Tarp 3x4 bestenfalls mit Catcut gesucht

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  • Darum:

    1. Verhalten gegenüber Wasser (Wasseraufnahme, Durchhang, Feuchteempfindlichkeit)

    SIL-Nylon (silikonbeschichtetes Nylon)

    • Wasseraufnahme:
      Nylon nimmt unter Feuchtigkeit messbar Wasser auf (typisch ca. 3–4 % des Gewichts).
    • Folge: Das Material dehnt sich bei Nässe, was zu Durchhang führt (Tarps/Zeltwände werden schlaff, müssen nachgespannt werden).
    • Wasserdichtigkeit:
      Sehr hohe Anfangs-Reißfestigkeit; Silikonbeschichtung sorgt für hohe Wassersäulen.
      Aber: Mit der Zeit absorbiert Nylon dennoch etwas Feuchtigkeit und wird schwerer.
    • Feuchtigkeitsreaktivität:
      Empfindlicher gegenüber Feuchte, kann auch Wasser im Faden aufnehmen, obwohl die Beschichtung wasserundurchlässig ist.

    SIL-Poly (silikonbeschichtetes Polyester)

    • Wasseraufnahme:
      Polyester nimmt praktisch kein Wasser auf (nahe 0 %).
    • Folge: Kein Durchhang bei Nässe. Das Material bleibt straff und formstabil.
    • Wasserdichtigkeit:
      Ebenfalls hohe Wassersäulen möglich. Bleibt auch bei Dauerregen dimensionsstabil.
    • Feuchtigkeitsreaktivität:
      Unempfindlich gegenüber Feuchte; Gewicht bleibt nahezu konstant.

    Fazit Wasserverhalten

    • SIL-Nylon: kann Wasser aufnehmen → Durchhang, Gewichtszunahme
    • SIL-Poly: wasserstabil → kein Durchhang, konstante Spannung

    2. Dehnbarkeit (Elastizität, Dimensionsstabilität)

    SIL-Nylon

    • Dehnbarkeit:
      Nylon ist deutlich elastischer als Polyester. Nachgiebig unter Belastung und Feuchte.
    • Vorteile:
      • Hohe Reißfestigkeit bei dünnem Material
      • Mehr „Dynamik“ unter Last (gut bei Zugbeanspruchung, z. B. Sturm)
    • Nachteile:
      • Formveränderung bei Zug und Feuchte
      • Dehnt sich über Stunden merklich, besonders bei Regen

    SIL-Poly

    • Dehnbarkeit:
      Polyester ist deutlich weniger dehnbar. Es bleibt formstabil, auch unter Zug.
    • Vorteile:
      • Sehr gute Dimensionsstabilität
      • Kein Durchhang über Nacht oder bei Temperatur-/Feuchtewechsel
    • Nachteile:
      • Geringere Dehnung bedeutet etwas weniger „Nachgiebigkeit“ unter hoher Last
      • Reißfestigkeit pro Gramm ist meist geringer als bei Sil-Nylon gleicher Stärke

    Fazit Dehnbarkeit

    • SIL-Nylon: höhere Elastizität → nachgiebig, aber spannungsverlierend
    • SIL-Poly: sehr formstabil → hält Spannung, kaum Längenänderung

    Kurzübersicht: SIL-Nylon vs. SIL-Poly

    EigenschaftSIL-NylonSIL-Poly
    Wasseraufnahmespürbarnahezu null
    Durchhang bei Regenja, deutlichnein
    Dehnbarkeithochgering
    Dimensionsstabilitätschwächersehr gut
    Reißfestigkeit pro Gewichtbesseretwas geringer (bei gleichem Gewicht)
    Gewichtszunahme im Regenjanein

    Gesamtbewertung für Verwendung im Outdoor-Bereich

    • SIL-Nylon wird bevorzugt für Anwendungen, bei denen hohe Reißfestigkeit entscheidend ist (Ultralight-Tarps, Leichtzelte), aber man muss mit Durchhang leben.
    • SIL-Poly wird bevorzugt, wenn Formstabilität und Nässeunempfindlichkeit entscheidend sind (langlebige Tarps, Regenfliegen, statische Zeltkonstruktionen).


    Quelle: ChatGPT

  • Moin,

    gegen den Durchhang von Silnylon bei Feuchtigkeit helfen meine an allen Tarps montierten Gummischnur Schlaufen sehr..........habe ich hier im Forum ja schon mehrfach erwähnt.

