Diese Woche war ich drei Tage auf dem Alpenpanorama-Weg unterwegs. Da bin ich erneut auf eine Beobachtung gestossen, die mir schon letztes Jahr aufgefallen ist:
- Wenn man an der Hängematte über eine verstellbare Ridgeline (Firstleine) verfügt, so kann man deren Länge so lange verändern, bis man eine für sich angenehme Liegeposition gefunden hat. (Einige ersetzen die verstellbare Ridgeline dann durch eine mit fixer Länge. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass sich Dyneema zu Beginn der Nutzung noch bleibend etwas dehnt.)
- Ich persönlich bleibe ganz gerne bei einer verstellbaren Firstleine. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass ich die ideale Länge gar nie finde, sondern die Länge der Leine ganz gerne immer wieder einmal etwas verändere. (Die Veränderung ist jeweils halb so gross wie das Stück Leine, das man an der verstellbaren Firstleine durch den Spleiss zieht.)
- Mal abgesehen von der sich etwas verändernden Liegeposition hat das Verstellen der Ridgeline auch einen Einfluss darauf, wie "hart" sich der Hängemattenstoff anfühlt: Stellt man die Leine länger ein, so wird der Hängwinkel flacher und die Belastungen nehmen zu; entsprechend fühlt sich der Stoff dann etwas härter an. Verkürzt man die Firstleine, so wird der Hängewinkel steiler und die Belastungen nehmen ab; entsprechend fühlt sich der Stoff dann etwas weicher an.
Ich hatte auf der Wanderung diese Woche nach der ersten Nacht den Eindruck, dass mir der Stoff etwas zu hart ist. Also habe ich die Ridgeline etwa 3-4 cm verkürzt (also 6-8 cm durch den Spleiss gezogen). Tatsächlich hat sich der Stoff sofort weicher angefühlt und entsprechend habe ich in der zweiten Nacht deutlich besser geschlafen!
Das einfach als vielleicht hilfreicher Hinweis: Manchmal tut es dem Körper gut, wenn er etwas Abwechslung bekommt und nicht immer genau gleich belastet wird.