Ich kombiniere derzeit einen Schlafsack und ein Topquilt, der lang genug ist, dass ich ihn über den Kopf ziehen kann. Das mache ich oft direkt nach dem rein legen, um nicht so viel Wärme über die Ausatemluft zu verlieren.
Ich habe mal im Zelt in den Bergen im Tessin (Südschweiz) sehr gefroren (Herbst 2016). Da habe ich auch den Oberquilt über den Kopf gezogen. Augenblicklich war das mit dem Frieren vorbei und ich habe den Rest der Nacht erstaunlich gut geschlafen. Zu Beginn der Nacht hatte ich lange gezögert, mir den Quilt über den Kopf zu ziehen, weil ich mal irgendwo gelesen hatte, dass die Daune dann feucht werde und ihre Bauschkraft und damit ihre Isolationsfähigkeit verliere. Inzwischen gehe ich davon aus, dass eine Nacht dafür nicht ausreicht und habe mir gesagt: Lieber etwas feuchte Daune und eine warme Nacht, als trockene Daune und die ganze Nacht frieren. Was mir fehlt sind Erfahrungen, ob und ab wann es problematisch wird, in den Schlafsack/Quilt hinein zu atmen. Ich denke aber, dass sich das Problem in erster Linie bei sehr tiefen Temperaturen stellt und sicher bei Daune in deutlich extremerem Mass als bei einer Isolation aus Kunstfaser. Kurz: Bei einzelnen Übernachtungen ist es kein Problem, auf einer Expedition allerdings schon!