Noch ein Wooki-Klon

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  • Meine XLC habe ich über den letzten Winter mit einem größeren Eigenbau ersetzt, und mit dem Wooki war ich darunter nicht glücklich. Zum Teil lag das daran, dass ich ihn nicht an die neue Matte angepasst habe – wie das geht, habe ich erst jetzt beim Basteln des Klons gelernt. Er ist mir aber auch einfach zu kurz.

    Meine erste Idee war, die Daune direkt an die Hängematte zu nähen. Hintergrund waren vor allem Gewichtsgedanken. Den Plan habe ich dann aber verworfen, als ich erkannt habe, dass ich sowieso nicht mit einer einzigen Draußenschlaf-Hängematte zufrieden sein werde. War eh klar, nachdem ich mit dem Selbernähen angefangen hatte, aber ich pflege meine Illusionen gerne etwas länger.

    Dann also ein Wooki-Klon. Ich neige dazu, ihn Mooki zu nennen. Das „M“ kommt von Monster. Im Nachhinein ist alles ziemlich einfach, aber zwischendurch habe ich das Projekt immer wieder weggelegt, weil ich nicht weiterwusste. Ohne all die Hinweise hier im Forum wäre es für mich völlig unmöglich gewesen. Und daher die Idee, hier einen recht umfassenden Bastelbericht nach dem Hängematten-Vorbild von @Bedava zu schreiben, aus dem ich auf die Stellen im Forum verlinke, an denen ich meine Infos gefunden habe. Leider habe ich nicht so viele Bilder wie Bedava in seiner tollen Darstellung.

    Vorab:

    • Material waren sieben Yard Argon 90 als Stoff, dazu von Extex Moskitonetz für die Baffles und 220g 860er Daune.
    • Das Ergebnis ist ein Träger mit 330*140cm, eine isolierte Fläche, die geschätzt 5-10cm breiter und 30cm länger ist als beim Wooki, 550g Gewicht ohne Aufhängung und Packsack. Loft kann ich nicht gut messen. Rechnerisch sollten es knapp 2 Zoll sein, rechnerisch wäre es damit ein 30°F-Klon. Mir soll er langen bis etwa 5°C, und da der Loft genauso aussieht wie bei meinem 20°-Wooki, sollte das passen. Praxistest kommt irgendwann.
    • Ich habe Quer- und Längsdifferential verwendet: Der Quilt wird beim Liegen der Breite und der Länge nach um mich gebogen.
    • Detailinfos sind in der PowerPoint-Datei, die ich anhänge.
    • Für Berechnungen habe ich den UQ-Calculator von Gadget verwendet. (Originalquelle aus HammockForums.net: https://www.hammockforums.net/forum/showthre…l=1#post1836296)

    Ich verwende als Begriffe „Träger“ bzw. „Trägerstoff“ für die Oberseite des Wooki-Klons, „Quilt“ bzw. „Quiltstoff“ für die darauf genähte Unterseite. Quilt(stoff) ist ein blöder Begriff, weil ja eigentlich das Ganze der Quilt ist, aber mir fällt nichts besseres ein.

    Mir ist fast peinlich, wie kompliziert das Ganze geworden ist bzw. wie kompliziert ich es beschreibe. Irgendwie muss das einfacher gehen. Aber auch im Nachhinein komme ich nicht drauf… Begradigt meinen Weg gerne in den Kommentaren.

    Zu dem Bericht gehört eine PowerPoint-Datei mit Skizzen und Berechnungen: Wooki-Folien.zip

    Einmal editiert, zuletzt von UliD (17. November 2022 um 15:57)

  • Der erste Schritt: Träger vorbereiten

    Den Träger wollte ich etwas kürzer als meine kürzeste Hängematte, also etwas unter 11 Fuß. Um zu wissen, welche Breite ich überhaupt zur Verfügung habe, habe ich ihn zuerst geschnitten und an den Seiten mit einem Saumfuß umgenäht, um möglichst viel Breite zu haben. Übrig geblieben sind 140cm Breite.

