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  • Ich habe die Haven XL mit dem True Level Pad letzten Monat endlich bekommen und seitdem ca. 20 Nächte drin geschlafen. Dazu gekauft habe ich noch die Pumpe, die Ridgelight sowie das Insulated Pad Cover.

    Es brauchte ein paar Nächte das Setup zu optimieren und sich an das neue Schlafgefühl erstmal zu gewöhnen, mittlerweile muss ich zu meinem eigenen Erstaunen sagen dass ich darin besser schlafe als in meinem Zelt. (immerhin 3 Pers. Baumwollzelt mit Exped Megamat 10). Der Grund dafür könnte darin liegen dass die Haven die Vorteile eines Zeltes (ebene Liegefläche) mit den Vorteilen einer Hängematte verbindet (Liegefläche passt sich dem Körper an)

    Austattung:

    • Das Moskitonetz hat jetzt endlich Doppelzipper auf jeder Seite ist aber nicht mehr komplett entfernbar (da hat eine andere Firma leider ein Patent drauf)
    • Es gibt wie beim Safari Modell jetzt einen "Lounge Strap" welcher die Liegefläche im Kopfbereich etwas aufrechter macht, zum Buch lesen liegt man zwar immer noch viel zu flach dafür lässt sich der Lounge Strap aber auch nutzen um die Schlafposition feinzujustieren
    • Das mitgelieferte Tarp ist "semiintegriert" (kann dauerhaft montiert bleiben, lässt sich bei Bedarf aber etwas umständlich vollständig entfernen)


    Thema Isomatte (True Level XL) und Insulated Pad Cover:

    • Beim Luftdruck der Isomatte gilt es einen Kompromiss zwischen Komfort (subjektive Härte) und Seitensteifigkeit der Liegefläche zu finden. Ich finde den Luftdruck den ich mit der "Haven Power Pump" erreiche bereits ideal, wenn ich mit dem Mund noch etwas dazugebe ist die Liegefläche nochmals steifer aber die Matte fühlt sich dann an wie wenn man auf ein paar Poolnudeln liegt.
    • Beim aufpumpen wird die Luft durch die Pumpe und die Matte selbst etwas erwärmt, bei <10° Umgebungstemperatur empfiehlt es sich die Pumpe später nochmal ans Ventil zu halten da die Matte sonst zu weich ist (da die Luft im Inneren abgekühlt ist)
    • Bis 10° Aussentemperatur ist die True Level XL Isomatte (R = 5.3) noch angenehm warm, darunter hatte ich trotz Pyjama meistens zusätzlich das "Haven Insulated Pad Cover" montiert. Ohne dem Pad Cover sind 8-10° zwar noch erträglich aber bereits grenzwertig (cold butt syndrome). Das Insulated Pad Cover funktioniert definitiv und sollte auf jeden Fall dazu bestellt werden da es den Komfortbereich von 10° auf bis knapp über 0° erweitert (bei 3° kommt es langsam an seine Grenzen)


    Montage:

    • Bei der Montage hatte ich am Anfang immer das Problem dass der Kopfbereich etwas zu niedrig wird wenn man sich hineinlegt, je nachdem in welchen Winkel die Baumschnürre gespannt werden fällt der Effekt dazu noch unterschiedlich stark aus.
    • Baumschnürre: Besser etwas flacher spannen (15-20°) als bei Hängematten üblich damit die Ridgeline genug Spannung hat. Dadurch kann man an der Ridgeline den Montagewinkel nachmessen (ca. +5-7° sind ideal) und das Tarp kommt nicht zu hoch (sonst kann man die unteren Schlaufen nicht mehr einhängen)
    • Bei niedrigen Temperaturen entsteht leider sehr viel Kondensat auf den Innenseiten des Tarp. Ich habe das dadurch gelöst indem ich das Tarp nicht beim schwarzen Karabiner vom Haven Zelt dazuhänge sondern 1-2 Laschen weiter oben mit eigenen "Spanngummi mit Haken 13cm" (s. Amazon) wodurch es höher hängt und ein Luftspalt entsteht. Ein weiterer Vorteil ist dass man das Tarp zum trocknen jederzeit schnell entfernen kann.


