Wie Tarp abspannen?

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  • Hallo,

    Ich bin neu hier und ein hammock Anfänger. Ich heiße Michael bin 30 und komme aus dem schönen Bayern. Ich habe mir vor ein paar Wochen eine Matte selber gemacht nur um mal zu sehen ob das was für mich ist. Ich bin angenehm überrascht, daher will ich das Thema weiter verfolgen.

    Ich habe im Moment nur ein Problem:
    Ich probiere seit Tagen am Wetterschutz rum. Ich habe jetzt ein Asym Tarp mit einer Ridgeline Länge von 340cm und ein RechteckTarp mit 300cm. Ich hätte bei beiden Bedenken das die Matte trocken bleibt, da mir das an den Enden immer ziemlich knapp vorkommt.
    Wenn ich das Tarp aufspanne so auf Körpergröße (180cm) und die Extensions auf etwa 200-210cm so das die Whoopislings schon etwas gegen das Tarp spannen habe ich wenn ich mich reinlege trotzdem einen Abstand von 20 bis 30cm von Ridgeline zum Tarpfirst, dadurch sind die Enden der Matte doch recht exponiert. Würde Rirdgeline und First auch bei Last auf einer Höhe bleiben wäre alles super, aber ich kriege das ums verrecken nicht hin.
    Meine Matte ist 310cm lang und die Ridgeline 270cm.

    Was kann ich machen? :confused:

    LG

  • Ich bin nicht ganz sicher, was du unter Extensions verstehst, aber ich glaube, ich habe dein Problem verstanden. Dein Problem ist, dass dein Tarp auf der Aufhängung der Hängematte aufliegt, die Hängematte sich dann aber senkt, wenn du dich hineinlegst.

    Grundsätzlich darfst du das Tarp gerne unterhalb der Hängemattenaufhängung am Baum befestigen. (z.B. so wie in diesem Video).

    Wenn du der Sache nicht traust und ganz sicher gehen möchtest: Hänge an beiden Enden des Tarps (ähnlich wie im Video gezeigt) einen Mini-Karabiner ein, aber befestige ihn zusätzlich an der Aufhängung der Hängematte (Whoopie Slings). Wichtig ist, dass die losen Enden der Whoopie Slings unter dem Tarp sind, so dass allfälliges Regenwasser an diesen ablaufen kann.
    Da dann das ganze System etwas beweglich ist, ist es gut, etwas elastische Schnur (Shock Cord) in die Tarp-Ridgeline zu integrieren. Auch in die Abspannung des Tarps würde ich dann etwas Shock Cord integrieren, so dass das Tarp flexibel bleibt und alle Bewegungen mitmachen kann. Der Nachteil bei diesem Aufbau ist allenfalls, dass man nicht mehr unter dem Tarp stehen kann.

    Das "Grundproblem" ist oft, dass ein zu kurzes Tarp zu wenig schützt (liegt auf der Hand), ein langes aber nicht tief genug über der Hängematte aufgespannt werden kann, weil es eben auf der Aufhängung aufliegt. In der Regel sagt man deshalb, dass die Länge der Hängematte auch eine gute Länge für die Ridgeline des Tarps ist. Misst die Hängematte also 310cm, so reicht ein Tarp mit 310cm oder 320cm Ridgeline eigentlich aus, da die Hängematte ja einen Bogen macht, also in der Horizontalen kürzer als 310cm ist.

    Du könntest natürlich dein rechteckiges Tarp diagonal verwenden. Dann hast du eine relativ lange Tarp-Ridgeline und es sollte eigentlich alles trocken bleiben, auch wenn du das Tarp etwas höher aufhängen musst. Solange es nicht stürmt, wäre das allenfalls auch einen Versuch wert.

    • Offizieller Beitrag

    Eine Tarp-Ridgeline von 340cm sollte bei einer Hängemattenlänge von 310cm dicke ausreichen. Meine Hiking-Hängematte ist 10' / 305cm lang und mit meinem 11' / 335cm langen Tarp habe ich mehr als nur ausreichend Schutz vor Regen. Viele Leute verwenden ein 11' / 335cm langes Tarp für ihre 11' / 335cm lange Hängematte und kommen damit auch gut zurecht.

    Hast du vielleicht Fotos von deinem Set-Up? Das würde bei der Ferndiagnose helfen :)

  • Wie gesagt die Matte ist 310cm lang ohne Ridgeline und die Line ist 270cm lang. Mit extensions meine ich die Gurte die um den Baum gelegt werden und an die die Whoopisling eingehängt werden.
    das Tarp habe ich ja schon um die 30cm tiefer gehängt als die Matte.

    • Offizieller Beitrag

    das Tarp habe ich ja schon um die 30cm tiefer gehängt als die Matte.

    Wie geht das?? Bitte poste unbedingt mal Fotos; ein Bild ist häufig verständlicher als 1000 Worte.

    So sieht es aus, wenn ich eine 335cm Hängematte mit einem 335cm Tarp aufhänge, wenn es regnet:

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    [ATTACH=CONFIG]n21539[/ATTACH]

    • Offizieller Beitrag

    Für mich sieht das gut aufgehängt aus. Sofern die Hängematte mittig unter dem Tarp hängt, kannst du nicht dichter ran gehen - es sei denn, du spannst die Hängematte flacher ab (nicht unbedingt empfehlenswert) oder verwendest ein kürzeres Tarp. Asym-Tarps bieten halt nicht sehr viel Wetterschutz - Diamond-Tarps sogar noch weniger. Das sind eben klassische Schönwetter-Tarps.

