Posts by ~dirk

    Schaue mir das Video von BnB nachher mal zur Gänze an.

    Okay, hübsche Umgebung und der Pocho-Liner ist eine nette Idee (ein R-Wert dafür von 3 ist schon eine Ansage).


    Mir ist aufgefallen, dass er bei 4:15 das Tarp auf der Ridgeline liegen hat, in späteren Einstellungen aber darunter hängend.


    Zudem hätte ich das Tarp an den Enden verschlossen, damit der Wind nicht so durchgeht und sich die Wärme besser staut und zum gleichen Zwecke auch tiefer aufgehängt, dass die Unterkante auf dem Boden aufliegt. Wäre zumindest mein Versuch gewesen aber ich habe keine Ahnung :D

    also ich hatte noch nie Probleme mit Abrieb am Tarp durch die Ridgeline. Habe so eine Beschädigung auch noch nie gesehen. Weil, wenn das Tarp einmal hängt dann hängt es und scheuert nicht hin und her. Selbst bei sehr starkem Wind bewegt sich die Ridgeline mit dem Tarp aber nicht das Tarp über die Ridgeline hin und her. Nur wenn man gegen die Abspannschnur läuft (also ein kurzer Ruck an einer Stelle), wird das Tarp ein Stück über die Ridgeline gezogen. Ein hochwertiges Tarp hält aber sehr viele Scheuer-Zyklen stand ohne undicht zu werden.

    Hast du bei deinem Tarp dann an den Ridgeline-Ecken Gummis dran oder nicht? Mit Gummis dürfte es sich doch auch bei Wind oder Baumbewegung verschieben (oder ist das so minimal?)

    Ah, d.h. du hängst das Tarp also 90° gedreht auf. Das mit den Pullouts probiere ich bei Gelegenheit mal aus. Kostet halt zwei Schnüre extra, die ich dann demnächst mal baue. Gerade den modularen Ansatz finde ich ja reizvoll.


    Die Ridgeline unter dem Tarp zu spannen habe ich auch schon woanders gelesen aber auch, dass manche davon abraten. Wie sind deine Erfahrungen so? Würde es echte Probleme geben hättest du es vermutlich mittlerweile geändert. Scheuert das Tarp oder dessen Ecken nicht durch?


    Meine aktuell verbaute Ridgeline hat gerade mal 2 mm Polyester mit Kern (90 daN = 900 N Bruchlast ≙ circa 90 kg); ich hoffe das reicht...


    Stöckchensuchen möchte ich auch nicht unbedingt; dann eher noch das "Stöckchen" dabeihaben, dann ist es aber nicht mehr materialfrei. Es gibt jedenfalls so längliche Knöpfe "Knebelknöpfe" ;) , (sogar auch mit nur einem Loch für einfaches Durchstecken und Umlegen einer Schlaufe) die könnte man gut auf den Loop aufreihen und funktionieren ganz genauso, nur dass sie nicht herunterfallen können oder durchbrechen. Oder halt eben Karabiner, spricht ja auch nichts dagegen ;)


    Ggf. Knebelknopf in die mittlere Schlaufe, zum ggf. gewünschten Abmachen und einfachem Drehen des gesamten Tarps um seine Mittelachse, und Karabiner an die Enden, damit die Ridgeline noch mit durch den Karabiner geht und die Ecke höher hängt als wenn sie nur am Befestigunfsseil befestigt ist und die Gummis dann gegeneinander ziehen (Ecke an Ridgeline zieht noch, Abspannleine zieht herunter. Mit Karabiner oben fest an Ridgeline: unteres Gummi zieht nur vertikal da oben vertikal unbeweglich, Oberes nur horizontal, da auf Ridgeline aufliegend)

    Ich behalte das mal in Hinterkopf. Die Gummischnüre, die ich verwende, scheinen soweit ganz gut zu sein; sollte sich aber nach einiger Zeit zeigen, dass sie überlastet werden denke ich über eine solche Begrenzungsmöglichkeit mal nach.


    Mache mir gerade Gedanken zur Ridgeleine und der Befestigung des Tarps daran.

    Derzeit sieht das so aus:


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    Durchgehende Leine mit drangeclipstem aber noch beweglichem Tarp, festgehalten durch Gummis.

    Simpel und erfüllt die Mindestanforderung.

    1: Verbesserungsvorschläge oder Alternativen?

    2: Sollte man noch etwas zur Wasserableitung unternehmen oder ist das nicht nötig?

