Beratung Setup zu Brückenhängematte bzw. Bridge hammock

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  • So liebe Profi- und Amateur-Hänger,

    ich steige um von einer GE-HM zu einer BrückenHM und zwar von der WB Blackbird XLC mit 20er Wooki (werde sie demnächst im Marktplatz inserieren) zur Dutchware Banyan.

    Die Banyan habe ich schon. Jetzt brauche ich noch passende UQ, evtl. UQ-Protector und einen Tarp. Um gleich klar zu stellen: ich kann noch nicht MYOG :D

    Ich habe hier nach einem passenden Thread gesucht, aber nichts aktuelles gefunden.

    UQ

    Ich will einen mit Daunen, der auch bei 5°C Aussentemperatur noch gut warm hält. Wenn es kälter wird, würde ich noch einen UQ-Protector dazu tun, notfalls noch eine IsoMatte in der HM reinlegen. Ich tendiere zu solchen Underquilts, die für 4 Jahreszeiten gedacht sind - ich schlepe vielleicht einmal mehr als nötig die 200-400 Gramm Mehrgewicht, dafür habe ich sicher keinen frozen butt.

    Mit dem 20er Wooki in der Blackbird XLC bin ich nicht richtig glücklich gewesen, da ich mich oft umdrehe, weil die Seiten vielleicht nicht optimale Spannung hatten, ich hatte immerwieder kalte Stellen, selbst bei ca. 15°C.

    Welche UQ sind zu empfehlen?

    Der Lynx von WB soll an Banyan auch passen. In den Bildern sieht meist so aus, dass an den Enden 2-5 cm von der HM nicht vom UQ bedeckt werden.

    Ist es so, kann das ein Problem zB. für die Füße werden?

    Für den Kopf verwende ich eh ein Kissen und eine Mütze, brauche nicht unbedingt den UQ, für die Füße ist es aber ein MUSS. Ich bin 1,81 cm groß übrigens.

    Andere UQ zB. MT Washington by JRB oder Loco Libre Ridge Reaper sind etwas länger anscheinend und bedecken auch die Ecken zwischen Boden und Fuß- bzw. Kopfwand. Die sind leider in Europa nicht so einfach zu kriegen.

    Gibt es andere Empfehlungen/Erfahrungen mit europäischen Herstellern (Cumulus, Khibu...)?

    Stehen manche davon an den Seiten eher zu hoch, sodass man nicht mehr so gut über den Rand gucken kann?

    UQ-Protector

    Welche verwendet ihr und was sind eure Erfahrungen damit?

    Hat jemand diesen hier? https://www.outdoorline.sk/en/hammocks/un…bridge-hammocks

    Tarp

    Ich habe bei der Banyan ca. 3,75 m zwischen den Aufhängeschlaufen gemessen.

    Welche Tarps verwendet ihr?

    Gibt es für ca. 200 € einen passenden, der lang und breit genug ist und trotzdem kein Schwergewicht ist?

    Brauche ich extra Spreizstäbe für den Tarp oder reicht es auch die Pullouts mit Schnüren weiter weg zu befestigen?

    Gibt es für die HM-Spreistäbe von Banyan eine elegante Lösung wegen der möglichen Tarpschädigung durch reiben/stechen? Für die Ridgerunner gibts ja was von Lega... oder sowas.

    Nun Feuer frei... :)

    LG Traian

  • Zum UQ:

    Der Lynx ist prinzipbedingt (Gummibänder) am Fußende nicht ganz so lang wie die Hängematte. Selbiges gilt auch für den Ridge Reaper von Loco Libre, der ist nur an den Ecken etwas (!!!) großzügiger vom isolierten Bereich her, am Fußende selbiges Spiel. JRB hatte ich noch nicht in der Hand, aber grundsätzlich liegen die "konventionellen" UQs vor allem im Arschbereich nicht so gut an wie das ein Lynx(klon) tut, es geht also ein bißchen Wärmepotential verloren. Wenn Du nicht einen UQ für eine GE mitnutzen möchtest und auch im Winter rausgehst, würde ich Dir dringend zum Lynx oder Loco Libre raten. Falls für Dich Gebrauchtkauf in Frage kommt: Ich habe einen 0F Lynx loszuwerden weil ich ihn durch einen locolibre ersetzt habe, war aber bisher zu faul ihn in den Marktplatz zu stellen.

