Achtung bei US Bestellungen mit PayPal

  • Aus Fehlern lernen ist gut, noch besser ist allerdings aus Fehlern anderer lernen.


    Ich habe kürzlich wieder bei Mr. Bling Bling Dutch bestellt da nun doch mein bevorzugter Print2Fabric Stoff lieferbar war und Black friday anstand fiel der Preis (mit Versand und Einfuhrumsatzsteuer) unter die magischen 150€.


    Ausgerechnet habe ich einen Gesamtpreis von ca. 146€


    Gezahlt habe ich diesmal mit PayPal, im Vorfeld habe ich ein paar Tage lang den Dollarkurs im Auge behalten und sogar gegoogelt ob bei PayPal Gebühren anfallen wenn man in Fremdwährung zahlt.

    Hierfür fällt keine Gebühr an leider standen nach Abschluss des Bezahlvorgangs trotzdem 151,20€ auf der Rechnung.


    Der Kurs hat sich in dem Zeitraum nicht großartig verändert und ich habe nochmal nachgelesen warum und wie solch eine Differenz zustande kommt.

    PayPal hat einen anderen Wechselkurs (teureren Wechselkurs) und das obwohl sie ihren Wechselkurs direkt an der Börse einkaufen und somit deutlich bessere Konditionen anbieten könnten wie viele Banken.


    Leider tun sie dies nicht und verdienen somit bei Zahlung in Fremdwährung (Millionen) nebenbei.


    Wie ich jetzt (leider im Nachhinein) weiß lässt sich das ganze aber ganz einfach umgehen.


    Bei der Zahlung kann man auch auswählen in der entsprechenden Landeswährung zu zahlen dies geschieht dann zu den Wechselkonditionen der verknüpften Bank und nicht zu den Wechselkonditionen von PayPal.


    Vielleicht hilft ja mein Fehltritt dem ein oder anderen bei der nächsten Bestellung im Ausland.


    Mir bleibt nur zu hoffen ob eventuell der Zoll einen kleinen Kulanzspielraum hat und die anfallenden Verwaltungskosten/ Bearbeitungskosten in Relation setzt.


    Weiß jemand welcher Zollsatz für Stoffe (Tarpstoff) gelten?

    Never without my Hammock!

  • Ja, Paypal lässt sich fürstlich für seinen Service bezahlen. Und man muss die Umrechnungs-Option bei jeder Bezahlung deaktivieren. :cursing:


    Für die Zollfreigrenze ist es allerdings unerheblich, was dir deine Bank berechnet. Mit USPS wird das Paket von der Deutschen Post verzollt, und die legen den vom Zoll angegebenen Wechselkurs zu Grunde. Es gilt allerdings der Monat in dem die Verzollung gemacht wird - nicht der in dem die Ware gekauft wurde. Wenn man zu knapp an der 150 €-Grenze bestellt, läuft man Gefahr, dass der Dollarkurs evtl. steigt, und der Wert am Tag der Verzollung über 150 € liegt. Also am besten immer ein paar Dollar Luft lassen wenn man nicht sicher ist, dass die Verzollung noch im Bestellmonat stattfindet.

  • Ich habe kürzlich wieder bei Mr. Bling Bling Dutch bestellt da nun doch mein bevorzugter Print2Fabric Stoff lieferbar war und Black friday anstand fiel der Preis (mit Versand und Einfuhrumsatzsteuer) unter die magischen 150€.

    Im Übrigen gelten die 150 € für den Wert der Ware plus Versandkosten - aber ohne Einfuhrumsatzsteuer.

  • TreeGirl Vielen Dank dir für die Aufklärung, ich hab immer nach folgendem Zolltext....


    Maßgeblich für die Berechnung der Einfuhrabgaben ist der Warenwert der Sendung. Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Sollten im Rechnungsendbetrag Portokosten enthalten sein, werden diese nicht herausgerechnet.


    gedacht, der tatsächliche bezahlte Betrag wäre für die Verzollung ausschlaggebend.


    Da habe ich ja soweit der Dollarkurs nicht dramatisch steigt nochmal Glück gehabt bzw. Pech weil ich noch ein wenig Luft für Kleinteile gehabt hätte 😬

    Never without my Hammock!

  • Ich würd da jetzt nicht Paypal verantwortlich machen.

    Du hast ja selbst die Lösung gefunden und diese wird ja von Paypal bereitgestellt.

    Einfach in EUR zahlen.

    Natürlich ist Paypal verantwortlich. Du bezahlst bei einem amerikanischen Händler in Dollar, und verwendest deshalb eine Kreditkarte. Paypal wäre es am liebsten, wenn du mit eventuellem Euro-Guthaben auf dem Paypal-Konto zahlst, weil da noch höhere Gebühren anfallen. Wenn jemand das Spiel durchschaut und lieber per Kreditkarte bezahlt, entgehen ihnen die fetten Gebühren. Also bieten sie den "Service" der Umrechnung an - natürlich mit einem für sie extrem profitablen Umrechnungskurs. Sie behaupten, dass man so die horrenden Umrechnungsgebühren der Kreditkarte vermeiden kann. Die meisten Kreditkarten lassen sich die Umrechnung natürlich auch bezahlen - allerdings mit zwischen 1,5% und 2%. Paypal langt da wesentlich kräftiger zu.