    3: Kann man das auch ohne Karabiner lösen? Ist zwar praktisch beim Auf- und Abhängen und beim Einhaken und Umbau auf Diagonal etc., fühlt sich aber noch irgendwie suboptimal an.

    Ah, danke für die Info.


    Ich habe derzeit vier "Guylines" gebastelt (je 3,0 Meter), um damit erste Erfahrungen zu machen und ggf. den Aufbau dieser noch anzupassen und zu verändern bevor ich zwei oder vier Weitere bastele, um das Set zu vervollständigen. Es ist also quasi eine "Grundausstattung" mit Prototypcharakter.


    Derzeit habe ich den Ankerstich zwischen Leine und Gummischlaufe, d.h. diese verbliebe am Tarp.

    Ich bin aber mittlerweile zu der Einstellung gelangt, dass ich die Gummileine selbst schon mit Ankerstich am Tarp festmache, um die gesamte Abspannleine vollständig lösen und wegpacken/woanders anbringen zu können. Im Grunde genommen nähert sie sich damit deinem Aufbau an.


    Tolles Bild auch von deiner Befestigung. Warum hast du das Gummi in die Abspannleine eingebaut und es nicht einfach einen weiteren Ankerstich o.ä. daran befestingt? Welche Länge hast du für die überbrückte Leine genommen (1: so dass das Gummi bei Maximalauszug noch etwas restliche Kapazität hat, 2: so dass es genau auf 100% gedehnt ist, 3: über 100%, sodass es potentiell reißt aber dann die Abspannleine als Notfallbefestigung das Tarp hält)?


    Dein selbstgenähtes Equipment-Pack habe ich schon in einem anderen Thread bewundert. :thumbup:


    Viele Grüße

    Dirk

    Gut, beim Diamant würde es noch passen wenn einen das Gebamsel an der RL nicht stört. Aber wie gesagt, es gibt eine Vielzahl an Situationen wo nicht immer der Aufbau aus dem Lehrbuch funktioniert.

    Ich hatte anfangs auch einen schönen Plan im Kopf wie alles am besten aufgebaut werden könnte...schon beim zweiten Einsatz bin ich mit meinen vier Gummiabspannern nicht mehr ausgekommen.

    Mag aber daran liegen, das ich beim Fischen mit den Plätzen vorlieb nehmen muss die mir gegeben sind, und nicht einfach weiter laufen kann bis sich DER sweetspot zum Aufbau ergibt.


    grüße

    Was hatte sich denn bei deinem zweiten Aufbau ergeben, dass die vier Leinen nicht ausgereicht haben?

    bogus das verstehe ich nicht. Er hat ja am Tarp vier Ecken mit jeweils einer Gummikordel. Wenn es als „Diamant“ oder „diagonal“ abgespannt wird, sind ja nur noch 2 Ecken mit dem Boden verbunden. Und egal welche beiden, es gibt immer eine Gummikordel daran. Die anderen beiden, die auf Firstschnur-Höhe sind, kann man ja dranlassen und einfach ein Firstschnur-Befestigung nebendran knoten.

    Außerdem sind die Gummikordel ja nur einfach an die Tarpschlaufen geknotet, d. h. man kann sie einfach wechseln. Noch einfacher zu wechseln wäre die Abspannung (Gummikordel + Leine), wenn sie mit einem Ankerstich (Larks head) an der Schlaufe befestigt würde.

    Oder habe ich etwas falsch verstanden?

    Ne, ist schon richtig.

    Als Diamant verwendet man zwei der vier Ecken wieder, die anderen beiden sind dann oben an der Ridgeline.

    Sehe da ebenfalls nicht das Problem, außern, dass die dann im Winde schaukeln, wenn man sie nicht abmacht oder irgendwie festbindet.


    Ein "Larks Head" befindet sich zwischen der roten Abspannleine und Gummileine, das ließe sich ganz einfach wieder lösen. Zwischen Gummileine und Tarp ist eine Schlaufe, kein "Larks Head", um Zerknautschungen an der Abspannsschlaufe des Tarps zu vermeiden, ginge aber natürlich auch anders.


    Eine modularere Lösung bei der man die Guylines superschnell komplett abmachen könnte (oder zumindest bis auf das Gummiband) fände ich schon charmant. Abseits von S-Bindern, Karabinern oder einem doppelt auf Slip gelegtem Kreuzknoten, fällt mir aus der Hüfte geschossen aber gerade nicht ein, wenn man nicht den "Larks Head" zurückwickeln möchte.