    Beim Einsteigen in die Haven habe noch wie vor öfters das Problem dass sich die Isomatte beim hinsetzen etwas verschiebt wodurch man dann leicht schief liegt, das passiert vor allem dann wenn die Haven hoch montiert ist wodurch man sich nicht perfekt mittig setzen kann. In diesem Fall kann man sich an der (möglichst straff gespannten) Ridgeline hochziehen und mit den Ellbogen die Isomatte gerade rücken. Ich werde mal testweise so eine Anti-Rutsch Unterlage unter die Isomatte legen...

  • Haengematte_mit_Hund vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht zum HavenTent mit TrueLevel XL. Ich bin 100% mit dir einverstanden. Ich war nur bisher zu faul, so einen Bericht zu schreiben. Darum bin ich froh, dass du es an meiner Stelle getan hast ^^
    Ich habe noch eine kleine Modifikation: starke Gummischnüre an allen 6 Tarpecken. Damit hänge ich das Tarp an der Firstschnur etwas höher (wie du auch), und an den Seiten kann ich entweder die Abspannleinen an die Gummischnüre machen (das ist gut bei der Schaukelbewegung), oder sie beim Bodenaufbau direkt in die Heringe einhängen.

  • So, ich war auch mal wieder mit meinem HavenTent draußen, allerdings nicht weit: ich habe gestern nacht im Garten geschlafen. Und dabei ein bisschen den Aufbau optimiert, für meine nächste Wanderung mit den Pfadfindern über Allerheiligen.

    Ich war am Überlegen, ob ich das originale Tarp mitnehmen soll oder mein 11" selbstgebautes. Hier mal ein Größenvergleich: direkt über dem HavenTent, mit weissen Gummikordeln, das originale Tarp, darüber (viel länger!) das 11" Tarp.

    Für das HavenTarp habe ich , wie auch Haengematte_mit_Hund , eine Befestigung mit einer Gummikordel (4mm oder so) an ein Prusik (Maurerschnur) an dem Baumgurt gebastelt.

    Eine andere Modifikation war, das ich die originalen Karabiner zuerst gegen leichtere Kletterkarabiner ausgetauscht hatte, und die originalen Webschlaufengurte gegen normale Gurte. Das war mir aber immer noch zu schwer und umständlich. So habe ich mir letzten Monat selbst Gurte genäht (ExTex), und knote sie an das Haventent:

    War aber irgendwie auch nicht zufriedenstellend. Also habe ich die AustriAlpin Dreistege herausgekramt und meine eigenen Spiderbuckles gebastelt. Das funktioniert echt besser als erwartet und läßt sich leicht verstellen (besser als der Becket hitch).

    Ich habe dann auch gleich die Nacht in dem HavenTent verbracht. Die neue TrueLevel XL Matte gefällt mir schon besser: weniger quietschig und besser isoliert, auch wurde das Ventil überarbeitet.
    HavenTent ist wie auf dem Boden schlafen, nur ein bisschen kippliger. Toll, dass man echt gerade drin liegt. So kann ich auf der Seite schlafen (dafür brauche ich halt ein Kopfkissen - Kleider tun es auch). Und man kann sie auf dem Boden benutzen. Aber ich schlafe halt doch nicht so gut darin wie in einer "echten" Raffenden-HM. ;)

    Morgenstimmung:

  • Hallo,

    ich habe nun auch eine True-level Matratze Sie ist weniger raschelig, wärmer aber dennoch gewöhnungsbedürftig.

    Ich schliesse mich da voll @Hängematte_mit_hund an was die beschreibung angeht (so schön hätte ich es nich beschreiben können ;)

    Danke an all die anderen die mir geholfen haben den richtigen Pfad zu finden, letztendlich habe ich halt ne blöde Isomatte erwischt.

