Der Kampf mit Climashield

  • Der Quiltstoff war auch nicht das Problem. Den näht die Maschine wunderbar. Das Climashield ist wirklich das Problem. Es ist halt ein 3D-Gespinnst von Fasern, dass sehr flexibel in sämtliche Richtungen ist. Ich habe Sprühkleber bestellt und werde das beim nächsten Quilt ausprobieren. Wenn er funktioniert, wäre mir Kleber ohnehin lieber, weil Quiltstoffe so wenig wie möglich gelöchert werden sollten. Und ich habe eine Menge Löcher hinterlassen...

  • Die Methode "auf links nähen und dann auf rechts drehen" funktioniert beim Wooki leider nicht.

    Ich habe vor einem Jahr eine Cross Hammock mit 133er Apex isoliert. Da funktionierte sowohl das auf Links Drehen als auch das Heften am Rand problemlos. Wieso verschiebt sich denn bei deinem dünneren Material das Nähgut? Hast du nicht auch eine Pfaff mit Obertransport? Auf Sprühkleber würde ich eher verzichten.

  • Ich habe vor einem Jahr eine Cross Hammock mit 133er Apex isoliert. Da funktionierte sowohl das auf Links Drehen als auch das Heften am Rand problemlos. Wieso verschiebt sich denn bei deinem dünneren Material das Nähgut? Hast du nicht auch eine Pfaff mit Obertransport? Auf Sprühkleber würde ich eher verzichten.

    Ich habe mich vertan - ich habe auch das 4oz / 133g Apex verwendet. Mein Apex war nicht eine gleichmäßige Schicht, sondern hat den Eindruck gemacht, als ob mehrere Schichten nur zum Teil miteinander versponnen worden wären. Ich habe versucht so zu schneiden, dass die Kante senkrecht ist. Direkt nach dem Schneiden war sie das auch. Aber sobald ich das Apex bewegt habe, hat es sich innerlich verzogen - und das zum Teil sehr deutlich. Ich habe versucht, die Haltenaht nur 2 oder 3cm von der Schnittkante zu setzen. Aber dabei habe ich streckenweise nur einen Teil vom Apex erwischt. Ich konnte meinen Quilt auch nicht wenden bzw. umstülpen, weil es ein Wooki-Klon war. Und ich habe die komplette Breite des Apex genutzt (ca. 155cm x 200cm) und wollte sie maximal erhalten.

  • Das Problem des Verschiebens der beiden festeren Randschichten hatte ich auch, beim dickeren 200er Apex wohl sogar noch stärker als beim dünneren 133er.

    Aber das ist wohl wie beim Vernähen von rutschigen Tarpstoffen: da hilft alles Schimpfen nicht, man muss damit klarkommen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Aber das ist wohl wie beim Vernähen von rutschigen Tarpstoffen: da hilft alles Schimpfen nicht, man muss damit klarkommen.

    Ich hatte schon überlegt, ob es Sinn macht, eine Naht ins Apex zu machen, bevor man es zuschneidet. Also vielleicht 1cm von der Schnittkante entfernt. Dann können sich die Schichten nicht mehr verschieben. Das wäre aber sehr viel Aufwand. Beim nächsten Apex-Projekt versuche ich es erstmal mit Sprühkleber.

  • Nein, ich habe den Sprühkleber noch nicht verwendet. Beim zweiten Climashield-Underquilt hatte ich zu wenig Zeit für Experimente. Ich habe die Lagen dieses mal gleich geheftet - allerdings mit wasserlöslichem Garn. Dann kann man sich das Fädenziehen sparen. Wenn ich beim nächsten Underquilt etwas mehr Zeit habe, versuche ich mal zu kleben. Der Kleber steht bereit :)

  • Update 12.10.2020


    Mittlerweile habe ich einen Sooki mit Sprühkleber genäht. Es ist ein funktionsfähiger Underquilt dabei heraus gekommen, aber der handwerklich schlechteste.


    Positiv war, dass der Kleber die Schichten tatsächlich gut fixiert hat, und die Nähmaschine nicht verklebt hat.


    Negativ war, dass es eine Sauerei war, und sich die Kanten und Ecken nicht gut genug fixieren ließen. Auf der Sprühdose steht, dass man den Kleber aus 25 cm bis 30 cm Entfernung sehr dünn auftragen soll. Die Entfernung habe ich wohl einige mal unterschritten, weil ich an einigen Stellen nicht überall Kleber haben wollte. An einigen Stellen ist die Klebeschicht etwas dicker geraten. Das Ergebnis war, dass der Kleber auch nach 2x waschen noch nicht komplett verschwunden ist.


    Fazit: Wenn ich noch mal klebe, dann nur auf den Flächen um ein generelles Verrutschen zu erschweren. Die Ecken und Kanten werde ich beim nächsten Underquilt wieder heften, bzw. werde ich versuchen, Magnete für die Fixierung zu verwenden.

  • Ich hatte es bei meiner Thermomatte ähnlich wie Wiedemeier (und paar andere) gemacht:


    Meine nächste KF-Thermomatte würde ich vorr. so nähen (bei Sooki im Prinzip analog):


    Erstmal eine innere Isoschicht, asymmetrisch für Oberkörper u. Hintern plus Übermass) mit einem 4-5cm Streifen umlappend 2cm vom Rand vernähen, dazu die 2-Wiedemeier-Handmethode. Also Stoff auf jeder (Apex-) Seite!


    Dann würde ich (mit Testliegen ala Mittagsfrost, irgendwann evtl. Masszeichnung) diese erste Iso-Bahn an die HM annähen. Ich würde zusätzlich an strategischen Stellen (mit Stoffflicken auf der freien Seite) durch die HM sogar durchsteppen, aber sparsam, nur punktweise.


    Dann würde ich eine zweite Isolierungsbahn inkl Aussenstoff in voller Breite und Länge vor-umnähen, umlappend ca 2cm, ggf. an sich selbst in groben Abständen versteppen.


    Und nach langem Probeliegen für entsprechendes Übermass die 2. Schicht anstecken und dann am Rand durchnähen. Immer mit der 2-Hand-Methode, auch wenns langsam ist.


    Wie viel Gewicht bringt der Sprühkleber übrigens ein?


    EDIT: Durchsteppen nur ausserhalb Hintern und Rücken, und immer nur für eine Schicht. Hab ich oben etwas unklar geschrieben.

    Breite vs schmale Schicht innen vs aussen kann andersherum auch besser sein. (?)

  • Wie schwer ist dein Wooki-Klon eigentlich geworden? Das war eine Schicht 133er Apex 200x150 plus Stoffe, stimmts?

    Ich habe die ersten beiden schon verkauft und nie gewogen. Der aktuelle wiegt ziemlich genau 1 kg und ist aus 200 g / 6.0 oz Apex symmetrisch isoliert.

    Liegt der ähnlich gut an wie die Daunenversion (weil steif), und musstest du die Längskanten wie beim DD mit Gummi straffen?

    Ich straffe nicht mit Gummibändern, sondern mit Whipping. Funktioniert viel besser und ist weniger aufwändig als ein Gummiband-Mod. Der Liegekomfort wird vom Klon genauso wenig beeinträchtigt wie vom Wooki.

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