Windsocke im Sommer. Dafür ein dünnerer Topquilt.

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  • Denkt ihr, dass eine Windsocke im Sommer ein Gewichtsersparnis bringt, weil in der Windsocke ein dünnerer Topquilt nötig sein müsste?

    Rational: eine Socke (ohne Reißverschluss) wiegt kaum mehr als ein Netz, bringt aber Wärme, Blick- und Insektenschutz. Mit der zusätzlichen Wärme, dürfte also der Topquilt leichterer sein, oder?

    Mein Zeil ist es immer einen dünneren Topquilt zu nehmen. Ich habe Windsocken und weiß, dass in der Socke ein wärmeres Mikroklima entsteht und, dass die Wärmeverlust durch die Konvektion weniger ist. Gemessen habe ich die Temperaturdifferenz nie. Es wird gesagt, dass eine Windsocke ca. 5 Grad mehr Wärme bringt. Es das eure Erfahrung? Gälte das auch im Sommer?

  • Habe ich persönlich noch nicht getestet im Sommer. Aber ich kenne was bei -1 bis 2 Grad passiert. Das Ding ist total nass vom Kondens. Denke das wird nur noch schlimmer.

    Und ich stelle es mir sehr stickig drin vor. Gerade im Sommer ab 10 Grad + in der Nacht muss ich persönlich schon gut lüften, das ich nicht total verschwitzt aufwache. Da bin ich über ein Lüftchen recht froh, was vorbei zieht.

    Einmal editiert, zuletzt von Bedava (24. April 2023 um 10:22)

  • Vermutlich wirst du Probleme mit Kondens bekommen. Wie leicht soll denn der Topquilt sein? Meine Windsocke von Onewind wiegt ca. 200 gr, mein Sommerquillt ( bis 10⁰ C Untergrenze) 440 gr.

    Tarp kann die Socke nicht ersetzen wg. den Mesh-Fenstern.

    Um Gewicht zu sparen dürfte also der Topquilt max. 200 gr wiegen, das wäre dann ja auch nur sehr dünne Nylondecke ungefüttert. Klingt für mich ungemütlich, aber was hast du denn als Topquilt geplant/ wie sieht deine Berechnung aus?

  • Das Moskitonetz hält auch ein bisschen mehr Wärme drin und ist besser belüftet. Im Sommer mit Windsocke stelle ich mir schon ganz schön stickig vor. Gerade auch, weil die Sonne früh auf die HM scheint.

    Man braucht ja auch ohne Windsocke keine sonderlich dicken Topquilts im Sommer (z. B. Taiga 150 345g).

    Es soll auch Leute geben, die im Sommer schon mal ohne Top- und Underquilt unterwegs waren... ;)

  • Was würde dann deine Kombi aus Topquilt und Socke wiegen ?

    Wie leicht soll denn der Topquilt sein?

    Was hast du denn als Topquilt geplant/ wie sieht deine Berechnung aus?

    Ich habe keinen Sommer Topquilt. Ich habe aber 15d unbeschichtete Polyester Stoff und plane die Seiten einzufassen und ein Paar Knöpfe dran zu machen. Ich würde den Stoff ungefütter als Quilt verwenden. Es geht um den Hochsommer.

    Im Sommer mit Windsocke stelle ich mir schon ganz schön stickig vor. Gerade auch, weil die Sonne früh auf die HM scheint.

    Das kenne im vom Zelten. Das ist unschön. Vor allem, wenn man nicht unter Bäumen zeltet und gar keinen Schatten hat. In der Hängematte hat man aber eher Schatten.

    Dass Kondensation ein Problem sein kann, weiß ich. Deshalb hat meine eine Socke von mir ein rechts großes Netzfenster bekommen. Ich mache später ein Foto davon. Im Winter hatte Augrund des großen Netzfensters nicht wirklich Probleme mit Kondensation. Die Onewind Socke braucht mehr Netz fine ich. Auch die Position der Fenster sind nicht ideal.

  • Ich denke, du wirst es testen und berichten müssen. Die Idee hatte hier wohl noch keiner.

    Ich tippe auf zu stickig drunter um da länger angenehm drin zu liegen. Und ab ner bestimmten Temperatur reicht es wohl dann auch aus, nur den Stoff zu nehmen. Da tippe ich auf 18 bis 20 grad.

    Und das Kondesproblem sehe ich aich immer noch.

