Einschubfach bei Wooki/Sooki - Sinnvoll?

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  • Hallo zusammen,

    mich hat kürzlich das DIY Fieber gepackt. Neben einer Hängematte die ich jetzt bald nähen möchte, bin ich gedanklich schon auf großer Reise zu weiteren Projekten. Ich möchte eines nach dem anderen machen, von daher ist das erstmal nur ein grobes Brainstorming. Ich denke zur Umsetzung finde ich frühestens nächstes Jahr die Zeit. Trotzdem macht es mir Spaß jetzt schon darüber nachzudenken.

    Da ihr so gute Hinweise und Ideen für mein geplantes Hängematten Projekt hattet, wollte ich jetzt schon mal eure Meinung zu einem weiteren einholen, nicht dass ich mich hier auf eine Schnapsidee versteife.:D

    Es geht um einen "Wooki" mit einer Art Einschubfach.

    In meiner Vorstellung kann ich damit verschiedene Isolationen nutzen/ausprobieren. Ich habe zum Beispiel eine Kufa Steppdecke, einen alten Schlafsack, meinen momentanen UQ (den ich auch mal testweise reinpacken könnte )und auch eine gute Luftisomatte (schlaff aufgepumpt).

    Falls du dir gerade denkst: "Ein Einschubfach? Isomatte? Dein Ernst?" Ich habe den Krampf mit dem Amazonas Isomatten Einschubfach auch schon hinter mir, aber bin trotzdem neugierig. ;)

    Zurück zum Einschubfach: Durch das Fach könnte ich erstmal den Kram den ich schon habe nutzen und müsste kein Isolationsmaterial kaufen. (Vielleicht würde ich mal eine von diesen Ikea Decken holen, aber da ist der Preis ja wirklich überschaubar.) Außerdem wäre es ja theoretisch möglich, je nach Temperatur die passende Isolierung auszuwählen. Das finde ich schon ganz cool.

    Ich sehe da aber noch einige Schwierigkeiten.

    Allgemein habe ich hier auch schon von einem Sooki gelesen, der eine Basisisolation unten hat und zwischen Trägerstoff und Hängematte, also oben, Befestigungspunkte für Zusatzschichten. Ich denke das ist allgemein die elegantere und von der Wärmeleistung her deutlich bessere Variante. Aber wenn ich mir dazu die Mühe machen würde, dann würde ich wahrscheinlich auch kein Risiko eingehen wollen und mir ordentliche Isolation kaufen, statt die zu nutzen, die ich schon habe. Außerdem übersteigt das wahrscheinlich auch meine Fähigkeiten an der Nähmaschine..

    Auch bin ich noch relativ ratlos wie man das Einschubfach gestalten müsste. Wenn es groß genug sein soll, damit auch für kältere Temperaturen entsprechend viel Isolationsmaterial reingestopft werden kann, dann ist es wahrscheinlich gleichzeitig zu schlaff um eine dünnere Schicht im Sommer nah am Trägerstoff zu halten.

    Ich denke auch, dass sich die Isolationsschicht (en) in einem Einschubfach, wenn dieses nicht sehr gut sitzt, leicht verrutschen können. Dann müssten die Isolationen wahrscheinlich trotzdem zusätzlich befestigt werden um das zu vermeiden. Mein UQ hat zumindest ein paar Schlaufen mit Druckknöpfen, die ich nutzen könnte, denn diesen würde ich auf gar keinen Fall umnähen wollen. Um mich da heran zu trauen, müsste ich nämlich noch viel üben..

    Vielleicht habt ihr ja Ideen, wie ich so ein Einschubfach gestalten könnte, oder sogar selbst schon einmal etwas ähnliches gebastelt?

    Oder halt den Hinweis, dass die Idee Quatsch ist.:D

  • Sowas in der Art habe ich mir auch bereits überlegt und die Umsetzung ist relativ einfach, wenn man den Sookie o. Wookie so näht dass die Isofläche "innen" liegt.