    Der Umtausch ging unspektakulär über die Bühne bei Draussenerleben.

    Grüsse aus dem Münsterland

    Volker

    »Zwanghafte Organisiertheit ist ein untrügliches Zeichen für einen Verstand, der nicht bereit ist, im Chaos Inspiration zu suchen«

  • Von Zenbivy gibt es das Schlafsystem mit Quilt, welches quasi in Verbindung mit einer Isomatte eine Art Bett darstellt. Das würde sich imho geradezu mit dem Haven, der Ein- und Ausstieg wesentlich leichter ist und man als Seitenschläfer sich ohnehin nicht mit dem Schlafsack, sondern im Schlafsack drehen sollte, da gerade bei Mumienschlafsäcken der Rücken dünner isoliert ist.

    Ich überlege den Light Quilt -4°C XL mit Footbox convertible + Light Sheet -4°C mit 76cm Breite zu kaufen

    Hier mal der Link dazu : https://www.zenbivy.eu

    Denke zusammen mit der Truelevel Matte mit R5.3 wäre das eine Runde Sache.

    Hat jemand Erfahrungen damit?

  • Moin Funktionsweise ist auf der Seite von Zenbivy beschrieben, aber ich versuch es mal mit eigenen Worten:

    Zenbivy ist kein klassischer "rundumzu" Schlafsack mit Reißverschluss, sondern ein Quilt oder auf deutsch eine Decke.

    Decken haben den Nachteil, dass diese verrutschen können. Kennt jeder -> man wacht mal halb aufgedeckt auf oder die Deckel liegt am Fußende oder neben dem Bett etc. Kann mit dem Schlafsack nicht passieren, weil man ja wie die Wurst in der Pelle darin liegt. Hat gerade beim Mumienschlafsäcken den Nachteil, dass diese relativ eng sind und man sich schlecht drin drehen kann, also dreht man sich mit dem ganzen Schlafsack. Hat den Nachteil, dass Mumiensäcke am Rücken dünner isoliert sind und so oder so die gespeicherte Wärme am Rücken und der Isomatte verloren gehen. Für BAuch- oder Seitenschläfer sind Mumiensäcke daher auch nicht optimal.

    Zenbivy versucht im Grunde nichts anderes als den Vorteil des Mumiensacks mit dem Komfort einer Decke/Quilts zu verbinden.

    Wie angesprochen verrutschen Decken leicht und es kann, anders als in einem geschlossenen Schlafsack, empfindlich der Wind durchziehen, wenn die Decke nicht richtig den Körper bedeckt.

    Zenbivy versucht das mit drei Komponenten zu optimieren:

    1. Isomatte -> entweder Zenbivy oder Isomatte der eigenen Wahl, hier die Truelevel XL mit 76cm Breite
    2. Das Sheet, welches an der Isomatte befestigt wird, welches für drei Temperaturberieche für Kopf und Seiten in light oder ultralight und in drei Breiten verfügbar ist
    3. Das Quilt, welches es auch für drei Temperarturbereiche in light oder ultralight gibt und jeweils in der Variante mit festem (Mumien-) Fußsack oder aufknöpfbar zum Flat-Quilt.

    Aufbau des Systems:

    1. Aufblasen der Isomatte wie immer
    2. Befestigen des Sheets (mit der integrierten Kapuze) an der Isomatte mit den zwei Spannbändern
    3. Einhaken des Quilts links und rechts am Sheet in Höhe des Rumpfes

    Durch das Einhaken des Quilts kann dieser nicht verrutschen und man kann sich darunter nach links oder rechts drehen wie man möchte. Nach unten umschließt der Quilt dann zu den Füßen hin eher nach Art des Mumiensacks die Beine und die Füße stecken im Fußsack.

