Solange ich nicht selbst bei irgendeiner Plattform publiziere, kann mir das auch nicht auf die Füße fallen.
Sind nach deiner Logik nächtliche Straßenrennen auch ok, weil praktisch jeder Autofahrer ab und an die Regeln bricht?
Solange ich nicht selbst bei irgendeiner Plattform publiziere, kann mir das auch nicht auf die Füße fallen.
Sind nach deiner Logik nächtliche Straßenrennen auch ok, weil praktisch jeder Autofahrer ab und an die Regeln bricht?
Zum Thema Schutzgebiete und lagern hier mal ein Beispiel aus meiner Region:
10. zu zelten, zu lagern, zu baden, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;
11. außerhalb von eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen Feuer zu machen oder zu unterhalten;
12. ohne zwingenden Grund Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen zu verursachen;
13. die Wege zu verlassen;
14. die Wege mit Fahrzeugen aller Art, ausgenommen Fahrräder ohne Hilfsmotor und Krankenfahrstühle, zu befahren;
Ähnliche Regelungen (manchmal auch Ruhezeiten, teilweise jahreszeitenabhängig) finden sich für die allermeisten Naturschutzgebiete, allerdings hat jedes der aktuell ~9000 seine eigene Verordnung, von denen gefühlt keine zwei wirklich gleich sind. Daher kommt auch Sacki's Aussage, dass man die Wege nicht verlassen und bei Nacht aus dem Schutzgebiet raus sein sollte, denn damit liegt man eigentlich immer im Rahmen des erlaubten. In den meisten Fällen ist eine Nachtwanderung und ähnliches auch nicht verboten, aber die Recherche brauche ich nicht ständig. Wo ich häufiger oder länger unterwegs bin, schaue ich dann eben nach oder frage (mittlerweile selten, die meisten Verordnungen sind online gut zu finden). Davon abgesehen sind die meisten Schutzgebiete nicht so groß, dass es unmöglich wäre, sich eine geeignete Stelle außerhalb zu suchen. Soweit ich weiß ist außerhalb der Schutzgebiete ein unauffälliges Nachtlager ohne Zelt in fast allen Bundesländern erlaubt, solange es nicht allzu nahe an jagdlichen Einrichtungen ist - mindestens in Brandenburg geht für Wanderer und ähnliche auch ein Zelt/Tensa auf nicht als Privatgrund oder Landwirtschaftsfläche erkennbaren Wiesen (was den Beamten dort auch großteils bekannt zu sein scheint). Mit etwas Glück findet sich sogar eine legale Feuerstelle - jedenfalls hier im Schwarzwald ist das häufig. Sonst gibt's halt Müsliriegel. Das ist alles nicht unzumutbar.
Dass Behörden eher wenig begeistert reagieren, wenn jemand mit einem nennenswerten öffentlichen Auftritt glaubt, sich an solche Regelungen nicht halten zu müssen, sollte niemand überraschen. Persönlich habe ich die die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten Leute, die nachts in Wald und Flur unterwegs sind, wirklich auf Konfrontation aus sind - wenn ich etwas übersehen habe, konnte ich das bisher immer mit simpler Höflichkeit und Verständnis für mein Gegenüber klären. Wenn jemand natürlich mit seinem eigenen Beispiel andere ermutigt, gegen Vorschriften zu verstoßen, kann die zuständige Behörde das kaum ignorieren, ohne sich unglaubwürdig zu machen. Entsprechend fällt dann ggf. auch die Reaktion aus. In der Öffentlichkeit zu stehen hat eben nicht nur Vorteile.
Solange ich nicht selbst bei irgendeiner Plattform publiziere, kann mir das auch nicht auf die Füße fallen.
Sind nach deiner Logik nächtliche Straßenrennen auch ok, weil praktisch jeder Autofahrer ab und an die Regeln bricht?
Wenn Du mir sagst, wo ich irgendwas gut geheißen habe, was dich zu diesem nicht nur hinkenden, sondern geradezu kriechenden Vergleich bewegt, wäre das hilfreich.
Ich fürchte allerdings, das ist eine selbst komstruierte Unterstellung aus einem völligen Missverständnis meines Punktes heraus ist, wenn auch nicht ganz so plump, wie @Dennis geht raus , der sich gleich noch zu ganz anderen Unterstellungen versteigt und damit selbst aus dem Spiel nimmt.
Aber gut, noch ein mal. Ich heiße mitnichten das hier diskutierte Verhalten, dass zu besagter Sanktionierung führte gut. Das komplette Gegenteil ist der Fall. Wogegen ich mich allerdings sträube, ist die öffentliche Diskussion darüber, sowie der eigene, subjektive Bewertungsmaßstab, was noch ok ist und was nicht - und das damit verbundene, automatische rein waschen des eigenen Verhaltens.
Zum einen sollte jeder im Glashaus vor der eigenen Tür kehren, auch wenn dieses nicht im Naturschutzgebiet steht, ist da überall genug Dreck am Besen, wie grobinger schon exemplarisch gemacht hat.
Der selbst mental konstruierte Graubereich ist nämlich bei genauer Betrachtung an vielen Stellen unangenehm glasklar.
Aber genau dieses Fass, hier konkret zu werden, was man ehrlicher Weise aufmachen müsste, um eigenes Verhalten zu hinterfragen, wenn man sich zur Bewertungsinstanz aufschwingt, möchte ich in einem öffentlichen Forum wie diesem nicht aufmachen.