    Man müsste sich einfach nur den Aufwand sparen die Kopf u. Fuß-Seite der Isofläche auf den Trägerstoff zu nähen (2. HM die von unten die Isofläche hält) d.h. man vernäht nur die Längsseiten der Isofläche auf der Trägerstoff.

    Dadurch hätte man automatisch ein Einschubfach unter der Isofläche wo man alles möglich an Isolierfaser noch zusätzlich einschieben könnte.

    Was man dort einschiebt sollte auch "ok" in Position bleiben ohne Hilfsmittel, weil das Körpergewicht es bereits fixiert. 2 - 3 Stoffklammern könnten es dann komplett verrutschungssicher machen.

    Nächster Vorteil wäre, dass man von außen die hässliche rote Karo-Wolldecke von 1965 auch nicht sehen würde. Sie würde unter dem Trägerstoff und der Isolierfläche verschwinden. Ich glaube viele achten doch verstärkt auf das Aussehen des Setups.

    Ich habe das Fußende an meinem UQ markiert wo ich es einfach offen lassen würde, d.h. ab wo ich nicht mehr festnähen würde.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (19. September 2024 um 19:51)

  • Sowas in der Art habe ich mir auch bereits überlegt und die Umsetzung ist relativ einfach, wenn man den Sookie o. Wookie so näht dass die Isofläche "innen" liegt.

    Man müsste sich einfach nur den Aufwand sparen die Kopf u. Fuß-Seite der Isofläche auf den Trägerstoff zu nähen (2. HM die von unten die Isofläche hält) d.h. man vernäht nur die Längsseiten der Isofläche auf der Trägerstoff.

    Das wäre wirklich genial. Dann war es bestimmt in deinem Thread, in dem ich gelesen habe, dass Climashield auch noch ganz gut funktioniert, wenn es ein bisschen zusammengedrückt wird. Kann man das generell auf Kunstfaserisolation verallgemeinern?

    Was man dort einschiebt sollte auch "ok" in Position bleiben ohne Hilfsmittel, weil das Körpergewicht es bereits fixiert. 2 - 3 Stoffklammern könnten es dann komplett verrutschungssicher machen.

    Denkst du das geht auch noch mit einem wilden Mix an Reingestopftem? Also so etwas wie zwei verschiedene "Decken" plus Daunenjacke plus ganz unten eine Rettungsdecke.

    Nächster Vorteil wäre, dass man von außen die hässliche rote Karo-Wolldecke von 1965 auch nicht sehen würde. Sie würde unter dem Trägerstoff und der Isolierfläche verschwinden. Ich glaube viele achten doch verstärkt auf das Aussehen des Setups.

    :D Geil

  • Das wäre wirklich genial. Dann war es bestimmt in deinem Thread, in dem ich gelesen habe, dass Climashield auch noch ganz gut funktioniert, wenn es ein bisschen zusammengedrückt wird. Kann man das generell auf Kunstfaserisolation verallgemeinern?

    Es drückt sich leicht zusammen. Man muss halt den Dreh raus haben mit der Einstellung der bzw. des Gummis. Es soll sich der UQ nur leicht anschmiegen, dann hat man unter sich eine richtige aufgebauschte "Decke" wie man sie üblicherweise kennt. Ich gehe davon aus, dass wenn man einen x-beliebigen Kufa-Schlafsack einspannt der genauso wärmt. Je mehr Kufa desto wärmer.

    Ein wilder Mix geht. Der Loft sollte natürlich gleichmäßig bauschen können. Wichtig ist, dass die unterste Schicht winddicht ist, im besten Fall sogar Wärme mach innen reflektiert z.B. mit einer Rettungsdecke. Damit ist schon viel gewonnen. Der Vorteil liegt aber eher in der Versatilität und ggf. dem Aussehen. Das Problem mit dem großen Packmaß und Gewicht ab einer Komfortanforderung von ca. 3C° bleibt bestehen.

    Die Möglichkeit zusätzliche Decken einzuschieben ist klasse, aber Du hast definitiv keine Lust Kufa-Schlafsack + Kufa-UQ + 2 extra Decken auf Deinem Fahrrad oder Motorrad zu transportieren. Das ist zu sperrig.

