Onewind Setup Totalausfall - oder bin ich zu blöd ?

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  • Das selbst Nähen ist genau das was erst den richtigen Mehrwert beim Thema HM ausmacht. Es ist überhaupt nicht schwierig.

    Seh ich anders. Was stimmt ist, dass es häufig nur mit MYOG-Anteilen möglich ist, das perfekte Set-Up zu finden. Aber selbst die "Profihersteller" haben bei deren Zeug Kinderkrankheiten, Fehler und Unzulänglichkeiten. Da wir in einer Nische das Dasein fristen, ist der Sprung von MYOG zu "Profi" relativ gering (@Crosshammock ist da ein gutes Beispiel) . Selber Nähen heißt alle Fehler und Erfahrungen(=Fehler) selber zu machen. Das kann - wie jedes Hobby - sehr erfüllend sein. Aber weder was Kosten angeht (insbesondere wenn man Zeit reinrechnet), noch was Performance betrifft hat man bei Selbstbau (vor allem als Anfänger) wirklichen Mehrwert.

    Problem als Anfänger ist eher, dass man nicht weißt was man braucht/will...

    Offline ist am schönsten!

  • Moin zusammen,

    ich finde grundsätzlich kann eh nur immer der direkte Liegevergleich zwischen zwei oder mehreren Hängematten Aussagen welche besser/bequemer für einen ist..........alles andere ist nur Theorie! 🤓🤔 Deshalb bleibt der beste Tipp..........soviele wie möglich Probeliegen 🙂

    Gruß von der Ostsee

  • Weiteres Update:

    Dank der Möglichkeit die 12´ Matten im Vergleich zu testen und auch im Vergleich zu meiner Amazonas 10´ hat sich die Sache für mich wie folgt herausgestellt:

    - Die 12´ Matten sind schon lächerlich lang. Um nicht zu sagen unnötig lang.

    - Die "Double" Extra Breite der Matten hat dazu geführt, daß mir bei der Zipper Variante das Mosquitonetz im Gesicht hing

    - Die Länge zwischen den Schnallen war 3,6m, was der Tarplänge entspricht

    - Es war im Vergleich zur 10´Matte ungleich schwerer wieder raus zu kommen

    - Die 12´Matten waren aber bequemer als die 10´Matte

    - Die 10´Amazonas (XXL) ist gerade so nicht mehr ausreichend, um eine bequeme Liegeposition zu erreichen, Hier drückt´s leicht am Kopf.

    Ergo: Die 12´Matten wurden heute zurück gesendet und eine 11´Zipper Matte in normaler Breite bestellt. das sollte passen

    Der Onewind Service hat mir geantwortet. Man sendet mir eine passende Decke zu.

    Gruß,

    manuel

  • Wenn die Aufhängepunkte 3,6m auseinander sind, ist die Ridgeline viel zu lang, was dann auch alle weiteren genannten Probleme erklärt. 12 Fuß ist ab ca. 1,85m Köroergröße schon die sinnigste Größe.

  • Guten Morgen,

    gestern kam die 11` Matte. Ich hab sie am Dachboden gleich aufgebaut und das scheint alles zu passen.

    Wegen dem Hinweis von grobinger habe ich darauf geachtet, die Ridgeline dieses Mal richtig einzustellen:

    Bei Mattenlänge 11` = 3,35m sind 83% 2,78m.... Damit ist die Matte deutlich "durchgebogener".... Liegekomfort passt.

    Das ganze andere drumherum passt auch (Einsteigen/Aussteigen geht gut, Mosquitonetz stört nicht, Matte ist bequem).

    Der Stoff der 11`Zippered scheint ein anderer zu sein, als von der 12`Zippered, denn die Matte "federt" mehr. Das ist aber nicht unangehnehm.

    (EDIT: Bestätigt....40D vs 70D)

    Heute abend gehts raus, und ich verbringe meine erste Nacht mit Underquilt. Ich werde berichten....

    Gruß,

    Manuel

  • Ist das nun die Bottom Entry? Ich finde das Netz höchst unpratkisch um ehrlich zu sein und wünschte ich hätte ne zipped genommen. Andernseits kann man es so wenigstens vollständig entfernen, wenn man drin abhängt.

    Hi,

    Nein, nachdem ich die 12` Matten Zipped und Bottom Entry zum Vergleich hier hatte, war klar: Für mich muss es die Zipped sein. Die Bottom Entry Variante wirkte insgesamt weniger wertig und die Vorstellung eines dringenden "Ich muss pinkeln" Ausstiegs im Halbschlaf erschien mir hier wenig praktikabel.....

