Posts by dirk

    Leute... ^^


    Also eine Frostbeule in bayrisch Sibirien sagt, der 300er würde bis wenige Grad gehen. Klingt doch ganz gut?


    Oder den superfetten 450er, denn zuviel gibt es nicht? Für 100 Gramm + 1 Liter größeres Packvolumen klingt es noch okay. Dann wiederum, wenn's zu heiß ist, geht nicht weniger als "nackig"...


    *seufz*

    So ihr Lieben. Die Wahl war am Ende nur noch zwischen einem Selva 300 oder 450.


    Ich habe mich nun für den 300er entschieden. Ich schlafe ansich nachts recht selbstwärmend und die Geschichte mit dem Pizzastein war dahingehend der letzte Ausschlag. Zudem etwas weniger Packmaß und, wenn er zuverlässig den Wind abhält, kann man mit Merinoshirt und Daunenjacke noch einiges nach "unten" wettmachen.


    Gut? ^^

    Kannst du nicht, ich habe zwar keinen Wooki aber dafür 5 Teile von Cumulus und wenn ich den Beschreibungen der Wooki-Nutzer Glauben schenke sieht es für mich so aus als ob die 20F nicht Komfort sondern Limit sind und bei Cumulus ist Komfort wirklich Komfort.

    Wenn die Angaben so unterschiedlich bestimmt wurden, ist es natürlich schwierig, das zu übertragen, klar.

    Daher habe ich ja auch bei den Quilts die Daunenangabe und nicht die Temperaturen verwendet, war wohl auch nichts ^^

    Wenn ich dir jetzt sage, dass das überdimensioniert ist und du eine Frostbeule bist, dann frisst du mich auf :rolleyes:

    Wenn du nicht gerade aus Schokolade bist, lebst du relativ sicher.


    Ich scheue mich bloß, zu wenig Puffer einzubauen.

    Hör mal ganz tief in dich rein und stelle dir mal die Frage, wie oft du bei diesen Temperaturen unterwegs sein wirst ... die wenigsten Newbies sind im Winter unterwegs, da ist im Normalfall "Schönwetterwandern" die Regel und bei nasskaltem Wetter bleibt der Arsch auf dem Sofa und dementsprechend würde ich an deiner Stelle die erste Ausrüstung wählen ... dazukaufen wirst du ohnehin noch was, wenn du merkst, dass du es häufiger brauchst und Erfahrungen gesammelt hast.

    Das stimmt sicherlich, aber wenn ich's vermeiden kann mehrfach zu kaufen und durch verschiedene Kombinationen flexibel zu bleiben wäre das natürlich toppi.

    Obacht. Das kann dazu führen, dass bei starkem Regen Wasser an den Stellen durch tropft, wo die Ridgeline das Tarp berührt.

    Habe da pro Seite einen Prussik-Knoten mit Gummizug und Karabiner aufliegen, die das Tarp spannen, d.h. genügend Abtropfmöglichkeit vor Tarpbeginn.

    ....ein sehr schöner Bericht 😁👍👌...gefällt mir. dirk


    ...bei mir hängt der Rucksack zwischen Plane und Matte an der Firstleine 🤔....neben den Stiefeln 😁

    ...wobei mir die Idee mit der Ausrüstungshängematte auch gefällt 🤔👌

    Danke ^^

    Werde nächstes Mal versuchen, ob die (bei mir recht dünne) Ridgeline den Rücksack trägt, könnte knapp werden... Platz wäre ja noch.

    Ich nutze den Warbonnet Wooki 20F und meinen Sommerschlafsack genau dafür.

    Okay, dann transferiere ich das mal auf Cumulus:


    20 °F = -6,667 °C.

    Das entspräche also in etwa dem Selva 450 (450 Gramm 850 cuin), der (in Verbindung mit TQ Taiga 360) ebenfalls bei -6 °C angegeben ist.


    Der von dir angegebene Sommerschlafsack hat 200 Gramm 750 cuin Daune, was in etwa einem Taiga 250 (250 Gramm 850 cuin) entspricht bzw. letzterer sogar etwas wärmer ist (gleicht in der Kombinaton mit dem Selva bei der Temperaturangabe den Taiga 360 wieder aus). Alternativ als Schlafsackvariante dann wohl der Lite Line 200 (200 Gramm 850 cuin) oder 300.