  • Denkst du das geht auch noch mit einem wilden Mix an Reingestopftem? Also so etwas wie zwei verschiedene "Decken" plus Daunenjacke plus ganz unten eine Rettungsdecke

    Moin,

    ich verleihe auch Anhänger wenn es mal ein bisschen mehr wird 😄


    Ich habe schon des öfteren eine Alu-Luftfolie (LKW Fenster Frostschutz) zwischen UQ und Underquilt Protector geschoben. Die sind sehr leicht und bringen für mich nochmal ca 5-8°C zusätzliche Reserve nach unten.

    Die Alu-Luftfolie reflektiert sehr gut die angewärmte Luft im UQ zurück zum Körper. Zusätzlich kann ich die Luftfolie auch noch anderweitig nutzen (z.B. als Sitzunterlage).

    Zwischen UQ und UQP eingeklemmt verrutscht die Folie nicht und durch ihr leichtes Gewicht wird der UQP auch nicht nach unten gedrückt.

    Gruß von der Ostsee

  • Es drückt sich leicht zusammen. Man muss halt den Dreh raus haben mit der Einstellung der bzw. des Gummis. Es soll sich der UQ nur leicht anschmiegen, dann hat man unter sich eine richtige aufgebauschte "Decke" wie man sie üblicherweise kennt. Ich gehe davon aus, dass wenn man einen x-beliebigen Kufa-Schlafsack einspannt der genauso wärmt. Je mehr Kufa desto wärmer.

    Alles klar, danke! :)

    Ich denke ich würde es mit einer Kammerhöhe von 15-20 cm probieren. Das richtige Einstellen der Aufhängung, sodass die Kammer zwischen HM und Trägerstoff gut "eingeklemmt" ist, wird dann sicher viele Versuche kosten.

    Ein wilder Mix geht. Der Loft sollte natürlich gleichmäßig bauschen können. Wichtig ist, dass die unterste Schicht winddicht ist, im besten Fall sogar Wärme mach innen reflektiert z.B. mit einer Rettungsdecke. Damit ist schon viel gewonnen. Der Vorteil liegt aber eher in der Versatilität und ggf. dem Aussehen. Das Problem mit dem großen Packmaß und Gewicht ab einer Komfortanforderung von ca. 3C° bleibt bestehen.

    Du meinst die unterste Schicht der Isolationsfüllung, richtig? Oder sollte auch der Trägerstoff besser winddicht sein? Ich hatte ein 15den Monofil Nylon gesehen, bei dem ich mir dachte, dass ich das vielleicht nehmen könnte. Aber ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung von Stoffen.8|

    Haha, gut zu wissen ;)

    Ist das für LKW eine ähnliche Folie wie für PKW, oder ist die besser? Die für PKW benutze ich immer für Pot Cozys.

    5-8°C klingt wirklich ordentlich und die Folie raschelt auch sicher nicht wie Rettungsdecken, sie ist zwar deutlich sperriger, aber die probiere ich ganz sicher aus! :)


  • Moin,

    die Alu-Luftfolien für LKW's sind einfach nur größer. Die Alu beschichteten Schaumstoffmatten wie die auf deinen Fotos für die Pot Cozys verwende ich eher nicht. Die Luft-Bubble Folien sind deutlich haltbarer und leichter aber schwerer in Baumärkten zu finden.

    Die gibt es aber Oneline als Thermo-Luftfolie oder Alu-Luftfolie auf Rollen zum zurecht schneiden zu kaufen.

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe vor 3 Jahren (auch im September) an der Wupper geschlafen, d.h. direkt am Ufer. Ab 23.00 Uhr zog ein feuchter Kaltluftstrom unaufhörlich genau längsseitig durch mein Tarp. Flüße u. Bäche treiben kalte Luft vor sich her.

    Ich hing genau in diesem Kaltluftstrom. Damals habe ich noch mit Decken experimentiert. Gott sei Dank hatte ich noch die BW-Faltmatte dabei. Damit ging es dann, ansonsten hätte ich abbrechen müssen.