    Man kann sich fei drehe n bzw. in allen Lagen schlafen und ist nicht eingeengt. Es geht bei den Drehungen auch keine warme Luft bzw. Isolation verloren. Wenn es zu warm ist kann man in Lee das Quilt aufknöpfen und auch mal eine Bein rausstrecken und von Luv kann kein Wind unter die Decke blasen. Wenn man nachts aufstehen muss, dann ist das mehr oder weniger wie zu Hause im Bett möglich. Man kann das Quilt auch mal als Decke beim Sitzen verwenden. Im Zelt/Gelände schlafe ich als Seitenschläfer auch seit 40 Jahren in der Mumientüte und kenne daher auch die Nachteile nur zu gut mit der Dreherei und der Belüftung ...

    Da da Haven Tent ja gerade auch von den Seitenschläfern gefeiert wird und als Liegeerlebnis wie im heimischen Bett bezeichnet wird, muss man das aber auch mit dem passenden Schlafsystem zu Ende denken. Schläft bestimmt keiner zu Hause in seiner Furzmulde im Schlafsack, oder doch?

    Von daher könnte das Zenbivy imho für den einen oder anderen Anwender durchaus eine perfekte Optimierung des Schlaferlebnisses im Haven Tent (XL) darstellen. Als eingefleischter Rückenschläfer wird man aber auch eher an seinem Mumienschlafsack festhalten. Vom Gewicht vertrete ich aus Erfahrung die Ansicht, dass je erholsamer der Schlaf, um so leistungsfähiger kann man wieder Marschieren und dann ist auf 200g oder 300g geschissen.


    Das Aufblasen der Truelevel XL mit dem Pumpsack ist mal so was von lästig und habe daher eine kleine Akkupumpe bestellt, welche auch ganz gut funktioniert. Dazu werde ich separat nach meiner kleinen Testreihe nochmal berichten, was man damit reißen kann, schaut aber bis jetzt ganz gut aus ...

  • Moin,

    mir wäre der Preis für den zusätzlichen Seitenschutz plus Kapuze deutlich zu hoch.

    Ich bleibe bei Temperaturen unter +10°C lieber wie eh und je bei einem passenden Schlafsack den ich in den allermeisten Fällen wie einen TQ nutze. Wird es unerwartet doch mal deutlich kälter als erwartet kann ich diesen dann, einschließlich der Kapuze, komplett verschließen.

    Bei wirklich kalten Temperaturen ist die enge Mumienform eines Schlafsacks in Sachen Wärmerückhaltevermögen m.M.n. noch immer unschlagbar. Beim Zenbivy muss mehr Luft im Inneren erwärmt werden und dadurch wäre er bei gleicher Füllmenge wohl nicht so "warm" wie ein Mumienschlafsack. Wer es aber nicht so eingeengt mag, fühlt sich in einem Zenbivy wahrscheinlich wohler?!

    Bei Temperaturen über +10°C nutze ich meist einen Bedchair Cover (winddichte und stark wasserabweisende Decke), Swagman Roll Poncho Liner o.ä.

    Außer wenn ich meinen Schlafsack komplett geschlossen habe (was sehr selten der Fall ist), bin ich genauso schnell beim Aufstehen oder hinlegen wie zuhause im Bett.

    All meine Schlafsäcke sind rundherum gleich stark gefüttert, deshalb macht es dann für mich keinen Unterschied ob ich mich mit dem Schlafsack oder in dem Schlafsack drehe. (ich schlafe in der Hängematte meistens auf dem Rücken und drehe mich nachts nicht sehr oft).

    Grundsätzlich halte ich ein Zenbivy für die Nutzung in einem Haventent für genauso geeignet wie für die Nutzung in einem regulären Zelt.........kann aber keinen wirklich Mehrwert gegenüber eines Schlafsacks in einer Haventent erkennen.

    Auf Youtube gibt es 2-3 Videos wo ein Zenbivy in Verbindung mit einem Haventent/ XL verwendet wird.

