Schlafen nur in Kälteschutzkleidung..?

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  • Wegen einer "Schlafsackphobie" und über verschiedene Threads zu Schlafsackalternativen/Top Quilts bin ich auf die Idee UQ plus Kälteschutzkleidung gekommen?

    Also einfach klassisch von unten mit UQ isolieren und dann rein ins "Michelinmännchen".
    Carinthia und Snugpak bieten ihre Schlafsäcke quasi auch als Kleidung an, mit gleichen Wärmeangaben - warum nicht einfach darin schlafen?
    Ist das schon ein alter Hut, hat jemand hier das schon gemacht?
    Ich meine damit bei Temperaturen unter Null, sagen wir bis maximal -10, natürlich mit Zwiebelprinzip, Thermowäsche und vl noch eine Fleeceschicht unter den Apex/Prima/GLoft Klamotten.

    • Offizieller Beitrag

    Warum sollte das nicht funktionieren? Was ich bei meinen winterlichen Hängemattenspaziergängen mache, ähnelt Deiner Idee. Ich lege mich in die "Hammooki" (eine DIY-Hängematte mit integriertem Underquilt) und halte ein "kurzes", also 1-2 Stündchen, Mittagsfrostschläfchen. :)

    Der Oberkörper bleibt durch den dicken Winteranorak warm, die Beine werden durch eine locker über die Beine gelegte Rettungsdecke warmgehalten. Der Schwachpunkt sind meist Hände und Füße. Trotz Handschuhen und dicken Socken wird es hier zuerst kalt.

  • Warum sollte das nicht funktionieren?

    Tagsüber mal ein Stündchen in dicken Klamotten gedöst habe ich auch schon (mit Thermarest statt Hammooki/UQ), so isses ja nicht 😜
    Mir ging es eher darum ob das eine gängige Sache ist, im Kälteschutzanzug ohne TQ oder Schlafsack bei winterlichen Temperaturen zu übernachten.
    Oder ob das zumindest jemand hier schon mal gemacht und seine Erfahrung teilen kann.
    Gerade an- und ausziehen bei Minusgraden ist ja eher unangenehm, nächtliche Toilettengänge bringen eigene Probleme und das man sich in Schlafsäcken eingeengt fühlt geht ja nicht nur mir so.
    Bei Carinthia würde ein ECIG 3.0 Jacken/Hosen Kombi gerade mal schlappe 700€ kosten, also quasi geschenkt😎

    DAS kann natürlich der Hauptgrund sein, dass das keiner macht...

  • Dazu kommen wohl noch die schlechtere Isolationswirkung dieses Schlafanzuges (größere Oberfläche) und das höhere Gewicht.

    Gute Info! Das hatte ich nicht bedacht. Bedeutet ja auch mehr Material zu schleppen, was sicherlich für klassische "Outdoorler" von Interesse ist.
    Für mich sicher auch nicht irrelevant, aber wenn man weiß, dass man nur 1 Stunde zum Lagerplatz läuft, kann man in die Richtung denken...

    Ich habe jetzt mal im Workwear Bereich geschaut, da gibt es ja ähnliche Anforderungen und mir einen HellyHansen Kälteschutzanzug bestellt. Dazu noch britische Armee Zeltschuhe und Handschuhe, alles für unter 80€. Ich berichte:)

  • Bist du sicher, dass du dich in einem Schlafsack eingeengt fühlst - auch wenn es z.B. ein relativ breiter Deckenschlafsack ist? Ich z.B. kann Mumienschlafsäcke wegen der Enge überhaupt nicht leiden und verwenden bestenfalls einen eiförmigen Schlafsack, wenn es sehr kalt ist bzw. Deckenschlafsäcke für wärmere Temperaturen. Ich habe es auch schon mit dicken Klamotten in dem eiförmigen Schlafsack probiert, aber dann fühle ich mich unbeweglich und eingeengt.

    Mein Problem bei so einem Anzug wäre: was mache ich mit Händen und Füßen? Außerdem wärmt sich der eigene Körger ja auch dadurch, dass z.B. die Beine aneinander liegen oder die Arme direkt am Körper sind. Vorallem, wenn man sich zusammenrollt. Das würde mit so einem Anzug nicht funktionieren, weil du dann immer (ziemlich viel) Stoff zwischen deinen Körperteilen hättest.

