5-Tages-Tour im Pfälzer Wald

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  • Liebes Forum,

    während ihr in Mengerschied abgehangen seid, war auch ich nicht untätig. Von Freitag bis Mittwoch lief ich von Edenkoben an die französische Grenze und wieder ein Stück zurück. Zum Übernachten nutzte ich die Trekkingplätze Nr. 5, 4, 2, 1 und 3, insegsamt kam ich auf 120 Kilometer und 4000 Höhenmeter.

    Mein Material:

    • Wandern und Camping

      • Osprey Kestrel
      • DIY Hängematte
      • DIY Topquilt
      • DIY Underquilt
      • DIY Tarp
      • All-in-one-sheet
      • Trekkingstöcke
      • Kartenmaterial und Kompass
      • NiteCore Tube Lampe
      • Müllsackliner
    • Kochen, Hygiene und Survival

      • Hygienebeutel (Klopapier, Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide, Melkfett, Babypuder, Kernseife, Autan)
      • Kochset (1-l-Titantopf, Fancee-Feest-Stove, Titanlöffel, Windschutz, Feuerstahl, 300 ml Ethanol)
      • Wasseraufbereitung (Sawyer Mini, zum Schwerkraftfilter ummodelliert)
      • Viktorinox Trailmaster
      • Erste-Hilfe-Set (inkl. Ibuprofen, Magnesium und einiger anderer Medikamente)
      • zwei 1,5-Liter PET-Flaschen
    • Luxusartikel

      • Jolla Handy
      • Anker Astro mini Powerbank
    • Kleidung im Rucksack

      • Strickjacke aus Wolle
    • Regen- und Sonnenschutz

      • Euroschirm Trekkingschirm
    • Kleidung am Körper

      • T-Shirt aus Merinowolle
      • kurze Polyesterhose
      • dünne Socken aus Merinowolle
      • Trailrunner und Lycra-Gamaschen
      • Koptuch aus Merinowolle


    Zum Essen hab ich pro Tag etwa 1 Kilogramm dabei gehabt:

    • morgens: 250 Gramm Knuspermüsli (trocken gegessen)
    • tagsüber: 125 Gramm Studentenfutter, 75 Gramm Salami, 2 Scheiben Knäckebrot, 4 Müsliriegel
    • abends: Trotellini oder Reis mit Linsen


    Base weight: 8,4 Kilo
    Pack weight (inkl. Essen, Wasser, Brennstoff): 16 Kilo
    Skin out weight: 17,8 Kilo

    Gelaufen bin ich jeden Tag zwischen 20 und 25 Kilometer. Die ersten beiden Tagen hat's geregnet, dank Schirm hat mir das aber nicht viel ausgemacht. Die Trailrunner wurden patschnass, aber dafür auch sehr schnell wieder trocken. Ansonsten war bestes Wanderwetter (20-25°C, häufig bedeckt oder wechselhaft). Tolle Stimmungen, viel Natur, schöne Aussichten, viel Ruhe und Bewegung. Mehr Erholung geht nicht.

    Hier noch ein paar Bilder:







    Gruß,

    Roland

    • Offizieller Beitrag

    Beneidenswert schöne Bilder! Wunderschön. Da kann man zumindest ein bißchen verstehen, warum Du nicht nach Mengerschied gekommen bist.

    Aber Dein base weight, also das geht ja gar nicht! Achtkommavier Kilo! Viel zu wenig! Soviel hatte der Kahel alleine an Pfannen mit! Dazu noch das doppelte Gewicht an Äxten. :)

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Die Bilder sind echt super! Vielen Dank fürs Teilen. Man muss gar nicht immer weit reisen, um Schönes zu erleben... das wird mir auch immer wieder mal bewusst.

    Ein wenig erschrocken bin ich über das hohe Pack- respektive das hohe Gesamtgewicht. Aber dann habe ich kurz die Liste von fünf Tagen in den französischen Alpen angeschaut. Da hatte ich noch ein wenig mehr Gewicht dabei: etwas weniger Essen zwar, aber dafür etwas mehr warme Sachen. Hattest du am Schluss nicht einiges an Essen übrig?

  • Super Reisebericht!

    Ich will in der letzten Oktober Woche die Plätze 1, 2, 3, 5 und 4 besuchen.
    Noch unschlüssig ob ich das komplett ablaufe oder immer wieder zurück zum Auto und weiter fahren werde.
    Fersenerkrankung lässt grüßen.

