#Flusswandern 2019 FAIL




  • #Flusswandern 2019 FAIL


    Wie jedes Jahr in den Sommermonaten zieht es uns ans Wasser, um den ein oder anderen Fluss ein wenig zu erkunden. Diesmal haben wir uns den Main herausgesucht um unsere Heimat noch besser und aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Leider standen die Zeichen nicht sonderlich gut , vielleicht war es ein schlechtes Omen, weil wir auf diese Tour das erste Mal ohne Hängematten losgezogen sind. Wer mich kennt, kennt auch mein Motto "never without a Hammock"😉 (Die Jahre zuvor sind wir immer mit dem Kanu losgezogen und hatten somit genug Platz für eine Hängemattengestell falls wir Mal keine Bäume fanden. Diesmal waren wir allerdings mit einem Kajak unterwegs und hatten nur beschränkt Platz für unsere Ausrüstung)

    Eine gebrochene Zeltstange am zweiten Tag unseres kleinen Abenteuers war schon der erste "Wink" dass unsere geliebten Hängematten doch irgendwie fehlten, aber Dank Doctape war der Schaden am Zelt schnell repariert.


    Dies sollte aber leider nur der Anfang gewesen sein.


    Weitere wirklich schöne Flusskilometer und abenteuerliche Schleusendurchfahrten ließen uns wieder einen wirklich schönen Lagerplatz (Campingplatz) direkt unterhalb der Burg Rothenfels erreichen wo wir wieder bei einem wunderschönen Sonnenuntergang unsere Lager aufschlugen und noch ein Bad im Fluss in der gleißender Abendsonne genossen.


    Anmerkung Lagerplätze:

    (Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen der auch Mal vor hat eine Tour auf dem Main zu machen)

    Campingplätze sind am Main wirklich ausreichend vorhanden und man kann seine Tour immer so planen um am Nachmittag / Abend einen dieser Plätze zu erreichen. Zum wildcampen haben wir auch einige schöne Plätze gefunden aber leider immer um die falsche Tageszeit und so verbrachten wir leider nur unsere Mittagspausen an diesen Plätzen.


    Bis auf einen Campingplatz (dazu später mehr) können wir alle empfehlen!

    Wir hatten sogar das Glück immer nette Nachbarn zu haben, die einem in der Früh schon einen frisch gebrühten Kaffee ans Zelt brachten oder ein eiskaltes Bier am Abend😉


    Tag 4 unsere "nostalgische angehauchten Paddel" aus Holz hielten den Strapazen leider nicht Stand und eines brach. So wurde aus dem 2er Kajak ein "1er Flusstaxi" was sich nun wie jeden Tag (hatten leider bis auf ein paar Flusskilometer immer Gegenwind) alleine gegen den Wind stellte.

    35 Schwäne und 19 Grauhreiher und viel Wind später wurden wir aber mit malerischer Landschaft und 2 Rehen die am Fluss ihren Durst löschten belohnt.

    Der erste ein Bock "schätze ihn ca.auf vierjährig" ließ sich von uns überhaupt nicht beeindrucken dies war schon ein erhabener Moment, wie wir in ca. 2m Abstand an ihm lautlos vorbei glitten und wir uns gefühlt eine Ewigkeit in die Augen blickten. Dies ließ mich wieder erkennen warum mir diese Outdoortouren/ Abenteuer so wichtig sind, die Natur gibt einem soooooo viel!


    Der zweite ein sehr junger (ca. einjährig) suchte schnell Schutz im Unterholz, war sich wohl noch nicht ganz sicher dass so ein komisches schwimmendes Ding keine Bedrohung bedeutet und blickte uns aus der Deckung skeptisch entgegen.


    Am Abend dann leider das Gegenteil von "Flussromantik" wir erreichten einen sehr großen Campingplatz nahe der A3 gelegen (hätten meine müden Knochen gewusst wie es dort zugeht, wären wir definitiv noch weitergefahren)

    Es hatte schon fast Freizeitpark Charakter und es wimmelte vor Menschen und Kindern.

    Besonders viele gelbe Kennzeichen waren hier vertreten die im Minuten Takt am sehr zentral gelegenen Zeltplatz mit ihren teilweise monströsen Fahrzeugen an uns vorbeiführen.

    Während ich unser Lager aufschlug hatte meine Tochter (wie fast immer gleich Anschluss) und spielte mit einem anderen Mädchen.

