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    • Offizieller Beitrag

    Du sollst gar nicht umsteigen :)

    Ich habe es nicht nachgeprüft, aber ich glaube Mule Tape wiegt bei gleicher Stärke etwas weniger. Es ist billiger (jedenfalls in den USA...) und bei unserer Anwendung hält der Knoten etwas besser. Dazu kommt, dass viele es auch als Baumgurt-Ersatz verwenden. Von letzterem bin ich nicht so begeistert, weil es sich a) leicht verdreht, verknittert und die Auflagefläche verkleinert, und b) meist in Breiten von weniger als 25mm verwendet wird. Man muss es also mehrfach um den Baum wickeln und darauf achten, dass es ordentlich aufliegt um den Baum nicht stärker zu schädigen als mit einem normalen 25mm Baumgurt. Die Versuchung ist groß, es nicht richtig zu machen. Aber die Verlockung von Einfachheit und wenig Gewicht ist halt groß.

    Abgesehen davon, dass die Feinjustierung nicht ganz einfach ist (vor allem wenn die Hängematte schon mit Quilts beladen ist), ist die Struktur recht lose. Bei rauem Untergrund (Rinde!) werden da schnell Fäden gezogen. In den USA ist das Tape billigst zu haben, da es zum Kabelverlegen benutzt wird, und ein Einwegprodukt ist, das auf großen Rollen gekauft wird. In Europa wird es anscheinend nicht verwendet - und der Import sorgt für einen höheren Preis. Da lege ich lieber noch etwas (OK, viel...) mehr Geld drauf und kaufe mir gleich Gurte aus reinem Dyneema. Die sind noch leichter, robuster, und können auf die gleiche Weise verwendet werden.

  • Kann mir jemand sagen, was an dem Muletape besser ist als an einem ganz gewöhnlichen Kletterseil, das man ja genauso verwenden kann? Weshalb sollte ich umsteigen?

    Ob du "umsteigen" sollst, kann ich nicht beurteilen.

    Ich persönlich sehe die folgenden Vorteile:

    • Das Muletape (1/2" breit) hat eine Bruchlast von 567kg (1'250lbs).
    • Es wiegt nur knapp 10g pro Meter (gemäss DutchWare Gear 9,7g/m).
    • Es ist - gerade verglichen mit einem Seil - sehr flexibel.

    Daraus folgt, dass ich ein "Band" mit ausreichend hoher Bruchlast und sehr geringem Gewicht zur Verfügung habe, das sich gut knoten und auf sehr kleinem Raum verpacken lässt. Zudem lassen sich die Knoten sehr leicht wieder öffnen, da das Band sehr rutschig ist. Der letzte Punkt könnte auch ein Nachteil sein, aber der Becket Hitch scheint wirklich sicher zu halten.

    Ein "Kletterseil" hat eine deutlich höhere Bruchlast. Ein Seil mit vergleichbarer Bruchlast wäre vermutlich etwas schwerer. Ich vermute aber, dass es nicht gleich flexibel wäre. Ein Seil aus Dyneema wäre vom Gewicht her sogar besser, nur stellt sich da wieder die Frage, wie gut die Knoten halten. Da gehen die Meinungen hier im Forum auseinander. Aber darum soll es jetzt auch nicht gehen.

    • Offizieller Beitrag

    Ein Seil aus Dyneema wäre vom Gewicht her sogar besser, nur stellt sich da wieder die Frage, wie gut die Knoten halten. Da gehen die Meinungen hier im Forum auseinander. Aber darum soll es jetzt auch nicht gehen.

    Echt? Die Meinungen gehen auseinander? Bisher habe ich nur gehört, dass es gut funktioniert. Letztendlich kommt es immer auf den jeweiligen Gurt an, bzw. die Stärke und Webart. Der Dyneemagurt den ich habe hält den Knoten an der Hängematte mindestens genauso gut wie Mule Tape - eher sogar besser. Und erstaunlicherweise halten sogar Klemmschnallen. Die Gurte von Myers Tech und Dutch scheinen den Hängemattenknoten ebenfalls gut (genug) zu halten.

  • Meine Idee habe ich mal umgesetzt. Ob mich die Schlaufe trägt, muss ich noch verifizieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es funktioniert, habe aber in den Achterknoten (siehe oben) fast mehr Vertrauen.

    Die Idee war, die Schlaufe auf einer Länge von etwa 10cm mit Zickzack-Stich zusammenzunähen. Das Ende des Bandes habe ich davor mit dem Feuerzeug etwas angeschmolzen und in eine möglichst schmale Form gebracht, so dass das Ende möglichst im Zickzack verschwindet. Das hat relativ gut funktioniert.