    Dann möchte ich mal kurz berichten, wie es mir draußen so ergangen ist :P


    Erster Schritt:

    Ridgeline befestigen: Schnödes 5 mm Edelrid, erst Evenk Hitch, dann Tarp Taut Hitch.

    Das Seil war recht rutschig, die Knoten brauchten mehr Nachdruck als ich mir so gewünscht hätte.

    Der Tarp Taut gefällt mir nicht so, den musste ich sichern, damit ich ein halbwegs gutes Gefühl hatte.


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    Das Tarp selbst hängt erstmal notdürftig schlaff an drei Karabinern, um nicht im Dreck zu liegen.

    Die Abspannleinen sind fest ans Tarp geknotet und aufgewickelt. Hält alles.


    Zweiter Schritt:

    Abspannleinen rausziehen. Den Prusik habe ich grob in die Mitte geschoben, das hat von der Entfernung schon gereicht. Eine Ecke brauche etwas mehr Leine, kein Problem.

    Hering in den Boden gepiekst, Schlaufe recht locker übergelegt.

    Alles viermal.

    Danach die Ecken nachgespannt. Hier hat sich gezeigt, dass der Prusik hält wie eine 1 und sich geschmeidig justieren lässt. Bin echt total überrascht, wie gut das klappt, sogar noch besser als bei den Trockenübungen auf dem Sofa!

    Die beiden äußersten Karabiner jeweils mit einer Seilschlaufe und einem Prusik-Knoten (jemand muss diesem Mann einen Ehrendoktor verleihen) an der Ridgeline befestigt und straffgezogen.

    Hier sollte vermutlich auch besser noch ein Gummi dazwischen?


    Dritter Schritt:

    Hängematte drunter.

    Länge passt geraaade noch so. Wenn es auch nur etwas schräg regnet wird die Spitze feucht, was blöde ist.. 3,5 meter Kantenlänge des Tarps wäre besser aber bedeuten auch noch mehr Gewicht. Rechteckig ginge auch, schränkt aber wiederum die Varianten ein.


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    Das Tarp hängt aber auch recht hoch (wollte es mir beim allerersten Aufbauen nicht zu eng zum Arbeiten machen) und könnte weiter herunter und damit dichter an die Hängematte, was die Reichweite des Regeneinfalls etwas verringert.


    Die überschüssige Abspannleine habe ich aufgerollt und in die Schlaufe gesteckt:


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    Das ergibt bei einer roten Leine recht sichtbare rote Leuchtpunkte. Falls ich das irgendwann nicht möchte kann man das Band auch einfach herunterhängen lassen oder zurück in Richtung Hering am Seil befestigen - oder schlicht durch eine schwarze Leine tauschen, das geht schnell ohne großartige Neuknotarbeit am Tarp.


    So sieht es dann von innen aus (kennt ihr eh alle ;) für mich war's neu):


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    Summasummarum bin ich bislang schwer positiv von der Abspannleinenkonstruktion überrascht.

    Alles total unkompliziert, nichts hat gehakt oder sich vertüddelt.


    Wie das dann bei Windstärke 6, Regen oder Stolpervolk aussieht ist noch unbekannt ^^



    Tatsächlich möchte ich nochmal etwas zur Farbe des Tarps sagen: wundervoll! Echt eine schöne Farbe.

    In der aktuellen Florasituation sieht das dann in Bildern so aus:


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    (beim letzten Bild: mittig, leicht zur rechten Seite)


    Je nach Einfallswinkel kommt aber die leicht reflektierende Natur des Stoff wieder durch, was ihn spürbar aufhellt:


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    Der Abbau ging gut von der Hand. Die Abspannseile werden wieder aufgewickelt und stehen beim nächsten Aufbau direkt zur Verfügung:


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    Für mich stellt sich jetzt das "Problem", dass alles "gut genug" funktioniert hat, ich also großartig keinen weiteren Entwicklungsdruck verspüre und auf einem lokalen Maximum "gefangen" bin...


    Wie findet ihr's?


    Dirk

    So, habe mal vier Abspannleinen vorbereitet und am Tarp befestigt.

    Zusätzliches Gewicht: insgesamt rund 40 Gramm bei je 3,0 Metern Abspannleinenlänge.

