Beiträge von LtSpock

    Ich habe eine günstige NoName-Pumpe vom Amazon getestet:

    Fülldruck max. 4kPa mit 300L/min.

    Der integrierte Akku besitzt laut Herstellerangaben 4000mAh. Gewicht mit passend zum Ventil geschmirgelten Schnüffelstück 136g (nachgemessen). Die Pumpe wird über USB-A an einem Ladegerät mit USB-C an der Pumpe mit 5V, max. 2,4A = max. 12W geladen (nachgemessen) -> 1S LiIo- Zelle.

    Abschaltspannung zum Zellenschutz 3,0V = sicherer Wert, um die nominale Lebensdauer der Zelle zu erreichen.
    Die LED wechselt ab 20% Restkapazität von grün auf rot

    Die Pumpe startet im Low-Pressure-Mode (= kleinere Drehzahl), um Strom zu sparen und schaltet automatisch ab einem gewissen Staudruck in den High-Pressure-Mode. Der High-Pressure-Mode kann manuell sofort zugeschaltet werden, indem man nach dem Einschalten nochmal den Ein-/Aus-Knopf drückt. Im High-Pressure-Mode schaltet die Pumpe nach ca. 5min automatisch ab. Zum Ausschalten einfach den Knopf drücken.

    Testablauf:

    • Matte komprimiert
    • Pumpe angesteckt und gestartet
    • nach Umschalten auch High-Pressure-Mode nach 20s Pumpe manuell abgeschaltet
    • zwischen jedem Durchgang 5-10min Pause

    01. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    02. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    03. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    04. Runde -> 3:10min -> automat. Hochschalten High Pressure 02:50min
    05. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    06. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    07. Runde -> 3:30min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:10min
    08. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    09. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    10. Runde -> 3:40min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    11. Runde -> 4:15min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:55min (Ausreißer oder Knick an der Matte am Ventil?)
    12. Runde -> 3:50min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:20min
    13. Runde -> 3:20min -> automat. Hochschalten High Pressure 03:00min
    14. Runde -> wildes oszillieren von Low nach High und umgekehrt und nach 3.59min Abschaltung (rote LED), aber Matte wie zuvor voll

    Danach max. noch ein bis zwei Hübe mit dem Pumpsack je nach individuellem Körpergewicht oder Vorliebe!

    Lautstärke gemessen: Low Pressure 65dbA, High Pressure 75dbA

    Das Vollladen an meiner Anker 737 Powerbank dauerte mit 12-13W (fängt mit 17W kurz an) exakt 40min., was aber gemäß den obigen Spezifikationen nicht sein kann. Es wurden so lediglich 2822 mAh für 14 Füllungen der Truelevel XL geladen. Irgendeine Angabe kann also nicht stimmen - entweder Kapazität oder Entladeschlussspannung. Allerdings wenn man rechnet: (2822mAh x 4V)/1000 = 11,5Wh kann das abzgl. Ladeverlusten einigermaßen zur Leistungsangabe von max. 12W passen, wenn man die obigen Pumpzeiten aufsummiert: in ca. 55min wurden dann 11,5Wh verbraucht.

    Fazit:

    Mit Sicherheitsabschlag sind 10 Füllungen auf jeden Fall planbar möglich und für die meisten Touren ohne Nachlademöglichkeit ausreichend sein.

    Für das Füllen mit der Pumpe muss man ca. 5min einrechnen, davon ca. 45s selber aktiv mit dem Pumpsack. Nur mit dem Pumpsack
    benötigt man aktiv ca. 20-30min, was bei schlechter Witterung imho etwas blöd sein kann. So kann man das Haven Tent aufhängen, Tarp drüber oder erst mit Paracord das Tarp spannen und dann Haven drunter, Matte reinlegen und mit Pumpe entspannt im Trockenen aufblasen lassen... oder halt mit dem Pumpsack unter dem Tarp sitzen und den Leistungsmelker spielen.

    Das Betriebsgeräusch muss man situationsbezogen abwägen, ob man evtl. entdeckt werden möchte oder nicht.

    Moin Funktionsweise ist auf der Seite von Zenbivy beschrieben, aber ich versuch es mal mit eigenen Worten:

    Zenbivy ist kein klassischer "rundumzu" Schlafsack mit Reißverschluss, sondern ein Quilt oder auf deutsch eine Decke.

    Decken haben den Nachteil, dass diese verrutschen können. Kennt jeder -> man wacht mal halb aufgedeckt auf oder die Deckel liegt am Fußende oder neben dem Bett etc. Kann mit dem Schlafsack nicht passieren, weil man ja wie die Wurst in der Pelle darin liegt. Hat gerade beim Mumienschlafsäcken den Nachteil, dass diese relativ eng sind und man sich schlecht drin drehen kann, also dreht man sich mit dem ganzen Schlafsack. Hat den Nachteil, dass Mumiensäcke am Rücken dünner isoliert sind und so oder so die gespeicherte Wärme am Rücken und der Isomatte verloren gehen. Für BAuch- oder Seitenschläfer sind Mumiensäcke daher auch nicht optimal.

