Welche Bruchlast bei Karabinern mindestens?

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  • Ich bin auf der Suche nach möglichst leichten Karabinern zur Hängemattenaufhängung und bin dabei über die ultraleichten von Ticket to the Moon gestolpert, die mit einer Bruchlast von 6kN angegeben sind. Reicht das? Mir erscheint das tendenziell sehr knapp, wie ist denn Eure Meinung dazu? (Evoloops sind mir bekannt, Karabiner wären mir aber lieber)

    Ultraleicht Karabiner 6kN - Paar | TMBINER06
    Diesen Karabiner haben wir für diejenigen entwickelt, die es ganz leicht mögen. Mit seiner Belastbarkeit von 600 kg bei geschlossenem Schnapper ist er in…
    eu.ticketothemoon.com
  • Da die Dyname Loops an der Matte eine Bruchlast von 580 dan haben, sollte es doch ausreichen denk ich.

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  • Halten werden die erstmal, wenn Du die nicht gerade für eine Liebesschaukel verwenden willst.

    Spannend wird das mit längerer Nutzung bzgl Materialermüdung. Aber da kann man nur orakeln. Alu hat die blöde Eigenschaft manchmal recht plötzlich zu brechen, wenn da genug Lastwechsel drauf waren. Deswegen ist auf dem Lenker-Vorbau von Brompton/Birdy Falträdern eine begrenzte Garantie.

    Ich würde auf jeden Fall den Schließmechanismus gut im Auge behalten. Weil offen hat der nur noch 1,5 kN.

    Offline ist am schönsten!

  • Was wird denn mit den Karabinern verbunden? Mattenseitig CL und baumseitig Webschlaufe?

    Zur eigentlichen Frage bzw. zum Vergleich: Die Dutch Biner haben weniger und sind bis zu 90 kg freigebenen.

    Passen dann aber nur für Whoopie Slings.

    2 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (14. Juli 2023 um 15:50)

  • Verdoppelt sich das nicht? :/

    Hm....unsicher.

    Haben wir keinen Physiker parat?

    Aber für Whoopie Slings für Zuhause nutze ich auch nur die 2.5 mm Dynema, und die halten auch. Da verdoppelt sich nichts.

    Die Woopies von der Hammock Fairy sind 7/64 Amsteel, Mindeststärke: 650 kg und Sie gibt Kapazität 102kg an.

    Viel Reserven werden die Karabiner wohl nicht haben, wenn man sich mal die Zahlen anschaut. Eher was für leichtere Leute.

    Aber in der Praxis bin ich sogar zu faul zum Brummel spleissen und mach nen ordinären Knoten rein in die 2,5 er Dynema. Für die Bruchlast soll das ja ungut sein.

    Und ich und mein klener schaukeln da zusammen drin, blödeln rum etc.

  • Dyneema kann man nicht mit Karabinern vergleichen. Da Dyneema soft ist, ist die Richtung der Belastung nur sehr selten, wenn überhaupt problematisch, während Karabiner eine Belastung in Längsrichtung benötigen. Eine Querbelastung bei einem Karabiner, auch gut dimensionierte Kletterkarabiner ist schnell problematisch. Alu Karabiner, die korrekt dimensioniert sind, haben so gut wie keine begrenzte Lebensdauer. Kletterkarabiner Hersteller geben zwar 10 Jahre an, aber das hat andere Gründe.

    Bei dem 6kN TTTM Karabiner, um den es geht, wäre das Klettersport-Äquivalent ein Materialkarabiner. Selbst ein Materialkarabiner fürs Klettern mit genau 6kN ist in der Regel deutlich robuster als der 6kN Ticket to the Moon Karabiner, vgl. Kong Kong MINI D, der auch eine Bruchlast von 6kN hat, ist aber sechs mal schwerer mit 30g. Der angegebene 6kN-Wert ist auch nur theoretisch, weil nicht PSA Karabiner nicht prüfpflichtig sind. @'Trotz Matte Glatze hat Recht, dass der Schließmechanismus die deutliche Schwachstelle ist und muss öfters geprüft werden.

    Ich würde sowas nur verwenden, wenn es nicht anders gäbe. Dabei würde ich mich sehr undynamisch in der Matte bewegen, vorsichtig ein- und aussteigen. Ich würde erwarten, dass der Karabiner hält. Aber entspannt sieht für mich anders aus. Mein Prognose bei dem Karabiner wäre, das die Öffnung/das Tor irgendwann "ping" mach und durch die Gegend fliegt. Also, auch die Augen wegdrehen.

  • Ist ja immer wieder eine ähnliche Diskussion. Wem ist was etwas wert? Gewichtsersparnis oder Sicherheit und Komfort?

    Bei den Karabinern finde ich die von Alissa angebotenen Camp Nano Karabiner perfekt. Sie lassen sich aufgrund der Größe auch bestens handhaben. Aber 44 g für 2 Stück sind natürlich deutlich mehr als 12 g. Allerdings würde ich da keine Sekunde zögern die 30 g mehr zu schleppen. Aber wie gesagt ist das eine müßige Diskussion und jeder muss schauen, was er priorisiert. Aber gerade bei der Aufhängung einer Hängematte, wo der Aufhängewinkel ggf. auch mal etwas zu flach gerät, kann ein wenig Reserve ja nicht schaden.

  • Es geht ja um Karabiner und nicht um Textilien, aber dennoch an der Stelle mal ein interessanter Link. Zu einer Verdoppelung führt die Schlinge zwar nicht, aber zu einer ordentlichen Erhöhung der Bruchlast. Beim Continuous Loop wird vermutlich dann eher die Spleißgeschichte die Schwachstelle darstellen und nicht das Material selbst. Ok, wieder zurück zum Karabiner ... ;)

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