Asym DAUNEN-Underquilt vs. Daunen-Thermo-Hängematte selber nähen

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  • Wie im Asymmetrisch-mit-Cumulus -Faden angekündigt, mache ich nun einen neuen auf, da sich meine Interessen nun in Richtung komplett selber nähen verschoben haben.

    Folgende Denkansätze zu Beginn:

    - Ich finde meine synthetische 11ft DIY-Thermomatte toll, insbesondere die Breite für variierbare Liegepositionen (Knie!). Aber sie ist nur bis ca. 8 Grad warm genug und dafür recht schwer (ca. 1800g mittlerweile, nachdem ich die Isolierung noch mal aufgestockt hatte).

    - Mit meinem Cumulus Selva 650 Daunen-UQ bin ich sehr zufrieden, asymetrische Aufhängung erfordert aber die Kordeln und Einklingen in der Ridgeline. - Der Selva wiegt mit allem Drum-und-Dran auch immerhin >900g.

    - Wenn ich im Winter vollen Komfort und Wärme will, muss ich beide kombinieren, was das Gewicht in schwindelige Höhen treibt.

    - Alternative im Winter ist momentan meine kürzere (3m) HM + Cumulus-UQ, warm aber etwas eingeengter.

    - So oder so muss also eine zweite 11ft-Hängematte her, die ich dann nebenbei mit nähe.

    - Vom Wooki habe ich mehrfach gelesen und gehört, finde das Prinzip gut, vermute aber mit einem DIY-Projekt meine eigenen Anforderungen sogar noch besser zu erfüllen (Kniebreite!).

    Die Optionen (derzeit):

    1a) Den Cumulus-UQ zum asym-UQ erweitern, also die Kordeln (Gewicht) durch UL-Stoff ersetzen.

    1b) Gegebenenfalls sind die Stoffe nur knappe (10cm?) Streifen, sodass ich UQ und HM auch fix (aber elastisch) vernähen könnte.

    +: kostengünstig da Daune und deren UQ-Trägerkonstrukt bereits vorhanden und erprobt

    +: kann die Positionen relativ genau ausprobieren und anzeichnen, bevor ich mich für grössere Investitionen entscheide

    +: Theoretisch realistische Möglichkeit, dass der Asym-Komfort nachher (Stoff) besser als vorher (Kordeln) ist - man möge mir widersprechen.

    -: Möglich, dass ich den UQ für andere Nutzung (oder gar generell) verliere (1b wäre hier etwas besser als 1a)

    -: Nachträglich annähen ist sicher schwieriger, da dünne Kanten und schon befüllt

    -: Die Kniefreiheit ist, was sie ist. (<120cm Breite, wenn ich mich nicht irre)

    0: Muss aufwändig testen und nachbessern, damit alles unter Bogenspannung 100%ig anliegt, ohne lokal zu komprimieren (das ist aber auch bei anderen Optionen nötig)

    Dazu habe ich auch schon viele gute Kommentare von Euch bekommen, Danke! Ggf. füge ich diese hier später noch mit ein.

    2) Wie 1) aber mit komplett selbst genähtem UQ und neuer Daune.

    2a und 2b ebenso denkbar.

    +: Mein originaler UQ bleibt für andere HMen voll erhalten. Sogar Weiterverkauf denkbar.

    +: Knie-Breite, Form und Gewichtskompromiss nach eigenen Masstäben

    +: Theoretisch könnte bei einem DIY-Projekt die Daunenbefüllung auch differenziell erfolgen, also dickere Polster am Hintern, weniger an den Beinen, weniger an den Seiten, etc.

    +: Bei Gelingen hätte ich dann 2 vollwertige Wintersets (Freunde, Familie...)

    +: Komplett eigenes DIY-Projekt, volles Risiko, volles Adrenalin.

    -: Komplett eigenes DIY-Projekt, volles Risiko, volles Adrenalin.

