Lange war sie geplant und anders als gedacht wurde sie realisiert: eine von noodles ausgearbeitete Tour mit Fahrrad, Packraft und Hängematte durch die Uckermark. Die Uckermark, das ist die von der letzten Eiszeit geprägte Landschaft nördlich von Berlin, in der sich nicht nur der größte geschlossene Buchenwald Mitteleuropas, sondern auch eine große Anzahl von Seen, Flüsschen und Kanälen befindet, die zur Erkundung einladen. Der Clou der Tour bestand darin, diese Wald- und Wasserlandschaft vom zentralen Ort Templin aus mit Fahrrad und Packraft zu erfahren. Leider wurde unser Organisator kurzfristig von einer Sommergrippe heimgesucht, deshalb mussten Omorotschka und ich allein losziehen.
So sah das minimalistische Bikepacking-Setup von Omorotschka aus,
für das auf dem Boot nur das Vorderrad demontiert werden musste. Ich habe, bei einem etwas größeren Boot, das Fahrrad gleich im Ganzen verfrachtet.
Die spannende Paddelstrecke begann für uns an der Krüseliner Mühle, an der sich - momentan ist dort Paddel-Hochsaison - eine größere Anzahl von Kayaks und Kanus tummelten.
Nach etlichen Seen und Verbindungskanälen gelangten wir hinter der Kolbatzer Mühle in immer schmalere Gewässer, bei denen man sich den Weg durch die Biberdämme selber suchen musste.
Am Küstrinchenbach war dann Schluss, infolge des niedrigen Pegels, der diesem trockenen Sommer geschuldet war.
Anschließend sind wir dann zum offiziellen Wasserwanderrastplatz "Fegefeuer" geradelt und haben uns im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten alle Mühe gegeben, diesem Namen zu entsprechen. Der Rastplatz bestand aus einem eingehegten Kral, in dem sich zwar ein passendes Baumpaar für meine Cross Hammock fand,
nicht aber für den längeren Hängeabstand einer GE-Hängematte. Omorotschka musste sich also an den Begrenzungspfählen des Platzes fixieren, die zum Glück hielten.
Ernährt haben wir von den Früchten des Feldes, oder - weniger emphatisch ausgedrückt - von den Erzeugnissen der landschaftsprägenden Monokultur.
Der heutige Tag bestand im Wesentlichen aus der Rückfahrt nach Templin per Fahrrad, weil wir bei nieseligem Wetter keinen Appetit mehr auf eine Paddelpassage über die Seen hatten. Aber die Tour war doch ein tolles Erlebnis, das Lust auf mehr solche Wasser-Radelpartien macht - dann hoffentlich mit noodles.