Erfüllung eines Traums: Ein Jahr weg

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  • He Leute,
    wie es im Moment aussieht, werde ich Ende 2016/Anfang 2017 für ein Jahr auf Reise gehen.
    Job und Wohnung kündigen, alles verkaufen was man nicht braucht, paar wenige Sachen einlagern bei meinen Eltern und dann losziehen. Das wollte ich schon soooo lange mal machen aber bis jetzt war immer irgendwas (faule Ausreden). Im Moment bin ich komplett ungebunden und hab etwas Kohle auf die Seite geschafft, also wenn jetzt nicht wann dann? :) Außerdem mach ich mir wenig sorgen wegen Job, als Softwareentwickler findet man immer was, auch wenn man mal ein Jahr weg war.

    Was soll auf jedenfall mit: NA WAS WOHL, die Hängematte :)

    Hat jemand Erfahrung mit mehrmonatigen Reisen? Wenn ja gibt es da Reiseberichte oder Tipps?

    Im Moment denke ich über Skandinavien nach, lass mich aber gerne von euren tollen Geschichten von anderen Ländern beeinflussen :)

    Warum ich das schreibe: einfach mal Gedankenaustausch.

    Grüße Bauerbyter :)

  • Oder wie wär's mit einem der Europäischen Fernwanderwege. Da bist halt nicht so weit weg von daheim, ist ein bisschen schade - oder auch nicht, wie man's halt sieht. Der E12 ist grad in der Entstehung, der wird sicher auch ganz nett, von Malaga bis Neapel immer an der Küste entlang. https://upload.wikimedia.org/wikiped...ance_Paths.png

  • Also deine Zeit wird auf jedenfall kanpp... zwecks Visa beantragen, infos einholen, Route planen, impfen, Ausrüstung kaufen und testen... usw. Eventuell hättest du mehr von einem Jahr wenn du z.B. diesen sommer 2 Monate machst und dann nochmal 7 oder 9 je nach Jahreszeit.

    Was genau möchtest du denn machen? Gibt es Favoriten?
    Welecher Kontinent?
    Wieviel Erfahrung hast du denn?

    Europa könnte z.B. GTA was sein
    Patagonien hat so ziemlich alles was es an atemberaubenden Landschaften gibt. Wenn man reiten kann würde ich das machen.

    Sag, möchtest du alleine gehen oder richtig einsam sein? oder in einer Gruppe? Singelreisen?

    Canada hat glaube ich über 13000Km zusammenhängende Wanderwege.

    Also hätte ich Zeit und Geld für die Vorbereitung und zum reisen ich würde:

    1. im Sommer in Grönland mit dem Kajak ne Tour entlang/durchs Packeis machen
    2. In Canada mit dem Kanu über den Polarkreis paddeln
    3. Mit dem ebike durch die Mongolei (oder mit dem Pinzgauer :)


    Also es gibt mit sicherheit einiges zu sehen.... Hast du denn keine Hobbies die dir eine Richtung geben? Wellenreiten? Weitwandern mit dem Gleitschirm würde mich auch reizen?

    Ich glaube der At und die anderen Weitwanderwege sind nicht überlaufen. Früh aufstehen früh schlafen gehen, dann passt das. Und sie haben klare Vorteile - man muß sich um wenig kümmern: sie sind makiert, es gibt in regelmäßigen Abständen was zum einkaufen...


    Bist du dir im klaren warum du so etwas machen willst? - danach würde ich mich richten.

  • Heiho,
    also will schon mal weiter weg, durch die anregung hab ich mir jetzt mal den PCT angeschaut und der sagt mir schon zu.
    Warum sollten 1 Jahr und 2 Monate nicht reichen wegen Planung? :) (PCT wäre ja irgendwie April 2017)

    Also Hobbies hab ich viele, ich kann z.B: Windsurfen, Snowboarden, hab nen Tauchschein u.s.w
    Warum ich das machen will? Weil ich einfach mal ne größere Tour machen will, klar hat das auch irgendwie nen kleinen "selbstfindungs"-Faktor aber der ist eher gering, ich wollte das schon immer mal machen, warum also nicht. Außerdem passt es jetzt gerade.

    Wir können auch gerne ne Tour machen (auch meinetwegen Motorradtour) :) Grundsätzlich bin ich auch dieses Jahr bereit ein paar Touren zu machen, will nur etwas sparen und keine RIESIGEN Dinger aufziehen die viel Geld kosten.

    Was ich machen will: raus in die Natur, einfach mal drausen sein und wandern ohne immer wieder über den Job nachzudenken.

