Hängemattenständer aus Carbonrohren hat harten Wintereinsatz überstanden

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  • Wie ihr wisst, habe ich im letzten Sommer einen leichten Hängemattenständer aus Carbonrohren konstruiert, den ich seither ausgiebig nutze und verschiedentlich auch schon hier gezeigt habe. Nun ist von einer neuen Erfahrung zu berichten, nämlich einem ziemlich robusten Einsatz im Schnee auf dem Treffen des UL-Forums, bei dem allerdings in erster Linie nicht der Winter, sondern der Sturm die größte Herausforderung war. Und was soll ich sagen, mein Carbongestell hat diese Extrembelastung glänzend bestanden! Auf dem Foto erkennt man, dass die Location in der Rhön auf einer Anhöhe ziemlich exponiert ist.

    Nach der ersten Nacht war ich heilfroh, dass der Wind meine Konstruktion nicht umgeworfen hat und wollte ursprünglich die zweite Nacht ins Innere des Zeltplatzgebäudes umziehen, weil für die zweite Nacht noch viel heftigere Winde und dazu ein Wechsel von nassem Schneefall und Regen angesagt war. Aber schließlich bin ich doch draußen geblieben, weil ich ganz einfach wissen wollte, ob die Konstruktion auch diese Bedingungen aushält. Und sie hat standgehalten, obwohl jede Bö, die mich getroffen hat unvermeidlich dazu führt, dass nicht nur das Tarp knattert und schlägt, sondern auch der Ständer ruckelt, was sich aber nur als ganz leichtes Schwanken auf die Hängematte überträgt.

    Der Wind kam übrigens vom Wald her und hat dass Gestell nicht am Kopf- oder Fußende, sondern von der Seite getroffen. Einmal führte das dazu, dass der Hering, der die Türen auf dem oberen Bild abspannt (die von 3 mm Shockcord gehalten werden) rausgerissen und 2 m wegkatapultiert wurde. Die eigentlich existentielle Frage war aber, ob die 4 Heringe, die links und rechts des Ständers die gelben Schnüre im Boden verankern, der Belastung trotzen. Ich habe deshalb nach der ersten Nacht pro Bodenverankerung jeweils einen zusätzlichen Hering eingesetzt (also insgesamt acht - und das scheint ausgereicht zu haben. Noch besser wäre es möglicherweise gewesen, wenn ich Schraubheringe zur Verfügung gehabt hätte. Hat jemand damit Erfahrungen? Die stehen jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste, denn dann bräuchte ich wohl definitiv keine Angst vorm Umfallen mehr zu haben. Eine mögliche Gefahr wäre dann wohl nur noch ein benachbart campender Kollege, der nachts auf der Suche nach dem Klo über meine Schnüre stolpert und einen Hering rausreißt.

    Was die Haltbarkeit des Gestänges selbst angeht, bin ich mir mittlerweile sicher, dass damit gar nichts passieren kann, bzw. noch viel größere Kräfte als meine 75 kg sicher gehalten würden.

    • Offizieller Beitrag

    Beim Tensa4 sind Orange Screws dabei. Der Schraubteil ist ca. 26cm lang. Die Schutzhülle wird gleichzeitig als Schraubhilfe verwendet. Die Teile machen einen unverwüstlichen Eindruck, aber ich habe den Tensa4 bisher noch nicht draussen aufgebaut (und derzeit liegt ca. 1m Schnee), deshalb habe ich noch keine Erfahrungen damit.

  • Ich habe meinen tensa4 schon öfter draußen aufgebaut und in der Regel hält die Orange Srew sehr gut. Nur wenn der Boden fast nur aus Geröll bzw. groben Steinen besteht klappt es nicht. Beim Reinschrauben kommen nur die Steine und ein bißchen Erde hoch, aber es hält nicht. Für den Fall wären sicher stabile, lange Sandheringe eine bessere Lösung.

  • Die gefallen mir viel besser als die Peggys oder Wurmis. Man braucht vor allem keinen Schlüssel, denn durch die große runde Öffnung kann man auch einen Stock stecken. Blöd sind bloß die 25 $ Versandkosten.

    So ging es mir auch, aber an die anderen Heringe bin ich halt viel leichter und ohne Aufwand gekommen. Und: Die Orange Srews sind doch sehr groß und unhandlich. Ein Zwischending würde mir eigentlich am besten gefallen.

  • Ich habe mir die 9" Variante bestellt. Die gefällt mir auch insofern besser, als man auf der einen Seite eine Schlaufe einhängen kann. D.h. man kann erst den Hering eindrehen und dann einfach die Schnur einhängen, die zum Gestell führt.

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