    -: Höhere Kosten insgesamt

    -: Noch mehr Zeug rumliegen, von dem ich idR nur einen kleinen Teil wirklich nutze

    3) Einen (gebrauchten?) Wooki erwerben und ggf. anpassen.

    Momentan eine eher theoretische Option aber ich will sie hier mal mit anfügen.

    Meine Vorstellung zur Form:

    Wie angedeutet, stelle ich mir eine Form vor, die fast die volle Breite abdeckt, ich habe liegend 130cm gemessen, da ich beide Knie und auch die Arme in verschiedenen Liegepositionen entlang der Hauptrichtung immer abgedeckt haben will. Diagonale Länge entlang der Liegeposition wäre min 210cm (werde ich aber noch nachmessen).

    Die Daunenkanäle würde ich nach momentaner Vorstellung diagonal-längs anbringen. Habe auch über diagonal-quer nachgedacht. Jedenfalls um eine differenzielle Daunenkanalgrösse und Ausspar-Dreiecke in diagonaler Liegerichtung so einfach wie möglich zu erreichen.

    Unter Betracht aller möglichen Extremitätenlagen kann ich wohl nur am linken Fussende wie am rechten Kopfende ein jeweils 20cmx30cm grosses Dreieck aussparen.

    Theoretisch wäre auch eine kleinflächige Aussparung links und rechts vom Bauchbereich denkbar, also oberhalb der angewinkelten Oberschenkel, ähnlich Waldläufer70's Sanduhrdesign. Aber ich vermute, bei Daunenkonstruktion ist die Ersparnis dort (bei meiner Idee) nur sehr gering und der Aufwand eher hoch. Und in kompletter Seitenlage käme dann ggf. der Hintern mal kalt zu liegen.

    Frage zu Beginn:

    Die grössten Sorgen (bevor ich mit einer etwaigen Option 2 anfange) mache ich mir noch, wie ich überhaupt daunendicht nähen kann. Reicht es, Microtex-Nadeln, daunendichten Stoff und dünnen Garn zu verwenden? Oder braucht es spezielle Überlapptechniken? ZB wenn man "Mückengitter" als Zwichenstege verwendet, muss man doch direkt an der Kanalwand nähen. Sorgt das nicht für Daunen-Löcher? Oder ist die Sorge da unbegründet?

    Habt ihr dazu schon Hinweise? Alles andere würde ich vermutlich danach ausrichten.

    Soviel erst mal dazu,

    Sorry für vermutlich wieder viele Schreibfehler und Verwirrungen. Wird später aufgeklärt!

    LG Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • ...konnte mich wie üblich nicht zurück halten und habe trotz Wrnungen Version 1a ausprobiert, allerdings weniger Stoff eingesetzt als ursprünglich gedacht, da der Cumulus breiter ist und von daher fast längs liegen kann, ohne einzuengen.

    Die differnziellen Whippings habe ich noch nicht vorgenommen, aber auch so bringst schon den Vorteil, dass ich die Ridgeline-Kordeln weglassen werde. Die Endenverzurrung ist immer noch möglich und empfiehlt sich nach wie vor.

    Bei Nachahmung folgende Fehler unbedingt vermeiden:

    - mit spitzer Schere oder Auftrenner hektisch herumwirbeln. (Huh, knapp!)

    - unterhalb verklemmte Daunenbereiche mit annähen (naja, beim ersten Mal...)


    Aber getreu Mittagsfrost 's Devise: Nur durch Fehler lernt man Hochachtung vor der Kunst!

    Bilder:

    Dieser Tag ein Leben!

  • Guten Morgen! Kurzer Statusbericht nach einer schönen Nacht auf der Insel. Hab unter dem Grilldach geschlafen (da trommelt der Regen nicht sondern sisselt schön aufs Dach).

    Vorneweg: Hammock Fairy du hast gut daran getan, mich davor zu warnen. So eine Modifikation empfiehlt man nicht eben mal so. Auch wenn ichs dennoch nicht lassen konnte, so hast du doch meine Sinne geschärft.

