Ich hatte diesen Sommer viele Gelegenheiten zum Hängematten-Camping mit meiner selbstgenähten 90°-Matte - ich nenne sie ihrer Form wegen mal Modell Shark -, von denen ich etwas ausführlicher berichten möchte.
Zunächst ist allerdings von einer herben Enttäuschung zu erzählen. Nachdem ich das von Hammocktent angekündigte, aber bislang anscheinend nur von mir realisierte Konzept der Shark Anfang des Sommers mit dem Hexon 1.6er Stoff erfolgreich umgesetzt hatte, nahm ich mir wie berichtet ja vor, die gleiche Matte noch einmal aus dem dünneren Hexon 1.0 Material herzustellen. Ich bestellte also Stoff bei Dutch, verbesserte die Zackenform, indem ich die äußeren Zähne etwas anschrägte, erstellte Schablonen für die kommende Serienproduktion,
... schnitt den Stoff zu, nähte mit viel Akribie den Außensaum, spleißte die 1mm Kanirope-Dyneema-Schnüre an die Zacken und nahm stolz wie nur je ein Hängemattenbesitzer es sein kann in einer Matte von sage und schreibe 120 Gramm Gewicht Platz. Ihr könnt euch denken, was dann passierte. Nachdem ich die Liegeprobe mit inliegender Isomatte absolviert hatte, legte ich mich ohne Isomatte rein und vernahm bald nach dem ersten Räkeln ein wirklich ekelhaftes Geräusch, bevor ich unsanft zu Boden glitt...
Seitdem weiß ich, dass dem Traum vom leichten Equipment, den alle haben, die nicht mit dem Auto zum Hängplatz vorfahren, sondern manchmal tagelang mit dem Rucksack unterwegs sind, vom Material Grenzen gesetzt sind, die man nicht unterschreiten sollte.