    Ich würde dann eher einen sehr weiten Schlafsack mit wärmender, aber nicht zu dicker Kleidung kombinieren.

    Es kommt aber natürlich auch darauf an, wie groß und breit du bist - ob es Schlafsäcke gibt, die so breit sind, dass du dich gut bewegen kannst.

  • Ein Deckenschlafsack ist allenfalls auch eine gute Idee. Allerdings sind auch Deckenschlafsäcke wieder relativ schwer, da sie viel mehr Oberfläche haben. Aber ich gehöre auf jeden Fall auch zu denen, die etwas zusätzliche Freiheit im Schlafack / unter dem Quilt sehr zu schätzen wissen!

  • Bist du sicher, dass du dich in einem Schlafsack eingeengt fühlst - auch wenn es z.B. ein relativ breiter Deckenschlafsack ist?

    Ich habe meinen Defence 4 bisher nie wirklich geschlossen benutzt, immer nur offen, ein Bein im Fußraum, den Rest wie ein Topquilt.
    Wollte jetzt für meine Übernachtung auf dem Balkon probeschlafen (auf der Thermarest am Boden).
    Habe richtig Panik bekommen und erst nach mehrmaligen Aufstoßen Üben konnte ich ein wenig Schlummern, aber nicht entspannt.
    (Vl liegt es daran das man über 25 Jahre lang darauf hin trainiert, jeglicher Art von Umklammerung möglichst schnell zu entkommen😜)
    Bei KuFa Deckenschlafsäcken finde ich nichts was wirklich wintertauglich ist, zudem sind die - wie Waldläufer70 anmerkt - sehr schwer.
    Zudem: Beim Hammocking mit UQ würde oben ja auch ein TQ reichen.

    Mein Problem bei so einem Anzug wäre: was mache ich mit Händen und Füßen? Außerdem wärmt sich der eigene Körger ja auch dadurch, dass z.B. die Beine aneinander liegen oder die Arme direkt am Körper sind. Vorallem, wenn man sich zusammenrollt. Das würde mit so einem Anzug nicht funktionieren, weil du dann immer (ziemlich viel) Stoff zwischen deinen Körperteilen hättest.

    Auch ein guter Hinweiß, war mir nicht bewusst. Aber wieviel Prozent Wärmeverlust macht das aus? Für die Füße würde ich wie oben geschrieben Zeltschuhe nehmen, für die Hände gefütterte Handschuhe. Mal sehen.

    Aber wenn hier jetzt keiner "klar, mach ich auch ab und an so bis -5°" schreibt, wird das schon seinen Grund haben.
    Wird letztlich auf eine UQ/TQ Variante rauslaufen, so wie das eben viele machen - probieren werde ich es trotzdem mal ;)

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke auch, dass ein "Schlafanzug" suboptimal ist. Aber je nachdem wie schlimm deine Phobie ist, käme ja eine Kombination in Frage? Beispielsweise steigert ein Socke über der Hängematte die Innentemperatur spürbar. Wenn du dazu einfach etwas wärmere Kleidung trägst, und oben drauf locker einen Quilt oder Deckenschlafsack legst, bist du auf jeden Fall flexibler und schläfst vielleicht auch wärmer.

    Persönlich mag ich die normalen Mumienschlafsäcke auch überhaupt nicht. Aber Deckenschlafsäcke funktionieren wunderbar. Ich mag, dass ich meine semi-rec Schlafsäcke wahlweise wie einen Top Quilt verwenden kann.

  • Mir kommt da gerade noch in den Sinn, dass einige Ultraleicht-Wanderer ebenfalls einen Kompromiss eingehen. Sie verwenden einen Schlafsack, der nur bis zur oder leicht über die Hüfte geht. Am Oberkörper tragen sie eine mehr oder weniger dicke Daunenjacke. Da diese auch unter Tags – z.B. bei Pausen – Verwendung finden kann, relativiert sich das etwas höhere Gewicht wieder ein wenig (Mehrfachverwendung von Ausrüstung). – Die Frage hier wäre natürlich: Gibt es solche «halben» Schlafsäcke, die weit genug geschnitten sind, dass es dir nicht zu eng wird. Immerhin wären aber die Arme frei. Theoretisch könnte so ein Schlafsack ja bis unter die Schultern gehen, ohne dass ein allzu ausgeprägtes Gefühl von Klaustrophobie aufkommen dürfte.

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