    Der Komfort ist vergleichbar vorher-nachher, oder leicht besser, da ich keine Kordeln mehr benötigt habe.

    Warm wars sowieso, habe meine schwere Thermomatte und den UQ gehabt.

    Zu Hause hatte ich meine Frau gebeten, sich rein zu legen, der nicht belastete Gegenüber-Beinbereich hängt auch hier noch leicht locker. An Sich kein Problem, denn wo fie Beine anliegen, ist ja Isolation gegeben. Hab dann den ganzen UQ noch mal straffer aufgehängt, m.E. aber dann zu straff. Mal sehen, ob ich das durch differenzielles Knoten der Stoffenden noch verbessert bekomme (2.Person). Da man sich auch mal auf die Seite legen will, muss man da sicher Kompromisse ermöglichen. (Ist die Stoffbahn eines guten Referenzprodukts übrigens prinzipiell elastisch, um unterschiedliche Körperhaltungen auszugleichen?)

    Das Annähen der gesamten Stoffbahn im Vgl. zu einzelnen Schläufchen finde ich übrigens einfacher. Und auch notfalls umkehrbarer. Da man weniger Endabschlüsse nähen muss. Auch ist ja immer diese leichte Welligkeit vorhanden, eine durchgehende (dünne!) Stoffbahn auf einer anderen (mit einem weichen 4cm Daunenwulst dazwischen) verschliesst m.E. Luftkanäle zw. UQ und HM ganz gut.

    Was mir dieses Experiment auch gezeigt hat, ist das (daunendichte) Nähen mit Microtexnadel und dünnem Garn. Man darf also gespannt bleiben, welche Langzeitwirkung das bei mir hinterlassen hat...

    Dieser Tag ein Leben!

  • Daheim in meinem Hängematten-Labor angekommen, habe ich mich noch mal mit dem Whippen befasst.

    Habe testweise das jeweils "innere" Stoffende (Kopf wie Fuss) um ca. 10cm kürzer gefasst, neu gefaltet und so verknotet. Dazu eine gedachte gerade Linie eingefasst, damit der Verlauf von links nach rechts erst mal gleichmäßig ist, also ohne Kantenbetonung oder so etwas.

    Der UQ hängt sofort näher der optimalen Asymmetrielinie, was sofort bequemer ist, die gewohnte leichte Seitenspannung an Schulter und Fussende lässt merklich nach und gleichzeitig sind auf der freien Seite keine grösseren Luftblasen mehr. Bin begeistert, v.a. weil das ohne das Annähen langer Stoffbahnen an den Seite geklappt hat.

    Zur Feinoptimierung muss ich sicher meinen Sohn auf Stundenbasis verpflichten. (30min ruhig liegen 5€ angemessen?) Die Steigung scheint ein Kompromiss zwischen Komfort und Lagestabilität. Auch die "Kantenstraffung" (+/-) werd ich ausprobieren (Seitenabschlüsse - Luftkanäle?). V.a. Bein Reinsetzen sollte der UQ nicht drunter "wegrutschen". Alles Arbeit, die die Freunde von W. schon hinter sich haben. (Cumulus sollte mir Gehalt zahlen!)

    Dieser Tag ein Leben!

    • Offizieller Beitrag

    Zur Feinoptimierung muss ich sicher meinen Sohn auf Stundenbasis verpflichten. (30min ruhig liegen 5€ angemessen?)

    Wenn Du die Fahrtkosten nach Finnland übernimmst, biete ich Dir folgenden Deal an: 8 h ruhig liegen für 1 €. ;)

    Nein, gib den Job lieber Deinem Sohn! Da bleibt das Geld in der Familie.

  • Wenn Du die Fahrtkosten nach Finnland übernimmst, biete ich Dir folgenden Deal an: 8 h ruhig liegen für 1 €.