    Die Heringe kommen noch hinzu, ebenfalls rund 40 Gramm für vier Stück.

    Damit landet man bei rund 510 Gramm mit allem, also quasi genau das ursprüngliche Gewicht von DD Hammocks nur mit anderen Leinen und Heringen.


    Nachher oder morgen mal raus und ausprobieren :)

    Mit Gummileine sieht das dann so aus:


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    Die Schlaufe der Gummileine (hat einen Durchmesser von 3 mm) hat eine Länge von etwas über 10 cm... reicht das aus?

    Wirkt jedenfalls kleiner als die Zahl vermuten lässt

    Also ich habe einen Topsegelschotstek an der Tarpschlaufe und auf der anderen Seite je nach spontanem Belieben einen Webleinstek, Schlaufe aus einer doppelten 8 oder einen Rundtörn mit zwei halben Schlägen. Gummiseil kommt auch bald noch dazu.


    Warum das so kompliziert sein muss erschließt sich mir auch gerade nicht, gibt es da einen Vorteil ausser "Ist cool"?

    Hält der Topsegelschotste denn auch an 2 mm PES-Leinen (oder Dyneema, etc.) ?

    Der Artikel auf animatedknots merkt an, dass der Knoten an glatten Seilen rutscht.


    Zudem kann ich nicht an einem Ende nachspannen sondern muss in die Mitte des Seils, da der Knoten beim Spannen an diesem entlangwandert.


    Edit: Und zudem reibt bei dir das Seil beim Festziehen in der Tarpschlaufe (je straffer je mehr), die ich eigentlich gerne mit einer stehenden Schlaufe schützen möchte.

    Okay... vermutlich doch etwas zu over-engineered :D


    Zwischenzeitlich habe ich mir das überlegt, stark inspiriert durch wuppitom und flexibel verstellbar:

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    - oben die Achterschlaufe geht auf eine Gummischnur, dann zum Tarp (kommt noch)

    - darunter folgt dann die Abspannleine (Längenempfehlung?)

    - auf ihr sitzt ein dreifacher Prusik-Knoten (der zweifache rutschte, der dreifache hält gut), mit dem man die Länge einstellen und Nachspannen kann

    - am Ende sitzt ein EStar Stopper-Knoten (Dyneema-geeignet), der recht dick wird und ein Ausrauschen verhindern soll, falls der Prusik doch mal loslässt

    - dahinter dann noch ein Achterknoten, um das Seilende einfach besser mit den Fingern halten zu können, falls der Prusik mal zu dicht an den EStar gerückt ist. Achterknoten lösen sich gerne mal von alleine, daher wird dieser nicht funktional belastet

    - zum Hering hin einfach eine rund 10 cm lange Schlaufe, gebildet durch den klassischen Double Fisherman's


    Besser? ^^


    Edit: die ganze Konstrukton lässt sich vermutlich auch herumdrehen, womit sich der Prusik oben am Tarp befindet und man von unter dem Tarp her aus dem Trockenen Nachspannen kann, ohne zum Hering zu müssen. Zudem hängt der Prusik-Knoten dann nicht so dicht am Boden zwischen Geäst und Dreck


    Edit: die Nama Claws behalte ich mal im Hinterkopf. Ich möchte erstmal schauen, wie weit man "materiallos" kommt, denn das Feld scheint mir äußerst weitläufig zu sein, was zusätzliches Equipment betrifft...

    Edit: zu kompliziert :saint: nächster Versuch siehe in diesem Post weiter unten.



    Hallo zusammen,


    wie schon von mir in meinem Vorstellungsthread angesprochen möchte ich mein jüngst eingetroffenes Tarp durch Selbstbau-Abspannleinen befestigen.

    Ich habe hierzu bereits ein paar Vorabrecherchen getätigt und verschiedene Ansätze, Ideen und Konzepte zusammengetragen, um eine möglichst flexible aber auch robuste Lösung zu finden:


    1. Das abzuspannende Tarp besteht aus 20D Ripstop-Nylon PU-beschichtet, daher ist es notwendig, die unterschiedliche Dehnung des Materials aufzufangen. Generell denke ich, dass es eine gute Idee ist, das Tarp nicht zu fest zu arretieren, da sich die Bäume, an denen es befestigt ist, ja ebenfalls bewegen, sei es durch Wind oder Nutzbeanspruchung (Hängematte).