    Die Längsenden habe ich doppelt umgenäht, um an den Aufhängungen etwas mehr Halt zu haben als bei der dünnen Saumnaht an den Seiten.

    Ich hatte also ein hübsch vorbereitetes Stück Stoff mit 330*140cm. Das kann ich ja gleich mal unter meine 160cm breite Matte hängen, um zu sehen, wie sich die unterschiedlichen Breiten vertragen – von wegen „gleich mal“.

    Mein Versuch war, den Trägerstoff an beiden Seiten zu whippen. Das Ergebnis war ein labbriges Stück Trägerstoff, das nicht daran dachte, sich unter meine Matte zu schmiegen.

    Die Lösung fand sich, wie meistens, im Forum. Auf der einen Seite wird der Träger einfach mit einer dünnen Schnur durch den Endkanal aufgehängt, genau wie beim Original. Auf der anderen Seite lässt er sich mit einem speziellen Whipping in Form ziehen, das @Hammock Fairy beschreibt.

    Anmerkung: Hier lege ich den Grundstein für spätere Probleme. 140cm Breite sind zu knapp, um später unter der etwa 160cm breiten Matte gut zu hängen. Eine Lösung dafür gibt es, aber besser wäre es gewesen, von vorneherein 10cm mehr Breite zu haben. Den Thread zur Breite hatte ich gelesen und dann innerlich sofort die Breitenfrage abgehakt – warum auch immer. Genaues Lesen ist manchmal hilfreich.

    Einmal editiert, zuletzt von UliD (17. November 2022 um 16:29) aus folgendem Grund: Genauer ausgedrückt.

  • Schritt zwo: Form und Abmessungen der Isolierung

    Anregungen dazu aus dem Forum waren:

    Was ich letztlich getan habe: Die Matte aufgehängt, mich in unterschiedlichen Liegepositionen reingelegt und unter Verrenkungen an der Unterseite Stellen angezeichnet, bis zu denen ich die Isolierung haben wollte. Dann habe ich die Hängematte abgehängt, flach ausgelegt und meine Markierungen vermessen.

    Das Ergebnis habe ich in eine PowerPoint-Datei übertragen, in der ich als Foliengröße 33*14cm voreingestellt hatte, um darin maßstabsgerechte Skizzen machen zu können.

    Auf der Folie habe ich zuerst ein bisschen blöd gezeichnet, weil ich die Markierungen so übertragen habe, dass sie die spätere Quiltfläche teilweise innerhalb der Naht gezeigt haben, teilweise außerhalb (an den beiden Träger-Rändern). Auf den folgenden Folien habe ich das dann rausgerechnet.

    Mit dieser ersten Folie/Zeichnung hatte ich die Möglichkeit, die Fläche des Quilts zu berechnen. Vorgehen: Die angezeichnete Form in rechtwinklige Dreiecke und Rechtecke zerlegen, die sich berechnen lassen.

    Und mit der Fläche konnte ich (später) die Füllmenge berechnen. Später weil: Welchen Loft ich erreichen kann, hing von der Höhe der Baffles ab und von der Breite des Quiltstoffs, die mir zur Verfügung steht. Die Breite des Quitstoffs ist wegen der Bogenform der Kammern höher als die Breite auf dem Trägerstoff – dazu später mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von UliD (24. November 2022 um 08:50) aus folgendem Grund: Fehler korrigiert

  • Schritt drei: Anzeichnen der Form auf dem Trägerstoff

    Die Form ließ sich auf den Trägerstoff übertragen, indem ich die Position von Ecken errechnete und sie anzeichnete. Um möglichst genau zu arbeiten, habe ich dabei teilweise mit Hilfslinien gearbeitet, die ich von Rand zu Rand zog (Folie 2, sie enthält auch schon den nächsten Schritt).

  • Schritt vier: Querdifferential vorbereiten

    Die Stoffbreite des Quiltstoffs innerhalb der isolierten Fläche ist höher als die die des Trägerstoffs. Die Kammern haben eine Bogenform und biegen sich zusätzlich durch, wenn ich mich hineinlege und sich der Quilt um mich schmiegt.