In einem öffentlichen, monotheistischen Forum, bei dem so ziemlich jeder, der seine Bleibe nicht im Hotelzimmer aufschlägt, auf Grund der rechtlichen Lage das ein- oder andere zu kehren hätte - Graubereich Pustekuchen.
Da ist ein öffentliches ausbreiten dessen, was wir en detail alle gern tun - und gegenwärtig auch noch können - schlicht nicht smart, wenn man über den Tellerrand des egomanen 'ichs' der eigenen Füßen hinaus auf das große ganze des Forenthemas blickt.
Abermals - ich beiße mit bewusst auf die Zunge, hier konkret zu werden, was 'gut', 'schlecht', 'akzeptiert' und 'usus' ist, gehört hier mMn. schlicht nicht hin, siehe Verweis auf Umgang damit bei ODS.
Abermals fertig.
Wer meint, hier weiter öffentlich am Ast sägen zu müssen, auf dem wir alle sitzen, indem er sich öffentlich weiter detailliert dazu einlässt, genießt meine explizite Missbilligung, aufhalten kann ich niemanden, nur zum abwägen anregen.
Ggf. sollten sich Moderation und Betreiber überlegen, ob das ein Thema ist, was hier weiter ausgerollt werden soll.
ZitatGgf. sollten sich Moderation und Betreiber überlegen, ob das ein Thema ist, was hier weiter ausgerollt werden soll.
Ach, das ist doch murks nenn ganzes Thema zu zensieren, bzw. ne Diskussion zu ersticken, nur weil es unterschiedliche Meinungen gibt.
Das Forum hat im Gegensatz zu Meinecke keine öffentliche Relevanz.
Und dass sich Leute nicht an die Regelungen halten gabs schon immer und wirds auch immer geben. Sei mal dahingestellt ob alle Regelungen sinnvoll sind (meine Meinung). Aber nur weil hier ein paar Leute im Hängematten Forum rumdiskutieren bzw. Fotos von Bäumen reinstellen, wird keiner von außerhalb irgendwen sanktionieren.
kann die zuständige Behörde das kaum ignorieren, ohne sich unglaubwürdig zu machen. Entsprechend fällt dann eben ggf. auch die Reaktion aus. In der Öffentlichkeit zu stehen hat eben nicht nur Vorteile.
Sehe ich auch so. Bei so einer Reichweite war das natürlich ungeschickt.
Ich fürchte allerdings, das ist eine selbst komstruierte Unterstellung aus einem völligen Missverständnis meines Punktes heraus ist
Was genau ist denn dein Standpunkt?
Fehlverhalten "totschweigen", weil niemand frei von Sünde ist? Dann sind wir gewissermaßen sogar auf der selben Seite, denn Maßnahmen gegen Chaoten treffen oft auch verantwortungsvolle Zeitgenossen.
Allerdings passt das gar nicht zu der Meinung von grobinger, auf den du dich beziehst.
ne Diskussion zu ersticken, nur weil es unterschiedliche Meinungen gibt.
Es geht nicht um Geschmacksurteile.
Eine Diskussion stoppen, die hier öffentlich geführt der Ausübung des Forenthemas als solches schadet.
Das Forum hat im Gegensatz zu Meinecke keine öffentliche Relevanz.
Das ist leider ein reichlich naives Verständnis von öffentlichen Handlungen und Konsequenzen, bitte nicht persönlich nehmen, aber da mangelt es an Expertise.
Auch das ist völlig unerheblich, öffentliche Relevanz braucht es nicht, damit hieraus ein Problem erwächst, die prinzipielle Öffentlichkeit hier reicht völlig aus.
Ich befürchte, dass man eigentlich im Prinzip ähnliche Meinungen vertritt, aber doch etwas aneinander vorbeiredet und sich teilweise mißversteht. Das ist der Nachteil von Foren; am Lagerfeuer, wo man Tonfall, Mimik und Gestik der Gesprächspartner wahrnimmt, passiert das seltener.
Ich denke auch, dass es unnötig ist, an dieser Stelle zu zensieren. Bleibt aber bitte respektvoll im Umgang miteinander!
Juristische Spitzfindigkeit: Die Sachlage ist in Deutschland eigentlich genau anders rum, solange etwas nicht explizit verboten ist, ist es erlaubt.
Dieser wichtige Punkt wird imo bei vielen "Beschwerden" übersehen, denn mal ein Auge zudrücken ist im Zweifelsfall weniger problematisch als Polizeiwillkür.
Beispiel Waffengesetz. Vor einiger Zeit gab es da ja wohl einen neuen Paragraphen, und der kommt seit dem praktisch immer zur Sprache, wenn es irgendwie um Messer geht. Ich ignoriere das weitgehend, weil ich nicht damit rechne, je irgendwelche Blankwaffen-Patrouillen anzutreffen (und die Rambo-Phase eh übersprungen habe).
Auf der anderen Seite sehe ich keinen Grund, warum jemand mit einer Machete durch die Fußgängerzone laufen sollte, und ich habe nichts dagegen, wenn man in solchen Fällen nicht lange diskutieren muss.
Nehmen wir nun einmal an, die Gesetze zum Aufenthalt in der Natur wären deutlich liberaler, und ihr (oder der Förster… wer auch immer) trifft an einem schönen Fleckchen auf ein Gruppe Halbstarke mit Ghettoblaster, Einweggrill, Alk und einem frisch gefällten Baum ("der lag da schon!")… ich will gar nicht, dass man da erst den rumliegenden Müll auf DNS-Spuren untersuchen muss, bevor man einen Platzverweis aussprechen kann!
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