HM für Tropen gesucht

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  • Hallo,

    Malte hier vom Niederrhein.

    Ich plane eine 12monatigen Radreise ab September.

    Der erste Teil wird in Südostostasien starten.

    Im Frühjahr und Sommer wird es auch in nördlicher Gefilde gehen - wegen globaler Pandemie usw. schlecht zu planen, ich konzentriere mich jetzt erstmal auf den tropischen Teil. Normal Zelte ich, aber da habe ich in diesem Fall wegen Schlangen etc. nicht so Lust drauf. Um überhaupt ein Gefühl dafür zu kriegen, ob eine GE was für mich ist, habe ich die Möglichkeit, Zuhause in einer TTTM einige Nächte probezuschlafen.

    Kühle Temperaturen sind also erstmal nicht so mein Problem, eher Moskitos und Luftzirkulation.

    Ich habe mir die Hennessy Seite angeschaut, die vermarkten sich zumindest als 'dschungeltauglich'.

    Sonderbar ist, dass sie sowohl sagen, dass ihre double layer besser gegen Moskito-Stiche von unten schützt. Als auch, dass die Bottom entry Variante die Mücken besser draussen hält ( dann aber keinen double layer hat). Etwas widersprüchlich.

    Dann habe ich den Eindruck, dass die meisten Matten mit Netz eher engmaschig (also gut für Norden/Schweden) sind, und in meinem Fall eher stickig.

    Und ich frage mich eh, ob ein separates Netzt (das man dann irgendwann auch tauschen könnte) nicht praktikabler wäre.

    Was sind eure Erfahrungen mit heißen Temperaturen und Moskitos?

  • Moin,

    den Widerspruch zwischen double layer -> weniger durchstechen und bottom entry -> weniger mit rein kommen kann ich nicht wirklich entdecken.

    Damit sind wir auch schon beim Kern. Du brauchst wahrscheinlich nicht viel Isolation, musst Dich aber trotzdem davor schützen, dass die Biester einfach durch die Matte stechen. Ich habe dafür in warmen Gefilden meist eine leichte, dünne Aluisomatte genutzt (beliebiger link https://www.idealo.de/preisvergleich…ppy-people.html).

    Und etwas kalt kann es von unten ganz ohne auch in vermeintlich wärmeren Ecken werden.

    Lässt sich dann auch multiuse am Strand nutzen etc, wiegt nicht die Welt und nimmt flach gefaltet auch nicht viel Platz weg.

    Damit sind wir bei beim nächsten Punkt - so eine Matte macht sich in der GE schlecht. Das spricht für eine 90° Matte.

    Mit Netz lässt sich das ganze auch am Boden oder bei fehlendem Netz im Hotel auf dem Bett nutzen.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären - Moskitonetz - stickig ist da nichts, keine Sorge. Die Maschengröße dürfte da keinen spürbaren Unterschied machen - solange wir in Größenordnungen bleiben, bei denen die Funktionalität des Netzes noch gegeben ist.

    Inwiefern ein separates Netz praktikabler sein sollte, führst Du leider nicht weiter aus - ich wüsste zumindest nicht, in welcher Hinsicht.

    So weit, was mir zum Thema einfällt.

  • Also wenn du auch mal ein paar Nächte keine Isolation brauchst, empfiehlt sich ein Moskitonetz als Socke um die Hängematte. Das ist aber wiederum vom Packmaß her voluminöser als ein integriertes Netz. Durch die Matte stechen willige Viecher sowieso. Vielleicht kannst du ja mal ein Foto von deinem Setup machen, damit man sieht, wieviel Stauraum du zur Verfügung hast. Bei einer einjährigen Tour sollte das System auf jeden Fall stimmen.

  • hangloose

    auf 90° bin auch schon gestoßen, dachte, ich beschäftige mich erstmal mit 'normalen' Matten und dann mit den 'Exoten' :). Habe mir bisher zum Thema 90° die Seiten von Crosshammock angeschaut. Das sieht technisch sehr ausgereift aus, fühlt sich für mich etwas exponiert an, vlt. weil es so filigran wirkt. Ist aber jetzt auch nur ein digital-Eindruck..

    Das Nutzen im Hotel spräche allerdings sehr dafür. Das wäre auch der Gedanke hinter 'separatem Moskitonetz' letzteres in der Funktion aber wahrscheinlich eine Schnapsidee, weil die Geometrie eine andere ist.

