Hängematte im Garten aufhängen ohne Bäume und Beton

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  • Moin in die Runde,

    Na ja, eine Bodenhülse Fundament zu nennen ist schon eine bemerkenswerte Marketingidee. Sei‘s drum - solange es hält, ist alles gut.

    das wird keine Marketingidee sein, sondern Fakt. Hintergrund dazu wird sein, daß diese Boden- oder Schraubfundamente ja nicht für Hängematten gedacht sind, sondern eher für (kleinere) Gebäude die man eben nicht mit den üblichen festen Fundamenten verbauen will.

    Drüben über dem großen Teich werden solche Fundamente ganz gerne bei Tinyhäusern aber auch größeren Häusern in der Wildnis genutzt, weil man schlichtweg weder Bagger noch Beton in so großen Mengen an die eher abgelegenen Orte schaffen will oder kann. Mal abgesehen davon, daß das Ausheben per Hand von Punkt, Streifen oder Ringfundamenten auch nicht die Arbeit ist, die man sich gerne gönnt. Kostet auch zu viel Zeit.

  • Nein, die Fundamente sind in den Boden geschraubt. Das ist ja der Kniff dabei. Man kann sie recht einfach wieder rausschrauben und woanders wieder einschrauben.

    Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt dabei natürlich auch eine Rolle.

    Mich erinnert das an meine Aktion für die Hängemattenkonterhalterung in meinem Garten. HT- Rohr aus'm Baufachmarkt, besseres und entsprechend dimensioniertes lackiertes Kantholz und GO! Bei mir ist der Vorteil, daß die Betonierung direkt an einem schon im Boden einbetonierten Granitkantstein liegt, die vom Brunnen, der wie eine Zugbremse zusätzlich gegen den Hebel wirkt.

    Hier mal Bilder von der ersten Schaffensphase.

    Noch ein, zwei andere Ideen dazu. Man könnte so ein Einschraubfundament nicht senkrecht in den Boden schrauben, sondern gleich mit einer Gegenneigung. Oder...

    ...aus meiner alten Laufbahn kennt man ein Makiwara. Das ist ein Schlagpfosten zum üben, der traditionell auch in den Boden eingegraben wurde. Ja klar, die hatten zwar einen kleinen Garten, aber keinen Beton. Unten auf der verlinkten Seite sieht man in der Konstruktionszeichnung quer verlaufende Hölzer, die wieder wie Bremsen entgegen der Krafteinwirkung/ dem Hebel verlaufen.

    Ich denke grundsätzlich sollte sowas auch mit einer Hängemattenaufhängung funktionieren. Natürlich spielt die Bodenbeschaffenheit, insbesonderes die Feuchtigkeit eine Rolle.

  • Hallo,

    es gibt die "alternativen" Schraubfundamente von Maxerio in verschiedenen Längen: 60, 80, 100 cm. Bei der 100er Variante ist die Nennlast 3KN. Meint Ihr das könnte reichen?

  • Hallo,

    es gibt die "alternativen" Schraubfundamente von Maxerio in verschiedenen Längen: 60, 80, 100 cm. Bei der 100er Variante ist die Nennlast 3KN. Meint Ihr das könnte reichen?

    Die 3kN beziehen sich auf die Axiallast, also die Kraft die senkrecht in den Boden geht. Mit zwei 100er kannst du also theoretisch 610kg abstützen. Senkrecht. Das setzt aber voraus das du die Geschichte vernünftig abspannst, denn der Wert sagt nichts darüber aus, wie schnell du das Fundament aus dem Boden gehebelt hast.

    Grüße 🙂

  • Worauf beziehen sich die 2.5 KN - auf den seitlichen Zug? In dem Fall wäre das zu wenig, denn bei einem Aufhängewinkel von 30° zieht ja schon das volle Ladegewicht an der Aufhängung.