    Danach habe ich mir mein Material für mein DIY-UQ-Projekt zusammengestellt und habe noch extra ein schweres winddichtes Microfleece als unterste Schicht verwendet. Das schützt den Kufa-Loft nochmal extra gegen kalte Luftströme. Das Klima von unten ist jetzt super, egal ob kalter Wind durchs Tarp zieht. Ist aber natürlich für die meisten hier viel zu schwer. Mir war erstmal nur wichtig eine robuste Allzweckwaffe bis ca. 0C° zu haben. Gewicht u. Packmaß war mir fürs erste Projekt egal.

    Daher würde ich definitiv ein winddichtes Material ganz unten standardmäßig einbauen.

    Das DIY Thema macht wirklich viel Spaß, aber wenn auch Du bei Frost gerne und häufig draußen schläfst, dann vergiß Kufa und widme Dich direkt dem Thema Daunen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (20. September 2024 um 12:32)

  • Ein unten hängendes Einschubfach für Decken wird nicht funktionieren, weil die Decken dann einfach zum tiefsten Punkt rutschen. Um diesen Effekt zu vermeiden, werden bei loser Isolierung ja Kammern eingenäht.

    Ein oben aufliegendes Einschubfach für Decken ist meiner Meinung nach sinnlos, weil du die Decken trotzdem noch irgendwie fixieren musst, damit sie nicht zu stark verrutschen. Lass das Einschubfach weg, und leg die Decken einfach so in die "Stützhängematte". Oder noch besser: modifiziere deine Decke(n) einfach und bastele direkt einen Underquilt daraus. Wenn du dir einen Wooki-artigen UQP dazu nähst, bekommst du die meiste Leistung für die aufgewendete Arbeitszeit.

    Wenn du einen Sooki nähen willst, würde ich es richtig machen und gleich 2 m Climashield Apex bestellen. Du kannst dann immer noch Decken in den Sooki legen und die Isolierung nach Bedarf steigern.

  • Danach habe ich mir mein Material für mein DIY-UQ-Projekt zusammengestellt und habe noch extra ein schweres winddichtes Microfleece als unterste Schicht verwendet. Das schützt den Kufa-Loft nochmal extra gegen kalte Luftströme. Das Klima von unten ist jetzt super, egal ob kalter Wind durchs Tarp zieht. Ist aber natürlich für die meisten hier viel zu schwer. Mir war erstmal nur wichtig eine robuste Allzweckwaffe bis ca. 0C° zu haben. Gewicht u. Packmaß war mir fürs erste Projekt egal.

    Daher würde ich definitiv ein winddichtes Material ganz unten standardmäßig einbauen.

    Ich hatte gehofft um schwere Materialien herumzukommen. Aber der Wind kann echt gemein sein, das kenne ich nur zu gut.

    Vielleicht kann ich ja standardmäßig eine Rettungsdecke, oder die von wuppitom vorgeschlagene Alu-Luftfolie reinlegen. Zumindest für die isolierte Fläche sollte das ja ein bisschen was bringen, würde ich vermuten.

    Das DIY Thema macht wirklich viel Spaß, aber wenn auch Du bei Frost gerne und häufig draußen schläfst, dann vergiß Kufa und widme Dich direkt dem Thema Daunen.

    Seit ich mir meinen ersten Daunenschlafsack zugelegt habe, schwöre ich auch darauf. Im Kontext DIY habe ich aber Respekt davor. Die nötigen Kammerkonstruktionen erscheinen mir schwierig zu nähen. Ich bin ja schon froh, wenn ich eine ganz einfache Naht halbwegs gerade hinbekomme.. ^^

    Ein unten hängendes Einschubfach für Decken wird nicht funktionieren, weil die Decken dann einfach zum tiefsten Punkt rutschen. Um diesen Effekt zu vermeiden, werden bei loser Isolierung ja Kammern eingenäht.

    Ja, das habe ich befürchtet. Wie oben schon beschrieben, Kammern zu nähen traue ich mir (noch) nicht zu.