    Tja, ausprobieren ist da die Devise. Da gibt es kein Patentrezept, was für Alle funktioniert.

    Ausprobieren wäre natürlich toll. Bestellen und zurückschicken finde ich aber persönlich etwas unschön, der Hersteller/Händler sicher erst recht.


    Vielleicht gibt es ja jemanden im Raum Gießen/Marburg/Wetzlar, der es möglicht macht, sich das mal anzuschauen/anzufassen/mit Bierchen zu bequatschen...

    Dann sag doch mal, wie tief du runter gehen willst bei der Temperatur. Dann kann man dir auch einen Empfehlen.

    Hm, sagen wir mal 0 °C komfortabel.


    Mit Merinozeug, dickem (Daunen-)Schlafsack und so sollte auch -5 °C komfortabel und -10 °C überlebbar sein.


    Zudem aber auch +10 °C oder +15 °C im Sommer. Die +10 °C hatte ich ja die Nacht und das war nicht schön so ganz "pur" in der Matte mit leichtem Kunstfaserschlafsack. Ggf. kann hier ein besserer Schlafsack und kein UQ die Lösung sein?


    Geht das überhaupt alles unter einen Hut? ^^

    Nö, Daune wäre schon okay. Hat ein besseres "Raumklima", bessere Belüftung, ist etwas fexibler, was Temperaturen betrifft, leichter und kleiner. Da sehe ich den Aufpreis mehr als gerechtfertigt an.

    Doch soll es eben bloß einer sein, nicht zwei-drei-vier (zumindest noch nicht :P), um es finanziell sinnvoll zu halten.


    Kunstfaser habe ich als Schlafsack, "schlimm genug" aber noch nicht so arg, dass es gleich mit erledigt wird, das kommt später dann mal, nach dem UQ.

    Wenn ein Tarp es nicht aushält aufgehängt zu werden hat es seine Bestimmung verfehlt und sollte zum Müllbeutel umfunktioniert werden ;-)

    Ich dachte eher an Durchscheuern oder fiese Punktbelastungen an den Kanten.

    Was meinst du eigentlich immer mit "nichts drüber"?

    Damit meine ich nur den UQ mit (leichter) Bekleidung, also ohne Merino, Schlafsack oder TQ.

    Zuerst mal ... bitte schmeiss die Tilde aus deinem Namen raus, dann kann man dich wenigstens mit @username ansprechen ;)

    Gesagt, getan ;)


    Bin mal gespannt, ob die Forumssoftware vorher auch geprüft hat, ob es nicht schon jemanden mit meinem neuen Usernamen (ohne tilde) gab, oder ob sie's einfach stumpf durchgezogen hat :/

    Was hast du eigentlich vor?

    Willst du Wandern gehen oder fährst du mit dem Auto in den Wald und baust 300m vom Wanderparkplatz entfernt dein Lager auf?

    Wenn du dein Zeug eh nicht rumschleppen musst, dann ist es scheissegal wie überdimensioniert deine Ausrüstung ist, da kannst du auch den Selva 600 nehmen, mit dem wirst du niemals frieren.

    Solltest du Strecke machen wollen dann würde ich mir schon überlegen, was ich rumschleppe ... noch dazu, wenn es nicht zu meinem Wohlbefinden beiträgt, weil es in 90% der Fälle viel zu warm ist.

    Die Angaben, die bei Cumulus auf der Seite stehen sind eigentlich recht nah an der Realität, je nach dem ob du Frostbeule oder Husky bist +/- 3°

    Es soll wandertauglich sein. Nicht unbedingt alles auf UL (klar, wäre super) getrimmt, da kein Bedarf an 40+ km/Tag besteht und die Finanzen endlich sind. Daher auch das Bestreben, "günstigere" Sachen auf UL zu trimmen, die teureren aber allgemeiner und damit flexibler zu halten. Zwei UQ zu besorgen ist derzeit nicht geplant/möglich, daher soll es ein UQ sein, der Frühling bis Herbst taugt, auch mal niedrige Temperaturen abfangen kann und bei dem man wiederum im Sommer auch nicht gleich zu Suppe wird. Dieser darf dann auch gerne wiederum Richtung UL gehen und etwas teurer sein, da es eben nur einer ist und nicht mehrere.