    Zenbivy versucht im Grunde nichts anderes als den Vorteil des Mumiensacks mit dem Komfort einer Decke/Quilts zu verbinden.

    Wie angesprochen verrutschen Decken leicht und es kann, anders als in einem geschlossenen Schlafsack, empfindlich der Wind durchziehen, wenn die Decke nicht richtig den Körper bedeckt.

    Zenbivy versucht das mit drei Komponenten zu optimieren:

    1. Isomatte -> entweder Zenbivy oder Isomatte der eigenen Wahl, hier die Truelevel XL mit 76cm Breite
    2. Das Sheet, welches an der Isomatte befestigt wird, welches für drei Temperaturberieche für Kopf und Seiten in light oder ultralight und in drei Breiten verfügbar ist
    3. Das Quilt, welches es auch für drei Temperarturbereiche in light oder ultralight gibt und jeweils in der Variante mit festem (Mumien-) Fußsack oder aufknöpfbar zum Flat-Quilt.

    Aufbau des Systems:

    1. Aufblasen der Isomatte wie immer
    2. Befestigen des Sheets (mit der integrierten Kapuze) an der Isomatte mit den zwei Spannbändern
    3. Einhaken des Quilts links und rechts am Sheet in Höhe des Rumpfes

    Durch das Einhaken des Quilts kann dieser nicht verrutschen und man kann sich darunter nach links oder rechts drehen wie man möchte. Nach unten umschließt der Quilt dann zu den Füßen hin eher nach Art des Mumiensacks die Beine und die Füße stecken im Fußsack.

    Man kann sich fei drehe n bzw. in allen Lagen schlafen und ist nicht eingeengt. Es geht bei den Drehungen auch keine warme Luft bzw. Isolation verloren. Wenn es zu warm ist kann man in Lee das Quilt aufknöpfen und auch mal eine Bein rausstrecken und von Luv kann kein Wind unter die Decke blasen. Wenn man nachts aufstehen muss, dann ist das mehr oder weniger wie zu Hause im Bett möglich. Man kann das Quilt auch mal als Decke beim Sitzen verwenden. Im Zelt/Gelände schlafe ich als Seitenschläfer auch seit 40 Jahren in der Mumientüte und kenne daher auch die Nachteile nur zu gut mit der Dreherei und der Belüftung ...

    Da da Haven Tent ja gerade auch von den Seitenschläfern gefeiert wird und als Liegeerlebnis wie im heimischen Bett bezeichnet wird, muss man das aber auch mit dem passenden Schlafsystem zu Ende denken. Schläft bestimmt keiner zu Hause in seiner Furzmulde im Schlafsack, oder doch?

    Von daher könnte das Zenbivy imho für den einen oder anderen Anwender durchaus eine perfekte Optimierung des Schlaferlebnisses im Haven Tent (XL) darstellen. Als eingefleischter Rückenschläfer wird man aber auch eher an seinem Mumienschlafsack festhalten. Vom Gewicht vertrete ich aus Erfahrung die Ansicht, dass je erholsamer der Schlaf, um so leistungsfähiger kann man wieder Marschieren und dann ist auf 200g oder 300g geschissen.


    Das Aufblasen der Truelevel XL mit dem Pumpsack ist mal so was von lästig und habe daher eine kleine Akkupumpe bestellt, welche auch ganz gut funktioniert. Dazu werde ich separat nach meiner kleinen Testreihe nochmal berichten, was man damit reißen kann, schaut aber bis jetzt ganz gut aus ...

    Von Zenbivy gibt es das Schlafsystem mit Quilt, welches quasi in Verbindung mit einer Isomatte eine Art Bett darstellt. Das würde sich imho geradezu mit dem Haven, der Ein- und Ausstieg wesentlich leichter ist und man als Seitenschläfer sich ohnehin nicht mit dem Schlafsack, sondern im Schlafsack drehen sollte, da gerade bei Mumienschlafsäcken der Rücken dünner isoliert ist.

    Ich überlege den Light Quilt -4°C XL mit Footbox convertible + Light Sheet -4°C mit 76cm Breite zu kaufen

    Hier mal der Link dazu : https://www.zenbivy.eu

    Denke zusammen mit der Truelevel Matte mit R5.3 wäre das eine Runde Sache.

    Hat jemand Erfahrungen damit?

    Moinsen,

    als alter >50 Camper mit Zelt und/oder WoMo hier eine Weile mitgelesen, da für Wandertouren eine bequeme Übernachtungsmöglichkeit benötigt wird und ich nun Dankt dem dem Forum ein Haven Tent XL mit Truelevel Matte habe. Da hier im Detail noch Optimierungspotential besteht habe ich mich mal angemeldet.