Abhängen im vielleicht letzten Brandenburger Schnee dieses Winters

  • Die knackigen Minustemperaturen der letzten Woche sind leider schon wieder Geschichte, aber zum Faschingsdienstag hatte sich das Brandenburger Umland noch einmal mit ein paar Mützen Schnee angescheuselt. Das haben Moch und ich ausgenutzt, um diesen letzten Hauch von Winter zu erleben. Es hat sich gelohnt - und Aschermittwoch ist alles wieder vorbei. Aber seht selbst.

    Die Anreise wurde mit dem Schlitten etwas erleichtert.

    Ungefähr diese Perspektive hat der Fotoprofi in den Blick genommen.

    Die Halbinsel im Hintergrund versprach hängemattentaugliches Gelände.

    Der Platz wurde zunächst mal freigeschaufelt, damit wir das verdampfende Schneewasser nicht im Zelt haben.

    Hoppla, was ist denn da passiert?

    Die Matte hängt, die Hütte steht.

    Der Ofen bollert und sorgt in kurzer Zeit für trockenen Boden.

    Fehlt nur noch die rechte Illumination.

    Und dann bäumte sich der Winter noch mal auf.

    Weil es partout das Sommertarp sein musste, landete kurz vorm Schlafengehen noch ein Kilo Schnee im Moskitonetz.

    Aber jetzt kommen erst mal paar Bilder von Moch:

  • Hier nun das Foto beim Blick übers Eis.......

    gut gelaufen für mich, ich die Kamera und Cross Hamock macht den Sherpa

    nach dem Sherpa Streik......Gute Wahl die Schaufel, dadurch war weniger verdunsteter Schnee im Zelt.

    Und da war er auch schon da, der Wind sollte aus Süd kommen, aber es war Ost Wind.

    Das Brennholz wärmt bekanntlich zwei mal beim machen und dann......

    Carnivore in Action .


    Schön mit dem Teil, wenns draußen kalt ist !

    .....nicht mehr lange.......

    ....denn einer muß ja schließlich für die Illumination der Schneeflocken sorgen !

    Ok. so dann ist Cross Hammock wieder an der Reihe.

  • Das war die Aussicht aus dem Moskitoverschlag zum Zelt am nächsten Morgen.

    Und Richtung Moch

    Wie klein die Bude über Nacht geworden war,

    merkte man erst beim Blick ins Innere.

    Sobald der Ofen wieder bei Kräften war, wurde alles in alter Pracht aufgepustet.

    Wie lange der wohl noch stehen wird?

    Blick über den verführerisch verschneiten See.

    Ein paar Schritte habe ich mich hinausgewagt.

    Dann hieß es, wieder einzupacken.

    Blick zurück vom Parkplatz zur Übernachtungshalbinsel.

  • Der nächtliche Neuschnee sorgte für schicke Winter Atmo.

    Nur für die BoundryWaters Temperaturen, waren wir leider zu spät. In den Nächten zuvor waren hier minus 16 - 20 und bei uns dann Tauwetter.

    Schön doof von mir, die Spreitzstäbe fürs Tarp hatte ich nicht mit dabei.

    Was für eiene Ruhe !!! Im Sommer sind hier die Hausboote und Co. mit 2 Tackter u.s.w. am Start !

    Unser vierbeinige Kumpel sogt immer für reichlich Holznachschub.

    Edited 3 times, last by Moch ().

  • Am Abend zuvor bin ich noch im dunklen umgezogen, da der Wind gedreht hatte und die Rauchfahne schön auf meinen Schlafplatz stand .

    Tags zuvor war da tatsächlich ein Eisangler auf dem See .

    Einsam im Nebel zu wandern ......

    Der Held aufm Eis !!!

    Und bei der Abreise, wieder schwer am schuften.

    Mit freundlichen Grüßen

    Moch

  • Grandiose Bilder!
    Die Polizei war ja nicht zimperlich dabei, die Leute am Wochenende dort vom See zu holen - wie trügerisch er dann selbst zu Wochenanfang noch wirkt...
    Ich hätte auch noch ein paar Expeditionsbilder vom letzten WE im brandenburger Schnee - soll ich thematisch anfügen?


    p.s. - ist das etwa noch ein anderer Ofen, Cross Hammock ? Die Tür sieht mir so anders aus als beim alten :D

  • Nun denn...es begab sich in einer Woche vor unserer Zeit.

    Der Winter hielt Einzug, auch in Berlin-Brandenburger Regionen mit unter jüngeren Lesern ungekannten Ausmaßen.

    Minusgrade im zweistelligen Bereich - und so eine merkwürdige Weiße Masse, die ausnahmsweise mal nicht am nächsten Tag in braungraue Suppe verwandelt war.

    Ein mutigs Erkundungsteam verließ den heimischen Heizraum, um diesem Mysterium näher zu kommen.

    Von der besseren Hälfte als Himmelfahrtskommando bereits halb abgeschrieben - und mit der daraufhin aufgenötigten Wärmflasche mit pinkem Fleeceüberzug bewaffnet ging es bereits am Freitag Nachmittag - um nicht in zu volle Züge zu kommen - auf gen Südosten, noch ein Stück weiter als die zwei mutigen Recken zuvorderst ein paar Tage später.


    Strahlend blauer Himmel - und das mysteriöse weiß stellte sich als durchaus landschaftlich schmückend heraus.


    Die Expedition hatte sich - in weiser Voraussicht, um auf dem weißen Element voran zu kommen - und so bewegten wir uns - der eine mehr, der andere weniger graziös auf diesem auch überraschend glatten Element vorwärts in die Abendsonne hinein...


    ...und durchaus auch darüber hinaus. Das weiße Element bewies noch weitere Qualitäten - ganz ohne Stirnlampe bot es mehr als ausreichend Helligkeit, um ein geeignetes Lager zu finden.


    Sobald man sich nicht mehr bewegte, wurde es allerdings schnell kalt - und die vorbildliche Expeditionsausrüstung erwies sich als Hauptgewinn.


    Der Sternenhimmel war ein Fest



    Die Nacht dank ausreichender Federn auch - der Morgen beim Verlassen der Schlafkapsel dann erst mal nicht mehr.
    Knapp -13° im Minimum des Nächtens sprach das Thermometer.






    Nach Stärkung für die Tagesmission und einer gehörigen Portion Wärme zogen wir auch schon wieder weiter.


    ...also mancher zumindest. Der weniger gut ausgerüstete rucksackte weiter wie normalerweise ohne das weiße Element.


    Es war etwas bewölkter, aber deutlich wärmer als am Vortag und wir hatten ein ganz ordentliches Tempo drauf - weshalb wir in unserer Kälteexpeditionskluft und in Bewegung nicht allzu traurig waren, dass uns die Sonne nicht noch auf den Pelz brennt.
    Die Landschaft gab trotzdem einiges her und sah so gar nicht nach der uns ansonsten wohlbekannten Gegend aus.






    Kurzum eine erfrischende Kurzexpedition, von der sich noch den Urgroßenkeln erzählen lässt, um dann im heißen Staub sitzend als alter Geschichtenerzähler abgetan zu werden.
    "weißes - oder auch nur nasses vom Himmel? So ein Quatsch! Das sind doch alles alternative Fakten! Das haben wir ja noch nie gesehen!"

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