    Der typische Anwendungsfall wäre Radreise und/oder Wandern. Wenn ich mich aber bloß auf Radreise fokussierte, wäre die Gewichtsthematik im Grunde wieder uninteressant, sie ist es mir aber nicht.

    mit dem Selva300 ist mir bis 4 Grad und dünner Unterwäsche warm. Mit dem Selvs450 kommst Du dann vermutlich bis unter den Gefrierpunkt

    D.h. du liegst im Selva 300 mit nichts drüber (Schlafsack / Topquilt) und in dünner Wäsche ist es bei +4 °C noch immer warm genug?

    Obacht. Das kann dazu führen, dass bei starkem Regen Wasser an den Stellen durch tropft, wo die Ridgeline das Tarp berührt.

    Ja, kennt man ja auch aus Zelten. Bisher war's dicht und die Karabiner zum "drunterhängen" habe ich dabei. Muss da noch etwas "experientieren"... Habe Sorge, dass das dem Tarp auf Dauer nicht gut tut.

    Der Underquilt ist das Wichtigste. Erstmal damit testen. Eventuell braucht Du keinen besseren Schlafsack.

    Mein Underquilt ist immer 10 Grad überdimensioniert und mein Schlafsack/Quilt 10 Grad unterdimensioniert.

    D.h. wenn es draußen, sagen wir mal, 15 °C sind hast du einen Underquilt, der eine Komfortangabe von 5 °C hat?

    Und dann dabei was obendrauf?

    Mein Lieblingsausrüstungsstück ist eine Gearhammock.

    Bei mir steht in der Nacht Nichts auf dem Boden.

    Guter Plan :D Bin aktuell mit dem Ortlieb Atrack unterwegs, nicht wirklich UL aber absolut unempfindlich gegen so ziemlich alles und sogar luftdicht (!). Das ist im Grunde ein Duffle mit Rucksackfunktion. Das Spannende ist, dass der Reißverschluss auf der innenliegenden Seite ist, d.h. man kann ihn problemlos in den Schlamm legen und öffnen, ohne dass der Inhalt herausplumpst oder es fummelig wird. Ich überlege gerade, ob ich ihn, mit Schnur je oben und unten, nicht einfach direkt als Gearhammock drunterhängen und verwenden kann:


    3OnQeZ0.jpg

    Welche 3 Jahreszeiten willst du denn abdecken?

    In meinen Augen ist das ein Winter-Setup in dem du dich bei über 0°C zu Tode schwitzt.

    ... und noch ein kleiner Hinweis; egal wie dick und fett dein UQ ist, wenn er nicht richtig angebracht ist bekommst du selbst bei 20°C einen kalten Arsch. ;)

    :D Ich dachte so an Frühling-Sommer-Herbst. Winter hat aber auch seinen Reiz, unbenommen.

    Vielleicht ist 450+400 etwas viel, mir fehlt da noch das Gespür.


    Aber 450 UQ, locker und ineffektiv angebracht und nichts drüber, würde dann auch in F/S/H funktionieren? Oder doch eher herunterschrauben auf 350/250?

    Sowas lässt sich relativ leicht auch selbst nähen (sogar ich habe das fertig gebracht!) Es gab irgendwo mal einen Faden, in dem Ich auf eine Skizze von Jared von SLD verwiesen haben :/


    RE: DIY UQ im Wooki-Design

    Ich kann zwar Löcher stopfen, Dinge zusammennähen usw. aber habe keine Nähmaschine. Und ob Stoff bestellen + Herumgemurksel dann am Ende so viel "günstiger" (Geld, Nerven, Zeit) wird als gut gekauft...?

    Hallo zusammen!


    Nach langer Funkstille möchte ich mich wieder zurückmelden und von meiner letzten Nacht erzählen.


    Da es sich lange Zeit leider nicht ergeben hat und irgendwie auch immer etwas dazwischenkam (oder ich nicht hartnäckig genug war), ward es nun endlich dazu gekommen, dass ich mal nicht im Garten hinter'm Haus sondern im Freien übernachtet habe:


    kv2Rf6y.jpg


    Ja, für 90% 99,9% der hier Eingesessenen ist das ein alter, alter Hut und mit nicht zuviel Aufregung und Abenteuer verbunden - für mich aber schon und daher eine kleine Schilderung meines Erlebens. ;)


    Als ich also den Entschluss gefasst hatte, mal die Nacht draußen in einem von mir zuvor erkundschafteten und mir genügend abgelegenen Waldstück (abgelegen genug, keine Straßengeräusche) zu verbringen, folge die Umsetzung: Rucksack gepackt und raus!

