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  • Wahrscheinlich sagt der Titel niemandem etwas. Ging mir auch so, als ein französischer Freund und Anhänger des Ultraleicht-Trekkings mir vor einiger Zeit diesen Link schickte.

    Es handelt sich um ganz leichte Überhandschuhe, die über leichte Handschuhe, aber auch direkt auf der Haut, zum Wandern getragen werden können, wenn es regnet und die Temperaturen etwas kühler sind.

       

    Fotos: © Yama Mountain Gear

    Mir geht es oft so: Meine leichten Handschuhe aus Polartec geben zwar erstaunlich warm, doch wenn es zu regnen beginnt, sind sie schnell nass und wärmen dann nicht mehr so gut. Deshalb habe ich mir inzwischen wasserdichte Handschuhe besorgt. Doch die sind wiederum etwas schwerer.

    So habe ich mir für meine Wanderungen diesen Sommer (Pyrenäen und Schottland) solche "Rain Pogies" nachgebaut. Wobei "nachgebaut" nicht ganz das passende Wort ist. Ich hatte nämlich den Link vor dem Zuschneiden und Nähen gar nicht mehr geöffnet, sondern bin aus der Erinnerung ans Werk gegangen. So sind sie dem Vorbild eher nachempfunden als exakt nachgebaut:

    • So sind sie unten nicht über die gesamte Länge offen, sondern nur in dem Bereich, in dem ich allfällige Trekkingstöcke einführen möchte.
    • Nach einigem Abwägen habe ich die umlaufende Naht in einem zweiten Schritt als "französische Naht" noch einmal zusätzlich abgesteppt.
    • Zudem umschliesst meine Version die Hand auch bei gestreckten Fingern. So kann man damit einfache Tätigkeiten verrichten, ohne mit der Hand nach unten aus den Pogies schlüpfen zu müssen.


    Hier ein paar Bilder meiner Version der Rain Pogies, die «MyYama Rain Pogies»:

    Die Form umschliesst die ganze Hand mit gestreckten Fingern. Oben sind sie wasserdicht....

    ... während von unten ein Trekkingstock eingeführt werden kann

    Die beiden Pogies hänge ich mit einem doppelseitigen "Mitten Hook" zusammen, damit nicht nur einer verloren geht, sondern im dümmsten Fall gleich beide. Nein, der Grund ist natürlich der, dass ich in meinem «Regenbeutel» nur nach einem suchen muss und dann gleich auch den zweiten gefunden habe.

    Die Pogies können mittels "Double Ended Mitten Hook" aneinander befestigt werden

    Die beiden Pogies samt "Mitten Hook" wiegen gerade mal 13g.

    In den Pyrenäen und in Schottland habe ich sie diesen Sommer mangels Regen und Kälte nicht ausprobieren können. Von gestern auf heute habe ich im Jura oben in der Hängematte übernachtet. Heute gegen 10 Uhr begann es zu regnen. Die einmalige Chance, die "Handschuhe" endlich einmal auszuprobieren.

    Mein vorläufiges Fazit:

    • Da ich beide Pogies anhatte, weiss ich nicht sicher, wie warm sie geben.
    • Jedenfalls blieb das unangenehme Nässegefühl auf der Haut, wenn man bei Regen ohne Handschuhe wandert und es etwas kühler ist, aus (auch wenn sich ein paar Stellen durchs Silnylon leicht kühl anfühlten).
    • Je weiter ich ins Tal kam, desto schwitziger wurde es unter den Pogies. Sie scheinen also durchaus vor Nässe und Wind zu schützen und werden schnell mal zu warm, wenn die Temperaturen ansteigen.
    • Leider sind sie eine Spur zu klein geraten, um angenehm über meine Polartec-Hanschuhe zu passen. Ich kann die Finger dann nicht mehr strecken, ohne vorne leicht anzustossen. Es fühlt sich ein wenig eng an. Ohne Handschuhe darunter getragen, passen sie perfekt.