    Stimmt, bei dir genügt ja kurz reinlegen und schon kann ich in Ruhe arbeiten.
    Ja komm ruhig vorbei, kriegst du gleich 2 Wo Quarantäne bei 8...4 Grad und Mistwetter. Zumindest keine Mücken mehr, ist denen hier zu dunkel geworden. Willkommen!!!

    Dieser Tag ein Leben!

  • Hab mir mal selber eine ungefähr mass(s)täbliche Verständnishilfe gezeichnet. Grundlage ist die KuFa Thermomatte, die ich mir genäht hatte, das Prinzip ist sicher aber auch für sonstige Arbeiten an der HM zB Daunen-UQ-Planung nützlich.

    Einen Rechen- und damit Zeichenfehler habe ich schon bemerkt:

    Das Männlein und der tatsächliche (3D-gewölbte) HM- und Isolationsbereich ist etwas zu klein geraten. Eher 1,70m statt 1,90m. Naja Alchemie war noch nie meine Stärke.

    Falls ihr weitere grobe Fehler (und ausser meiner Gummibeine) findet, lasst es mich wissen.

    Eine Seitenansicht dazu müsste man auch noch daneben stellen, da man in der Draufsicht die nicht unerheblichen Flächen der steilen, langen Wände leicht unterschätzt.

    Auch hängt ein Underquilt (Eigengewicht) unter einer gerade (straff) gespannten Seitenwand (ggü. Fussende) eben anders (bauchig) und kann somit Luftkanäle offen lassen, anders als zB. eine durchgesteppte Thermomatte.

    Besser noch wäre ein 3D-Model!!!

    :/

    Dieser Tag ein Leben!

    5 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (14. Oktober 2020 um 09:37)

  • ...hier noch eine Skizze, wie sich dann ein 4-Punkt-UQ wie der Cumulus einfügt.

    Wenn man ihn an den Gummikordeln einhängt, muss man das Ende enger verzurren (sonst offen), mit Stoffenden gehts breiter:

    Man kann auch gut erkennen, warum Warbonnet einen Wooki so entwickelt hat, wie es ihn heute gibt, oder?

    Dieser Tag ein Leben!

    2 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (14. Oktober 2020 um 09:38)

  • Mittagsfrost : Bist immer noch willkommen, aber mein Sohn hat heute für mich Probegelegen.

    Das differentielle Whippen mit 10cm Steigung war soweit gut, ist nicht mehr erheblich besser geworden.

    Die offenste Stelle ist immer noch die lange straffe HM-Wand gegenüber der Beine, dort hängt der UQ relativ lose, wenn man ihn nicht an die HM ran drückt oder umgekehrt. Anders gesagt, die Isolation ist dort bei lang vestreckten Beinen nicht wirksam/ nicht nötig, da kein Körperteil anliegt. Sobald man das Bein anwinkelt, schliesst sich die Öffnung.

    Das ist also keim grosses Problem, aber aus Interesse: beim Wooki ist das sicher dicht, dank der längeren Soffbahn und des schmaleren (leichteren) Isolations-Bereichs links und rechts der Beine? Hat das mal jemand (mit 2. Person drinnen liegend) fotografiert?

    Dieser Tag ein Leben!

    • Offizieller Beitrag

    Der Wooki ist so breit wie die Hängematte - deshalb gibt es kein Problem mit dem asymmetrischen Liegen. Da er aber direkt belastet werden muss, um anzuliegen, entsteht an Schulter und Füßen ein Spalt, der vom Top Quilt geschlossen werden sollte. Da mir das nicht gereicht hat, und sich der Stoff nach einiger Zeit etwas gelängt hat, habe ich den Warbonnet Whip am Fußende auf gemacht und den Stoff neu gewhippt. Dabei hat es gereicht, die jeweils letzten ca. 10 cm etwas heraus zu ziehen. Dazu brauchte es keine 2. Person. Mein Wooki liegt nun auch an den Seiten perfekt an.