    Ich habe mir gerade Krinner Schraubfundamente geholt, aber noch nicht installiert. Mein lokaler Holzhändler hatte Pfostenfundamente von Krinner, und da habe ich kurzerhand gefragt ob er mir auch eine andere Version mitbestellen kann. Konnte und hat er. Dadurch fielen keine Frachtkosten für mich an. Das Stück hat mich so knapp 60 € gekostet. Allerdings muss ich jetzt noch 3 m lange, passende Stangen besorgen. Vielleicht findest du ja auch einen Krinner-Händler in deiner Nähe, der bereit ist, dir die Schraubfundamente mitzubestellen?

    Moin Moin, wie ging es weiter mit dem Gestell was ist darauß geworden?

  • Moin Moin, wie ging es weiter mit dem Gestell was ist darauß geworden?

    Noch nix. Ich hatte schlichtweg noch keine Zeit, mich um die Beschaffung der Pfosten zu kümmern. Von April bis September habe ich einfach zu viel Arbeit um an Freizeit zu denken. Ich hoffe, ich komme im Herbst dazu die Stangen zu beschaffen und die Schraubfundamente zu installieren.

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    Sie können die Stangen herausnehmen, wenn Sie sie brauchen, und die Rohre, die im Boden stecken, mit einem Deckel versehen.

    Ein Freund benutzt dieses System für eine Hängematte oder bei einer Gartenparty für eine große Plane, er hat 5 Rohre in den Boden gesteckt und benutzt Holzstangen.

  • Moin...

    ich hab gerade mal mein Fotoalbum durchsucht und folgendes Bild meines portablen Baumes gesucht... Ich hab zwei Resthölzer vom Hausbau genommen. Unten winklig abgeschnitten, oben (bei ca. 4/5 Höhe) ein Loch durch Beide gebohrt und da zwei Ösen auf eine Gewindestange geschraubt...

    Auf die eine Seite kommt dann die Hängematte, auf der anderen Seite spann ich das ganze dann mit einem etwas kräftigeren Hering ab... Meistens durchtrenn ich beim Einschlagen des Herings das Kabel vom Rasenmähroboter, aber ich bin so recht flexibel, was die Ausrichtung der Hängematte angeht...

    Ist jetzt nicht die High-Tech Variante, aber für mich tuts...

    Grüße

    Wenn meine Frau jemals meine Ausrüstung für den Preis verkauft, den ich ihr gesagt habe, macht jemand ein riiiiichtiges Schnäppchen... :D

  • Hat eigentlich einmal jemand probiert, die Pfosten nicht senkrecht, sondern deutlich nach außen geneigt (also in V-form) im Boden zu verankern?

    Dann sollte das Drehmoment wesentlich geringer ausfallen und ein Großteil der Kräfte entlang des Pfostens wirken.

    Nach dem Prinzip funktionieren ja auch diverse freistehende Ständer oder temporäre Konstruktionen, die mit Seil und Hering gehalten werden.

  • Dann sollte das Drehmoment wesentlich geringer ausfallen und ein Großteil der Kräfte entlang des Pfostens wirken.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Irgendwo hier wurden Artikel zum Thema "Hering richtig einsetzen" gepostet. Dort war die Empfehlung, sie senkrecht in den Boden zu stecken und nicht schräg. Das müsste dann auch für Pfosten gelten. Ich finde den Post aber nicht, da gab es eine Verlinkung...

  • Levi Dass Heringen senkrecht im Boden besser halten als solche, die rechtwinklig zur Leine im Boden stecken, kann ich aus 35 Jahren Zelterfahrung von Jurte bis Leichtgewicht absolut nicht bestätigen.

    Uups, als Bodenschläfer geoutet ;)

    Der Pfosten muss natürlich länger sein, um auf dieselbe Aufhänghöhe zu kommen, wenn er schräg steht. Insofern interessant, ob das Drehmoment, dann trotz des längeren Hebels kleiner wird.

    Ich male heute Abend mal ein Kräfteparallelogram dazu.