    2. Es soll möglich sein, die Länge det Abspannleine flexibel und un-umständlich zu justieren, um eine gute Vorspannung und eine ggf. notwendige Nachstellung, z.B. nach feuchter Nacht oder während des Aufbaus, zu ermöglichen


    3. Ein bisschen Bastelarbeit darf auch gern mit dabeisein :)


    Man könnte also sagen die typischen Anforderungen, daher bin ich erstaunt, wie vielfältig die individuell gefundenen Lösungen und Herangehensweisen ausgesehen haben, über die ich unterwegs gestreift bin.


    Daher nun also eine weitere Variante :D (xkcd dazu)


    Es geht hier explizit um die Abspannleinen, nicht um die Ridge-Line, die nochmal anders befestigt werden wird.

    Dazu habe ich zwar auch ein paar Ideen aber noch nichts Konkretes; vielleicht gibt es hierzu ja auch Vorschläge.


    Um eine möglichst anschauliche und in der Diskussion eindeutige Vorstellung davon zu bekommen habe ich ein kleines Schaubild gezeichnet, welches die einzelnen Bestandteile einer solchen geplanten Abspannleine darstellen soll:


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    Kurz sacken lassen aber ich denke, so kompliziert ist es gar nicht :)


    Nun zu dem, was ich mir für die einzelnen Komponenten überlegt habe und warum:

    IdBeschreibung
    TDas Tarp an sich: DD Hammocks SuperLight Tarp
    Dünnes Ripstop-Nylon, welches sich bei Feuchtigkeit dehnen wird
    AAbspannschlaufe entlang des Randes
    Dies ist lediglich eine Textil-Schlaufe, fest am Tarp vernäht, (leider) ohne stärkenden Kunststoffeinsatz
    KA1Um die Schlaufe zu schonen wäre hier ein Knoten gut, der die Schlaufe möglichst wenig zusammendrückt und dafür sorgt, dass sich S1 möglichst nicht in der Schlaufe bewegt, um ein Scheuern zu vermeiden.
    Zunächst wird es vermutlich ein simpler Ankerstich (Cow Hitch), um alles zu testen.
    Ideen?
    S1Zugentlastung durch ein Gumiband

    Angedacht ist hier ein Durchmesser von 3 mm, um etwas Substanz zu erhalten
    Mantel ist aus Polyester PES, Kern aus Latex
    Roundabout 25 N bei 100% Dehnung

    Ring gebildet durch einen Double Fisherman's Bend (Doppelter Spierenstich) oder schlicht einen ganz einfachen Knoten
    Material wird somit doppelt genommen, was sich nochmal auf die Spannkraft auswirkt

    L1: 10 cm, also circa 25 cm Rohlänge (Begründung)
    K12Bin mir noch nicht ganz sicher, vermutlich erstmal einen Ankerstich (Cow Hitch), um das alles auszuprobieren.
    Vermutlich nicht die endgültige Lösung.
    Ideen?
    S2Evo-Loop
    Soll ein Aushaken der restlichen Leine ermöglichen (sinnvoll? Oder besser vollständig lassen?)
    Vorbild ist Jeff Myers' Video
    Den muss ich erst noch basteln :)

    Material: 2 mm PES Polyester (Begründung)
    Das Material hält 90 daN aus, das sollte für eine Abspannleine ausreichend sein, und wird auch für alle restlichen Leinen verwendet

    L2: ich dachte so an 10 cm, d.h. 35 cm Rohlänge (Berechnungsgrundlage)
    Reicht die Länge aus?
    K23Der "Knopf" des Evo-Loops S2 an dem die Schnur S3 eingehakt wird
    S3Einfache Schlaufe für den Prusik-Knoten an K34
    Zum Verstellen der Abspannleinenlänge
    Vorbild ist wieder Jeff Myers' Video
    Erstellt durch einen Double Fisherman's Bend (Doppelter Spierenstich)

    Material: 2 mm PES Polyester

    L3: ebenfalls 10 cm, um etwas Luft für den Prusik zu haben, d.h. Rohlänge circa 30 cm
    Ist die Länge gut so? Oder lieber etwas kürzer?
    K34Der Prusik-Knoten, mit dem die Länge eingestellt wird
    Doppelt oder dreifach wird sich zeigen
    S4Abspannleine
    Wird nur einfach genommen, also nicht als Ring

    Material: 2 mm PES Polyester (ausreichend sichtbar in rot)