    Mit dem wie auf den Fotos zu sehendem, modifizierten Selva wird es schwierig werden, eine ähnlich gute Passform zu bekommen, weil er mit 110 cm einfach zu schmal ist.

  • Der Wooki ist so breit wie die Hängematte - deshalb gibt es kein Problem mit dem asymmetrischen Liegen. Da er aber direkt belastet werden muss, um anzuliegen, entsteht an Schulter und Füßen ein Spalt, der vom Top Quilt geschlossen werden sollte. Da mir das nicht gereicht hat, und sich der Stoff nach einiger Zeit etwas gelängt hat, habe ich den Warbonnet Whip am Fußende auf gemacht und den Stoff neu gewhippt. Dabei hat es gereicht, die jeweils letzten ca. 10 cm etwas heraus zu ziehen. Dazu brauchte es keine 2. Person. Mein Wooki liegt nun auch an den Seiten perfekt an.

    Mit dem wie auf den Fotos zu sehendem, modifizierten Selva wird es schwierig werden, eine ähnlich gute Passform zu bekommen, weil er mit 110 cm einfach zu schmal ist.

    Davon konnte ich mich live in Mengerschied überzeugen. Das war schon beeindruckend, auf welch einfache Weise hier eine deutliche Verbesserung erzielt wurde.

  • Also ich hab dann mal weiter genäht, also aus Stoffresten die freien Seiten noch langen Dreiecken abgedeckt. Hier das Resultat:

    Da der Selva eher eine breite Mumienform statt wie der Wooki spitzer Sargform (oder Diamantform?) hat, reicht weniger Stoffbreite (weniger steiler Winkel. Bzw. ist sogar besser beim selva, wenn ich den nämlich komplett in Liegewinkel ausrichtete, müsste ich wie gesagt auch je eine Ecke des UQ überstehen lassen.

    Ich liege also asymmetrisch in der HM, der UQ hängt irgendwo auf halbem winkel, ohne, dass Schultern oder Füsse raushängen.

    Und mit eben jener angepassten Whippung (wie auch Treegirl mit dem Wooki) habe ich alle entscheidenden Teile der HM nun mit dem UQ gut abgedeckt, auch die unbelastete Fusseite liegt nun durch das Stoffdreieck ziemlich windabweisend an der 11ft-HM an. (Auch an 3m getestet, dort auch OK solange ich die Gummientlastungen durch die HM-Schlaufe himdurch an der Aufhängung straffe. Ich denke das ist für den Selva nun optimal.

    Wenn ich mir später noch mal einen UL-UQ bzw. Daunen-Thermomatte selber nähe, werde ich mich sicher auch an die Form und den Winkel des Wooki halten, den Bildern nach ist der genau in Liegerichtung zugeschnitten also konsequenter. Hier beim Selva ist aber der leichte Winkel der bessere Kompromiss.

    (Übrigens, mein Selva ist liegend mit Schneider-Bandmass unterm Hintern gemessen fast 130cm breit. Bequem aber eben auch extra Gewicht.)

    Dieser Tag ein Leben!

  • Zum Nähen von Daunen-UQs (vielleicht nähe ich mit irgendwann noch mal einen leichten 200..300g Füllung?)

    Ich hab gelesen, dass viele für die Innenstege Mückengitter verwenden. Gewichtsmässig gibt es m.E. aber auch vergleichbare daunendichte Stoffe. Wenn ich also für die Stege das gleiche Material wie für die Aussenhaut verwenden würde, wäre das in irgendeiner Weise nachteilig? Dient das Mückengitter auch als "Rutschhemmung" zur Stabilisierung der Füllung? Oder wäre das sogar nachteilig?

    Den Bildern nach zu urteilen, der Wooki scheint einfache "Röhren" nebeneinander am oberen Trägerstoff angenäht zu haben, dadurch teilweise sogar doppelte Wandbreite für die Stege, dafür weniger Nähte (weniger Daunenmigrationslöcher?)? Zumindestens kann ich "unten herum" keine Nähte erkennen. Oder täuscht da das Bild?