    Ein oben aufliegendes Einschubfach für Decken ist meiner Meinung nach sinnlos, weil du die Decken trotzdem noch irgendwie fixieren musst, damit sie nicht zu stark verrutschen. Lass das Einschubfach weg, und leg die Decken einfach so in die "Stützhängematte". Oder noch besser: modifiziere deine Decke(n) einfach und bastele direkt einen Underquilt daraus. Wenn du dir einen Wooki-artigen UQP dazu nähst, bekommst du die meiste Leistung für die aufgewendete Arbeitszeit.

    Du glaubst also nicht an die "Klemmwirkung" des Einschubfachs? :huh:

    Mich hat Gironimo 's Theorie dazu eigentlich überzeugt.

    Den Thread mit der modifizierten Decke kenne ich. Ich finde die Idee auch so genial wie simpel, hatte allerdings an eine etwas weniger improvisiert anmutende Lösung gedacht. (Nicht falsch verstehen, eigentlich wäre das genau mein Style :) )

    Wenn du einen Sooki nähen willst, würde ich es richtig machen und gleich 2 m Climashield Apex bestellen. Du kannst dann immer noch Decken in den Sooki legen und die Isolierung nach Bedarf steigern.

    Führe mich nicht in Versuchung.. :D Obwohl das wahrscheinlich die logische Konsequenz wäre, wenn mir die modifizierte Decken-Konstruktion zu improvisiert daherkommt.

    Wenn ich mir noch Apex dazu holen würde (nur mal ganz theoretisch angenommen), dann wahrscheinlich direkt die 200g, oder ist das übertrieben?

    Die gibt es aber Oneline als Thermo-Luftfolie oder Alu-Luftfolie auf Rollen zum zurecht schneiden zu kaufen.

    Alles klar, vielen Dank für den Tipp. Werde ich mir besorgen. Einige Cozys wollte ich eh mal neu machen. Zum Teil haben die schon Maggi-Instant-Gericht-Geruch angenommen <X:D

  • Du musst kein schweres Material verwenden. Es gibt auch winddichtes Ripstop mit 35g/qm . Ich wollte ein Fleece mit Membran, um auch noch mehr Wärme zu bekommen.

    Wenn Du ein wenig Erfahrung hast mit Nähmaschine, dann kriegst Du einen Daunen UQ schon hin, allerdings würde ich dann ganz behutsam vorgehen. Nichts überstürzen. Lieber sich regelmäßig 60-90 Min. hinsetzen und sich dann zwingen aufzuhören, und an einem anderen Tag weitermachen. Dadurch vermeide zumindest ich Flüchtigkeitsfehler. Unbedingt vermeiden irgendeine Frist einzuhalten und sich zwingen das Teil an einem Wochenende fertigzunähen. Der kleinste Fehler kann dann schnell zu einem echten Problem ausarten, weil die Konzentration schwindet.

    Ich mache mittlerweile auch nicht länger als 45 Min. an der Maschine und mache dann eine Pause, komme auf andere Gedanken und setze mich später wieder ran. Dadurch gelingt mir vieles viel besser, als wenn ich mich zwinge weiterzumachen.

    Das betrifft aber denke ich auch professionelle Schneider. Schneidert man neue unbekannte Produkte mit unbekannten Materialien, dann passieren einfach Fehler. Machst Du immer wieder gleiche Näharbeiten, z.B. eine Hose mit einem Schnitt und einem Stoff, dann kannst Du es irgendwann im Schlaf.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gironimo (20. September 2024 um 16:23)

  • Ich würde mich auf Luftmatratzen konzentrieren, und an den Seiten mit etwas Überlappung eine andere Isolierung anstückeln (asymmetrisch).

    Isomatten haben abgesehen von der schlechten Eignung für Hängematten signifikante Vorteile, die imo selbst ein paar Gramm mehr rechtfertigen würden.

  • Du musst kein schweres Material verwenden. Es gibt auch winddichtes Ripstop mit 35g/qm . Ich wollte ein Fleece mit Membran, um auch noch mehr Wärme zu bekommen.