  • Ja bei dem Rechteckigen ginge es mir nur um die Enden. Das ist ja 300cm lang, und die Ridgeline 270cm, sprich 15cm ragt das Tarp über die Enden, wenn ich mich aber reinlege zieht es die Enden ja nach unten, und wenn es mal Wind hat denke ich das die Enden was abbekommen.

    • Offizieller Beitrag

    Ja bei dem Rechteckigen ginge es mir nur um die Enden. Das ist ja 300cm lang, und die Ridgeline 270cm, sprich 15cm ragt das Tarp über die Enden, wenn ich mich aber reinlege zieht es die Enden ja nach unten, und wenn es mal Wind hat denke ich das die Enden was abbekommen.

    Ja, das ist normal. Wie gesagt: die Art von Tarp ist ein Schönwetter-Tarp weil dir an den Seiten einfach Schutz fehlt. Bei schlechtem Wetter muss man bei der Platzwahl aufpassen. Nicht umsonst ist das wohl populärste Tarp auf Hammockforums das Warbonnet Superfly - ein gigantisches Wintertarp mit Türen. Bei extrem schlechtem Wetter macht man einfach die Türen zu.

    Trotzdem solltest du dein Tarp erstmal bei Regen testen. Du wirst vermutlich überrascht sein, wieviel Regenschutz es tatsächlich bietet. Wenn man sonst mit einem Zelt unterwegs war, ist der minimale Schutz eines Hängematten-Tarps erstmal gewöhnungsbedürftig.

    • Offizieller Beitrag

    Das haben wir schon verstanden. Bei unseren Hängematten ist das ja auch nicht anders. Teste dein Set-Up doch einfach mal im Regen! Wenn das Asym-Tarp nicht trocken hält, besorg dir ein Hex-Tarp.

  • Das Asym tarp hielt nicht trocken, da kam am Kopfbereich irgendwo "Spray" her. Ich denke das waren die Tropfen die auf die Tarpkante schlugen und sich zerstäubten.
    Also bin ich nicht zu doof zum aufbauen, sondern es geht einfach nicht anders?!?!

    • Offizieller Beitrag

    Hast du das Tarp denn "asym" aufgehängt? Also so, dass die längeren Seiten den Kopf- und Fußbereich abdecken?

    Ansonsten kannst du versuchen, Tarp und Hängematte nicht auf der gleichen Linie auszurichten (also von oben gesehen wie ein I), sondern x-förmig. Kopf- und Fußbereich sollten näher an die langen Seitenwände rücken. Dadurch gewinnst du nicht nur ein wenig mehr Coverage, sondern kannst das Tarp auch noch ein klein wenig dichter an die Hängematte hängen.

    Und du kannst auch versuchen, die Tarp-Ridgeline nicht ganz so straff zu spannen. Wenn die Seitenabspannung straff ist, entsteht dann eine stärkere Kettenlinie, die dem Durchhang der Hängematte ähnlicher ist. Ob es viel bringt weiss ich nicht.

    Wenn trotz allem immer noch ausreichend Regen unter das Tarp kommt, um die Hängematten-Enden feucht zu machen, und du beim Asym-Tarp bleiben willst, könntest du über "End-Kappen" für die Hängematte nachdenken. Ich verwende meinen doppelendigen Packsack wie eine End-Kappe. Das funktioniert auch.

  • Ganz Ehrlich?!

    Kauf Dir ein größeres Tarp! :yes:
    ... wer versucht sich mit einem Taschentuch zu zudecken braucht sich nicht wundern, dass er Nass wird. :fool:

    lieben Gruß
    kahel

  • Hast du das Tarp denn "asym" aufgehängt? Also so, dass die längeren Seiten den Kopf- und Fußbereich abdecken?

    Ansonsten kannst du versuchen, Tarp und Hängematte nicht auf der gleichen Linie auszurichten (also von oben gesehen wie ein I), sondern x-förmig. Kopf- und Fußbereich sollten näher an die langen Seitenwände rücken. Dadurch gewinnst du nicht nur ein wenig mehr Coverage, sondern kannst das Tarp auch noch ein klein wenig dichter an die Hängematte hängen.

    Jetzt muss ich kurz nachfragen: Müssen Kopf- und Fussende nicht in Richtung der kürzeren Seite des Rechtecks ausscheren? Mir scheint, wenn man es so macht, wie du es hier beschreibst, TreeGirl, dann wird man garantiert nass, weil die längeren Seiten in einem spitzeren Winkel gegen die Abspannung laufen als auf der Seite, wo die kürzeren Seiten liegen. Oder habe ich dich vielleicht falsch verstanden?

    http://theultimatehang.com/wp-conten...tarp-size1.png

  • Das ist das Problem, was ich immer wieder bei den UltraLeicht Anhängen sehe ... Zwar haben die immer das Beste vom Besten und ist ein Hauch von Nichts ...
    Nur Funktionieren tut das nicht immer so wie es soll. :p

    Tja.
    Wasch mich, aber mach mich nicht Nass.

    Gruß
    kahel

  • Also ich hab jetzt nicht alles hier gelesen, aber ich selber verwende ein 3x3 m Tarp von DD und eine Ticket to the Moon Double. Bei mir reicht das Tarp völlig bei normaler "A Frame" Nutzung. Es ist sogar locker drin nicht die äußersten Abspannpunkte zu nutzen, sondern die inneren, und somit "Türen" schließen zu können.
    Selbst bei mega Platzregen War ich völlig geschützt und habe 0.0 Wasser abbekommen. :good:

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