    UQP:

    Das Outdoorline Teil tut was es soll, aber merke: Je dünner der Stoff, des geringer die Schutzwirkung natürlich.

    Tarp:

    Das kommt darauf an wieviel Wetterschutz Du möchtest. Wenn ich leicht unterwegs sein will, nehme ich oft nur ein Hammock Gear 12ft Hextarp aus DCF mit, also 3,6m x 2,7m. Wenn ich mit Regen rechne wird es meist ein 13ft Hextarp in 3m Breite oder ein 12ft Rechteck DCF von Dutch (auch 3,6m x 2,7m). Türentarps benutze ich nicht mit der Bridge. Zur Not kann man mit dem Rechteck Türen improvisieren. Das finde ich schon einigermaßen palastig und reicht mir vollkommen aus. Erfahrungsgemäß ist es nicht notwendig, dass das Aufhängedreieck unterm Tarp ist, ggf eben an driplines denken. Mir ist die Ridgerunner ein einziges mal abgesoffen und es lag ausschließlich an den fehlenden driplines, das Wasser ist über die Aufhängung vom Baum in die Matte gelaufen, ein größeres Tarp hätte das auch nicht verhindert. BX.33 hat da ne andere Meinung glaube ich was die Tarps angeht, kann ja gerne mal seinen Senf dazugeben ;) Ich halte ein Riesentarp für die Brücke vollkommen überflüssig, die Matte selbst ist ja viel kleiner als eine Gathered End. Auch die Gefahr des Durchstechens halt ich für vollkommen überbewertet, vor allem wenn man noch Gummischnüre am Tarp hat. Bei starkem Wind würde ich eher auf UQP oder eine Windsocke setzen, als zu versuchen das Tarp ganz zuzumachen.

  • Hi,

    Zum UQ

    ich hatte mit 1,85m keine Probleme die Füße im isolierten Bereich des Lynx zu halten.

    Zum Tarp

    Tarp hatte ich zu der Zeit ein 11ft Superfly was einfach zu knapp war. Würde auf 12ft wenn nicht sogar 13ft gehen, damit das Aufhänge-Dreieck auch unterm Tarp ist.

    Rob pelton auf Youtube hat da viel Videos gemacht.

    UQP hatte ich nicht genutzt bisher

  • Ich habe die Banyan nicht, aber eine Ridgerunner. Ich habe damals gleich den 0F Lynx dazu gekauft, habe aber auch mit Underquilts für GE Matten experimentiert. Wie Grobinger schon geschrieben hat: man bekommt sie am Hintern nicht gut zum anliegen. Der Lynx ist plug&play. Daher würde ich dir auch zum Lynx oder baugleichen UQ raten.

    Den UQ Protector von Outdoorline habe ich auch und er macht was er soll. Wenn du den bestellen solltest, dann bestell auch gleich die Ersatzgummis für den Lynx mit. Es kommt wohl schon mal vor das die reißen (ist mir noch nicht passiert).

    Als Tarp nutze ich für normales Wetter ein selbstgenähtes. Da habe ich mich mit den Maßen an dem Warbonnet Cloudburst orientiert, es misst 3,4x2,9m. Das ist eigentlich ideal und hat mich auch bei einem normalen Regenschauer ohne starken Wind trocken gehalten.

    Da ich mir gern Plätze am Waldrand aussuche, bzw Plätze die offener sind und mehr Aussicht bieten, habe ich mir für mieses Wetter und den Winter im letzten Memorial Day Sale das 13ft Superfly gegönnt. Das ist natürlich ein Palast und für den großteil des Jahres nicht nötig. Als Schutz für das Tarp vor den Spreizstäben habe ich mir die Fugal Bridge Buttons gekauft.