    Als sie diesen "Service" eingeführt haben, konnte man ihn kaum deaktivieren. Es hat mich stundenlange Recherche gekostet, bis ich herausgefunden habe, wo man dieses "Feature" deaktivieren kann. Ich vermute, dass sie Probleme mit dem Verbraucherschutz bekommen haben, und deshalb die Abschaltoption direkt bei Zahlung anbieten mussten. Sie geben sich aber alle Mühe, die Option trotzdem so unauffällig wie möglich anzubieten. Man muss schon aufpassen wie ein Schießhund, um nicht in die Gebührenfalle zu gehen. Es sind bei jeder Zahlung zwei zusätzliche Klicks nötig, um die Umrechnung zu deaktivieren. Soweit mir bekannt ist, kann man die Option nicht mehr dauerhaft deaktivieren. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Nutzerfreundlich ist das in keinem Fall - es sei denn, deine Kreditkarte berechnet tatsächlich höhere Gebühren. Das dürfte aber in den seltensten Fällen so sein.


    Was man nicht vergessen sollte ist, dass Paypal für das Anbieten von Paypal bereits vom Händler bezahlt wird. Und das zahlt natürlich nicht der Händler, sondern der Kunde. Das heißt der Kunde bezahlt mehrfach.

  • Vielen Dank dir für die Aufklärung, ich hab immer nach folgendem Zolltext....


    Maßgeblich für die Berechnung der Einfuhrabgaben ist der Warenwert der Sendung. Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Sollten im Rechnungsendbetrag Portokosten enthalten sein, werden diese nicht herausgerechnet.


    gedacht, der tatsächliche bezahlte Betrag wäre für die Verzollung ausschlagggebend.

    Mit "tatsächlich gezahlt" meinen sie den Betrag, den der Händler berechnet hat. Der sollte auf der Rechnung stehen. Der Zoll wird dich nicht um Offenlegung deiner Paypal- oder Bankauszüge bitten, um herauszufinden was du am Ende in Euros bezahlt hast.

  • Ich kann auch mit Bankeinzug bezahlen. Oder mit Guthaben auf dem PP Konto. Vielleicht liegts auch daran, dass ich ein Geschäftskonto habe.

    Ich habe noch ein zweites Privatkonto bei PP.

    Im Geschäftskonto habe ich deutlich mehr Funktionen.

    Einfach mal damit beschäftigen.

    Paypal ist heute nicht mehr wegzudenken da es keine wirkliche Alternative gibt.

    Banküberweisungen dauern, sind aufwändig und Relikte aus dem Mittelalter.

    Gerne würde ich auch andere Zahldienste wie Amazon Pay verwenden.

    Aber dieser ist mal so richtig Kacke für den Händler.

    30 Tage Geld einbehalten und so Späße.

    Ich zahle gerne mit Paypal und 90% meiner Shopumsätze kommen durch Paypal rein.

    Bequem für den Kunden, barrierefrei, 2 Klick und es ist bezahlt. Ich hab mein Geld sofort.

    Als Geschäftskunde.

    Offen sein für Neues.

  • Ist bei allen Zahlungsdienstleistern so, dass die Wechselkurse sportlich sind, Amazon macht das z.B. auch so.

    Wer eine KK gar, mit die gebührenfrei im Ausland und in anderen Währungen genutzt werden kann (da gibt es einige), der ist gut beraten, sich auf die Suche nach der gut verstecken Option zu machen, die Währungsumrechnung zu deaktivieren und in der jeweiligen Landesrechnung zu zahlen.

  • Ich bezahle bei Paypal immer in der Originalwährung (Umrechnung deaktivieren). Das allerdings nicht nur wegen des oben genannten Grundes. Wenn ich in CHF umrechnen lasse, dann kassiert Paypal für seinen "Umrechungsservice" und mein Kreditkartenanbieter berechnet mir dennoch eine Fremdwährungstaxe, weil sie Paypal irgendwie als "Fremdwährung" ansehen. Den Fehler habe ich nur einmal gemacht. – Man muss hier also "doppelt" aufpassen.

  • Ich kann auch mit Bankeinzug bezahlen. Oder mit Guthaben auf dem PP Konto.

    Wenn du keine Kreditkarte hast, macht die Paypal-Funktion Sinn. Wobei ich den Umrechnungskurs trotzdem als Wucher empfinde, und nur im absoluten Notfall nutzen würde. Aber es ging ja darum, dass Paypal auch bei Bezahlung per hinterlegter Kreditkarte automatisch umrechnet, obwohl fast jede Kreditkarte deutlich bessere Konditionen hat. Laut Paypal beträgt die Wechselkursgebühr "3,00% über dem Basiswechselkurs (zur Ermittlung des Transaktionswechselkurses)". Die Kreditkarte die mit meinem Girokonto kam berechnet 1,75%. Heißt, wenn du für 500 € einkaufst, zahlst du mit Paypal 6,25 € mehr für den gleichen Service. Wenn du eine Kreditkarte hast, die 0% Wechselkursgebühren nimmt, sind es sogar 15,00 €.


    Hier im Übrigen noch ein Artikel der Stiftung Warentest zum Thema: Kostenfalle beim Bezahlen mit Paypal

    Im Geschäftskonto habe ich deutlich mehr Funktionen.

    Einfach mal damit beschäftigen.

    Ich habe auch ein Geschäftskonto - und auch dort muss ich die teure Umrechnungsfunktion bei jedem Wareneinkauf abschalten. Das nervt mich gewaltig. Aber die meisten Nutzer haben ja kein Geschäftskonto und wollen es auch nicht. Es ging ja um private Bestellungen bei Dutch & Co.

    Wir können das Für und Wider gerne in einem eigenen Thread diskutieren. Hier geht das meiner Meinung nach weit über das Thema hinaus.

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