Mit dem Rad über die Via Claudia Augusta

  • Guten Abend zusammen!


    Wir planen diesen Sommer eine Alpenüberquerung mit dem Rad auf der leichtesten Variante, der Via Claudia Augusta.

    Genaue Details sind noch in Planung, wie lang die einzelnen Etappen werden, was muss mit, wo wird übernachtet...wird es überhaupt funktionieren?

    Durch das ganze letzte Jahr fällt es mir doch etwas schwer, viel weiter als ein paar Wochen in die Zukunft zu planen.

    Jedenfalls - würde ich ungern auf die HM verzichten, und in meiner Vorstellung sehe ich mich schon auf der ein oder anderen Etappe Abends in der Matte baumeln:D.


    Jetzt wäre meine Frage an euch:


    Hat jemand schon Erfahrung mit der Route oder Erfahrung was das campieren mit der HM in alpinen Regionen angeht?

    Ich stell mir das auffinden von geeigneten Plätzen doch sehr schwierig vor.

    Wie seht ihr das?


    Freue mich sehr über Nachrichten und von eurem kollektiven Wissen zu lernen 8)


    Cheers






    Via Claudia AugustaVia Claudia Augusta




    Rad-Route Via Claudia AugustaRad-Route Via Claudia Augusta

  • Da gibt es ein wunderschönes Foto von einem unserer Hänger, der es fertiggebracht hat, die Hängematte an Felsen abzuspannen. War es Omorotschka ? Oder hang loose ? Hab‘s vergessen.

    Ich kenne die Route nicht und kann Dir daher keine Tips geben. Na, vielleicht einen: Nimm genug Schnur mit! Ein 2-Meter-Dogbone (oder besser zwei oder drei) kann den Unterschied machen zwischen Hängen und Nichthängenkönnen. Mit ein bißchen Phantasie und etwas Geschick findet sich oft eine Stelle zum Abspannen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Hallo,

    im Sarek und auf dem Cape Wrath Trail in Schottland habe ichs drauf angelegt möglichst in der Hängematte zu schlafen. Tarp, Torsomatte und Mückennetz ließen sich auch gut auf dem Boden nutzen.

    So hatte ich nur das Mehrgewicht der Hm.

    Persönlich möchte ich auf einer längeren Tour nicht auf meine Hängematte verzichten;)

    Die Gurte waren je 4m lang. Und die Abspannleinen sind auch vielseitig zu nutzen. Beckett Hitch und Prusik sind in allen Hängelagen sehr hilfreich.

    Mit dem Rad gibt es auch schon fast einen Aufhängepunkt...


    Grüße, Martin

  • Gleich vorneweg: Ich habe keine Erfahrung mit der Via Claudia Augusta.


    Wenn ich es aber richtig sehe, liegt der höchste Punkt auf dem Reschenpass auf 1'513m ü.M.. Dabei von alpinem Gelände zu sprechen, mutet mir beinahe schon etwas übertrieben an. Hier noch weitere Höhenprofile der gesamten Strecke.


    Zum Vergleich: Im Oberengadin (Schweiz, Quellgebiet des Inn) liegt die Waldgrenze bei rund 2'000m ü.M. und vereinzelte Bäume und auch Baumgruppen findet man noch deutlich höher.


    Mich würde es wundern, wenn du auf dieser Strecke keine Bäume zum Hängen finden würdest.


    Eher problematisch könnte sein, dass du mit dem Fahrrad immer nahe an touristischen Routen unterwegs bist. Da könnte es sein, dass "wildes Übernachten" nicht überall gerne gesehen wird. Aber mit der nötigen Umsicht dürfte das trotzdem möglich sein, könnte ich mir denken. Und sonst gibt es ja auch noch Campingplätze (manchmal sogar mit Bäumen): Man will ja ohnehin auch mal duschen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist das Südtirol in Sachen "Wildcampen" relativ restriktiv.


    PS: Hier noch eine Karte zur Via Claudia Augusta.

  • Hier noch die Schweizer Karte für Reschenpass und Reschensee (höchster Punkt der Strecke). Da scheint es Wald in Hülle und Fülle zu geben. Ist allerdings bereits im Südtirol und entsprechend zurückhaltend würde ich dort "wild hängen" wollen.



    Und hier noch ein Foto vom Reschensee. Wald gibt's genug, aber es scheint sehr touristisch zu sein... :/


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  • Ich habe zwar bisher nicht auf hämgemattentauglichkeit geachtet. Aber ich bin viel mit dem Rad unterwegs, auch in den Alpen. Ich glaube, wenn es nicht gerade hochalpin* ist, fahre ich mehrmals am Tag durch einen Wald.

    *Und selbst dort: irgendwann ist man ja wieder unten.

  • Alles gute Vorschläge, danke dafür!


    Waldläufer70 das wir uns mit der leichtesten Variante der Alpenüberquerung auf sehr touristischen Wegen bewegen habe ich leise vermutet aber mich noch nicht weiter mit dem Thema beschäftigt.

    Letztes Jahr war ich im Allgäu unterwegs und Einheimische klagten über den großen Andrang. Hängeplätze zu finden war da, trotz Bäume schon schwer.


    Und du sagst, in Südtirol sind sie sehr streng was das Wildcampen angeht?


    Schusseligkite wo bist du denn so unterwegs gewesen?

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