    Einmal editiert, zuletzt von reverselay (2. August 2023 um 15:12)

  • Den UQP von Outdoorline habe ich sowohl für die RR als auch für die GE (WB BB XLC). Die Teile sind gut gemacht. Gerade, wenn es windet, lässt sich damit ein Verlust der warmen Luft im UQ vermeiden. Alle Eigenprodukte von Outdoorline sind Klasse. Taschen, Gear hammock, etc. Da würde ich keinen Moment zögern Dinge zu erwerben.

    Ein Gummi vom Lynx ist mir auch bereits gerissen. Einen wirklichen Grund konnte ich nicht herausfinden. Ich vermute, dass ich nicht flach genug aufgehängt hatte. Die RR soll ja nur mit ca. 25 Grad aufgehängt werden. Ersatzgummis sind jedenfalls eine gute Sache, wenn man sie da hat. Kosten ja quasi auch nix.

    Tja. Und das Thema Tarp ist vermutlich wieder Geschmackssache. Ich bin mit meinem 13' Tarp megazufrieden und möchte es keinen mm kleiner haben. Auch die Türen finde ich toll. Bisher hatte ich mehrfach windiges Wetter und da fühle ich mich einfach geschützter und besser. Und gemütlicher. ;) Da mein Tarp über eine integrierte Ridgeline verfügt, lassen sich die Türen am Kopf- oder(!)/und Fußende festmachen. Dann lässt es sich bei Bedarf auch ohne Türen hängen. Dann ist es ja quasi ein Rechteck. Hier geht es mir tatsächlich anders als dem wertgeschätzten Herrn grobinger . Wenn ich mehr Sicht haben möchte und das Wetter gut ist, dann hänge ich die Tarp einfach höher. Die Türen, die so Richtung Thunder-/Mountainfly gehen, sind ja auch keine Volltüren. In Summe mag es sein, dass es mehr eine gefühlte Sicherheit vor Regen ist als eine echte. Nur wenn der Wind geht und ungünstig kommt, dann kann es schon sehr helfen. So zumindest meine Wahrnehmung. Aus Gewichtsgründen würde ich auch nicht auf die Türen verzichten. Ob das 13' Tarp 550 g oder vielleicht 580 g wiegt, ist für mich nicht relevant. Und mehr Gewicht wird es am Ende nicht sein. OK, ein paar Gramm noch für die Abspannschnüre, aber auch das macht es dann nicht aus. Ansonsten habe ich noch festgestellt, dass ein zusätzlicher mittlerer ground tie out bei 13' quasi ein must have ist. Insbesondere wieder bei Wind. Da machen drei Abspannpunkte pro Seite echt eine Menge aus.

  • Habe auch die Banyan. Gute Entscheidung 😉

    Underquilt:

    Ich habe einen 40 F Lynx mit 2 OZ Overfill. Der geht bis 5 grad rum und passt mit Verlängerung gut unter die Banyan.

    Was er aber nicht Isoliert, wie auch der Locolibre, sind die Stirnseiten. Bei den Fuessen ist das egal, aber beim Kopf habe ich gern einen Arm hinter dem Kopf verschrenkt und der wird dann kalt, wenn er gegen die Matte drückt. Im Sommer sicher egal, aber ich bin am ueberlegen für den Winter evtl. doch einen Cumulus zu nehmen, weil der die Stirnseiten auch Isoliert. Ob der Druck am Körper ausreicht kann ich in der Praxis im Wintertest nicht sagen, da der noch ansteht. Meine Tests zu Hause, mit dem Selva 300 waren da aber vielversprechend.

    Die Gummies habe ich gleich ersetzt. Die reissen früher oder spaeter eh, wie beim Wooki auch. Ich denke, das liegt daran, das Sie nicht rund sind und darum an der Kante einreissen.


    Tarp:

    Ich denke es kommt auf den Hersteller an, ob 12 feet reicht oder nicht. Mein 12 er Mountenfly von WB geht nicht ueber das Triangle hinaus. Da schaut etwas raus an beiden Seiten. Mit den Türen ist aber alles gut dicht.