    Durch diese zusätzlichen ca 10-15cm langen Gummischnur Schlaufen bleiben auch meine Silnylon Tarps, egal wie nass sie werden sollten, immer straff gespannt.

    Zusätzlich schützen diese Schlaufen bei sehr starken Wind oder wenn man nachts beim Pipi machen mal wieder in eine Abspannschnur läuft 😬 vor Beschädigungen der Tarpschlaufen/Ösen.

    Die Gummischnur Schlaufen machen das Tarp insgesamt natürlich ein paar Gramm schwerer, sind für mich aber aufgrund des besseren Schutz gegen Beschädigungen und des selbstjustierenden Verhaltens eines Silnylon Tarps bei Nässe etwas Mehrgewicht wert.

    Dafür sind Nylon Tarps im Vergleich zu gleichgroßen Polyester Tarps meistens etwas leichter.

    Ich besitze sowohl Nylon als auch Polyester Tarps und kann im Einsatz, durch die Verwendung der Gummischnur Schlaufen, keine wirklich fühlbaren Unterschiede zwischen Nylon und Polyester feststellen......... auch wenn ein Vergleich im Testlabor anders aussieht.

    Würde ich mein Tarp längere Zeit draußen hängen lassen, würde ich Polyester aufgrund der höheren Unempfindlichkeit gegenüber UV Strahlung den Vorzug geben.......... ansonsten ist es mir nicht besonders wichtig ob Nylon oder Polyester.

    Ob und wie schnell ein Polyester Tarp im Vergleich zum Nylon Tarp schneller trocknet ist für mich draußen auf Tour auch nicht besonders wichtig, da ich jedes Tarp, ob beim Abbau trocken oder nicht, in einem wasserdichten Packsack packe und unterwegs bei Gelegenheit oder spätestens nach der Tour Zuhause zum trocknen aufhänge.

    Stockflecken oder gar Schimmel entstehen z.B. erst dann wenn man ein nasses/feuchtes Tarp längere Zeit im Packsack/Snakeskin belässt.

    Ich habe insgesamt oft die Erfahrung gemacht, dass Laborwert und praktische Anwendung im Outdoor Alltag zwei Paar Schuhe sind. Für mich ist die tatsächliche Alltagstauglichkeit meiner Ausrüstung wichtiger als ein reiner Laborwert (auch nochmal Stichwort Mücken/Zeckenschutz oder Wasserfilter 🙂). Laborwerte nehme ich persönlich meistens nur als grobe Vergleichs-Orientierung zur Hilfe

    Wenn es so funktioniert wie ich es mir wünsche ist alles gut.......falls nicht muss ich irgendetwas ändern. Ob es dann so funktioniert wie ich es mir wünsche oder nicht kann ich natürlich nur im richtigen Praxistest erfahren.

    Das ist ja eins der schönen Dinge am Forum: man kann die Erfahrungen anderer Mitglieder super bei der Wahl seiner Ausrüstung zur Hilfe nehmen..........mache ich auch oft so👍😊

    In diesem Sinne........ Gruß von der Ostsee

  • Die Dehnung des Materials finde ich auch nicht wirklich dramatisch, hab da auch Gummischlaufen dran. Die Wasseraufnahme ist vom Gewicht her vernachlässigbar gegenüber der menge an Wasser die an dem Tarp anhaftet. Hier kann zwar Imprägnieren Besserung schaffen aber das Problem nicht beseitigen.

    Ein für mich persönliche wichtiger Punkt ist die Akustik unter dem Tarp wenn der Regen darauf fällt. Und das gilt nicht nur für den direkten Regen sondern insbesondere auch für das was aus den Bäumen tropft.

    Bei meinem WB-Thunderfly hört es sich an als ob ich unter einem Trommelfell liege und in manchen Nächten ist an Schlaf nicht zu denken weil es einfach zu laut ist. Hab da schon absichtlich die Spannung aus dem Tarp raus genommen um den Lärm zu reduzieren.

    Wenn ich Regen erwartenehme ich deshalb gerne das schwere DD Tarp. Unter dem hört sich Regen deutlich sanfter an und auch die dicken Tropfen aus den Bäumen sorgen nicht gleich für dröhen in den Ohren. Meistens ist das Regengeprassel ehr einschäfernd als wachhaltend.

    Würde mich interessieren wie sich die Materialien dahingehend unterscheiden.

    Don't Panic

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