    Zum Berechnen der benötigten Stoffbreite habe ich den UQ-Calculator von Gadget verwendet: Ich gebe die Trägerbreite ein, die Höhe der Trennwände/Baffles und die maximale Höhe des Lofts/der Kammern. Der Calculator errechnet daraus die benötigte Stoffbreite für den Quilt.

    Allerdings sind meine Kammern nicht über die ganze Länge gleich breit. Ich verwende 10 Kammern, die am Fußende schmal beginnen und zum Kopfende breiter werden. Das heißt: Am Fußende brauche ich eine geringere Breite des Quiltstoffs, als am Kopfende.

    Noch dazu läuft die Form an Fuß und Kopf mehr oder minder spitz zu. An den Enden habe ich ja gar nicht mehr alle Kammern…

    Beholfen habe ich mir, indem ich im Mittelbereich des Quilts ein gleichschenkliges Trapez eingezeichnet habe: Die beiden Seitenlinien der Form als Schenkel, die beiden Stellen, an denen die Form an die Trägerkanten stößt, als Ansatz für die parallelen Seiten.

    Die parallelen Seiten geben mir zwei Querlinien der Isolation, an denen ich mit Hilfe des Calculators die benötigte Breite des Quiltstoffs berechnen kann: einmal schmal, einmal breit.

    Die Stoffbreite, die an der breiten Stelle benötigt wird, darf maximal so hoch sein, wie die Breite meiner Stoffbahn für den Quiltstoff.

    Die parallelen Seiten geben mir außerdem die Möglichkeit, später die Nähte für die Baffles anzuzeichnen: Ich habe an Kopf und Fuß zwei parallele Linien, die ich in 10 gleiche Abschnitte teilen kann. Indem ich die Abschnittsmarkierungen verbinde, habe ich überall gleich breite Kammern (sichtbar auf Folie 4).

    Zwischenstand ist also: Ich habe den Trägerstoff, auf dem die Form des Quilts aufgezeichnet ist. Die Maße weichen etwas von den berechneten ab. Statt sie zu korrigieren, übertrage ich einfach die realen Werte in eine neue Folie (3).

  • Schritt 5: Quiltstoff vorbereiten, möglichen Loft und Bafflehöhe berechnen

    Für die weiteren Berechnungen brauche ich erst einmal die reale Breite meines Quiltstoffs. Dazu schneide ich die Stoffränder sauber mit einem Lötkolben (meine Heißschneider-Variante) zu, so dass ich saubere Kanten habe. Die reale Breite danach beträgt 143cm.

    Von den 143 cm möchte ich an jeder Seite 2,5cm für die Nahtzugabe verwenden (zwei Nähte auf einer Breite von 1cm, 1,5cm sind eingeschlagen). Ohne Nahtzugabe habe ich also 138cm Stoffbreite übrig.

    Die maximale Breite des Quilts auf dem Trägerstoff beträgt gemessene 110cm. Mit diesen Werten kann ich über den Calculator schauen, welchen Loft ich mit welcher Bafflehöhe bei 10 Kammern erreiche.

    Für einen durchschnittlichen Loft von 1,85“ (berechnetes Temperature Rating ca. 30° F) benötige ich 38mm Baffles und eine Breite des Quiltstoffs von 141,7cm. Damit habe ich noch etwas Stoffbreite für Fehler übrig.

  • Schritt 6: Bafflelänge berechnen und schneiden, Baffles auf Träger nähen

    Die Baffles schneide ich auf 55mm Höhe, um reichlich Nahtzugabe zu haben. Wenn sie eingenäht etwas höher als 38mm werden, schadet das ja nicht.

    Aber wie lang müssen sie sein?

    Hier wurde es für meine Rechenkünste zu anspruchsvoll, da ich aus der geometrischen Figur des Quilts keine Längen an bestimmten Stellen berechnen konnte. Heißt: Ich habe erst mal auf dem Trägerstoff die Baffle-Linie gezeichnet. Das geht relativ einfach, da ich ja meine zwei Querlinien habe, diese in 10 Abschnitte unterteilen und die Abschnittspunkte dann verbinden kann.