    Was ich beim nächsten Mal anders machen würde:

    • Ich würde sie beim nächsten Mal eine Spur weniger weit unten um den Bogen herum zunähen, aber doch mehr als das Original von Yama Mountain Gear. So halten sie ein bisschen besser an der Hand und der Wind kommt nicht so leicht darunter.
    • Ich würde den Stoff - aufgrund meiner Erkenntnisse - wohl nicht nur etwa 1cm länger als die Hand zuschneiden, sondern noch weitere 1cm bis 2cm zugeben. Auch würde ich sie nach oben noch etwas grösser machen. So hätten die leichten Handschuhe besser darunter Platz.
    • Beim Original sind die Cordlocks an den Pogies angenäht, damit man den Gummizug besser einhändig zuziehen kann. Das wäre allenfalls noch weiteres Verbesseungspotential. Es gibt ja auch Cordlocks, die bereits über eine Lasche zum Annähen verfügen. (siehe z.B. hier)
  • Ja, sie sind wirklich sehr leicht realisierbar. Ich habe sie am Abend vor meiner Abreise nach Südfrankreich genäht. War damals ein spontaner Einfall. Es hat nicht lange gedauert, sie zu machen. Vom Entschluss bis zum fertigen Exemplar vielleicht zwei bis drei Stunden, weil ich mir ja fortzu Gedanken machen musste und am Schluss auch noch ein zweites Mal sorgfältig dem Rand entlang genäht habe (französische Naht). Das ist sicher nicht unbedingt nötig, erhöht aber sicher die Stabilität.

    Der erwähnte Freund aus Frankreich hat mir auch diesen Link geschickt: Das sind ebenfalls recht leicht selbst herzustellende "MYOG Rain Mitts", also selbst gemachte "Regenfäustlinge".

    Foto aus dem oben verlinkten PDF

    Die Anleitung stammt von Steve, keine Ahnung, wer er ist. Hier die Website mit noch ein paar weiteren Projekten drauf: Excel-Tabelle für eine Kettenlinie, Anleitung für den Selbstbau einer Tasche für den Hüftgurt eines Rucksacks, etc.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe mich bisher auf Touren mit kleinen Kunststoffbeuteln und bei Bedarf Socken als wärmende Zwischenschicht beholfen. Aber sooo viel wiegen die Rain Pogies nun auch wieder nicht und ein hübsches Nähprojekt sind sie allemal. Danke für die Anregung!

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ja, das mit den Plastikbeuteln kenne ich. Allerdings hatte ich sie auf einer Fahrradtour über die Socken gezogen, damit diese trocken blieben.

    Ich habe es unter anderem auch als Nähprojekt betrachtet. Irgendwann möchte ich auch mit meiner alten Bernina von 1962 mal ein Tarp oder ähnliches nähen. Da ist es nicht schlecht, wenn man schon etwas Übung mit diesen rutschigen Stoffen hat.

    PS: Der Dank für die Anregung geht weiter an Thierry, der dieses Jahr mit dem Fahrrad zum Nordkapp gefahren ist. Und natürlich auch an Yama Mountain Gear.

  • Ja, sie sind wirklich sehr leicht realisierbar. Ich habe sie am Abend vor meiner Abreise nach Südfrankreich genäht. War damals ein spontaner Einfall. Es hat nicht lange gedauert, sie zu machen. Vom Entschluss bis zum fertigen Exemplar vielleicht zwei bis drei Stunden, weil ich mir ja fortzu Gedanken machen musste und am Schluss auch noch ein zweites Mal sorgfältig dem Rand entlang genäht habe (französische Naht). Das ist sicher nicht unbedingt nötig, erhöht aber sicher die Stabilität.

    Der erwähnte Freund aus Frankreich hat mir auch diesen Link geschicht: Das sind ebenfalls recht leicht selbst herzustellende "MYOG Rain Mitts", also selbst gemachte "Regenfäustlinge".

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    Die Anleitung stammt von Steve, keine Ahnung, wer er ist. Hier die Website mit noch ein paar weiteren Projekten drauf: Excel-Tabelle für eine Kettenlinie, Anleitung für den Selbstbau einer Tasche für den Hüftgurt eines Rucksacks, etc.

    Die hab ich mal gemacht, istnicht schwer. Haben gute Dienste geleistet, dann hab ich aber einen verloren.
    Die Pogies find ich gut, vor allem, dass man schnell die Finger frei hat. Werd ich diesen Winter mal ausprobieren.