    Der Wetterbericht hatte für die Region hier Regen, Wind und nächtliche 14 °C vorhergesagt, also Nichts, was man nicht auch als Rookie bewältigen können sollte.


    Also eingepackt das DD SuperLight Tarp (von dem ich noch immer überzeugt bin), die selbstgebastelten Abspann- und Befestigungsleinen (haben sich ebenfalls, was Zuverlässigkeit und Auf-/Abbaukomfort betrifft, bewährt), natürlich die Hängematte (TTTM Lightest) mitsamt Befestigung sowie einen recht leichten (preisgünstigen, Synthetik-) Schlafsack, Merinopullover, langer Schlafhose, Getränke, Lesestoff, usw.

    Es sollte eine einmalige Übernachtung unter kontrollierbaren Bedingungen und mit genügend Komfort werden, um zu schauen, was mittlerweile gut klappt und wo noch Lücken sind. Mit dabei war ebenfalls ein TTTM 360° BugNet, just am Tage zuvor besorgt.


    Am Waldstück angekommen habe ich mich auf die Suche nach einem Plätzchen gemacht. An den spannenderen Stellen konnte man, mit ein paar zusätzliche Schritten, direkt einen Jägersitz erspähen, also weiter ging's... Die scheinen auch einen guten Geschmack zu haben, was lauschige Ecken betrifft. Habe dann doch noch einen netten Ort gefunden, er hatte etwas Hanglage aber mit idealen Baum- und Bodenbedingungen. Also alles aufgebaut, was soweit reibungslos gekappt hat.

    Das Tarp werfe ich mittlerweile über die Ridge Line, da es so ebener aufliegt und vor allem mehr Platz darunter entsteht, da es höher hängt.


    Das BugNet hatte seinen ersten Einsatz, daher etwas langsamer gemacht und alles doppelt gecheckt. Die Einstellung dessen Ridge Line war etwas fummelig aber, wenn man mal kapiert hat, wie man es machen soll (erst ordentlich vorspannen, der Rest stellt sich dann von alleine ein), war's klar. Das BugNet habe ich, trotz seines nicht unerheblichen Zusatzgewichtes, auch soweit ganz lieb gewonnen. Es bietet zusätzlichen Stauraum (Dinge einfach aus der Hängematte nach unten durchfallen lassen) und zudem hat man weiterhin einen schönen Rundumblick aus der Matte, da man diese einfach wegdrücken kann, ohne dass sich das Moskitonetz mit wegschiebt oder alles verzieht. Auch der Zugriff in die Tasche: Reißverschluss auf, mit der Hand runter in den Rucksack greifen, Hand plus Wunschobjekt wieder hoch und Zuziehen fühlt sich recht komfortabel an. Die Gewissheit, dass einen nichts von außen erreichen kann war schon ein schönes Gefühl :) Gerade wenn man zuvor auf Schritt und Tritt summend begleitet wurde...


    Als es später, dunkler und kühler wurde habe ich mich zunächst in den Schlafsack verkrochen. Dann das langärmlige Merino-Shirt über das T-Shirt angezogen und direkt auch gleich die lange Hose an. Mit der ziemlich dehnbaren TTTM Lightest Hängematte kam ich gut zurecht, da ich mich eh beim Schlafen zusammenrolle, die Beine anwinkle u.ä. Ich bin ein echter Chaos-Schläfer ohne Seitenpräferenz (besser gesagt: alle Seiten) und bewege mich nachts recht viel.


    Hierbei habe ich auch gleich bemerkt, was nicht so ideal ist: da ich somit meist meinen Rücken / das Steißbein von innen an die Hängemattenwand drücke, wurde es dort mit der Zeit recht kühl. Insgesamt war mir tatsächlich angenehm und wohlig warm - aber eben die Stellen, die Mattenberühung hatten, wurden, trotz des Abstandes, der durch den Schlafsack erzeugt wurde, unangenehm kühl und auch nicht mehr wirklich warm, trotz der recht hohen Außentemeratur von geschätzt 10 °C.