    Die Länge der Baffle-Linien messe ich. So weit, so gut.

    Allerdings möchte ich ein Längsdifferential haben: Der Quiltstoff soll länger sein als der Trägerstoff, damit die Längswölbung aufgefangen wird. Ich entschließe mich dazu, pro 20cm Trägerstoff 1,5cm für den Quiltstoff zuzugeben.

    (Dahinter steht der Gedanke, dass der Quilt etwa einen drittel Kreis um meine Körperlänge bildet und die Berechnung, welche zusätzliche Stofflänge ich daher benötige. Ist aber wurscht, weil ich im Nachhinein sagen würde, dass das zuviel ist und sowieso weniger zugeben würde.)

    Wie erreiche ich das? Beim Aufnähen auf den Trägerstoff nähe ich die Baffles alle 20cm etwas zusammen, so dass ich jeweils 1,5cm Länge verliere. Auf den Quiltstoff nähe ich sie mit voller Länge, so dass er entsprechend gerafft wird.

    Damit kann ich auf den Trägerstoff Markierungen zeichnen, die mir die Stellen angeben, an denen ich später die Baffles raffen möchte. Und damit wiederum kann ich zählen, wie viele 1,5cm-Raffungen ich auf welcher Bafflelinie habe und berechnen, wie lange ich die Baffles jeweils schneiden muss. Real schneide ich sie natürlich länger, um Fehler abfangen zu können.


    Die Baffles nähe ich jetzt auf den Träger. Anfangs versuche ich, an den Markierungen die Baffles wirklich genau um 1,5cm zu raffen, später resigniere ich genervt und raffe nur noch nach Gefühl.


    Einmal editiert, zuletzt von UliD (17. November 2022 um 16:30) aus folgendem Grund: (Wort korrigiert)

  • Schritt 7: Form des Quiltstoffes aufzeichnen und zuschneiden, Bafflenähte aufzeichnen

    Mit Hilfe des Calculators kenne ich die Breite meines Quiltstoffs an den beiden Seiten des Trapezes, und ich kenne die Länge des Stoffes an den beiden Schenkeln des Trapezes (zum Trapez siehe Schritt 4, Calculator Schritt 5, zum Ergebnis Folie 8-10).

    Folie 8 zeigt erst mal die Berechnungen, auf Folie 9 habe ich die Form zum leichteren Vorstellenkönnen gespiegelt (muss es auch gespiegelt anzeichnen, da die kalandrierten Seiten von Träger- und Quiltstoff zueinander gekehrt sein müssen), auf Folie 10 ist das Ergebnis maßstabsgetreu für das Schneiden des Stoffes aufgezeichnet. Die Länge des Quiltstoffes lasse ich erst mal „unendlich“.

    Ich schneide den Stoff. Die beiden Seiten meines Trapezes sind bereits angezeichnet, und anhand dieser Seiten kann ich jetzt wieder meine Bafflenähte aufzeichnen (wie Schritt 4).

    Wenn ich die Bafflenähte zunächst mal als „unendliche“ Linien aufgezeichnet habe,

    • messe ich die reale Länge jeder Bafflenaht auf dem Trägerstoff,
    • rechne die Raffungen dazu,
    • kann damit den Endpunkt des Baffles auf dem Quiltstoff aufzeichnen,
    • rechne dazu den Abstand, den ich auf dem Trägerstoff von Baffleende bis zur Naht gelassen habe, dann 4cm für die Bafflehöhe (die sich ja der Stoff nach unten wölben muss) und 2,5cm für die Naht. Damit kann ich den realen Endpukt des Stoffes auffzeichnen
    • Das mache ich für alle Bafflelinien, verbinde die Endpunkte und schneide den Stoff.

    Damit habe ich den Quiltstoff. Uff.