    Bikepacker

    Ich werde wohl eher gemütlich unterwegs sein, mit klassischen Ortliebs. Da ist Stauraum auf dem Gepäckträger dann nicht so ein Problem.

    Danke euch fürs Feedback! :)

    Im Idealfall würde das Setup dann noch für nord- (amerikanisch/europäisch/japanische) Frühjahr/Sommer-Bedingungen passen. Ist mir jetzt als HM-Anfänger etwas challenging, und überlege, beim zweiten Teil der Reise aufs Zelt umzusteigen ( das ich mir dann vor Ort besorge oder aus der Heimat schicken lasse)...

    2 Mal editiert, zuletzt von malte (20. März 2022 um 20:36) aus folgendem Grund: typos..

  • Eine Alumatte habe ich auch schon mal in der HM probiert, aber da wird es schnell feucht am Rücken, obwohl ich nachts quasi nie schwitze sondern eher friere. (Ich würde ja auch nicht auf einer Plastikplane liegen wollen.)

    Den Vorschlag von hangloose mit der 90 Grad Matte würde ich schon ernsthaft in Erwägung ziehen, da du so am flexibelsten bist, falls du doch mal auf dem Boden schlafen mußt.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn die Temperaturen so sind, dass du keine Isolierung brauchst, würde ich eine netzlose Hängematte mit komplett geschlossenem Netzsocken (mit Reißverschlusseingang) verwenden. Und wenn die Mücken gefährliche Krankheiten wie Malaria übertragen, würde ich den Netzsocken zusätzlich auch noch mit Permethrin behandeln.

  • Inwiefern ein separates Netz praktikabler sein sollte, führst Du leider nicht weiter aus - ich wüsste zumindest nicht, in welcher Hinsicht.

    Ich hatte dazu immer den Gedanken, das die Mücken mir nicht in den Hintern beißen weil die Netzsocke tiefer hängt als die HM.

    Habs nie ausprobiert, ist dem nicht so?

  • Moin,

    Ich bin in Mücken verseuchten Gebieten am besten mit doppellagigen Hm, mit integriertem Mückennetz zurecht gekommen.

    In tropischen Tieflandgebieten ist es nachts oft so warm das an eine Isolierung von unten überhaupt nicht zu denken ist...........im Gegenteil, man freut sich über jede kühlende Brise. In höheren Lagen wirst du dann eh irgendeine Art Isolierung von unten haben müssen wenn du nachts nicht frösteln möchtest.

    Und ja........es gibt leider Stechmücken und andere Geschöpfe die auch durch einen Hängematten Stoff durchstechen können. Bis 70d Stoffe schaffen einige Viecher auf jeden Fall. Deshalb besser 2-lagig wenn ohne Isolierung.........

    Separate Mückennetze finde ich persönlich nicht so gut weil sie zum einen eher irgendwo den Körper berühren können und dann die Blutsauger dich natürlich durch das Netz anzapfen. Dann sind separate Netze meist schwerer und voluminöser als feste Netze. Separate Mückennetze schleifen manchmal über den Boden und alles mögliche kann an ihnen hängen bleiben.

    Die Hm mit Permethrin ( z.B. Nobite) zu behandeln ist eine gute Idee............habe dieses Mittel auch schon ein paar Jahre im Einsatz.........vor allem an meiner Wäsche :) Wirkt wirklich gut :thumbup:Ist aber ein Nervengift<X

    Noch ein letzter Tip : ich hatte auf meinen Radreisen meistens 2 stabile Ringschrauben mit..........so konnte ich auch in zweifelhaften 3 Dollar Ünterkünften oft in der Hängematte schlafen 😴 ;)

    Gruß von der Ostsee

  • Moin barfuß ,

    Nicht direkt in die Wände.........aber öfter in Holzbalken falls vorhanden :)

    In Lateinamerika ist es viel einfacher mit der Hm in Hotelzimmern als z.B. in Südostasien . In Lateinamerika sind fast überall schon Aufhängemöglichkeiten vorhanden.

    Konnte ich die Hm mal nicht im Zimmer aufhängen, habe ich die Hm als Mückennetz im Bett genutzt.