    Okay, danke. Dann recherchiere ich besser noch ein bisschen :)

    Wenn Du ein wenig Erfahrung hast mit Nähmaschine, dann kriegst Du einen Daunen UQ schon hin, allerdings würde ich dann ganz behutsam vorgehen. Nichts überstürzen. Lieber sich regelmäßig 60-90 Min. hinsetzen und sich dann zwingen aufzuhören, und an einem anderen Tag weitermachen. Dadurch vermeide zumindest ich Flüchtigkeitsfehler. Unbedingt vermeiden irgendeine Frist einzuhalten und sich zwingen das Teil an einem Wochenende fertigzunähen. Der kleinste Fehler kann dann schnell zu einem echten Problem ausarten, weil die Konzentration schwindet.

    Die Erfahrung muss ich noch sammeln. Ich habe die Nähmaschine letztes Jahr von meiner Oma aufgeschwatzt bekommen. Die hatte sie günstig gekauft, aber ihre alte gefällt ihr besser, weswegen die neue nur ungenutzt herumstand.

    Genäht habe ich bisher nur ein paar Kleinigkeiten. Ich habe z.B. einen Turnbeutel, bei dem sich eine Naht gelöst hat, wieder repariert und noch ein paar vergleichbare Kleinteile. Ansonsten habe ich, außer einer ersten, ganz simplen, Hängematte noch nichts genäht..

    Aber Übung macht den Meister, von daher danke für den guten Hinweis :)

  • Du glaubst also nicht an die "Klemmwirkung" des Einschubfachs? :huh:

    Mich hat Gironimo 's Theorie dazu eigentlich überzeugt.

    Dann probiere es aus und erstatte Bericht. Ich musste meine Isolierung jedenfalls festnähen, um sie am Verrutschen zu hindern. Aber vielleicht funktioniert es ja für dich.

    Wenn ich mir noch Apex dazu holen würde (nur mal ganz theoretisch angenommen), dann wahrscheinlich direkt die 200g, oder ist das übertrieben?

    Das kommt darauf an, wie warm oder kalt du schläfst, und bis zu welcher Temperatur du es noch warm haben willst. 200 g Apex funktioniert für durchschnittliche Schläfer wohl bis zu einer Temperatur von ca. 0°C.

  • Isomatten funktionieren aber nur in der Hängematte - nicht unter der Hängematte.

    Sie funktionieren da, wo sie sind — deswegen der Hinweis auf die Flügel.
    Der Streifen in der Mitte hat meist guten Kontakt und isoliert gut, aber an den Seiten drückt die Hängematte den Overquilt zusammen, und sorgt gleichzeitig für einen Luftspalt unten.

    Durch niedrigeren Druck als normal (also Einsatz am Boden) schmiegt sich eine Luftmatratze vielleicht etwas besser an, aber mit der geringen Breite bleiben die Seiten eine Schwachstelle.
    Da fällt mir gerade ein: Als billiges Material für Experimente könnte man Luftpolsterfolie nehmen. Im Garten sollte das Packmaß ja nicht stören 🤓.

  • Dann probiere es aus und erstatte Bericht. Ich musste meine Isolierung jedenfalls festnähen, um sie am Verrutschen zu hindern. Aber vielleicht funktioniert es ja für dich.

    Das kommt darauf an, wie warm oder kalt du schläfst, und bis zu welcher Temperatur du es noch warm haben willst. 200 g Apex funktioniert für durchschnittliche Schläfer wohl bis zu einer Temperatur von ca. 0°C.

    Du hast Recht, dass man zusätzliche Schichten nur auflegen muss, und das ausreicht.

    Ein Fach wäre meiner Meinung nach sinnvoll wenn man eine dünne Matte aus EVA oder anderem Kunststoff einschiebt, die mit einer wärmereflektierenden Folie beklebt ist. Dadurch hätte man als unterste Schicht eine richtige "Wand" die den Loft stark isoliert.

  • Noch einmal: eine Isomatte unter der Hängematte, also in einem Sooki oder UQP funktioniert nicht bzw. allenfalls als Windblocker. Durch ihre inhärente Steifigkeit füllt sie die vielen Hügel und Täler die beim Liegen in der Hängematte entstehen nicht aus. Das ist genauso, als ob der Underquilt nur sehr locker unter der Hängematte hängt. Die aufgewärmte Luft fließt dann munter über die Luftkanäle ab.