    Mit meinem 12 er Dutch Rechteck Tarp ist das anders. Das deckt gerade noch die Triangles ab. Und wenn ich die "Tueren" schließe bin ich top geschützt.

    Ich denke, das das Warbonet Tarp durch den Cat Cut Schnitt aufgespannt an Laenge verliert im Vergleich zum Dutch Tarp. Ich kanns die Tage mal genau messen im Vergleich.

  • In Summe mag es sein, dass es mehr eine gefühlte Sicherheit vor Regen ist als eine echte. Nur wenn der Wind geht und ungünstig kommt, dann kann es schon sehr helfen. So zumindest meine Wahrnehmung. Aus Gewichtsgründen würde ich auch nicht auf die Türen verzichten. Ob das 13' Tarp 550 g oder vielleicht 580 g wiegt, ist für mich nicht relevant. Und mehr Gewicht wird es am Ende nicht sein. OK, ein paar Gramm noch für die Abspannschnüre, aber auch das macht es dann nicht aus. Ansonsten habe ich noch festgestellt, dass ein zusätzlicher mittlerer ground tie out bei 13' quasi ein must have ist. Insbesondere wieder bei Wind. Da machen drei Abspannpunkte pro Seite echt eine Menge aus.

    Ich glaube auch dass es überwiegend eine Gefühlssache ist, ob man das braucht oder nicht. Kommt natürlich drauf an was man so macht, wenn man monatelang in der Prärie unterwegs ist und mit gröbstem Scheisswetter rechnung muss, sind die Paar Gramm in Türen gut investiert. Ich brauchs aber halt nie und tatsächlich gehts mir weniger ums Gewicht (es gibt sich ja wirklich nicht viel) sondern ich bin einfach sagenhaft faul und ein einfaches Hextarp ist halt am schnellsten in der Handhabung :)

  • Ich denke, das das Warbonet Tarp durch den Cat Cut Schnitt aufgespannt an Laenge verliert im Vergleich zum Dutch Tarp. Ich kanns die Tage mal genau messen im Vergleich.

    Mein Hammock Gear Palace kriegt die Türen auch nicht komplett übers Dreieck. Wobei der Vergleich bei den Brücken eh so ein bißchen fehlerbehaftet ist, weil die Aufhängepunkte zumindest bei der Ridgerunner oder der Koma nicht fixiert sind durch die ridgeline, wer straffer aufhängt braucht ein längeres Tarp.

  • Erst mal danke für eure prompten und sehr hilfreichen Antworten, meine Fragen klären sich so langsam :)

    Ich denke, ich werde mich doch an einen 13 ft Tarp orientieren - mir ist nämlich eingefallen, dass ich irgendwann auch unseren Hund mitnehmen will. Da werde ich noch dafür ein kleines Zelt finden oder doch selber machen müssen und das unterm Tarp stellen, das sind aber langfristige Pläne...

    Bedava Was für Gummis hast du als Ersatz genommen? Ich habe Gummikordel/Gummischnüre in zwei Stärken vorhanden, notfalls kann ich sie auch doppelt und dreifach binden, es müsste gehen oder?

    BX.33 Was hast du eigentlich für einen 13 ft Tarp?

    Kann man eigentlich Dutch Produkte irgendwo in EU bestellen? Bin am überlegen, diese bonded Tarps sehen viel versprechend aus. Ansonsten überlege ich bei Khibu nach einem passenden evtl. custom Tarp anzufragen.

    Oder, falls jemand hier doch noch einen 12ft oder 13ft Tarp rumstehen hat und will ihn los werden... :saint:

  • Bedava Was für Gummis hast du als Ersatz genommen? Ich habe Gummikordel/Gummischnüre in zwei Stärken vorhanden, notfalls kann ich sie auch doppelt und dreifach binden, es müsste gehen oder?

    BX.33 Was hast du eigentlich für einen 13 ft Tarp?

    Weiß nicht mehr genau welche das ist. Ist von Extex.

    Und ja, habe Sie doppelt genommen um mehr Zug zu bekommen.

    Hier mal ein Foto..

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