  • Die hab ich mal gemacht, istnicht schwer. Haben gute Dienste geleistet, dann hab ich aber einen verloren.
    Die Pogies find ich gut, vor allem, dass man schnell die Finger frei hat. Werd ich diesen Winter mal ausprobieren.

    Siehst du, du hättest die beiden mit einem "Mitten Hook" aneinander befestigen sollen. Dann hättest du beide verloren. Was willst du nun mit nur einem? ;)

    Gut zu wissen, dass es wirklich nicht schwierig ist, die "Rain Mitts" selber zu nähen. Danke. Vielleicht mache ich mir solche mal aus eVent wie die von Mountain Laurel Designs. (siehe Link von [USER="112"]Stesch[/USER])

  • Hmm, ich würde ja echt gerne die Fotos im Eröffnungsport sehen, bekomme aber nur Links angezeigt, und die sind auch noch tot.

    Geht das noch jemandem so? Dachte vorhin, dass das am Handy liegt, aber jetzt bin ich auf'm Laptop und es ist auch hier so.

    Nachdem nun eine Woche lang keine Bilder zu sehen waren, wenn nicht eingeloggt (ich hatte sie ja auch gelöscht), nach dem Einloggen aber bei mir als Autor des Beitrags immer Bilder scheinbar vorhanden waren, sind sie heute doch tatsächlich endlich "verschwunden". Somit konnte ich sie nun endlich neu einfügen.

    Es scheint nun geklappt zu haben! Bilder sind jetzt da! :)

    EDIT: Solche Probleme mit dem Einbinden von Bildern scheint es nun im neuen Forum (seit dem 10. Dezember 2018) nicht mehr zu geben.

  • [USER="89"]echinotrix[/USER], hast du die Rain Pogies inzwischen mal ausprobiert? Ich hatte bisher kaum Gelegenheit. Dass sie leicht sind, merke ich daran, dass ich sie im Gepäck kaum bemerke. Getragen habe ich sie aber derart selten, dass ich mir vom Nutzen noch kein angemessenes Bild machen konnte. Ich hatte unterwegs einfach nie Regen (was ich durchaus schätze).

  • [USER="89"]echinotrix[/USER], hast du die Rain Pogies inzwischen mal ausprobiert? Ich hatte bisher kaum Gelegenheit. Dass sie leicht sind, merke ich daran, dass ich sie im Gepäck kaum bemerke. Getragen habe ich sie aber derart selten, dass ich mir vom Nutzen noch kein angemessenes Bild machen konnte. Ich hatte unterwegs einfach nie Regen (was ich durchaus schätze).

    Das gleiche bei mir. Mittlerweile habe ich einen der beiden Pogies verloren, womit der zweite auch nutzlos wurde.

  • Ich hatte diese Dinger auf dem «East Highland Way» in Schottland mit dabei. Da ich insbesondere am zweiten Tag ausreichend Regen hatte, konnte ich sie endlich ausführlich testen. So kalt, dass ich Handschuhe gebraucht hätte, war es nicht. Ich hatte mir aber erhofft, dass die Hände trocken bleiben. Wärmetechnisch konnte ich kaum einen Unterschied zu keinen Handschuhen erkennen. Feucht wurden die Hände aber trotzdem: Die Feuchtigkeit kommt bei Wind und Regen doch irgendwo rein - und sei es auch nur die Kondensfeuchtigkeit durchs Schwitzen.

    Ich für meinen Teil werde es in Zukunft so halten:

    • Regen im Sommer: keine Handschuhe (auch kein Nässeschutz für die Hände)
    • Kältere Temperaturen: wasserdichte , atmungsaktive Handschuhe (auch wenn die etwas schwerer sind)

    Für das, was meine «Rain Pogies» bringen, sind sie auch mit 13g zu schwer. Sprich: Je weniger man dabei hat, desto übersichtlicher und einfacher zu organisieren ist das Gepäck. Ich werde meine wohl bei Gelegenheit entsorgen, davor aber noch die Cord Locks abmontieren. Beim nächsten Versuch lieber so etwas aus atmungsaktivem Material, allenfalls sogar mit Climashield Apex gefüttert.

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