    L4: habe von 2,50 m (hier) bis zu 4,00 m gelesen. Vorschläge?
    K4HHier dachte ich an einen einfachen Palstek (Bowline-Knot), da die Längenverstellung am anderen Ende geschieht
    Falls die Abspannleine S4 enorm zu lang sein sollte kann sie an dieser Stelle auch durch einen Butterfly Loop (Schmetterlingsknoten) verkürzt werden, sodass ein überschüssiger Teil der Leine am Boden liegen bleiben kann
    HEr tut was er tut und steckt in der Erde

    Abspannleine möglichst bodennah, d.h. nicht unbedingt in der Aussparung, um die Hebelkräfte gering zu halten, damit der Hering nicht kippt und die Leine abrutscht


    Wie findet ihr es? Ist es zu "over-engineered"?


    Viele Grüße

    Dirk

    Hallo zusammen,


    heute war mein bestelltes DD Hammocks SuperLight Tarp in Coyote Brown in der Post.



    Vorweg meine Erfahrungen bei DD Hammocks:


    Die Bestellung ging superleicht über deren Online-Shop, Bezahlung per VISA-Karte. Prompte E-Mail-Bestätigung der Bestellung erhalten. Eine Auftragsnummer konnte ich nicht entdecken, was mich etwas gewundert hat.

    Tags drauf kam dann per E-Mail die Nachricht, dass meine Bestellung bearbeitet wurde und die nächsten Tage auf die Reise geht. Wieder keine Order-Nummer und leider auch keine Tracking-Nummer für den Versand. Naja, vertrauen wir mal...

    Dann heute, circa eine Woche nach Auftrag, kam das Tarp mit der Post an.


    Also alles in allem sehr schnell, zuverlässig und problemlos; wenn ich mir auch gern etwas "Greifbares" wie Auftragsnummer, etc. für den Fall der Fälle gewünscht hätte, gerade in Brexit-Zeiten.



    Nun zum Tarp selbst:


    (Ich möchte die etwas schlechte Qualität der Bilder entschuldigen; heute ist hier ein sehr bedeckter Himmel und es entsprechend düster)

    Packbeutel

    Das Tarp kommt in einem Beutel, oben verschlossen mit einem Band und einem Kordelstopper, auf dem die wichtigsten Kenndaten aufgedruckt sind.


    Beutel:

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    Das Material fühlt sich angenehm seidig an, knistert leicht - aber nicht unangenehm hochfrequent wie eine Chipstüte sondern eher sanfter.

    Im Gegenlicht lässt sich das Ripstop-Gewebe erkennen. Laut Homepage besteht das Tarp aus Ripstop Nylon mit PU-Beschichtung und ich habe den Eindruck, dass für den Beutel ebenfalls das gleiche Material verwendet wurde.

    Positiv finde ich, dass der Beutel (noch?) über ausreichenden Raum im Inneren verfügt, der Inhalt also nicht allzu straff hineingequetscht werden muss. Da ich hier auch Gegensätzliches gehört habe, bin ich mal gespannt, wie sich das später nach einem Einsatz darstellt.

    Innenbeutel

    Im Beutel befindet sich das Tarp und ein weiterer kleinerer Beutel mit vier Aluminium-Heringen und Abspannseilen mit Verstellmöglichkeit.

    Das Material des Innenbeutels ist kein Ripstop sondern ein anderes aber auch recht dünnes und leichtes.

    Oben wird dieser schlicht mit festgenähten Bändeln zugeknotet, was aber m.M.n. auch okay ist, da er sich im unliegenden Beutel befindet und daher nicht allzu robust verschlossen werden muss und so etwas Gewicht eingespart wird.


    Inhalt des Innenbeutels:

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    Nichts Weltbewegendes aber soweit in Ordnung.

    Die Heringe taugen vermutlich nicht für den Profieinsatz. Das Seil hat einen Durchmesser von circa 2 Millimetern und ist, wie zu erkennen, jeweils mit einer Verstellklemme ausgestattet.


    Da ich vorhabe selbstgebastelte Abspannleinen zu nutzen landet das vermutlich in einer Schublade. Der Innenbeutel ansich ist ebenfalls aus dem selben Ripstop-Nylon, recht geräumig und mutet im ersten Augenblick ganz praktisch an.

    Tarp: Eindruck

    Das Tarp selbst habe ich bislang nur kurz ausgepackt und abgelichtet, eine Inspektion auf Produktionsfehler u.ä. steht nachher noch an. Soweit erwarte ich keine Fehler-Überraschungen aber auch das ist ja gut möglich.


