Hängematte im Garten aufhängen ohne Bäume und Beton

  • Ich habe auf meinem Grundstück leider nicht ausreichend dimensionierte Bäume, um die Hängematte würdig aufhängen zu können. Also musste ich mir was einfallen lassen. Gestelle fand ich suboptimal und Beton wollte ich vermeiden.
    Insgesamt hat es prima geklappt.

  • Durchmesser der Fundamente: 88,9mm

    Länge: 1000mm

    Durchmesser Schilderpfosten: 76mm

    Länge: 3m (80cm sind im Fundament)


    Die Zeit wird zeigen, ob das so schon funktioniert, oder ob eventuell noch eine leichte Abspannung notwendig ist.

    Edited once, last by Dr.Jones ().

  • Nein, die Fundamente sind in den Boden geschraubt. Das ist ja der Kniff dabei. Man kann sie recht einfach wieder rausschrauben und woanders wieder einschrauben.

  • Verstehe ich dich richtig: die Teile mit dem Gewinde dran sind hohl, und dort werden die Stangen rein gesteckt? Wo bekommt man so etwas? Wie teuer ist das?

    Ich kann mir vorstellen, dass nach 2-3 Nächten die Rohre durch den Boden sich mehr und mehr zueinander neigen werden.

    Bei meinem ersten Versuch im Garten Hängepfosten zu installieren habe ich Einschlagbodenhülsen verwendet, wie sie für Zäune verwendet werden. Der Schwachpunkt war das Material (dünnes Blech) und die Verarbeitung (die Hülse war nur auf den Spieß aufgelötet). Letztendlich hat sich die Hülse vom Spieß gelöst. Ich habe den ca. 75 cm langen Spieß in tagelanger, mühsamer Arbeit ausgegraben. Er hat sich nicht gerührt, ehe ich bis 10 cm vor dem Ende war. Es kommt natürlich auf die Beschaffenheit des Bodens, die Höhe der Ankerpunkte (Hebelwirkung!) und den Winkel der Aufhängung an. Eine Slackline würde ich auch nicht installieren.

  • Die Schraubfundamente sind von der Firma Krinner. Die haben sich auf sowas spezialisiert. Meine sind aus der G Serie. Gekostet haben sie knapp 100€ pro Stück.

    Die Stangen sind sog. Schilderpfosten mit 3mm Wandstärke.

  • Ich habe mir zwei 1m lange Stücke Abwasserrohr (12cm Durchmesser) im Garten "versenkt", also per Lochspaten je 1m tief gegraben und dann die Abwasserrohre auf einer Kiesschicht rundherum mit einem Rest Ruckzuck-Beton befestigt. Mit jeweils einem passenden Deckel versehen kann da auch kein Tier hereinfallen, das ich aus 1m Tiefe nur schwer wieder hochholen könnte.

    Darin steht dann jeweils eine 3m lange Palisaden (auch 12cm Durchmesser, die ich auf dem unteren Meter per Zugmesser etwas verschlankt habe).

    Kosten waren ca. 50€ für die Palisaden und ein paar Euro für die KG-Rohre - und einiger Schweiß beim Graben zweier gut 1m tiefer Löchter...

    Eine meiner Palisaden hat sich im Laufe der letzten Monate schon um ein paar Grad geneigt, die andere steht nach wie vor gerade. Und ich muss sagen, dass die Palisaden sich unter Belastung mehr biegen, als ich gedacht/gehofft hätte Wenn ich ein Tarp straff über die Hängematte spanne und mich dann (gute 110kg :huh:) in die Hängematte lege (die nicht zu straff gespannt ist), dann ist das Tarp doch recht flatterig im Wind. Ich muss mir da dringend mal Shock-Cords anbauen, die etwas Linderung bringen sollten.

  • Wow, und das hält?

    Mach mal den Langzeittest und lass uns hier daran teilhaben.

    Ich kann mir vorstellen, dass nach 2-3 Nächten die Rohre durch den Boden sich mehr und mehr zueinander neigen werden.

    Wenn der Boden trocken ist sollte das gehen, wenn er aber z.B. nach dem Winter mit Wasser vollgepumpt ist, dann mag er zu weich werden.


    Wenn man dem nicht traut, könnte man ja noch eine Querstrebe integrieren, also so wie bei dem Wasserrohrständer.

    Reisender mit Hang zum Hängen


    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

  • Für mich hat es sich soweit bewährt. Ein Pfosten hat sich etwas geneigt (allerdings die trockenere Seite), ich vermute, dass ich da mit dem Sack Ruckzuck Beton vielleicht nicht ordentlich genug gearbeitet habe. Die Neigung hat sich halbwegs früh eingestellt und scheint mir nicht mehr weiter zuzunehmen.

    Der Durchmesser von 10cm reicht natürlich nicht um bombenfest zu liegen, etwas geben die schon nach, wenn ich mich in die HM lege. Das ist für mich soweit auch völlig in Ordnung. Wer ein Hängegefühl wie an einem ordentlichen Baum erreichen möchte muss entweder zwischen die beiden Pfosten noch einen "Abstandsbalken" quer auflegen oder sich stabilere Pfosten besorgen.


    Aktuell ist das Holz unter Erdniveau in den Rohren wohl etwas aufgequollen und ich bekomme die Pfosten gerade nicht mehr herausgezogen - so kann ich die wenigen Sonnenstrahlen sogar noch etwas schneller genießen, nur meiner Frau gefällt das nicht so richtig gut.

  • Keine Schraubfundamente. Ich habe mir einfach im Baumarkt die 1m Stücke KG Rohr mit zwei Deckelstücken geholt und in den Boden gesetzt. Ich habe wahrscheinlich beim gleichmäßigen Verteilen des Fertigbetons geschludert.

    Wenn ich mir Bilder davon ansehe würde ich da maximal eine gleichmäßig belastete Wäschespinne mit aufstellen wollen. Eine Hängematte bekommst du damit aus meiner Sicht eher nicht nicht stabil aufgestellt. Meine Rohre sind deutlich dicker und bis in 1m Tiefe eingegraben, und diese halten schon mit der eingeschränkten Pfostendicke nicht perfekt.


    Für etwas temporäres würde ich wahrscheinlich versuchen etwas in Richtung Amazonas Madera zu entwickeln, oder wieder einen Turtle-Stand, aber der war schon recht unhandlich und wenig transportabel.

  • Für etwas temporäres würde ich wahrscheinlich versuchen etwas in Richtung Amazonas Madera zu entwickeln, oder wieder einen Turtle-Stand, aber der war schon recht unhandlich und wenig transportabel.

    Ich habe einen Tensa4 - aber der eignet sich nicht für einen Gerüstersatz. Das Gerüst hat Plätze für 9 Hängematten, und hält auch wildes Kindergeschaukel aus.


    Dr.Jones - Wie haben sich die Schraubfundamente bisher bewährt? Stehen die Pfosten immer noch gerade? Oder neigen sie sich mit der Zeit?

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