    Ich habe dann Hände und Arme dorthin gestopft, um zu Wärmen und Abstand zu bekommen doch das war auf Dauer etwas unbequem und gebracht hat es leider auch nicht viel.


    Den ganzen Abend und die ganze Nacht durch hat es permanent leicht bis mittelstark geregnet, das Tarp hat aber alles zuverlässig abgehalten.

    Windig war es zum Glück nur ein wenig, sonst wären die ausgekühlten Stellen sicher noch kühler geworden und der ganze Rest von mir sicher auch.


    So bin ich des nachts ein paarmal wachgeworden und als um circa 04:30 Uhr die Dämmerung einsetzte und die Vögel aktiv wurden, habe ich die Zeit genutzt, um in aller Ruhe wach zu werden und mich auf den Tag vorzubereiten.


    Um circa 05:30 Uhr bin ich dann aufgestanden und habe das Lager abgebrochen, was in aller Ruhe und mit leidiger Ent-Schneckung rund eine halbe Stunde gedauert hat.

    Auf dem Rückweg habe ich mehreren Rehen, Hasen, Morgennebeln und Tautropfen einen guten Morgen wünschen können. Ja, es war eine schöne Nacht und meine Stimmung war gut, trotz des nicht gerade üppigen Schlafes und einigen, zum Glück kurzen, Wachphasen.


    New lessions learned:

    - Schuhe nicht auf dem Boden stehenlassen: sie trocknen dort nicht gut und Getier findet Höhlen toll :P

    - Rucksack immer schließen (habe ich gemacht). Spuren haben angezeigt, dass dieser beklettert und beschleimt wurde. Zum Glück gut abwaschbar ;)

    - auch die Hängemattenbefestigung wurde durch Baumbewanderer beschleimt. Muss man wohl mit rechnen; zuhause durchgewaschen, kein Problem

    - ein warmer Körper bedeutet nicht, dass in der Nacht nicht auch einzelne Stellen kalt werden können und dies Einfluss auf den Schlaf hat

    - das nächste Mal noch weiter raus. Einem Förster/Waldarbeiter will ich morgens nicht begegnen und mit dem diskutieren


    Also alles gut handlebar soweit - bis auf die Kältegeschichte.


    Daher gedenke ich nun

    - einen mittelwarmen Daunenschlafsack (vermutlich keinen Quilt, nicht flexibel genug) und

    - einen mittelwarmen Underquilt

    zu holen.

    Auf diese Weise sollte das hauptsächliche Problem der Kälte von rechts/links/unten und des potentiell durchwehenden Windes gebannt sein.


    Da ich eine Daunenjacke von Cumulus habe und diese wirklich super finde, äuge ich hierbei ebenfalls in deren Sortiment.

    Eine 3-Jahreszeiten-Ausrüstung würde mir vollauf reichen und so spiele ich derzeit in Gedanken mit diesen beiden Produkten:

    - Cumulus Panyam 450 (alternativ Lite Line 400)

    - Cumulus Selva 450


    Taugen die etwas? Taugt die Kombi? Zu warm/zu kalt/hydroscopic?

    Bei der Thematik würde ich mich sehr über eure Vorschläge und Einwände freuen. <3

    Ein asymmetrischer UQ (z.B. Wookie) kommt, aufgrund meines regen Schlafes, nicht in Frage, da ich (Murphy: mindestens) die Hälfte der Zeit falschherum darin liegen werde.


    Herzliche Grüße

    Dirk

    Schaue mir das Video von BnB nachher mal zur Gänze an.

    Okay, hübsche Umgebung und der Pocho-Liner ist eine nette Idee (ein R-Wert dafür von 3 ist schon eine Ansage).


    Mir ist aufgefallen, dass er bei 4:15 das Tarp auf der Ridgeline liegen hat, in späteren Einstellungen aber darunter hängend.