    Das zusammengelegte Tarp:

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    Das Tarp ist, wie ja auch erwartet, eine große, gedeckt knisternde Plane mit Abspannpunkten.

    Die Abspannpunkte entstehen durch Schlaufen, die an verstärkten Stellen an den Tarp-Stoff selbst festgenäht sind. Eine Übersicht, wo sich diese Abspannpunkte am Tarp befinden kann man auf der kleinen Abbildung auf dem Beutel erkennen (insgesamt 16 umlaufend, d.h. 5 pro Kante und 5 insgesamt entlang der First). Diese Abspannpunkte bestehen bloß aus erwähnter Schlaufe und haben somit leider kein Kunststoffdreieck o.ä. eingebaut, um die Last besser auf der Schlaufenfläche verteilen zu können oder um sie gegen die Reibung des Abspannseiles zu schonen. Eher schade.

    Gewicht

    Das Gewicht wird offiziell mit 460 Gramm (ohne Abspannung) angegeben.

    Gemessen habe ich 423 Gramm (huh?) nur Tarp und 510 Gramm alles zusammen.


    Gewicht Tarp:

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    Gewicht alles:

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    Farbe

    Die Farbe des Tarps ist spannend. Ein "ziemlich dunkles braun mit einem ordentlichen Stich oliv" beschreibt es einigermaßen. Auf den Bildern wirkt es zu grau, in Wirklichkeit ist es etwas satter im Ton. Licht reflektiert recht stark auf der Oberfläche, ist also nicht besonders matt aber auch nicht extrem glänzend; nur etwas dynamischer als ich erwartet hätte. Insgesamt aber eine schöne, entspannte und beruhigend wirkende Farbe.


    Alternativ gibt es für die SuperLight Tarps von DD Hammocks noch olivgrün (welches wohl eher in Richtung kräftiges Landmaschinen-grün-bläulich geht), orange und dunkelgelb. Orange und dunkelgelb sind entweder EOL oder ausverkauft, zudem für mich nicht interessant.

    Das olivgrün gefiel mir vom Farbton nicht, zudem erscheint es mir zu hell, als dass es sich gut in die typische Waldfarbpalette einbetten kann.

    Das Coyote Brown ist aber wiederum ziemlich dunkel, sticht also damit hervor. Ideal wäre eine Farbe dazwischen - die es aber eben nicht gibt.


    In der nicht-SuperLight-Produktpalette gibt es bei den normalen Tarps auch camo, also Flecktarn. Das verschmilzt zwar am effektivsten mit der Umgebung, ist aber absolut Gartenparty-ungeeignet, es sei denn, man möchte seine Bekannten zum Nachdenken anregen... Außerdem nicht in SuperLight verfügbar, also gleich doppelt raus.


    Überrascht hat mich der recht helle und deutlich sichtbare Logo-Aufdruck. Er befindet sich zwar am unteren Rand des Tarps ist aber kräftig weiß. Wie das dann aufgespannt aussieht schaue ich mir dann an und beurteile, was ich dann damit anstellen werde. Ist nicht schlimm aber ein schwarzer Aufdruck hätte es sicher auch getan.


    Logo:

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    Fazit

    Also insgesamt bin ich soweit zufrieden. ich wusste aber auch im Vorfeld schon recht genau, was ich zu erwarten hatte und bin jetzt sogar positiv von der Farbe überrascht (vielleicht einen Tick zu dunkel aber ein schöner Farbton an sich).


    Praxistests dann sobald meine selfmade-Seile fertig sind. Vielleicht auch früher wenn ich's nicht abwarten kann :)


    Dirk

    Für's Wandern habe ich derzeit schwere Stiefel. Die haben mir diesen Sommer aber auch echt den Nerv geraubt und ich überlege ebenfalls in eine leichtere Ecke zu schwenken, daher finde ich den Thread spannend...

    Von Five Fingers gibt es ebenfalls Trailrunner.

    Bin glücklicher Besitzer der Five Fingers Bikila Laufschuhe :love: und komme gerade von einem Lauf rein.

    Das wärmste danach sind bei mir immer die Füße :) :thumbup:


    Barfußschuhe sind absolut top! Wobei ich im Sommer durchaus auch mal komplett ohne laufe, da man dann besser sieht, wo man hintritt (keine matschigen Pfützen und so).