    Bei der Zipped Variante kann man zwar das Mosquitonetz nicht von der Matte abtrennen, man kann es aber komplett aus dem weg räumen. Ich lasse dazu den Packsack an einer Seite der Aufhängung (sinnvollerweise auf der festen Seite des Mosquitonetzes) und schiebe das Mosquitonetz einfach da rein. Dann ist es komplett aus dem Weg und man kann die Matte nutzen, als hätte sie kein Mosquitonetz. Sorry für die Unordnung im Bild.... Das stammt von meinen Dachbodenversuchen....

    Es wird auch ein Zusatzsack mitgeliefert, um das Netz zu verstauen, aber der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, denn man kann ja auch den Packsack nutzen, in dem man die Matte transportiert. Den hat man ja eh dabei....

    Gruß,

    Manuel

    Einmal editiert, zuletzt von Mattenbeschwerer (22. Juli 2023 um 16:22) aus folgendem Grund: Rächtschraibpfela korregiert

  • @All,

    So, nun zu meinem Bericht nach der ersten Nacht mit dem Onewind Setup.

    Vorab:

    Tarp und Matte Super, Underquilt und Decke nicht so.....

    Wir haben gestern Abend -weil ja ein Arbeitstag war und als Familienvater hat man noch andere Verpflichtungen- recht spät aufgebaut, so daß wir kurz vor Einbruch der Dämmerung fertig aufgebaut hatten.

    Alle Fotos sind also vom Morgen danach, denn es waren gestern Abend keine Ausreichenden Lichtverhältnisse mehr.

    Zum Tarp: Ich habe bisher ein DD Superlight Tarp verwendet, und so hat mich das OneWind Tarp mit sehr durchdachten Details überrascht. z.B. die Gummi-Abspannungen, die auch gleichzeitig die übrige Schnur vom Boden weghielten. Die reflektierende Schnur, die aber nur reflektiert, wenn man selbst die Lichtquelle ist. Bereits 1m nebendran sieht man das Leuchten nicht mehr.

    Die Hängematte (11`Zipped): Wie zur erwarten: Keine Überraschungen. Sehr bequem, alles hat funktioniert wie es soll, aber das war vorher schon klar....

    Wir sind gegen 2 Uhr morgens in die Matten verschwunden, da hatte es gemessene 11,8°C.

    Gegen 3 Uhr bin noch mal raus, und hab den Underquilt am Rücken nachgezogen, weil an meinem Rücken eine kalte Stelle war.

    Um 5:30 Uhr festgestellt, daß es an den Schultern sehr kalt war, die Decke um die Schultern geschlungen, dann ging´s einigermaßen.

    Um 6 Uhr den Drang verspürt, den nächsten Baum zu markieren, und beim Aussteigen / Schuhe anziehen mit Wadenkrampf belohnt worden. Da war die Nacht vorbei. Geschätzt hatte es heute morgen um die 10°C. Das habe ich aber nicht gemessen.

    Dafür war ich dann ehrlich gesagt etwas enttäuscht, daß das "Underquilt + Decke Setup", was ja ein 3 Jahreszeiten Setup sein soll, im Sommer bereits bei +10°C versagt.

    Ich bin wirklich nicht kälteempfindlich (Plus Size und Warmblüter), mit Exped Dura 5R und Nordisk Tension Comfort 800 habe ich bei -2,5°C auf dem Boden im Schnee geschlafen und nicht gefroren.

    Jetzt bleibt die alles entscheidende Frage (mal wieder):

    User-Fehler oder Materialfehler ?

    Hier mal ein paar Bilder vom morgen danach:

    Gruß,

    Manuel

  • Moin Manuel!

    Vorab: ich kenne Matte, UQ und Decke nicht.

    Spontan frage ich mich, weshalb das Fussende bis zur Mattenraffung vom UQ gedämmt wird, weil Deine Füsse doch sicher nicht so hoch liegen?

    Geht der soweit hoch, fehlt's Dir womöglich an den Schultern. Und wenn der UQ dann beim Schulterbereich durch seine eigene Raffung Falten wirft und Luft zwischen sich und die HM lässt, könnt's natürlich frisch werden.

    Mein Gedanke: UQ mehr unter die Matte, also mehr zum Kopf und weniger zu den Füssen.

    Meine Erfahrung mit Topquilt/Decke lässt mich ahnen, dass Du Dich mglw. im Schlaf bewegt hast und die Decke dann nicht bis zum Bereich des UQ dicht anlag? Damit wäre Kälte von der Seite erklärbar.

    Ich stopfe meinen TQ daher immer etwas zwischen mich und die HM, dann ist's dicht: oben TQ, unten UQ -》wie beim geschlossenen Schlafsack.

