu geben, vor Ort eine Lösung zu finden.

    Hängematte ist immer noch nicht ganz entschieden, ich guck noch mal die Modelle durch :)

  • Ist die Gegend nicht eh Hängemattenland? Wahrscheinlich sind die lokalen Modelle ein bisschen schwerer als irgendeine Hightech-Kunstfaser, aber dafür ist man maximal angepasst 😉.

    Man könnte auch mal einen Blick auf Clark werfen: Afair wurden die von Dutch übernommen und sind wahrscheinlich immer noch sündhaft teuer, aber bei tropischen Verhältnissen reichen die Taschen unter der Liegefläche vielleicht als Isolation.

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