    Gruss Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

    • Offizieller Beitrag

    Ein Frankenselva :thumbup:

    Ich hab gelesen, dass viele für die Innenstege Mückengitter verwenden. Gewichtsmässig gibt es m.E. aber auch vergleichbare daunendichte Stoffe. Wenn ich also für die Stege das gleiche Material wie für die Aussenhaut verwenden würde, wäre das in irgendeiner Weise nachteilig? Dient das Mückengitter auch als "Rutschhemmung" zur Stabilisierung der Füllung? Oder wäre das sogar nachteilig?

    Die Frage ist doch: welche Vorteile hätte es, daunendichten Stoff zu verwenden? Moskitonetz ist bei ähnlichem Gewicht günstiger und franst nicht aus. Vermutlich hilft es beim Befüllen der Kammern auch, wenn die Luft seitlich entweichen kann. Und beim Waschen des Quilts kann das Wasser leichter ablaufen. Da die meisten Quilt-Hersteller Moskitonetz verwenden, scheint es gut genug zu funktionieren.

  • Mittlerweile habe ich übrigens meinen Cumulus-UQ (mit o.g. Stoffaufhängung und Mirakel-Whip) gut auch an meiner neuen Brücken-HM nutzen können. Die Stoffenden hängen dann einfach lose herab, stören praktisch nicht, da der UQ dort in voller Breite anliegt und die Wubbel also gut ranzieht. Passt ohne Probleme.

    Aber der Traum, eines Tages einen Daunen-UQ selber zu nähen, und vielleicht direkt als Thermomatte (also integriert) auszuführen, ist immer noch lebendig...:/

    Oder doch erst noch eine leicht verjüngte Daunendecke nähen, zusätzlich zum Taiga250 TopQuilt, wenns mal RICHTIG kalt wird???

    HIER!

    (Ich denke jetzt gerade laut..., bzw. rede wohl wieder mal bloß so mit mir selber. Das mache ich oft, weil ich kann mir einfach immer so gut zuhören!!!

    Zum Glück gibt's heutzutage für solche Momente ja das gute Hängemattenforum! ^^:love:.).

    Dieser Tag ein Leben!

    Einmal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (16. November 2020 um 19:54)

  • Bist du mit deinem eingenähten Selva immer noch zufrieden und hast ihn in Gebrauch? Ich habe etwas Ähnliches vor: meinen Cumulus Selva 250 auf meine Cocoon Ultralight Hängematte drauf nähen (da ohne Moskitonetz, habe ich sie sozusagen übrig). Das ganze soll dann als Underquilt unter meiner Eldorado hängen.

    Cocoon: 225x148 cm. 20D Hexagonal Ripstop Nylon, 220g

    Cumulus Selva 250: 180x100cm (ich bin nur 1,65m)

    Eldorado: Maße 155x225 cm. Stoff 70D

    Jetzt mache ich mich auf die Suche nach der richtigen Position für den Cumulus. In die Eldorado rein liegen, perfekte Liegeposition von Person 2 anzeichnen lassen, dann auf die Cocoon übertragen? Hattest du geheftet oder gesteckt? Näherfahrung habe ich, Microtex-Nadeln auch.

    Welchen Stoff hattest du eigentlich verwendet? Ich frage mich, ob sich der 20D Stoff zu sehr dehnt, aber ich würde das ganze ja ausschließlich als Underquilt verwenden, nicht als Thermo-Hängematte.

    Die langen Seiten des Cumulus sind ja eh mit einem Band verstärkt. Hattest du an den Kopf- und Fußenden was zur Verstärkung dazwischen gelegt oder direkt über das Pertex genäht?

    Ich bin gespannt, wie sich der Winkel bei mir mit dem kurzen Cumulus ergibt.

    Sollte ich noch irgendwas beachten?

    P.S. Es soll dann Cucooki heißen 😁

    Bergkristall oder Hagelkorn?

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