    Hier ein paar Bilder vom Versuch:


    Gesamtansicht der Schlaufe


    Die Schlaufe selber (ca. 3,5cm lang)


    Das Ende des Muletapes: Ich habe mit dem Zickzack etwas darüber hinausgenäht. Zusätzlich habe ich das Ende des Bandes noch im 90°-Winkel mit Zickzack fixiert

    Ob sich der Aufwand gelohnt hat? Naja, einen Versuch war es bestimmt wert.

  • Echt? Die Meinungen gehen auseinander? Bisher habe ich nur gehört, dass es gut funktioniert. Letztendlich kommt es immer auf den jeweiligen Gurt an, bzw. die Stärke und Webart. Der Dyneemagurt den ich habe hält den Knoten an der Hängematte mindestens genauso gut wie Mule Tape - eher sogar besser. Und erstaunlicherweise halten sogar Klemmschnallen. Die Gurte von Myers Tech und Dutch scheinen den Hängemattenknoten ebenfalls gut (genug) zu halten.

    Ich schrieb ja von Seil. Deine Antwort erschien erst, nachdem ich meine gepostet hatte. Beim Seil ist ja nur Konrad ein Freund des Knotens.

    Beim Gurtband aus Dyneema herrschte hier bis vor kurzem noch die Meinung vor, dass das in Klemmschnallen nicht gut hält, was ja auch Dutch auf seiner Website andeutet ("Please note Dyneema has not tested well with Cinch Buckles or other buckle style hardware."). [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] kann davon ein Liedlein singen. Freut mich natürlich, dass es Dyneema-Bänder gibt, die in Schnallen halten.

    Zu Gurtband aus Dyneema und Knoten kann ich nichts sagen, da mir hier die Erfahrung fehlt.

    • Offizieller Beitrag

    Ich schrieb ja von Seil.

    Ah, das habe ich mißverstanden.

    Beim Gurtband aus Dyneema herrschte hier bis vor kurzem noch die Meinung vor, dass das in Klemmschnallen nicht gut hält, was ja auch Dutch auf seiner Website andeutet ("Please note Dyneema has not tested well with Cinch Buckles or other buckle style hardware."). [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] kann davon ein Liedlein singen. Freut mich natürlich, dass es Dyneema-Bänder gibt, die in Schnallen halten.

    Ja, ich war auch überrascht, dass mein Band so gut mit Klemmschnallen funktioniert hat. Den Knoten der die Endschlaufe halten sollte hat es nicht gehalten - die Beetle Buckles saßen bombenfest. Jedenfalls bei meinem Gewicht (~60kg + Hängematte und Zubehör).

  • Das Thema ist zwar schon alt aber ich habe für mich keine Klarheit gefunden.

    Muletape gibt es in D. nicht.

    Aber hier im Forum wurde gewebtes Umreifungsband erwähnt. Wie es auch

    oder hier zu finden ist.

    Das gibt es nur in großen Mengen. Zu groß für mich um es einfach mal auszuprobieren.

    Was sind denn genau die Unterschiede?

    Hat jemand eine Idee wo ich geringere Mengen bekomme, um es mal auszuprobieren. Oder gibt es gar bereits Erfahrungen zum Umreifungsband?

  • Ich kann dir den Unterschied nicht sagen. Ich selber habe noch einiges vom 1'250lbs. Muletape von DutchWare hier rumliegen, das ich nicht mehr benötige.

    Das hat allerdings zwei Haken:

    • Hammock Fairy hat wohl auch noch welches...
    • ... und ich wohne in der Schweiz.

    Falls sie noch welches hat, wärst du bei ihr vermutlich besser dran. Ansonsten kann ich mal schauen, wie viel ich noch habe und was ich dafür haben wollen würde.

  • Guten Morgen,

    Stefan hat mir etliche Meter seines Umreifungsbandes geschickt. Vielen Dank noch einmal.

    Ich habe ein wenig ausprobiert.

    Das Band hält. Es lässt sich gut knoten.

    Allerdings lassen sich die Knoten kaum bis gar nicht lösen und es verliert seine Form und die Verbindungen der einzelenen Stränge lösen sich (siehe Bilder).



    Das Band war anfangs klebrig. Ich habe es gespült (Geschirrspülmittel). Trotzdem änderte sich nicht an der Lösbarkeit der Knoten.

    Das Band vom Stefan ist geklebtes bzw. geleimtes Band, daher wohl auch die Klebrigkeit.

    Es gibt auch gewebtes Umreifungsband(auch 25mm), dass auch dem Mule Tape ähnlicher sieht.

    Wie z.B dies hier.

    Aber auch das gibt es nur in großen Mengen.

    Falls jemand eine Idee hat wo und wie man an kleiner Mengen kommen kann, würd ich mich freuen.

  • Dieses Video von Jeff Myers zeigt eine Möglichkeit, wie sich der Becket Hitch bei "schwierigen" Bändern etwas besser lösen lässt:

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