    Zudem hätte ich das Tarp an den Enden verschlossen, damit der Wind nicht so durchgeht und sich die Wärme besser staut und zum gleichen Zwecke auch tiefer aufgehängt, dass die Unterkante auf dem Boden aufliegt. Wäre zumindest mein Versuch gewesen aber ich habe keine Ahnung :D

    also ich hatte noch nie Probleme mit Abrieb am Tarp durch die Ridgeline. Habe so eine Beschädigung auch noch nie gesehen. Weil, wenn das Tarp einmal hängt dann hängt es und scheuert nicht hin und her. Selbst bei sehr starkem Wind bewegt sich die Ridgeline mit dem Tarp aber nicht das Tarp über die Ridgeline hin und her. Nur wenn man gegen die Abspannschnur läuft (also ein kurzer Ruck an einer Stelle), wird das Tarp ein Stück über die Ridgeline gezogen. Ein hochwertiges Tarp hält aber sehr viele Scheuer-Zyklen stand ohne undicht zu werden.

    Hast du bei deinem Tarp dann an den Ridgeline-Ecken Gummis dran oder nicht? Mit Gummis dürfte es sich doch auch bei Wind oder Baumbewegung verschieben (oder ist das so minimal?)

    Ah, d.h. du hängst das Tarp also 90° gedreht auf. Das mit den Pullouts probiere ich bei Gelegenheit mal aus. Kostet halt zwei Schnüre extra, die ich dann demnächst mal baue. Gerade den modularen Ansatz finde ich ja reizvoll.


    Die Ridgeline unter dem Tarp zu spannen habe ich auch schon woanders gelesen aber auch, dass manche davon abraten. Wie sind deine Erfahrungen so? Würde es echte Probleme geben hättest du es vermutlich mittlerweile geändert. Scheuert das Tarp oder dessen Ecken nicht durch?


    Meine aktuell verbaute Ridgeline hat gerade mal 2 mm Polyester mit Kern (90 daN = 900 N Bruchlast ≙ circa 90 kg); ich hoffe das reicht...


    Stöckchensuchen möchte ich auch nicht unbedingt; dann eher noch das "Stöckchen" dabeihaben, dann ist es aber nicht mehr materialfrei. Es gibt jedenfalls so längliche Knöpfe "Knebelknöpfe" ;) , (sogar auch mit nur einem Loch für einfaches Durchstecken und Umlegen einer Schlaufe) die könnte man gut auf den Loop aufreihen und funktionieren ganz genauso, nur dass sie nicht herunterfallen können oder durchbrechen. Oder halt eben Karabiner, spricht ja auch nichts dagegen ;)


    Ggf. Knebelknopf in die mittlere Schlaufe, zum ggf. gewünschten Abmachen und einfachem Drehen des gesamten Tarps um seine Mittelachse, und Karabiner an die Enden, damit die Ridgeline noch mit durch den Karabiner geht und die Ecke höher hängt als wenn sie nur am Befestigunfsseil befestigt ist und die Gummis dann gegeneinander ziehen (Ecke an Ridgeline zieht noch, Abspannleine zieht herunter. Mit Karabiner oben fest an Ridgeline: unteres Gummi zieht nur vertikal da oben vertikal unbeweglich, Oberes nur horizontal, da auf Ridgeline aufliegend)

    Ich behalte das mal in Hinterkopf. Die Gummischnüre, die ich verwende, scheinen soweit ganz gut zu sein; sollte sich aber nach einiger Zeit zeigen, dass sie überlastet werden denke ich über eine solche Begrenzungsmöglichkeit mal nach.


    Mache mir gerade Gedanken zur Ridgeleine und der Befestigung des Tarps daran.

    Derzeit sieht das so aus:


    BEeSouu.jpg


    Durchgehende Leine mit drangeclipstem aber noch beweglichem Tarp, festgehalten durch Gummis.

    Simpel und erfüllt die Mindestanforderung.

    1: Verbesserungsvorschläge oder Alternativen?

    2: Sollte man noch etwas zur Wasserableitung unternehmen oder ist das nicht nötig?

    3: Kann man das auch ohne Karabiner lösen? Ist zwar praktisch beim Auf- und Abhängen und beim Einhaken und Umbau auf Diagonal etc., fühlt sich aber noch irgendwie suboptimal an.

    Ah, danke für die Info.


    Ich habe derzeit vier "Guylines" gebastelt (je 3,0 Meter), um damit erste Erfahrungen zu machen und ggf. den Aufbau dieser noch anzupassen und zu verändern bevor ich zwei oder vier Weitere bastele, um das Set zu vervollständigen. Es ist also quasi eine "Grundausstattung" mit Prototypcharakter.


    Derzeit habe ich den Ankerstich zwischen Leine und Gummischlaufe, d.h. diese verbliebe am Tarp.