    Wenn schon Isomatte (das schließt Evazote mit ein), dann direkt in der Hängematte. Man kann den Isomatten-Sooki auch in die Hängematte hängen. Das würde funktionieren. Die Nachteile der Isomatte bleiben allerdings bestehen.

  • Dann probiere es aus und erstatte Bericht. Ich musste meine Isolierung jedenfalls festnähen, um sie am Verrutschen zu hindern. Aber vielleicht funktioniert es ja für dich.

    Das wird gemacht! ;)

    Das kommt darauf an, wie warm oder kalt du schläfst, und bis zu welcher Temperatur du es noch warm haben willst. 200 g Apex funktioniert für durchschnittliche Schläfer wohl bis zu einer Temperatur von ca. 0°C.

    Danke für deine Einschätzung! Ich denke ich liege, was das angeht im Durchschnitt. Obwohl mein Kälteempfinden auch schwankt, vor allem in Abhängigkeit vom Essen (wahrscheinlich konkret der Kaloriengehalt, vermute ich) und wie sehr ich mich körperlich angestrengt habe. Ist das bei euch eigentlich auch so? Einer meiner Outdoor Mitstreiter ist dahingehend gefühlt deutlich konstanter unterwegs..

    0°C deckt für meine Touren aber schon eine sehr große Bandbreite ab :love:

    Ein Fach wäre meiner Meinung nach sinnvoll wenn man eine dünne Matte aus EVA oder anderem Kunststoff einschiebt, die mit einer wärmereflektierenden Folie beklebt ist. Dadurch hätte man als unterste Schicht eine richtige "Wand" die den Loft stark isoliert.

    Ein IR-reflektierender Windblocker klingt echt super! :)

    Ich würde mich auf Luftmatratzen konzentrieren, und an den Seiten mit etwas Überlappung eine andere Isolierung anstückeln (asymmetrisch).

    Ausprobieren werde ich meine Isomatten auf jeden Fall. Sind ja alles Erfahrungswerte. In meiner Vorstellung aber eher als Ergänzung, wenn es wirklich sehr kalt ist. Das mit dem Anstückeln wäre in dem Fall wirklich gut, danke :)

    Durch ihre inhärente Steifigkeit füllt sie die vielen Hügel und Täler die beim Liegen in der Hängematte entstehen nicht aus. Das ist genauso, als ob der Underquilt nur sehr locker unter der Hängematte hängt. Die aufgewärmte Luft fließt dann munter über die Luftkanäle ab.

    Das ist auch meine Erfahrung mit Isomatten und Einschubfach, von daher nur als Ergänzung, oder halt zum Testen, wie oben geschrieben.

  • Vor einigen Wochen überkam mich spontan die Idee, das Prinzip zuerst an einem Quick and Dirty Probestück zu testen. Es war eine ziemlich übernächtigte und unkoordinierte Aktion, entsprechend ist das Ergebnis nicht wirklich schön, aber das ist für die Funktion ja auch nicht so wichtig.

    Ich hatte noch eine dünne Kunstfasersteppdecke und eine billig Hängematte vom großen Online-Händler herumliegen. Als ich die Teile in der Hand hatte und bemerkte, dass sie fast die gleiche Farbe haben, war ihr Schicksal besiegelt. Vor allem da ich die Dinger eigentlich nicht mehr verwende, da sich über die Jahre vieles an Ausrüstung eingesammelt hat, was deutlich besser ist, erschien mir die Idee sinnvoll. So haben die Teile wenigstens einen neuen Zweck bekommen.

    Aus Schlafmangel und Verpeiltheit habe ich die Isolierung von der falschen Seite angezeichnet und festgenäht, so dass man Edding Striche sieht und der umsäumte Teil unschönerweise nach oben zeigt.