  • Schritt 8: Baffles auf Quiltstoff nähen, Träger- und Quiltstoff zusammennähen (außer Kopfende)

    Jetzt nähe ich die Baffles auf den Quiltstoff. Dabei merke ich, dass sich in der Realität noch so einiges verschiebt und z.B. die Trapezseiten von Träger- und Quiltstoff nicht genau übereinanderliegen. Das dehnbare Moskitonetz als Bafflestoff benimmt sich beim Nähen nicht ganz so, wie es soll… Aber ich bin inzwischen daran gewöhnt, dass Realität und Theorie nur eine begrenzte Übereinstimmung haben. Macht nichts.

    Um den Quiltstoff auf den Trägerstoff zu nähen, muss ich ihn sowohl längs als auch quer raffen. Das bereite ich mit Clips an den entsprechenden Markierungen vor. Dann nähe ich Seiten und Fußende aufeinander, das Kopfende lasse ich für die Daunenfüllung offen.

    Als ich fertig bin, bewundere ich das Ergebnis auf dem Fußboden. Das sieht richtig aus, als könnte es klappen…

  • Schritt 9: Daunenmenge je Kammer berechnen, einfüllen, Kopfende zunähen.

    Ursprünglich hatte ich berechnet, dass ich ca. 180g Daunen benötige (Folie 1). So ganz stimmen die realen Abmessungen des Quilts nicht mit den damals aufgezeichneten überein, etwas Overstuff möchte ich auch haben: Ich entschließe mich, 220g Daune zu verwenden. (Die Menge kommt auch daher, dass ich 450g hatte und 230g noch für einen Topquilt brauche. 😉 )

    Die Aufteilung auf die Kammern berechne ich nach der tollen Idee von @echinotrix.

    Das Ergebnis habe ich auf den Folien 5-7.

    Vor dem Einfüllen der Daunen hatte ich eigentlich ziemlich Respekt, da ich es so oft als nervig beschrieben gesehen hatte. Nach dem Vorgehen Marko MM unter https://www.youtube.com/watch?v=WNxYEDioANo (ab 32:45) geht es aber ganz einfach, auch wenn es Geduld und einen Vormittag braucht. Ich bin überrascht, wie wenig Daunen sich selbständig machen.

    Das Kopfende kommt unter die Nadel, und als ich alles auf dem Fußboden auslege, bin ich fasziniert, weil es wirklich so aussieht, wie es aussehen soll.

    Damit bin ich doch fast fertig, oder? Die Aufhängung habe ich ja ganz am Anfang schon hingekriegt. Und die Illusion, dass ab hier alles ganz einfach ist, hatte ich auch schon öfter.

    Einmal editiert, zuletzt von UliD (24. November 2022 um 08:52) aus folgendem Grund: Fehler korrigiert

  • Schritt 10: Aufhängungsprobleme und -lösungen

    Die Aufhängung des Wooki-Klons unter meiner Matte versuche ich also wieder nach @Hammock Fairys Beschreibung. Das hat ja anfangs prima geklappt – dachte ich jedenfalls. Nach gefühlt 100 und real wohl 20 Versuchen gebe ich allerdings entnervt auf. Ich kriege den Klon einfach nicht passend unter meine Matte.

    Es kann sein, dass das an meinen Whipping-Fähigkeiten liegt, aber ich denke, dass der Wooki-Klon mit 140cm Breite einfach zu schmal ist. Es ist ziemlich einfach, ihn auf der Kopfseite dazu zu bringen, dass er gut sitzt. Dann kann ich ihn allerdings kaum an meine Füße zerren, und neben meiner Fußseiten-Schulter bilden sich auch riesige Luftlöcher.

    Die Lösung dafür besteht aus zwei Teilen:

    Neben meinem Kopf und meinen Füßen klaue ich die Idee von @Mittagsfrost zur Randbefestigung. Ich gestalte sie etwas loser, sorge aber dafür, dass der Trägerstoff einigermaßen zu Kopf/Fuß gezogen wird (sichtbar zwischen den Abspannungen auf dem Bild im ersten Post).

