Hallo zusammen,
wie bereits angekündigt will ich hier mal vorstellen, wie ich eine flache Liegeposition (oder auch zu flache) Liegeposition erreicht habe.
Angespornt durch das Thema über Kettenlinien am schmalen Ende einer GE habe ich mir einige eigene Gedanken dazu gemacht. (Danke an Treegirl (wie füge ich den Namen richtig ein?) für die Idee mit dem Bindfaden entlang der Kettenlinie. Funktioniert! Nur zum Ändern muss die ganze Kettenlinie neu „genäht“ werden... und der nach dem Zusammenziehen herunterhängende Faden hat sich mehrfach verheddert)
Ein Ergebnis hatte ich dabei aus dem Kettenlinienthema herausgelesen: die Dehnbarkeit des Stoffs macht aus jeder noch so akkurat konstruierten Kettenlinie Makulatur. Fühlt sich wohl alles irgendwie ähnlich an. Nur der Gesamtbetrag, um den die Mitte angehoben wird, ist ausschlaggebend. Also könnte es auch in die umgekehrte Richtung funktionieren: Einfach drei Stützpunkte entlang der Kettenlinie festlegen, den Rest dehnt sich der Stoff.
Mein Gedanke war, dass wenn ich einen breiteren Kantenbereich der HM verlängere, sinkt dieser Bereich gegenüber einem Mittenbereich der HM ab. Dazu habe ich jeweils ein Drittel der Stoffbahn Nach innen umgeschlagen. Wenn der Mittenbereich breiter oder schmaler werden soll, einfach die Position des Falzes anpassen... Zum Verlängern des Kantenbereichs habe ich dann das äußere Eck (das jetzt bei mir auf 2/3 der Stoffbahn liegt) um einen Betrag x von der Schmalseite in Richtung Liegebereich verschoben. Dadurch verläuft automatisch der Falz im Stoff schräg nach außen und der Kantenbereich wird von dem Falz an stetig länger.
Wenn beide Seiten so gefaltet und verschoben sind, sieht es aus, wie die Öffnung eines gaaanz flachen Briefkuverts.
Anschließend habe ich von beiden Seiten jeweils mehrfach zur Mitte der Stoffbahn gefaltet und damit wohl ein „Hennessey Whipping“ nachempfunden. Der Effekt funktioniert aber auch mit Ziehharmonika, rollen o.Ä.
Dann einfach ohne Knubbel den „Würger“ (also das selbst zuziehende Whipping) drüber und probieren, ob der Betrag x passt. Übrigens rutscht da nix, wenn ich beim ersten Belasten einfach die ganze HM als „Wurst“ belaste und den „Würger“ gut zuziehen lasse.
Bei meiner 135 cm breiten Seide sind zwischen 2,5 cm und 3 cm gut. Theoretisch sollte bei einem breiteren Stoff der Betrag x größer sein... Das kann ich aber nicht ausprobieren.
Letztendlich habe ich wahrscheinlich durch ungenaues Arbeiten eine asymmetrische HM geformt: die Fußseite hängt etwas flacher, als die Kopfseite, was ich aber als sehr angenehm empfinde (wenn ich richtig herum in der HM liege).
Vielleicht kann die Eine oder der Andere etwas damit anfangen...
Schöne Grüße aus Lummerland
Dem Jim sein Mentor