    Jetzt warten erstmal Familie und die Elche auf mich :)

  • Und hier ist der Beitrag: RE: Monopod Stand nach Tensa Solo Art für bastelfreudige Arme gesucht

    Der erste Link: http://www.bolt-products.com/Glue-inBoltDesign.htm hier Abschnitt "Stakes Part 2"

    Der zweite Link: https://faroutguides.com/how-to-properl…our-tent-stake/

    35 Jahre Zelterfahrung - Du bist hier im Hängemattenforum, ts ^^

    Wobei ein Pfosten wieder anders zu betrachten ist, denn der Aufhängepunkt ist sehr weit oben. Bei einem Stake sollte er so nah am Boden sein, wie möglich. Dennoch: wenn Du den Pfosten schräg einsetzt, wird er versuchen, entgegen der Zugrichtung seitlich auszuweichen. Das wird er nicht, wenn Du den Pfosten gerade setzt.

  • Hey Levi , danke für den Link, das finde ich sehr interessant.

    Leider kann ich da keine Begründung für die "Heringsthese" finden.

    Bleiben wir mal lieber bei den Hängematten!

    Das Ergebnis meiner Bierdeckelrechnung:

    In der Theorie reduziert sich das Drehmoment durch Neigen der Pfosten um 30° nach außen auf 2/3 im Vergleich zu senkrechten Pfosten.

    Wen Physik nervt, der sollte hier abbiegen und unten beim :thumbup: wieder einsteigen.

    Voraussetzung ist, dass die Zugkraft am Aufhängepunkt als statisch entlang der Leine wirkt (schaukeln gilt nicht ;) ) und die Pfosten perfekt ausgerichtet sind, so dass keine Kraft zur Seite wirkt.

    Dazu ein Hängewinkel von 30° und Belastung mit gut 80kg , die mit 800N Zugkraft wirken, sowie 2m Höhe des Hängepunktes. (Alles stark vereinfacht, weiß ich, aber es soll ja zu Fuß zu rechnen sein).

    Dann bringt das Schrägstellen eine Reduktion des Drehmoments von 1386Nm auf 924Nm (genau 2/3).

    :thumbup: Das hieße für mich, dass die Fundamente oder Hülsen weniger seitlich belastet werden und die Pfosten selbst nicht so stark ausgeführt sein müssen.

    Wem das zu theoretisch ist, kann ja mal in dem Post Portable Hammock Stands von Derek Hansen schauen, wie in praktisch allen Beispielen die Pfosten ausgerichtet sind :)

    Vielleicht ist ja auch ein Statiker im Forum, der die Rechnung korrigiert?

  • Mir kam dieses Video mit dem senkrechten In-die-Erde-stecken von Heringen auch komisch vor, denn es widerspricht meiner langjährigen Erfahrung und hat mir überhaupt nicht eingeleuchtet.

    Und bei Pfosten zum Aufhängen einer Hängematte denke ich, wird es ähnlich sein wie bei Gestellen. Wenn es keine feste Firststange gibt, gehen die Stangen oben immer nach außen - und das sicher nicht grundlos....

  • Danke, barfuß ! Zur Heringsfrage kann man auch auf S. 254 von "The Ultimate Hang" (2. Ausgabe) nachlesen, was Derek Hansen zu senkrecht eingeschlagenen Heringen schreibt: "weak".

    Er empfiehlt auch, den Hering 90° zur Leine in den Boden zu schlagen.

    Und hier kommen wir dann vielleicht alle auf einen Nenner:

    M.E. das beste Abspann-Ergebnis erzielt man bei einem Hering mit möglichst langer, flacher Abspannleine. Dann ist der Hering so gut wie senkrecht im Boden und bildet gleichzeitig einen rechten Winkel zur Leine.

    So hält dann das Tarp auch Orkanböen an der Küste aus. Eher reißt die Leine oder das Tarp (leider so erlebt).

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