Birthes Hängematten

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  • Das stimmt, leider gibt es die Gardine nur in weiß. Zum Ausprobieren des Konzepts war das einfach unschlagbar günstig und nett mit der Überbreite. Wenn es sich grundsätzlich bewährt, besorge ich mir irgendwann eine andere Farbe.

    In der Zwischenzeit ist viel passiert!

    1. - Ich habe mich um eine (ökologisch verträgliche) Aufhängung gekümmert und einen 9x9 Lärchenholzpfosten beim örtlichen Holzhändler erstanden und mit meinem üblichen Verkehrsmittel, dem Fahrrad, nach Hause transportiert. Ja ich habe geschoben, das Ding war überraschend schwer :D

    Ich wusste, dass sich in einem Beet im Garten noch ein einbetonierter Pfostenhalter von einer längst nicht mehr existenten Pergola versteckt, den hab ich ausgebuddelt und den Pfosten eingeschraubt. Nicht im Bild: ich hab ihn nach hinten noch abgespannt, hab in der Gärtnerei wo ich arbeite einen Bodenhaken mitnehmen dürfen. Das ist quasi ein 70 cm langer Riesenhering. Den hab ich leicht schräg weg von der Mattenseite ins Beet gekloppt und dann mit einem Drahtspanner den Pfosten auf ca 120 cm Höhe abgespannt, in der Hoffnung damit das Holz zu entlasten.


    2. Die Extex Bestellung ist gekommen und ich hab ein Tarp genäht. Der Sparfuchs hat wieder zugeschlagen und sich folgendes Design überlegt, um mit möglichst wenig Stoff zu einem Diamanten zu kommen. Ich weiß gerade noch nicht, ob ich mir damit ins Knie geschossen hab, weil der Stoff so hauptsächlich diagonal gespannt wird, über die Diagonale ist er natürlich am dehnbarsten :/ Ist der Zelt Silpoly 45g. Jedenfalls ist das ja ein ziemlicher logistischer Angang, obwohl ich sogar recht viel Platz hab :D Das Nähen ging erstaunlich gut. Da zahlt sich aus, dass ich immer ein "faules Mädchen" war und seit Jahren ohne vorher zu Reihen oder sonstwie groß zu stecken nähe und Stoff rein mit Festhalten gebändigt krieg, das ging auch mit dem super flutschigen Silpoly leidlich gut. Nach den endlosen Metern und insbesondere den Kappnähten, mit denen ich die Dreiecke befestigt hab, war ich dann aber doch sehr froh, das Projekt letztendlich fertig zu haben :D 244g bringt es auf die Waage. Zum Aufhängen und testen bin ich noch nicht gekommen, folgt.


    3. Die Iso. Da es ja irgendwie so kompliziert ist, an die richtigen Stoffe dran zu kommen, hab ich mir für 11 Euro einen Discounterschlafsack gekauft und geschlachtet, alle Steppungen aufgetrennt, den Deckenschlafsack aufgeklappt und halbiert, dann komm ich genau auf die 150x100 cm, die mein Isofach hat. Hab dann statt der sehr minderwertig wirkenden Watte eine Schicht 133g Climashield rein gepackt, rundrum zu genäht und Knöpfe an die Ecken gemacht, damit ich sie an den Schlaufen im Isofach befestigen kann. Gesamtkosten Iso ca 27 € und ich hab noch nen halben Schlafsack über, also quasi eine zweite, nicht ganz so warme Iso. Theoretisch kann ich auch beide rein tun oder eine noch unter der Isofach knüpfen.

    4. Das Herzstück, die Matte! Ich hab sie zum Probehängen auf eine Spazierfahrt mitgenommen und festgestellt, dass ich meine Baumgurte lächerlich kurz gemacht hatte, ups! Hab ich total unterschätzt, wie lang die sein müssen, um einen gar nicht so dick wirkenden Baum zu umfassen. Nach einem ersten Fail mit der Aufhängung (Topsegelschotstek rutschte durch bei Dyneema) bin ich bei einem festen Achter und einem einfachen Ankerstich gelandet, das lässt sich sehr leicht in der Länge variieren. Die Dynacord hab ich durch den Hohlsaum gezogen. So kann ich die Hängematte zum Verpacken ausbreiten, also ohne "gathered End" einpacken, das spart ein bisschen Packmaß. Was sind eure Lieblingsaufhängungen?

    Ein zweiter Testlauf mit längeren Baumgurten gelang dann gut. Das Mückennetz wehte aber zu doll, das muss ich noch so adaptieren, dass man es unter der Matte schließen kann. Sonst war ich aber schon ziemlich zufrieden mit meinem Werk. Also....

    Der erste Overnighter im Garten. Zumindest ein halber. Der ging auf die dümmste Weise verfrüht zu Ende, und nein, ich bin nicht auf meine Sicherung darunter gefallen :D

    Ich verrate euch an dieser Stelle ein Geheimnis, ich bin bisher noch überhaupt kein Outdoormensch, ich hab seit Jahrzehnten (Seit Campingurlaub mit Papa) nicht mal mehr gezeltet. Ich wollte immer ein Outdoormensch sein, hab mich aber nicht getraut (hab ne super ängstliche Mutter, das hat Spuren hinterlassen) und arbeite jetzt erst daran, das endlich zu werden.

    Mit dieser super ängstlichen Mutter lebe ich inzwischen wieder unter einem Dach, ich oben unterm Dach, die Mutter unten im Haus. Nun hatte ich mich erfolgreich an ihr vorbei geschlichen, um den ersten Overnighter durchzuziehen. Das glückte auch und ich hab mich im Dunkeln draußen eingerichtet. Dauerte etwas, bis ich einschlafen konnte (bis die Flugzeuge aufhörten Hamburg anzufliegen und die Nachbarn rundrum die Lichter aus machten...) aber dann hab ich eignetlich recht gut geschlafen.