    Grüße Bauerbyter

  • So hab ein wenig drüber nachgedacht und wollte ja schon immer den AP laufen, aber nachdem ich die Bilder und Videos vom PCT gesehen hab: Ich werd definitiv diesen laufen. April 2017. Vorbereitungen starten ab jetzt :)

    Visum: Gottseidank ist die US-Behörde nur 15 min weg (Vorteil großstadt). Die anderen "Dokumente" sind auch nicht soo ein Problem.
    Ausrüstung: Hab ja einiges, wird sich aber noch einiges umstrukturieren, die Frage ist nur ob der PCT sinnvoll ist mit der Hängematte.
    Training: Mach schon viel Training und werde im Sommer versuchen öfters am WE in die Voralpen zu gehen.
    Geld: Versuche 5000 Euro auf die Seite zu schaffen, das sollte hoffentlich reichen

    Und vllt mag das für euch ein wenig nach "Schnellschuss" klingen, aber ich plane schon soooo lange mal so eine Tour zu machen und wenn ich mal eine Entscheidung 100% getroffen habe, dann zieh ich das auch durch. Das ist jetzt einer von diesen Momenten.

    Ich beginn jetzt mal das Jahr der Vorbereitung :)

    Vielen Dank an euch alle für die Tipps!

    • Offizieller Beitrag

    Die Frage Hängematte und PCT wird in hammockforums.net u.a. in den Fäden

    diskutiert.
    Da Du Dich zwangsläufig zum UL-Wanderer entwickeln wirst (Du willst den Trail ja genießen), empfehle ich Dir, auch mal im entsprechenden Forum reinzuschauen.

  • Mann, du hast es gut! Fronkey aus von hammockforums ist den PCT ebenfalls gelaufen (ob ganz oder teilweise weiß ich nicht genau). Wenn du sein Geschwafel ausblenden kannst, lohnt es sich eventuell mal in seinem YT-Kanal zu stöbern: klick

    "Six by nine. Forty two."
    "That's it. That's all there is."
    "I always thought something was fundamentally wrong with the universe"

  • Eine Frage zu Sozialversicherung und Krankenversicherung.
    Wie hast Du das geregelt?
    Ein Jahr lang keine Rentenversicherung zahlen geht ja noch. Wer weiss ob es überhaupt Rente noch gibt wenn man so alt ist.
    ABER Krankenversicherung?

    Meldepflicht? Bei den Eltern so lange gemeldet? Oder Eintrag im Reisepass OFW?

  • Denkbar wäre auch, sich "Selbständig" zu machen und als freiwillig gesetzlich Versicherter weiterhin z.B. bei der AOK zu bleiben.
    Die Kohle musst halt angespart auf einem Konto haben wovon die regelmäßig abbuchen können.
    Ebenso freiwillig gesetzl. Rentenversichern.
    So hast Du eine Krankenversicherung, eventuell noch eine ADAC Auslandsreiserückholgedöns Zusatzversicherung für ein paar Euro abschließen.
    Und kein Stress mit Jobcenter etc. die von einem ja auch Leistungen wollen während der Auszeit.
    Aber wenn Du so einen Arbeitgeber hast, dann ist ja alles gut.
    Suchen die noch Leute??? :D

    • Offizieller Beitrag

    Noch ein Link: klick

    +1 - lies dir unbedingt den Post von Rambling Hemlock durch. Ich würde auf dem ersten Teil der Strecke stark über die Verwendung eines leichten Tarpzeltes nachdenken.

    Und hast du Erfahrung mit der Eisaxt? In normalen Jahren führt ein Teil der Strecke mehrere Wochen lang durch noch verschneites/vereistes Gebiet.

    Noch ein Link: PCTA

    Achja - und ich kann dir das Buch

    ans Herz legen. Da kann man nachlesen wie man es NICHT machen sollte... :)

    Ich möchte sobald es möglich ist alle drei großen Trails (AT, PCT, CDT) laufen, und auch wenn der PCT und CDT deutlich schöner aussehen als der AT, würde ich wohl mit dem AT anfangen. Der ist zwar am anstrengensten zu laufen weil es ständig auf und ab geht, aber zum einen kann man bis auf die Smokeys immer problemlos die Hängematte aufhängen, zum anderen ist es mit der Versorgung deutlich einfacher als bei den anderen beiden Trails. Nach allem was ich bisher gelesen habe musst du dir auf dem PCT selbst Versorgungspakete zuschicken, weil es an vielen Stellen einfach keine Läden gibt. Für die Amis ist das relativ einfach: die bereiten die Pakete vor und lassen sie sich dann nach und nach von Familie oder Freunden zuschicken. Ausländer müssen sich alleine organisieren, es sei denn sie kennen jemanden der sich anbietet. Unterschätze also keinesfalls die Logistik.