    Bin gespannt wies dann wirklich ist 😊

  • Ich verwende häufig eine Windsocke und bin ein 3-Jahrezeiten-Camper. Mit Kondenswasser hatte ich nur Probleme, wenn die Temperaturen gegen 0°C gehen und es windstill ist. Die Socke funktioniert vor allem bei Wind gut - deshalb auch der Name, und deshalb habe ich kein Netzfenster drin. Sämtliche Topcover die ich besitze, haben Netzöffnungen und kommen vermutlich deshalb nicht mal ansatzweise an die Effektivität meiner Windsocken heran. Aber genau deshalb schließe ich die Socke auch nur in ganz kalten Nächten. In solchen Nächten habe ich einen Temperaturunterschied von bis zu 7°C gemessen.

    Allerdings hängt die Effektivität des Windsockens stark von der Webdichte und Stärke des Stoffes ab. Meine Windsocken sind alle aus 30D, das meinem Gefühl nach mehr Wärme hält als das kalandrierte 15D, das die meisten Hersteller jetzt verwenden. Aber es wiegt halt auch mehr.

    Ich würde sagen, dass du bei gleicher Wärmeleistung leichter davon kommst, wenn du einfach einen - zumindest teilweise - gefütterten Top Quilt ohne Windsocke verwendest. Um beim Top Quilt Gewicht zu sparen könntest du ihn ja partiell und mit unterschiedlichen Stärken Isolation füttern - je nachdem wo du am empfindlichsten bist. Ich plane mir irgendwann mal einen Top Quilt bzw. Schlafsack zu nähen, der im Torsobereich doppelt so warm ist wie im Bein- und Fußbereich. Bei einem Top Quilt kann man auch die Seiten weniger (oder gar nicht) isolieren, weil die ja im Allgemeinen unter den Körper geschoben werden. Mit so einem Quilt dürftest du besser schlafen als mit einer Windsocke/Tuchquilt-Combo.

  • Das schwerste am Daunenquilt ist ja meist die Hülle, wenn es kein absolutes Arktikmodell mit kiloweise Füllung ist.

    Allein die Daunenfüllung weg zu lassen zugunsten eines zweiten, flächenmäßig noch größeren Stoffteils, das rund um Schläfer UND Matte geht, zusätzlich zur sozialen leeren quilthülle ist würde ich sagen gewichtsmäßig kein guter Deal und ein ultraleichter sommerquilt wie hier verlinkt wohl die bessere Option.

    Viel spannender ist doch - was machst Du von unten im Hochsommer?

    Da würde ich ggf. das größere Einsparpotential sehen, vom dünnen, kürzeren UQ - bis hin zum dünnen, alukaschierten Pad.

  • Seit ich diesen Thread gestartet habe, habe ich 9 Sommernächte im einer MYOG Windsocke draußen übernachtet. Ich wollte meine Erfahrung zur Kondensation mitteilen. Es gibt keine. Ich habe neben Gewässer (stehend und fließend) geschlafen und an drei Nächte hat es ordentlich geregnet.

    Meine MYOG Windsocke ein großes Netzfenster auf einer Seite. Ich konnte die Ventilation durch die Orientierung der Hängematte zusätzlich beeinflussen. Für mich ist das Gefühl so, als würde man in einem gutbelufteten Innenzelt unter einem Tarp schlafen. Das ist mir viel lieber auf Solotouren und Campingplätzen. Eine Nacht war ich auf einem sehr nassen Festivalcampingplatz wo ich über den Pfützen trocken geblieben bin. Mit dem Netz auf einer Seite und einem horizontalen Reißverschluss auf der anderen, kann ich immer schnell draußen sehen, fall was ist.

    Wie viel wärmer es drinnen ist, habe ich nicht gemessen aber weniger zügig. Ich habe drei Windsocken: die abgebildete MYOG, eine Onewind mit einem zusätzlichen Fenster-Addition und eine Onewind ohne Modifikation.

    An einem Abend hatte ich einen First-Time-Hänger dabei. Er war in einer Onewind Windsocke. Er hat sich sofort in das Abhängen verliebt und gleich explizit gefragt, wo er die Windsocke kaufen kann - klares Feedback.

  • Das sieht echt gut aus. Für die kältere Jahreszeit kann ich mir das gut vorstellen. Ich hab sowas Ähnliches auf meiner Projektliste: eine Art superhoher UQP - aber ohne das Netz, mit dem du ihn oben schließt. Muss ich im September mal in Angriff nehmen. Oder vielleicht mach ich ihn wie deine Socke...

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