    Nun haben wir aber gerade eine neue Heizung bekommen die Tage davor. Um 2:30 Uhr war ich so halb wach, kuck ein bisschen in die Sterne, dann plötzlich BAM, geht Licht an, das die Häuser gegenüber anstrahlt. Ich kuck hoch - och nee. Ist bei mir oben im Dachboden Licht an. Gibt's doch nicht! Das passiert ein Mal in 5 Jahren, dass meine Mutter mich wegen irgend eines Problems nachts sucht. Und das nun ausgerechnet, wenn ich statt oben draußen auf der Terrasse nächtige. Kurz drauf stand sie dann auf eben dieser neben mir - durch die Heizkörper rauschte plötzlich volle Pulle Wasser. Die Ventile waren alle offen, und weil die Nachttemperatur unter einen Schwellenwert gefallen war, ist die Heizung angelaufen, obwohl die Wärmepumpe noch gar nicht angeschlossen war. DUNDUN DUN. Auf absurdere Weise konnte mein erster Overnighter draußen wohl kaum enden.

    Nachdem wir uns bisschen erholt hatten von dem Schreck, wir hatten erst nicht durchschaut, was da überhaupt abging, bin ich dann ins Zimmer umgezogen, weil es schon bald hell zu werden drohte.

    Ich bin aber sicher, wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich durchgezogen und wäre ganz gut zurecht gekommen, der erste Schritt in Richtung Outdoor ist getan!

    Die Iso hat recht ordentlich funktioniert, die Temp war um 2:30 bei 15° und mir war warm genug. Der Schlafsack ist noch zu schwach, aber auch da arbeite ich dran...

    Fortsetzung folgt :D

  • Möchtest Du gerne in Deiner HM draußen in der Natur übernachten, empfehle ich Dir ein paar andere Hänger zu suchen mit denen Du irgendwo 4-5 Nächte verbringst. Damit kannst Du am ehesten die wichtigen Erfahrungen rund um Dein Setup sammeln und gleichzeitig besser entspannen.

    Es kann sein, dass Du die erste Nacht nicht gut schläfst wegen der Eingewöhnung. Ab der 2. Nacht wirds dann gemütlich weil man übermüdet ist und man holt den Schlaf nach.

  • Ein wirklich tolles Projekt, das du da durchgezogen hast: gratuliere! Du kannst stolz auf dich sein :thumbup::thumbup::thumbup:

    Und dafür, dass deine erste Übernachtung draußen nur halb geklappt hat, dafür kannst du ja nichts. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das gleiche Problem mit der Heizung nochmal habt, ist ja nicht so groß...

    Also: neuer Versuch - neues Glück!

  • Also ich muss dir riesen Respekt zollen ,für dein handwerkliches Geschick sowohl beim nähen als auch der Kreativität aussprechen. Und deine harte körperliche Tätigkeiten, konsequent irgendwelche Pfähle oder Pfosten nach Hause zu manövriere für dein Projekt.

    Bravo, Bravo...

  • Diesmal hat's geklappt :D

    Letzten Samstag auf Sonntag hab ich also meinen ersten vollständigen Overnighter auf der Terrasse verbracht. Jetzt neu mit Ridgeline Organizer. Die Iso funktioniert gut und mühelos, ich kam mit dem mittelwarmen Schlafsack mit luftdichter Picknickdecke drüber aus, waren 13° nachts. Zugegeben ich hatte eine Starthilfe in Form eines heißen Kirschkernkissens :D

  • Respekt fürs Durchziehen (von allem!)

    Und zum Nähen: Ich glaube, mein selbstgenähtes Tarp ist ebenfalls aus dem 45er-Stoff von Extex. Ich habe die Stoffbahn nur einmal durchgeschnitten und wieder zusammengenäht, um auf 2x3 zu kommen (ist für eine Brückehängematte) , d.h. es wurde nur eine 2m lange Mittelnaht plus Säume plus Verstärkungspunkte und ich gehöre auch zum Team Quick & Dirty - das Tarp ist durchaus benutzbar, aber ich habe beschlossen, dass ich Tarpnähen anderen überlasse. Das Gefluche wurde doch etwas zu viel ...8) .

  • Hallo liebe Hänger,

    in der Zwischenzeit gab's nix outdoor Neues, leider hab ich es nicht mehr geschafft, einen weiteren Overnighter ggf auch außerhalb des eigenen Gartens zu versuchen.

    Eine kleine oder eher sehr große Neuigkeit gibt's in Form einer neuen Alltagsmatte für drinnen. Die alte hatte sich bis zum Maximum gedehnt und der Stoff war mir zu fest geworden. Außerdem wollte ich nun eine ernsthaft große Matte haben. Ein erster Versuch schlug fehl, weil der Stoff beim Waschen so eingelaufen ist, dass die Matte letztlich nur ein paar cm breiter wurde als die alte XD also nochmal, diesmal mit einem 170 cm breiten Baumwollnessel. Der ist auf 158 cm Breite eingelaufen, was dann mit Säumen auf 154 cm Breite und 320 cm Länge hinaus lief. Hier habe ich dann auf den gerundeten Saum verzichtet, weil das bei der Länge wohl nicht nötig sein würde, hab aber mein bewährtes Isofach genäht und was soll ich sagen, natürlich habt ihr Recht gehabt, the bigger the better, sie ist sehr bequem. Manchmal fallen die Seiten über mir zusammen, wenn ich nicht diagonal genug liege, aber sonst ist das schon fein so.

    Viele Grüße

    Birthe

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