Nachdem sich die Euphorie etwas gelegt hat, ist mir leider ein klitzekleiner Fehler bei meiner Arbeit aufgefallen. Er ist wirklich winzig und eigentlich nicht der Rede wert. Eigentlich eher ein Feature als ein Fehler. Aber ich würde es Nachahmern empfehlen, dem Beachtung zu schenken:
Die Kompression der Isolation ist stärker ausgefallen als geplant.
Ich wollte keinen flatternden Stoff unten haben, so 1..1,5cm wäre super gewesen.
Aber leider zieht sich der untere Stoff und damit die Isolation etwas straffer als gedacht, wenn ich drinnen liege.
Liege aber trotzdem mollig warm, der Flies ist für den Zweck sehr gut und komprimiert nicht komplett, nur habe ich eben etwas Spätherbst-Potential verschenkt.
Ich hatte zunächst an einem andern Prototypen getestet, dann für das vorliegende Material das theoretisch erforderliche Übermass der unteren Stoffwanne ausgerechnet (2x geplante Isolationsdicke 1,5cm an den Rändern und ein halber Kreisumfang für die Wölbung dazu, in summa 6cm mehr Unterstoff in beiden X und Y Richtungen vorgesehen).
Auch Mess-Toleranzen und Nähverzerrungen bedacht und besser vermieden als beim Prototypen. Mit Stecknadeln und Falzen die "Wannenform" gesichert, und dann sehr sorgfältig genäht, dass nichts mehr schief gehen kann.
Am Ende auch noch den Flies am Rand durchgesteppt, da der in der Wanne etwas zu stark verrutschen wollte.
Aber ich Trottel hab wohl die elastische Dehnung des Oberstoffes unterschätzt, oder sagen wir vergessen. Das nächste Mal würde ich also diese noch hinzufügen, oder mindestens 10cm statt 6cm Stoffübermass der unteren "Wanne" wählen.
Aber trotzdem ist meine Lieblings-Hängematte jetzt noch bequemer und besser geworden, ohne die Einengung eines knappen DD-Underblankets mit seine Gummizügen. Einfach Karabiner einklipsen und reinlegen, sofort verströmt warme Behaglichkeit von unten her.
Gestern war übrigens ein stürmischer Tag, bei einem normal angeklipsten UQ wäre der Wind mit Sicherheit in die Spalten gefahren. Der war so stark, dass die HM völlig freiwillig schaukelte. Aber von CBS nichts zu spüren - alles blieb mollig.
Und falls es Nachts mal kälter als 10 Grad (?) wird, kann ich immer noch meinen Daunen-UQ oder meine eierlegende Wollmilchsau drunterhängen.
(oops, von der muss ich ja auch noch berichten!
)
Nachtrag: Ich denke, ich könnte im Bereich grösster Bogenstraffung (am @@@@@) ein Grosses Loch oder besser kreuzweise Schlitze aus der "Wanne" rausschneiden und liebevoll vom Hand grosszügig geschnittene Flicken drübernähen. Vielleicht hilft mir meine liebe Frau, muss sich ja jemand dazu reinlegen...)
Eine dritte Option wäre, die Nähte zumindest an den Fuss-Kopfseiten noch mal aufzutrennen und weiter nach innen (also mit mehr Übermass am Unterstoff) zu legen. Aber ich kann sagen, der Gedanke schmerzt mehr, obwohl das vielleicht die saubere Lösung wäre.
Frage: kann mir jemand mit der elastischen Dehnung des Ripstop Nylon 70d weiterhelfen? Ich nehme an, das meisste passiert in Längsrichtung?
(Aber hab mittlerweile schon eine Idee: Ungestreckt einen Kreis oder Messlinie pro Richtung einzeichnen und gestreckt (mit Menschgewicht) nachmessen (Assistent/in), dann weiss ichs ja vielleicht ausreichend genau...)
Gruss Jörg.