    Wie siehts aus mit Hängemattenkompatibilität bei den von Dir besuchten Plätzen?
    Hast Du mehr Bilder?

  • Hallo Roland,

    sehr schöne Tour. Bist Du den Weinsteig gegangen?

    Vor einigen Jahren bin ich die "Armbanduhr" von Neustadt bis Wissembourg gewandert. Allerdings gab es damals noch keine Trekkingplätze und ich war noch Bodenbrüter.

    Wir müssen unbedingt mal was zusammen machen. Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte.

    Gruß

    Hängematz

  • Beneidenswert schöne Bilder! Wunderschön. Da kann man zumindest ein bißchen verstehen, warum Du nicht nach Mengerschied gekommen bist.

    Ja, war toll. Die Tour hab ich schon im Mai reserviert, bevor vom Mengerschied-Treffen überhaupt eine Rede war. Bin ganz froh, dass das so gelaufen ist, weil ich deshalb nicht entscheiden musste, was ich mache. ;)

    Ein wenig erschrocken bin ich über das hohe Pack- respektive das hohe Gesamtgewicht. Aber dann habe ich kurz die Liste von fünf Tagen in den französischen Alpen angeschaut. Da hatte ich noch ein wenig mehr Gewicht dabei: etwas weniger Essen zwar, aber dafür etwas mehr warme Sachen. Hattest du am Schluss nicht einiges an Essen übrig?

    Wenn ich bei niedrigeren Temperaturen geh, kommt noch einiges dazu: Wollsocken, ein Lodenpullover, lange Unterhosen, eine Regenjacke, bei ordentlich Minusgraden noch eine isolierende Jacke. Und mehr Brennstoff. Bestimmt nochmal 1,5 Kilo mehr, also an die 10 Kilo Baseweight. Schon viel, ich weiß. Aber ich bin zufrieden so. Sommer zwischen 7,5 und 8,5 Kilo, Winter an die 10. Ist okay.

    Essen blieb mir nicht übrig. Ich brenn ziemlich was weg, vor allem wegen den durchschnittlich 800 Höhenmetern täglich. Ein bisschen weniger wär noch gegangen, aber nicht viel. Ich nehm halt auch nicht die hochkalorischen Trekkingsachen mit, sondern "normales" Essen.

    Super Reisebericht!
    Wie siehts aus mit Hängemattenkompatibilität bei den von Dir besuchten Plätzen?
    Hast Du mehr Bilder?

    Platz 5 (Eußertal): Spitze. Haufenweise Bäume im richtigen Abstand. Für diejenigen, die ihrer Aufhängung vertrauen, gibt's ein paar grandiose Plätze am Abgrund. Wenn da halt in der Nacht was reisst, dann schaut's echt übel aus - es geht viele viele Meter steil bergab (siehe mein fünftes Bild - ein paar Schritte hinter mir geht's etwa 25 Meter fast senkrecht runter). Ich hab's (wie schon oft) trotzdem gemacht, die Aussicht im Porchmode ist einfach grandios. Komischerweise hatte ich diesmal ein etwas mulmiges Gefühl beim Einschlafen. Nicht lachen: Ich hab mir dann sicherheitshalber das lose Ende einer der Whoopies ans Bein gebunden - hauptsächlich aus psychologische Gründen - und dann auch super geschlafen.

    Platz 4 (Annweiler): Etwas schwierig. Eine relativ gute Hängemöglichkeit etwas abseits der Zeltplätze (andere Seite des Weges), und einige weitere gute Baumpaare mit schöner Aussicht aber sehr starkem Gefälle (aber dafür ohne tödlichen Abgrund wie bei Platz 5).

    Platz 3 (Leinsweiler): viele schöne Plätze. Der Platz selbst ist insegsamt auch sehr schön, aber manchmal mit vielen Mücken (Tallage, Bächlein und Feuchtwiese nebenan).

    Platz 2 (Lindelbrunn): Wunderbar, toller Platz mit vielen Hängemöglichkeiten.

    Platz 1 (Guttenberg): Auch sehr schön, mit vielen Bäumen. Etwas ausgesetzt, daher manchmal etwas windig (gilt auch für die Plätze 7, 5 und 2).