    Am Abend beschlossen wir unser Proviant links liegen zu lassen und es uns im Biergarten bei einem Abendessen gut gehen zu lassen. Leider gab es auf dem angrenzenden Spielplatz auch rücksichtslose Kinder, das Ende vom Lied war ein verstauchter Knöchel meiner Tochter und wir mussten nach einer weiteren Nacht an der Stelle leider unser Abenteuer Flusswandern 2019 abbrechen.


    To be continued ….


    Meine Tochter wurde abgeholt und ich nach einem weiteren Tag auf dem Wasser bei sehr wiedrigen/ stürmischen Verhältnissen eingesammelt…...

    Abenteuer Fluss wir kommen wieder allerdings nie mehr ohne Hängematten dies war vorprogrammiert zum scheitern 😅😂


    LG und viel Spaß in der Natur

    Anabell und Kai


    Anmerkung Schleusen auf dem Main:


    Die Sportbootschleusen sind machbar allerdings nicht unbedingt für so kleine Boote wie Kajaks prädestiniert.

    Manchmal ist der Einstieg im Unterwasser um 45° zur Fahrtrichtung verdreht und somit muss man schon ein relativ großen Schritt ins Boot machen oder der Ausstieg oberhalb der Schleuse war sehr zugewachsen. (Unbedingt im Vorfeld beim Wasser- und Schifffahrtsamt anrufen und erfragen ob aktuell Schleusen gesperrt sind.)



    Anmerkung Sportbootfahrer und Berufsschiffahrt:


    Die modernen Berufsschiffe machen mit ihren gegenläufigen Rotoren bis auf ihre Bugwelle nur noch wenig Wellen und der Verkehr hielt sich dank des niedrigen Wasserstandes insgesamt auch sehr in Grenzen.

    Bis auf ein Feuerwehrboot das seinen "Samstagmittag Familienausflug" probte und mindestens 8x mit einem Affenzahn an uns vorbei rauschte waren alle Sportbootfahrer sehr rücksichtsvoll und drosselten ihre Geschwindigkeit wenn sie unser beladenes Wanderkajak erblickten.









    Never without my Hammock!

  • Bei den vielen Bäumen, die auf den Bildern das Ufer säumen, ist es ja jammerschade, dass ihr keinen Platz mehr für die Hängematte gefunden habt. Aber klar, zu dritt im Kayak kann es schon mal eng werden.

    Ich bin 1990 direkt nach der Wiedervereinigung den Main von der Weißmainquelle bis zur Mündung abgeradelt und habe noch sehr schöne Erinnerungen daran.

  • So was rücksichtsloses! Rabenvater! Die arme Tochter musste am Boden schlafen. ;)


    Aber bis auf den verstauchten Knöchel war es ja dennoch schön. Und beim nächsten Mal gilt ja wohl Dein Wahlspruch wieder: „Never without a hammock!“

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Auch von mir Lob für die schönen Bilder und Tadel für das Zelt der Tochter. Du traust Dich was, so eine schwere Missetat hier zu veröffentlichen! ;)

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Bei den vielen Bäumen, die auf den Bildern das Ufer säumen, ist es ja jammerschade, dass ihr keinen Platz mehr für die Hängematte gefunden habt. Aber klar, zu dritt im Kayak kann es schon mal eng werden.

    Ich bin 1990 direkt nach der Wiedervereinigung den Main von der Weißmainquelle bis zur Mündung abgeradelt und habe noch sehr schöne Erinnerungen daran.

    Die ersten paar Meter Ufer am Fluss gehören dem Staat und gehören zur Bundeswasserstraße dazu kommen noch Naturschutzgebiete die nicht immer vom Wasser aus gekennzeichnet sind. Dazu kommen noch die Angler die gerne Mal die Polizei verständigen wenn plötzlich ihr Lieblingsplatz belegt ist.

    Ohne Kinder im Schlepptau wäre es kein so großes Problem aber mit ,wäre es schon sehr stressig plötzlich am späten Abend nochmal sein Lager zu räumen.

    Was aber nicht heißen soll das wir solche Übernachtung nicht schon gemacht haben.😉

    Ja der Main-Radweg ist sehr beliebt,am letzten Abend haben wir sogar ein spanisches Pärchen kennengelernt was aus Spanien nach Schweden mit ihren Rädern unterwegs war. Fand ich total Klasse!

    Never without my Hammock!

  • So was rücksichtsloses! Rabenvater! Die arme Tochter musste am Boden schlafen. ;)


    Aber bis auf den verstauchten Knöchel war es ja dennoch schön. Und beim nächsten Mal gilt ja wohl Dein Wahlspruch wieder: „Never without a hammock!“

    😂😂😂


    Ich gelobe Besserung 😅

    Never without my Hammock!