UHMWPE Venom straps HM set up

  • Bevor die allgemeine Euphorie ausbricht, möchte ich am Wochenende den J-Bend und das Venom-Band noch einmal auf die ganz fiese Tour testen. Ich weiß nämlich aus schmerzlicher Erfahrung, daß festgefressene Knoten in rundem Material wesentlich einfacher zu lösen sind als in Bändern. Deshalb habe ich vor, im Rahmen einer Freiluftübernachtung den Knoten richtig schön festzuziehen und dann naß zu machen. Wenn dann noch Frost dazukommt, ist der Knoten am Morgen ein Eisklumpen. :evil:


    Noch bin ich ein Fan vom J-Bend. Mal sehen, wie es an dem besagten Morgen aussieht.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • :( Große Enttäuschung.

    Hatte am Abend beide Knoten richtig nass gemacht in der Erwartung, daß sich nachts dort ein Eisklumpen bildet. Hat auch hervorragend geklappt. Was nicht geklappt hat, war das Lösen des Knotens am Morgen. Während ich die zum Vergleich in das Gurtband geknoteten Zeppelin- und Schmetterlingsknoten mit einem Stück Holz vom Eis befreien und ziemlich schnell wieder lösen konnte, widersetzte sich der J-Bend hartnäckig den Entknüpfungsversuchen. In den Händen aufgetaut war zwar das Eis Geschichte, der Knoten war aber dermaßen festgefressen, daß gar nichts mehr ging. Nach gefühlt 15 Minuten hatte ich zwar den einen wieder lösen können, beim anderen mußte ich jedoch einen Nagel einsetzen, um ihn aufzubekommen.

    Damit hat der J-Bend bei mir im Härtetest versagt. Schade. Er sah vielversprechend aus.


    Also doch Toggles einsetzen. Ich habe welche aus Karbon, wahrscheinlich weniger als ein Gramm. Damit wäre das Mehrgewicht gerade noch so zu verschmerzen. ;)

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Danke für deinen Test . Ich finde das sehr hilfreich, obwohl ich nicht vorhabe, bei eisiger Nässe in der HM zu nächtigen8).

    Aber eine neue Frage habe ich dazu: ich habe keinen toggle:/. Brauche ich so einen aus titan oder carbon überhaupt, oder reicht nicht auch eine längliche Hundepfeife, ein Löffel oder ein Ast? Schließlich habe ich gelernt: on the knot, not on the toggle;).

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  • Nimm irgendeinen länglichen Gegenstand! Ob Löffelstiel, Hundepfeife oder ein Ästchen - völlig egal. Hauptsache stabil (morsche Aststücke sind ungeeignet) und möglichst glatt. Ist der Toggle zu rauh, läßt er sich beim Lösen des Knotens schwer rausziehen und beschädigt womöglich das Gurtband. Am beliebtesten sind Aluminiumröhrchen, gefolgt wahrscheinlich von entrindeten Zweigen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Da mein Vertrauen in die Knoten etwas gelitten hat, habe ich heute mal das Zusammenspiel der Venom-Gurte mit Hardware probiert.

    Paul (im englischen Hängemattenforum auch als Gadget bekannt) hängt schon seit drei Jahren an sehr leichten Gurten, die statt mit Dutch Clips mit Whoopie Hooks am Baum befestigt werden und mit der Endschlaufe der Hängematte per Loop Aliens verbunden werden.

    Da er kein Dummer ist (und immer noch lebt :) ), scheint es ja zu funktionieren.



    Am Baum eingehängt ...



    ... richtige Länge eingestellt ...



    ... und gesichert.


    Es funktioniert wirklich und sogar richtig gut. Die Edelstahl-Loop Aliens haben bei Paul einen Belastungstest von 450 kg problemlos überstanden, sicher sind sie also. Leider mit 14 g im Verhältnis zu den 357 cm langen Baumgurten (29 g inkl. Whoopie Hooks) ziemlich schwer. Doch ich bin ja noch jung und verkrafte diese Lasten. ;)

    Wenn ich mal alt, reich und schwach bin, kann ich mir immer noch Loop Aliens aus Titan kaufen.


    Meine Freilufthängemattenaufhängung für die nächsten Wochen steht jedenfalls fest.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Habe den Knoten jetzt zwei Nächte und einen Mittagsschlaf lang getestet, also sechs mal geknüpft und wieder gelöst. Nicht schlecht!


    So sieht er aus:



    Das Graue ist die Endschlaufe der Hängematte und das Blaue das links vom Baum kommende Seil. Festgezogen hält der Knoten bombenfest. Zum Lösen zieht man kräftig am losen Ende des blauen Seils. Probiert's mal aus!

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Interessant, das ist der Lapp-Knoten ( hat das was mit den Lappen zu tun?) .

    Und was hat es nun mit dem tödlichen :evil: Anti-Lapp Knoten auf sich? Das habe ich auf Englisch nicht ganz kapiert :/:sleeping:. Und die Verwechslungsgefahr hat mich dann abgehalten, mich weiter damit zu beschäftigen.

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  • Ich vermute mal, daß der Knoten nach dem Volk der Lappen (Samen) benannt wurde, analog zum Ewenkenknoten oder Kalmückenknoten.


    Wichtig ist, daß beide freie Enden auf derselben Seite den Knoten verlassen, weil es ansonsten passieren kann, daß das freie Ende des grauen Seils durchrutscht und sich der Knoten in Nichts auflöst. Im konkreten Anwendungsfall kann das Problem aber nicht auftreten, da die Endschlaufe der Hängematte kein freies Ende hat, sondern ein geschlossener Ring (continous loop) ist. Hier kann der Knoten also nicht falsch geknüpft werden und da es kein freies Ende im grauen Seil gibt, kann es auch nicht rausrutschen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Im konkreten Anwendungsfall kann das Problem aber nicht auftreten, da die Endschlaufe der Hängematte kein freies Ende hat, sondern ein geschlossener Ring (continous loop) ist. Hier kann der Knoten also nicht falsch geknüpft werden und da es kein freies Ende im grauen Seil gibt, kann es auch nicht rausrutschen.

    Danke, also dann,...ist das ja der super einfachste Knoten der Welt:thumbup:8) und auch noch sicher:!:, Wahnsinn:S8):!:

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  • Mittagsfrost : könntest du mal ein Foto mit dieser Aufhängung posten, mich interessiert auch wo und wie du die Gummikordel vom UQ festmachst, weil ich die im Augenblick einfach an den Karabiner hänge, den es ja dann nicht mehr gibt. Danke8)

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