    Mehr Bilder hab ich leider nicht, nein. Das Handy blieb meistens in der Tasche.

    Ja, schade, dass Du so viel arbeiten musst. Aber wir werden es sicher mal hinbekommen. Meld Dich einfach, wenn's Dir mal passt. Ich bin fast jede Woche einmal im Wald zum übernachten, mindestens alle zwei. Aber halt leider immer unter der Woche, die Wochenenden sind Familienzeit. Noch ist es ja einigermaßen lange hell, wir können uns ja auch mal etwas später treffen und früh wieder aufbrechen.

    Weinsteig hatte ich einige Male mit drin, auch den Waldpfad und den Höhenweg. Meine Route als gpx gibt's hier.


    Gruß, Roland

  • Essen blieb mir nicht übrig. Ich brenn ziemlich was weg, vor allem wegen den durchschnittlich 800 Höhenmetern täglich. Ein bisschen weniger wär noch gegangen, aber nicht viel. Ich nehm halt auch nicht die hochkalorischen Trekkingsachen mit, sondern "normales" Essen.

    Diesen Sommer war ich in den Pyrenäen auf dem GR10 wandern. Allerdings ohne Outdoor-Ausrüstung, mein Rucksack war da wohl Anfang Woche rund 8kg schwer (ohne Wasser). Da gab es Frühstück und Abendessen in den Unterkünften. Für unterwegs hatten wir pro Person und Tag etwa 2 Getreidestängel, etwa 50g Schafskäse, zwei, drei Datteln und etwa 2 Biscuits dabei. Das hat zu meinem Erstaunen gut gereicht, bei bis zu 1'300 Metern Auf- und Abstieg pro Tag. Allerdings habe ich da abends beim köstlichen, regionalen Essen jeweils reichlich zugeschlagen - und ein grosses Bier gab es abends auch fast immer. :)

    PS: Wegen dem Packgewicht: Ich bin nicht erschrocken, weil ich es bei dir viel finde, sondern eher, weil ich anscheinend etwas vergessen habe, was sich da so alles zusammenläppert. Letzten Sommer in Schottland hatte ich auch einiges dabei. Habe gerade die Packliste konsultiert: 10kg Basisgewicht, 2,4kg am Körper, rund 2,4kg Verbrauchsgüter und damit ein Gesamtgewicht von rund 14,8kg. (Am Anfang war es noch etwas mehr; ich habe dann einiges nach Hause geschickt.) Gegessen habe ich oft in den Restaurants am West Highland Way. (Die Aufteilung in Packgewicht und Gewicht am Körper finde ich übrigens nur bedingt sinnvoll, weil - je nach Wetter und körperlicher Betätigung - ständig etwas zwischen Körper und Rucksack hin und her wandert.)


  • Diesen Sommer war ich in den Pyrenäen auf dem GR10 wandern. Allerdings ohne Outdoor-Ausrüstung, mein Rucksack war da wohl Anfang Woche rund 8kg schwer (ohne Wasser). Da gab es Frühstück und Abendessen in den Unterkünften. Für unterwegs hatten wir pro Person und Tag etwa 2 Getreidestängel, etwa 50g Schafskäse, zwei, drei Datteln und etwa 2 Biscuits dabei. Das hat zu meinem Erstaunen gut gereicht, bei bis zu 1'300 Metern Auf- und Abstieg pro Tag. Allerdings habe ich da abends beim köstlichen, regionalen Essen jeweils reichlich zugeschlagen - und ein grosses Bier gab es abends auch fast immer. :)

    Frühstück und Abendessen setze ich meist mit jeweils etwa 250 Gramm an, über den Tag gibt's etwa 400 Gramm zuckrige oder fettige Snacks. Ist wohl auch sehr unterschiedlich von Person zu Person. Zwei Müsliriegel, 50g Käse, drei Datteln und zwei Kekse würden mir nicht ganz reichen, glaube ich.

    Interessant wird's angeblich eh erst, wenn die Fettreserven weg sind (was bei mir sicher mindestens eine Woche dauern würde). Dann zeigt sich, was man wirklich braucht um den täglichen Verbrauch zu decken. Würd ich gerne mal ausprobieren - aber da muss ich noch ein paar Jahre warten, bis die Kinder entweder mitlaufen wollen oder aus'm Haus sind. ;)

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