    Zum aufpumpen der recht großen Haventent XL/Safari Isomatten nutze ich auch eine kleine Pumpe von Flextailgear.........funktioniert bis jetzt einwandfrei 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe eine günstige NoName-Pumpe vom Amazon getestet:

    Fülldruck max. 4kPa mit 300L/min.

    Der integrierte Akku besitzt laut Herstellerangaben 4000mAh. Gewicht mit passend zum Ventil geschmirgelten Schnüffelstück 136g (nachgemessen). Die Pumpe wird über USB-A an einem Ladegerät mit USB-C an der Pumpe mit 5V, max. 2,4A = max. 12W geladen (nachgemessen) -> 1S LiIo- Zelle.

    Abschaltspannung zum Zellenschutz 3,0V = sicherer Wert, um die nominale Lebensdauer der Zelle zu erreichen.
    Die LED wechselt ab 20% Restkapazität von grün auf rot

    Die Pumpe startet im Low-Pressure-Mode (= kleinere Drehzahl), um Strom zu sparen und schaltet automatisch ab einem gewissen Staudruck in den High-Pressure-Mode. Der High-Pressure-Mode kann manuell sofort zugeschaltet werden, indem man nach dem Einschalten nochmal den Ein-/Aus-Knopf drückt. Im High-Pressure-Mode schaltet die Pumpe nach ca. 5min automatisch ab. Zum Ausschalten einfach den Knopf drücken.

    Testablauf:

    • Matte komprimiert
    • Pumpe angesteckt und gestartet
    • nach Umschalten auch High-Pressure-Mode nach 20s Pumpe manuell abgeschaltet
    • zwischen jedem Durchgang 5-10min Pause

    01. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    02. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    03. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    04. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    05. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    06. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    07. Runde -> 3:30min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:10min
    08. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    09. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    10. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    11. Runde -> 4:15min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:55min (Ausreißer oder Knick an der Matte am Ventil?)
    12. Runde -> 3:50min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    13. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    14. Runde -> wildes oszillieren von Low nach High und umgekehrt und nach 3.59min Abschaltung (rote LED), aber Matte wie zuvor voll

    Danach max. noch ein bis zwei Hübe mit dem Pumpsack je nach individuellem Körpergewicht oder Vorliebe!

    Lautstärke gemessen: Low Pressure 65dbA, High Pressure 75dbA

    Das Vollladen an meiner Anker 737 Powerbank dauerte mit 12-13W (fängt mit 17W kurz an) exakt 40min., was aber gemäß den obigen Spezifikationen nicht sein kann. Es wurden so lediglich 2822 mAh für 14 Füllungen der Truelevel XL geladen. Irgendeine Angabe kann also nicht stimmen - entweder Kapazität oder Entladeschlussspannung. Allerdings wenn man rechnet: (2822mAh x 4V)/1000 = 11,5Wh kann das abzgl. Ladeverlusten einigermaßen zur Leistungsangabe von max. 12W passen, wenn man die obigen Pumpzeiten aufsummiert: in ca. 55min wurden dann 11,5Wh verbraucht.

    Fazit:

    Mit Sicherheitsabschlag sind 10 Füllungen auf jeden Fall planbar möglich und für die meisten Touren ohne Nachlademöglichkeit ausreichend sein.

    Für das Füllen mit der Pumpe muss man ca. 5min einrechnen, davon ca. 45s selber aktiv mit dem Pumpsack. Nur mit dem Pumpsack
    benötigt man aktiv ca. 20-30min, was bei schlechter Witterung imho etwas blöd sein kann. So kann man das Haven Tent aufhängen, Tarp drüber oder erst mit Paracord das Tarp spannen und dann Haven drunter, Matte reinlegen und mit Pumpe entspannt im Trockenen aufblasen lassen... oder halt mit dem Pumpsack unter dem Tarp sitzen und den Leistungsmelker spielen.