    Nicht aufgeben! :thumbup:

  • Von der falschen Platzierung abgesehen, ist es schwierig das ferndiagnostisch zu beurteilen anhand von Fotos, vor allem wenn niemand in der Matte liegt. Die Enden schauen allerdings sehr offen und zugig aus und normalerweise sollte ein UQ stramm anliegen, wenn niemand in der Matte liegt, sollte er diese also nach oben ziehen.

  • Es wird auch ein Zusatzsack mitgeliefert, um das Netz zu verstauen, aber der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, denn man kann ja auch den Packsack nutzen, in dem man die Matte transportiert. Den hat man ja eh dabei....

    Das soll der Ridgeline Organizer sein. Den kann man mittels zweier Klettstreifen an der Seite an der Ridgeline befestigen und da sein Kram wie Handy, Taschentücher etc rein packen.

    Zu deiner ersten Nacht: Bevor man das erste mal über Nacht mit einem neuen Setup raus geht, sollte man es schon mal aufgebaut und eingestellt haben. Das erspart einem eine schlaflose Nacht wie du sie erlebt hast.

    So wie ich das auf den Fotos sehen kann, hast du die Matte mit wenig bis keiner Überhöhung des Fußendes montiert. Dazu ist der Underquilt seeeeeehr merkwürdig ausgerichtet. Ich nehme an, dein Fußende war an der Seite wo der Packsack hängt? So waren mit Sicherheit deine Schultern nicht vom Underquilt abgedeckt.

    Am besten ist es, wenn man den UQ beim ersten mal zu zweit einstellt. Einer legt sich in die Matte und der andere stellt alles ein. Dann Knoten bei den Linelocs machen damit sich nichts von alleine verstellt.

    Einmal editiert, zuletzt von reverselay (22. Juli 2023 um 17:44)

  • Also ich würde Mal versuchen in die kleinen Häkchen den UQ einzuhängen. Dann kann er nicht abhauen zur Seite.

    Und dann Mal tagsüber Zeit nehmen und die richtige Spannung rausfinden, das ist das schwierigste.

    Hier Mal Foto wie ich das mache, bei meiner Bottom Entry, welche die Häkchen nicht hat, bin ich erst durch Aspannungen vom UQ zur Ridgeline glücklich geworden.

    Leider pennt das Kind noch drin, das hat's nicht so mit diagonal liegen, eher zusammengerollt am tiefsten Punkt.

  • (...)

    Hier Mal Foto wie ich das mache(...)

    Vielen Dank !

    Das hilft mir schon mal, weil ich sehe, daß das Setup auch von anderen verwendet wird und zu funktionieren scheint (?)

    Klartext: In meinem Fall Anwenderfehler !

    Das Einclipsen in die Gummischnur durch den Nylon-Stoff hab ich auch schon probiert. Ich weiß nur nicht, wie lange das gut geht.

    Ich denke auf Dauer und durch Bewegung in der Matte wird sich der Stoff abwetzen.

    Aktueller Anatz:

    Haken gedruckt, um Mittels Gummischnur über die Ridgeline zu stabilisieren. Aber gut zu wissen, daß es mehrere Optionen gibt....

    2 Haken + die Shock cord zum seitlichen Aufspannen der Matte + Ein Kordelspanner....

    Das ist auf jeden Fall eine zusätzliche Option zum probieren. (Mir ist bewusst, daß man das so von Onewind kaufen kann, aber das hätten die mir nicht am Sonntag aus China geliefert ;) Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist)

    Ich habe tagesaktuell auch die vorgeschlagene Methode (einclipsen) noch mal probiert, und das scheint auch gut zu funktionieren (und braucht kein Zubehör).

    So wie ich das verstehe, muss der Underquilt wie folgt eingestellt werden (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege..... -Zweideutigkeit beabsichtigt)

    1. Position zur Matte in der Länge muss logischerweise so sein, daß der gesamte Körper bedeckt ist

    2. Seiten sollten hochgezogen werden, so daß auch seitlich möglichst viel vom Körper bedeckt wird und gehalten werden, damit im Schlaf nichts verrutscht

    3. Mitte sollte so straff angezogen sein, daß es unten an der Matte am Körper anliegt, aber nicht so straff, daß man die Kordel spürt

    4. Bei Bewegung in der Matte sollte sich möglichst nichts verstellen

    5. Die Enden rafft man möglichst zusammen, um keine Wärme entweiche zu lassen, bzw. kann man auch leicht öffnen, wenn es zu warm würde.

    Hab ich was vergessen ? Das sähe jetzt so aus und fühlt sich auch relativ gut an:

    Gruß,

    Manuel

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