    Zusätzlich raffe ich den Trägerstoff mit ein paar Tunnelzügen, die ich auf der Fußseite des Trägers oberhalb des Kopfendes mit ca. 15cm Abstand annähe. Damit kann ich den Wooki-Klon an dieser Stelle beliebig anpassen. Das dürfte es auch erleichtern, ihn schnell unter verschiedenen Hängematten anzubringen.

    In die Tunnelzüge füge ich an beiden Enden eine Öse ein, ziehe Gummilitze durch, verknote sie an einem Ende und setze an das andere Ende einen Mini-Tanka.

    Der Klon wird insgesamt unter der Matte etwas in Form gezerrt, sitzt aber trotzdem angenehm fest/locker und schmiegt sich perfekt an.

    (Etwas dunkles Bild, die Tunnelzüge sind in der Bildmitte.)

    Einmal editiert, zuletzt von UliD (24. November 2022 um 08:55) aus folgendem Grund: Ergänzung, wo Randbefestigung sichtbar ist

  • Schritt 11: Genießen

    Auf nächtliche Tests muss der Quilt noch bis nächstes Jahr warten. Nachmittags bei etwa 10° ist es mir schon sehr schwer gefallen, meine Matte wieder zu verlassen...

  • Toll, wie du das hingekriegt und wieviel Zeit und Mühe du in dieses Projekt gesteckt hast! Super: gratuliete zu dem Erfolg!

    Hier kann jetzt jeder sehen, warum Ausrüstungsgegenstände wie z.B. ein Wooki so teuer sind, wenn man sie kauft und dass das zu Recht so ist.

  • Super geworden. Respekt!

    Ich habe die Sachen für einen Daunen Wooki Clone schon lange im Keller, traue mich aber nicht wirklich ran, bzw. schreckt mich die Planung schon ab.

    Aber jetzt habe ich Feuer gefangen :D

    Danke für den tollen Bericht ;)

  • Ich habe die Sachen für einen Daunen Wooki Clone schon lange im Keller, traue mich aber nicht wirklich ran, bzw. schreckt mich die Planung schon ab.

    Aber jetzt habe ich Feuer gefangen :D

    Mach hinne. Dann haben wir praktisch getauscht. Ich habe dein Netz über meiner Matte, du meinen Klon unter deiner. Äh, also meinen Wooki-Klon. ;)

  • Mein Klon hat, neben ein paar zusätzlichen Daunen, noch ein Elastik-Upgrade bekommen.

    Problem: Erstens kriege ich es per Whipping nicht hin, dass der Wooki-Klon völlig ohne Luftlöcher anliegt. Und zweitens mag ich das sehr straffe Anliegen des Stoffs unter der Hängematte nicht. Ich habe mich mit Wooki (egal ob Klon oder Original) nie so wohl in der Matte gefühlt wie ohne.

    Lösung: Meine Notlösung von oben habe ich ausgebaut und in ein Komfort-Feature umgewandelt. Am Fußende habe ich insgesamt 13 Tunnelzüge über die gesamt Breite angenäht, je 2cm breit, zwischen den Tunnelzügen außen 10, innen 8-9cm Abstand. Ob so viele nötig sind, weiß ich nicht... Ein Tunnelzug wiegt etwa 2,5g.

    Damit liegt der Wooki-Klon jetzt über seine gesamte Breite elastisch an - eng, aber mit nur leichtem Druck. Die Luftlöcher sind weg.


  • Kleine Ergänzung aus einer kürzlichen Erfahrung bei Minusgraden: Wenn der Wooki (bzw. Klon) über die ganze Breite mit Gummizügen elastisch gestaltet wird (wie oben beschrieben), dann darf er an den Enden nicht (nennenswert) elastisch aufgehängt sein.

    Ist eigentlich naheliegend. Wenn ich den Wooki-Klon am Fußende mit einem Gummi aufhänge, dann wird dieser Gummi immer mehr gedehnt, wenn ich die Gummis in den Tunnelzügen anziehe. Damit hebe ich die Wirkung der Tunnelzüge teilweise auf.

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