    In vielen Gegenden der Welt gibt es Rastplätze mit großen Unterständen aus Holz.........also ein Holzbalkengerüst mit Dach. Die schönsten Rastplätze gab es in Australien und im südlichen Afrika(kennst du ja:)). Die waren teilweise mit gr. Gasgrill, Duschen, Außensteckdosen, Spüle oder Feuerstelle ausgestattet. Dort habe ich auch öfter meine Ringschrauben verwendet. Manchmal braucht man auch nur für eine Seite eine Schraube......

    Gruß von der Ostsee

  • probieren über Studieren:

    Mit einer TTTM (Single Layer), improvisierte Ridgeline und einer dünnen Evazote hab ich schon öfter ganz gut geschlafen - zwar drinnen, aber mit offenen Fenstern vielleicht bei knapp über 15 Grad. Wobei ich über Nacht immer etwas aus der Diagonale gerutscht bin.

    Und ich habe mir mit einer Decke eine Gepäckhängematte improvisiert, was ich recht praktisch finde.

    Ich denke mein Setup so:

    Double Layer mit Moskitonetz.

    Vielleicht die Blackbird / XLC.

    Und die dünne Evazote dazu für nicht ganz so warme Nächte. Schön leicht & Packmaß ist für mich kein Problem.

    Für die XLC spräche die lefty/righty Nutzung. Winkle beim Schlafen öfter ein Bein an, und hab das Gefühl (also Nichtwissen), dass es orthopädisch sinnvoll wäre, mal die Seite wechseln zu können.

    Gibt es Unterschiede zwischen Blackbird Classic und XLC, was die Nutzung als Bivvy angeht?

    Ist die XLC für meine 1,73 überdimensioniert?

    Welchen Hersteller/Modell würdet ihr alternativ empfehlen?

    Dazu fantasiere ich mir einen Footprint ( für Bodennutzung), den ich mir auch als Gepäckmatte zusammenraffen kann. Gibt es sowas / oder MYOG Anleitungen dazu?

    Danke für all eure Antworten bisher, und wenn meine Fragen in eigene Threads/woanders hingehören, sagts Bescheid.. :)

  • wuppitom Was für ein Kaliber ringschraube hattest du denn dabei? Also wo der der Punkt zwischen 'kann ich von Hand reindrehen' und 'hält dann dann auch das Gewicht'?

    • Offizieller Beitrag

    Also als Vermieter fände ich es nicht gut, wenn meine Gäste Ringschrauben in die Wände meiner Unterkunft schrauben. Damit die Ringschraube die Belastung aushält, muss sie ja schon etwas dicker sein, und das hinterlässt Löcher. Ich finde auch in fremden Behausungen gilt die Regel leave no trace.

    • Offizieller Beitrag

    Für die XLC spräche die lefty/righty Nutzung. Winkle beim Schlafen öfter ein Bein an, und hab das Gefühl (also Nichtwissen), dass es orthopädisch sinnvoll wäre, mal die Seite wechseln zu können.

    Um die Liegerichtung wechseln zu können musst du aber jedes mal das Netz abnehmen, auf Links drehen und wieder anbringen. Ist also nichts, was man während der Nacht ein paar mal macht.

    Gibt es Unterschiede zwischen Blackbird Classic und XLC, was die Nutzung als Bivvy angeht?

    Nein, es sollte keinen Unterschied geben. Bei der originalen Blackbird kannst du halt das Netz nicht abnehmen, und auch nur auf einer Seite öffnen. Da der Ausstieg auf der Ablage- bzw. Footbox-Seite aber ohnehin nicht empfehlenswert ist, sollte letzteres kein Nachteil sein. Der Reissverschluss ist dafür bei der originalen Blackbird robuster.

    Ist die XLC für meine 1,73 überdimensioniert?

    Überdimensioniert sicherlich nicht - aber u.U. größer als notwendig. Wenn dir das Gewicht egal ist, ist die zusätzliche Länge meiner Meinung nach kein Problem.

  • wuppitom Was für ein Kaliber ringschraube hattest du denn dabei? Also wo der der Punkt zwischen 'kann ich von Hand reindrehen' und 'hält dann dann auch das Gewicht'?