    Ich bin aber mittlerweile zu der Einstellung gelangt, dass ich die Gummileine selbst schon mit Ankerstich am Tarp festmache, um die gesamte Abspannleine vollständig lösen und wegpacken/woanders anbringen zu können. Im Grunde genommen nähert sie sich damit deinem Aufbau an.


    Tolles Bild auch von deiner Befestigung. Warum hast du das Gummi in die Abspannleine eingebaut und es nicht einfach einen weiteren Ankerstich o.ä. daran befestingt? Welche Länge hast du für die überbrückte Leine genommen (1: so dass das Gummi bei Maximalauszug noch etwas restliche Kapazität hat, 2: so dass es genau auf 100% gedehnt ist, 3: über 100%, sodass es potentiell reißt aber dann die Abspannleine als Notfallbefestigung das Tarp hält)?


    Dein selbstgenähtes Equipment-Pack habe ich schon in einem anderen Thread bewundert. :thumbup:


    Viele Grüße

    Dirk

    Gut, beim Diamant würde es noch passen wenn einen das Gebamsel an der RL nicht stört. Aber wie gesagt, es gibt eine Vielzahl an Situationen wo nicht immer der Aufbau aus dem Lehrbuch funktioniert.

    Ich hatte anfangs auch einen schönen Plan im Kopf wie alles am besten aufgebaut werden könnte...schon beim zweiten Einsatz bin ich mit meinen vier Gummiabspannern nicht mehr ausgekommen.

    Mag aber daran liegen, das ich beim Fischen mit den Plätzen vorlieb nehmen muss die mir gegeben sind, und nicht einfach weiter laufen kann bis sich DER sweetspot zum Aufbau ergibt.


    grüße

    Was hatte sich denn bei deinem zweiten Aufbau ergeben, dass die vier Leinen nicht ausgereicht haben?

    bogus das verstehe ich nicht. Er hat ja am Tarp vier Ecken mit jeweils einer Gummikordel. Wenn es als „Diamant“ oder „diagonal“ abgespannt wird, sind ja nur noch 2 Ecken mit dem Boden verbunden. Und egal welche beiden, es gibt immer eine Gummikordel daran. Die anderen beiden, die auf Firstschnur-Höhe sind, kann man ja dranlassen und einfach ein Firstschnur-Befestigung nebendran knoten.

    Außerdem sind die Gummikordel ja nur einfach an die Tarpschlaufen geknotet, d. h. man kann sie einfach wechseln. Noch einfacher zu wechseln wäre die Abspannung (Gummikordel + Leine), wenn sie mit einem Ankerstich (Larks head) an der Schlaufe befestigt würde.

    Oder habe ich etwas falsch verstanden?

    Ne, ist schon richtig.

    Als Diamant verwendet man zwei der vier Ecken wieder, die anderen beiden sind dann oben an der Ridgeline.

    Sehe da ebenfalls nicht das Problem, außern, dass die dann im Winde schaukeln, wenn man sie nicht abmacht oder irgendwie festbindet.


    Ein "Larks Head" befindet sich zwischen der roten Abspannleine und Gummileine, das ließe sich ganz einfach wieder lösen. Zwischen Gummileine und Tarp ist eine Schlaufe, kein "Larks Head", um Zerknautschungen an der Abspannsschlaufe des Tarps zu vermeiden, ginge aber natürlich auch anders.


    Eine modularere Lösung bei der man die Guylines superschnell komplett abmachen könnte (oder zumindest bis auf das Gummiband) fände ich schon charmant. Abseits von S-Bindern, Karabinern oder einem doppelt auf Slip gelegtem Kreuzknoten, fällt mir aus der Hüfte geschossen aber gerade nicht ein, wenn man nicht den "Larks Head" zurückwickeln möchte.

    Dann möchte ich mal kurz berichten, wie es mir draußen so ergangen ist :P


    Erster Schritt:

    Ridgeline befestigen: Schnödes 5 mm Edelrid, erst Evenk Hitch, dann Tarp Taut Hitch.

    Das Seil war recht rutschig, die Knoten brauchten mehr Nachdruck als ich mir so gewünscht hätte.

    Der Tarp Taut gefällt mir nicht so, den musste ich sichern, damit ich ein halbwegs gutes Gefühl hatte.