    Das Betriebsgeräusch muss man situationsbezogen abwägen, ob man evtl. entdeckt werden möchte oder nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von LtSpock (18. November 2024 um 15:39)

  • Klasse, dass du Versuche machst und die Ergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung stellst. Sowas ist immer sehr wertvoll, vielen Dank!

    Die Zeiten verwundern mich aber. Du benutzt eine Matte von haventent und auch einen Pumpsack der dabei ist, oder was?

    Zum Vergleich:

    Meine Nemo Tensor insulated (Long wide) pumpe ich mit einem exped schozzel Pumpsack (schätzungsweise 15 Liter) mit wenigen pumpsackfüllungen in unter drei Minuten ganz locker auf.

  • Moin,

    der Haventent Pumpsack ist kleiner und die Isomatte größer (203x76x10cm) als der Exped Pumpsack und die Nemo Tensor........da nehme ich auch lieber eine kleine Pumpe🙂

    Übrigens kann man mit der Pumpe auch hervorragend mal ein Feuer anblasen 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Wer sich für das Zen-Bivy-System interessiert, Big Agnes bietet Schlafsäcke mit so nem Sheet an. Glaub da ist das Sheet fest mit dem Schlafsack verbunden. Nachteil ist wohl 0 Loft/Füllmaterial unten, also nicht geeignet wenn man den Schlafsack ohne Isomatte nutzen will. (Hörensagen. Hab selber noch keinen gesehen)

  • Hallo liebe Haven Tent Besitzer!

    Nennt jemand ein Haven Tent Standard (nicht das XL) sein eigen? Ich würde sehr gerne so ein Zelt probeliegen oder – noch besser – eine Nacht darin verbringe… Ich wäre sehr dankbar für diese Möglichkeit <3!

    Ich halte mich oft im Salzburger Land oder im Bayerischen Wald auf, Österreich oder Süddeutschland wäre daher optimal, ich kann mich aber auch in den Zug setzen und ein gutes Stück weiter in den Norden fahren ;).

    Mit lieben Grüßen aus den Alpen, Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Forestfly (15. Januar 2025 um 01:42)

  • tiptarp : Super! Vielen Dank! Dein Angebot nehme ich sehr gerne an – das Haven Tent direkt mit der Crosshammock zu vergleichen ist optimal. Unterstützen ja beide das flache Liegen – ich vermute aber, dass sich Brücken- und Querhängematte trotzdem merkbar unterscheiden, schon allein wegen der unterschiedlichen Aufhänge- bzw. „Schaukel“-Richtung.

  • Haven XL vs Haven Safari

    Ich habe mittlerweile beide Modelle und jetzt mehrmals in der Safari geschlafen.

    folgendes ist mir aufgefallen:

    • Die Safari ist innen deutlich kleiner als die Haven XL und geht schon fast in Richtung Bivy. Wenn ich drinnen liege messe ich vom Schritt bis zur Ridgeline 61cm, bei der Haven XL sind es 71cm (habe für beide Messungen die Isomatte von der Safari genommen). Erklären lässt sich diese Diskrepanz dadurch dass das festere Material der Safari weniger nachgibt wenn man drinnen liegt, etwas enttäuscht bin ich ehrlich gesagt schon da man das durch einen größeren Schnitt leicht hätte ausgleichen können und die Geräumigkeit die Haven XL doch erst so richtig gemütlich macht.
    • Die neue Isomatte "Safari True Level" wiegt ca. 1500g und fühlt sich subjektiv robuster und auch etwas seitensteifer an als die leichtere "True Level XL". Bzgl Wärmekomfort konnte ich keine Unterschiede feststellen, lt. Haven haben beide Isomatten R=5.3, das reicht für mich bis 10°C, mit montierten Insulated Pad Cover habe ich jetzt mehrfach bei 0°C bis -2°C geschlafen.
    • So wie bei der Haven XL ist das Tarp von der Safari leider erneut zu kurz, in der Mitte hat es nur wenige cm Überlappung mit der Hängematte, bei Sturmregen kommt daher Wasser ins Zelt. Es ist mir unverständlich wieso man so einen offensichtlichen Designfehler nach 5 Jahren noch immer nicht behoben hat. :cursing:

      Ich verwende daher weiterhin mein Decathlon Tarp (3. Photo), das ist größer, innen abgedunkelt sodass man nicht von der Sonne geweckt wird und sogar 200g leichter. Bei Regen funktioniert es super, man kann auch in die Hängematte ein/aussteigen ohne das Wasser reintropft (mit dem Originaltarp fast unmöglich). Bei Sturm wird es leider nach oben ausgehebelt da man es nicht am Zeltkörper fixieren kann. Habe mir jetzt 6 kleine Taschen bei Amazon bestellt die mit Steinen befüllt das Tarp bei Wind besser stabilisieren sollen, muss noch getestet werden.


      In Summe der Eigenschaften schläft es sich in der Safari wirklich noch einen Tick besser als in der Haven XL - fast schon wie in einem Bett. Ich würde den meisten Leuten dennoch weiterhin die Haven XL empfehlen da sie durch das deutlich geringere Gewicht und reduzierte Packvolumen einen viel größeren Einsatzbereich hat (Bergtouren, Flugreise). Ich habe mir die Safari eigentlich nur gekauft damit ich nicht ständig zwischen Duffelbag (Autocamping) und Wanderrucksack (Bergcamping) umpacken muss.

  • Moin,

    schön daß du eine direkte Vergleichsmöglichkeit hast 👍

    Das die Haventent Safari vom Innenraum her kleiner ist als die XL höre bzw lese ich jetzt zum ersten Mal. Laut Hersteller und der YouTube Stars sollen beide gleich groß sein 🤔 und 10cm mehr Dehnung nach unten in der XL wäre erstaunlich viel.........

    Da ich mit der Orginal Haventent Safari Isomatte nicht zufrieden war, habe ich mir anstelle die TAR Topo Luxe XL gegönnt und bin bisher sehr zufrieden mit dieser. Die Topo Luxe reicht mir bis mindestens 0°C..........wird es richtig kalt, kann ich meine TAR Mondoking XXL als Isomatte verwenden. Mit entsprechenden Schlafsack bin ich so bis weit in den 2-stelligen Minusbereich auf der sicheren Seite. 👍

    Bin ich mal doch nur mit einem Rucksack unterwegs, packe ich ein anderes, viiiiel leichteres Winterset ein.


    Das kleine Tarp ist wohl auf Material und Gewichtersparnis zurück zu führen. Da der Hängematten Körper wasserdicht gehalten wird, hat man wohl auf einen besseren Schutz der Seiten verzichtet (eher wie bei einem Zelt halt). Wichtig sind bei Regen Driplines an den Hm Gurten.

    Ich habe das original Haven Tarp noch nicht oft benutzt und nehme auch lieber ein größeres (und auch leichteres🙂) Tarp um mehr Arbeitsraum bei Schietwetter zuhaben. Ich würde das original Tarp wohl nur für einen Aufbau auf dem Boden nutzen (Zeltmodus).

    . Bei Sturm wird es leider nach oben ausgehebelt da man es nicht am Zeltkörper fixieren kann.

    Dagegen helfen extra lange Heringe ganz gut 👍😊

    Insgesamt ist die Safari sicher nichts für den Rucksack Wanderer sondern eher für Leute wie mich mit Anhänger und meistens kurzen Wegen oder für Angler die nicht weit zum Angelplatz müssen, auf Campingplätzen bei Anreise mit dem Auto oder auch auf Forentreffen. Ich denke auch die XL Variante ist für längere Rucksack Touren eher nicht geeignet...........

    Ganz schön mutig deine Wahl des Aufhängepunkt auf der linken Seite 😟😄

    Dann wünsche ich dir viele weitere schöne Nächte in deinen Haventents...........ich muss jetzt packen für den Overnighter heute am Strand 🏖 🙂

    Gruß von der Ostsee

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