    Weiterhin scheint mir 5.000 EUR eher knapp bemessen. Wenn ich mich richtig erinnere ist Geldmangel nach Verletzungen der häufigste Grund für den vorzeitigen Abbruch. Plane also nicht zu knapp. Besser man legt mehr Geld beiseite und braucht es nicht auf als anders herum. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass du bei der Beantragung des Visums ausreichende Ersparnissen vorweisen musst. Ansonsten lassen sie dich gar nicht so lange ins Land. Für mein neuseeländisches 6-Monatsvisum musste ich Bankauszüge mitschicken. Und bei meiner Einreise in die USA für einen 3-Monatstrip hat mich der Immigration Officer auch gefragt was ich an Guthaben habe.

    Und damit bin ich dann auch beim wichtigsten Punkt: das mit dem Visum gestaltet sich häufig sehr schwierig. Lies dir auf JEDEN FALL zuerst die Erfahrungen anderer im AmerikaForum durch. Gib in der Suche mal "B2 abgelehnt" ein. Die Amerikaner sind teilweise extrem wählerisch wen sie rein lassen. Und wenn dein Antrag einmal abgelehnt wurde, wird es sehr, sehr schwierig doch noch ein Visum zu bekommen - oder überhaupt jemals wieder ins Land gelassen zu werden. Du solltest auf jeden Fall eine genaue Planung vorlegen können, mit der du deutlich machst warum du nicht mit der Standard-Zeit von 3 Monaten zurecht kommst. Vielleicht hast du ja auch Glück und bekommst das Visum ohne größere Nachfragen - aber verlassen würde ich mich darauf nicht.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Geldmangel wird mir sehr wahrscheinlich nicht passieren weil ich weiterhin jeden Monat (selbst wenn ich aufm Trail bin) ein abgemildertes Gehalt bekomme und das ist schon bei über 2k.

    Das klingt gut - aber ich weiss nicht ob ich das bei der Beantragung des Visums in irgendeiner Weise erwähnen würde. Wenn die den Eindruck haben, dass du von den USA aus arbeitest oder arbeiten willst (auch wenn der Arbeitgeber in Deutschland sitzt), kannst du ganz schnell Probleme bekommen. Am besten du liest dich durch soviele Posts im AmerikaForum wie möglich, und postest dann selbst mal. Da scheinen ziemlich viele Leute zu sein die Erfahrung haben.

    • Offizieller Beitrag

    Noch ein paar Anmerkungen:

    1. Krankenversicherung
    Ich habe immer meine deutsche Krankenversicherung weiter bezahlt, damit ich auf jeden Fall in Deutschland behandelt werde (wenn ich z.B. verletzt/krank zurück geflogen werden muss). Dazu habe ich immer eine eigene Reise-KV abgeschlossen, was bei Langzeitreisen nicht ganz einfach ist. Aber mittlerweile gibt es mehr Auswahl. Gerade für die USA ist es wichtig, lieber etwas mehr Geld auszugeben, weil die Behandlung dort drübern schnell extrem teuer werden kann. Die meisten Reise-KVs gelten für maximal 30 Tage und haben auch jede Menge Beschränkungen. Da muss man immer das Kleingedruckte lesen. Ich habe am Ende die von Stiftung Warentest als zweitbeste (aber deutlich günstigere als die beste) getestet KV gewählt.

    2. Überlaufener AT
    Ich würde nicht soviel auf das Gerede vom überlaufenen AT geben. Ich bin letztes Jahr den Jakobsweg gegangen, und DER war wirklich überlaufen. Es mag sein dass Anfangs noch sehr viele Leute unterwegs sind, aber das dünnt sich schnell aus. Später kommen zwar immer wieder Section und Day Hiker dazu, aber man kann ja selbst bestimmen wann man läuft und wo man übernachtet. Bei den Stücken die ich auf dem AT gelaufen bin, fand ich es eigentlich nett immer wieder Leute zu treffen. Aber wenn man die große Einsamkeit sucht, ist man weder auf dem AT, noch dem CDT oder PCT besonders gut bedient. Das sind einfach die populärsten Langwanderwege in den USA. Wenn du tagelang niemanden sehen willst solltest du dir mal die Berichte von berniehh vom ODS anschauen, z.B. Wälder, Berge und Seen - die USA 2015.

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