    BCU0s0r.jpg


    Das Tarp selbst hängt erstmal notdürftig schlaff an drei Karabinern, um nicht im Dreck zu liegen.

    Die Abspannleinen sind fest ans Tarp geknotet und aufgewickelt. Hält alles.


    Zweiter Schritt:

    Abspannleinen rausziehen. Den Prusik habe ich grob in die Mitte geschoben, das hat von der Entfernung schon gereicht. Eine Ecke brauche etwas mehr Leine, kein Problem.

    Hering in den Boden gepiekst, Schlaufe recht locker übergelegt.

    Alles viermal.

    Danach die Ecken nachgespannt. Hier hat sich gezeigt, dass der Prusik hält wie eine 1 und sich geschmeidig justieren lässt. Bin echt total überrascht, wie gut das klappt, sogar noch besser als bei den Trockenübungen auf dem Sofa!

    Die beiden äußersten Karabiner jeweils mit einer Seilschlaufe und einem Prusik-Knoten (jemand muss diesem Mann einen Ehrendoktor verleihen) an der Ridgeline befestigt und straffgezogen.

    Hier sollte vermutlich auch besser noch ein Gummi dazwischen?


    Dritter Schritt:

    Hängematte drunter.

    Länge passt geraaade noch so. Wenn es auch nur etwas schräg regnet wird die Spitze feucht, was blöde ist.. 3,5 meter Kantenlänge des Tarps wäre besser aber bedeuten auch noch mehr Gewicht. Rechteckig ginge auch, schränkt aber wiederum die Varianten ein.


    xZ3mczu.jpg


    Das Tarp hängt aber auch recht hoch (wollte es mir beim allerersten Aufbauen nicht zu eng zum Arbeiten machen) und könnte weiter herunter und damit dichter an die Hängematte, was die Reichweite des Regeneinfalls etwas verringert.


    Die überschüssige Abspannleine habe ich aufgerollt und in die Schlaufe gesteckt:


    f56Xl4C.jpg


    Das ergibt bei einer roten Leine recht sichtbare rote Leuchtpunkte. Falls ich das irgendwann nicht möchte kann man das Band auch einfach herunterhängen lassen oder zurück in Richtung Hering am Seil befestigen - oder schlicht durch eine schwarze Leine tauschen, das geht schnell ohne großartige Neuknotarbeit am Tarp.


    So sieht es dann von innen aus (kennt ihr eh alle ;) für mich war's neu):


    3BzstZ1.jpg


    Summasummarum bin ich bislang schwer positiv von der Abspannleinenkonstruktion überrascht.

    Alles total unkompliziert, nichts hat gehakt oder sich vertüddelt.


    Wie das dann bei Windstärke 6, Regen oder Stolpervolk aussieht ist noch unbekannt ^^



    Tatsächlich möchte ich nochmal etwas zur Farbe des Tarps sagen: wundervoll! Echt eine schöne Farbe.

    In der aktuellen Florasituation sieht das dann in Bildern so aus:


    PYU9xCc.jpg


    CwXcryr.jpg


    uWFgLvj.jpg


    (beim letzten Bild: mittig, leicht zur rechten Seite)


    Je nach Einfallswinkel kommt aber die leicht reflektierende Natur des Stoff wieder durch, was ihn spürbar aufhellt:


    qcYDGQI.jpg


    Der Abbau ging gut von der Hand. Die Abspannseile werden wieder aufgewickelt und stehen beim nächsten Aufbau direkt zur Verfügung:


    d0iELcq.jpg


    Für mich stellt sich jetzt das "Problem", dass alles "gut genug" funktioniert hat, ich also großartig keinen weiteren Entwicklungsdruck verspüre und auf einem lokalen Maximum "gefangen" bin...


    Wie findet ihr's?


    Dirk

    So, habe mal vier Abspannleinen vorbereitet und am Tarp befestigt.

    Zusätzliches Gewicht: insgesamt rund 40 Gramm bei je 3,0 Metern Abspannleinenlänge.

    Die Heringe kommen noch hinzu, ebenfalls rund 40 Gramm für vier Stück.

    Damit landet man bei rund 510 Gramm mit allem, also quasi genau das ursprüngliche Gewicht von DD Hammocks nur mit anderen Leinen und Heringen.


    Nachher oder morgen mal raus und ausprobieren :)