    Statt ein Einschubfach aus Stoff auf den Trägerstoff zu packen, habe ich direkt die Kunstfasersteppdecke als "Fachstoff" genommen. Im Prinzip habe ich nur die Form der gewünschten Isolationsfläche bzw. des Einschubfachs aus der Decke geschnitten, gesäumt und auf die billig HM aufgenäht. Dabei habe ich mich, was Form und Position angeht, an einem Wooki Schnittmuster aus dem US Forum orientiert. Nachträglich hätte ich die Position besser durch Ausprobieren ermittelt. Auf dem Schnittmuster war die Isolationsschicht ein gutes Stück in Richtung Kopfende verschoben. Ich denke das liegt daran, dass Warbonnet die Fußenden wippt, wofür ja etwas mehr Trägerstoff benötigt wird, als für einen einfachen Tunnelzug wie er am Kopfende ist. Das das habe ich nicht berücksichtigt, zu dem Zeitpunkt war mir das aber auch nicht so richtig bewusst. Das Resultat ist, dass ich den Sooki am Fußende mit einer sehr kurzen Schlaufe an der HM befestige, am Kopfende hingegen mit einem deutlich längeren Stück Schock Cord. Beim nächsten Mal versuche ich die Position besser hinzubekommen, damit der Abstand der Aufhängungen am Kopf- und Fußseite ähnlich lang ist. Zum herumspielen ist das Teil aber völlig in Ordnung.

    Bisher habe ich es ein paar Mal im Park getestet und hatte den Suki vor zwei Wochen bei einem Cvernighter dabei. Beim Overnighter habe ich den Suki einem Kumpel gegeben, der spontan dazu kam und kaum Kram dabei hatte.

    Bei meinem Probeliegen im Park habe ich festgestellt, dass ich die Isolationsfläche beim nächsten Versuch noch mal um ca. 20 cm verlängern möchte, da sie mir nicht weit genug über die Schultern heraussteht. Ansonsten war der Suki im Park deutlich wärmer als gedacht. Die Steppdecke ist nämlich wirklich sehr dünn. Trotzdem hat sie ein leichtes Frösteln in wohlige Wärme verwandelt. Genutzt habe ich sie ohne etwas einzuschieben.

    Das Einschubfach haben wir dann beim Overnighter erstmalig getestet. Es ist mit losen Schichten so wie Hammock Fairygesagt hat. Eine dünne Fleecedecke und auch eine Jacke die wir reingestopft haben, haben zwar anfangs gehalten, da wir den Suki relativ straff unter die Matte gespannt haben, durch Drehen und Bewegen ist sie mit der Zeit allerdings unweigerlich nach Unten gerutscht. Hier müsste also mit zusätzlichen Befestigungen gearbeitet werden.

    Eine Isomatte haben wir auch ausprobiert. Leider hatte der Kumpel nur eine selbstaufblasende Matte mit Schaumkern dabei, die auch halb aufgepustet noch relativ steif war. Dadurch hat die Isomatte die Form vorgegeben, indem sie den Suki aufgespreizt hat, wodurch die Seiten nicht mehr an der Hängematte anlagen. Meine Vermutung ist, dass dies auch mit schlaff aufgepusteten Luftmatten (z.B. Nemo Tensor oder ähnliche) der Fall sein müsste. Das würde ich aber noch einmal testen wollen, ein bisschen weniger steif als die Isomatte mit Schaumstoffkern könnten die reinen Luftmatten ja eventuell doch sein.

    Sehr gut funktioniert hat eine dünne Evazote Matte, die kann man aber eigentlich auch einfach in den UQP legen, dafür ist nicht unbedingt ein Einschubfach nötig.

    Insgesamt bin ich nach dem Test weniger begeistert von der Idee des Einschubfachs als am Anfang, werde aber sicher noch ein bisschen testen. Trotzdem wird mein nächster Sooki wohl eher ein konventioneller werden. Gefreut hat mich, dass der Kumpel nicht gefroren hat, obwohl es nur 5 Grad waren und er nur den dünnen Sooki, eine schlechte Isomatte und eine dünne Fleecedecke hatte, um sich von unten zu isolieren.

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