    Moin,

    das sind Gerüstbau Ringschrauben...........die hängen jetzt schon ein paar Jahre in der Wand und haben sich dank sehr stabilem Mauerwerk noch keinen Millimeter bewegt :thumbup::) Die Dübel sind zusätzlich im Mauerwerk verklebt......

    Für mein Jahreshöchstgewicht im Winter von ca. 78kg plus 14kg Hund hält alles super........

    Einmal editiert, zuletzt von wuppitom (3. April 2022 um 17:49) aus folgendem Grund: Falsche Antwort im falschen Faden.....🤪

  • Also als Vermieter fände ich es nicht gut, wenn meine Gäste Ringschrauben in die Wände meiner Unterkunft schrauben. Damit die Ringschraube die Belastung aushält, muss sie ja schon etwas dicker sein, und das hinterlässt Löcher. Ich finde auch in fremden Behausungen gilt die Regel leave no trace.

    Moin,

    da hast du recht.........würde ich als Vermieter auch nicht besonders gut finden.

    Bei den Unterkünften in denen ich so etwas gemacht habe, handelt es sich überwiegend um solche schäbigen "3 Dollar" Unterkünfte die es in vielen Ländern gibt oder um Raststätten Unterstände...........in einem Hilton Hotelzimmer z.B. oder in einem bayrischen Gasthof würde ich mich das nicht trauen :)

    Da solche Billigunterkünfte in den Tropen nun mal leider oft mit Ungeziefer (Schaben-Wanzen-und Blutsaugenden Fluginsekten) verseucht sind war mir eine Insektensichere Behausung wichtiger als eventuellen Ärger mit dem Vermieter.........

    Aus Erfahrung weiß ich aber das man im Falle des "erwischt" werdens mit ein paar Dollar Entschädigung meistens gut aus der Situation wieder raus kommt ........wenn man gut handeln kann ^^

    Ich habe mir vor einigen Jahren in Ägypten mal für eine Woche ein besseres Hotelzimmer gegönnt weil ich dringend eine Pause vom Radeln brauchte. Dabei habe versehentlich ein ca. 2cm großes Loch in eine der beiden Tagesdecken gebrannt=O

    Der Hotelmanger wollte von mir aber, nachdem eine Reinigungskraft den Schaden entdeckt hat, beide Tagesdecken von mir ersetzt haben weil sie zusammengehören.......

    Nach zähen Verhandlungen sind wir für beide Decken bei 40 Dollar gelandet..........da ich mir fast sicher war dass die Decken beim nächsten Gast wieder auf den Betten liegen werden und das Geld was weiß ich wo landet, habe ich darauf bestanden beide Decken mitzunehmen.....da ich sie schließlich ja auch bezahlt habe. Verärgert hat man mir beide Decken mitgegeben.......ich habe die Decken dann später auf der Straße an Menschen die sie bestimmt besser gebrauchen konnten als ich verschenkt.

    Aber ich schwief mal wieder ab.......:)

    Aber Grundsätzlich hast du natürlich Recht das man fremdes Eigentum nicht "ungefragt" beschädigen sollte :thumbup:

    Gruß von der Ostsee

    Ps. Meine 1. Antwort hatte sich jetzt auf die Ringschrauben in meiner Wohnung bezogen......aber die meintest du ja garnicht 😊

    2 Mal editiert, zuletzt von wuppitom (4. April 2022 um 09:02)

  • Da ist die 90° auch im Vorteil. Bei dem spitzen Aufhängewinkel hab ich schon oft an Nägeln in balken gehangen, die nicht mal sonderlich groß dimensioniert waren.

    In Hütten hab ich auch schon ab und an einen passenden Nagel, der zum Aufhängen von Kleidung o.ä. gedacht war hier aus einem Balken gezogen und dort wieder in passendem Abstand und spitzem Winkel eingeschlagen. 8)

  • Winkle beim Schlafen öfter ein Bein an, und hab das Gefühl (also Nichtwissen), dass es orthopädisch sinnvoll wäre, mal die Seite wechseln zu können.

    Das sind 2 Paar Stiefel:

    Wenn du z.B. "Kopf links-Füsse rechts" schläfst, kannst du in dieser Liegerichtung sowohl auf der rechten oder linken Seite liegend schlafen. Das gleiche gilt, wenn du die grundsätzliche Liegerichtung "Kopf rechts-Füsse links" bevorzugst.

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