Hängematte mit 1 Baum und 2 Trekkingstöcken aufhängen

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  • Mir fällt gerade noch was ein: beim Verwenden meines Fahrrades könnte ich statt des Vorbaus evt. auch die Sattelstütze verwenden: ich habe 2 Tern Falträder (24 und 20 Zoll), die ja sehr lange und einfach höhenverstellbare Sattelstützen haben. Wenn ich da die Aufhängung unter dem Sattel durchführen würde, hätte ich die Querrichtung zum Rad, die ich brauche und käme vielleicht höher als bei der o.g. Verwendung des Vorbaus. Muß ich mal probieren.
    Abgesehen davon habe ich ein Fahrrad viel häufiger dabei als Wanderstöcke: ich habe keine und habe bisher auch nie die Notwendigkeit gesehen, welche mit mir herumzutragen....

    Mir ist da noch etwas Wichtiges eingefallen. Mit deinem exzellenten Aufbau hast du die Lenkstange fixiert, so dass das Vorderrad sich nicht abdrehen und "wegfahren" kann. Bei Nutzung der Sattelstütze könnte sich die Lenkstange drehen und dann das Vorderrad wegfahren. Das müsste man bei der Nutzung der Sattelstütze unbedingt vermeiden, um nicht plötzlich unsanft auf dem Boden zu landen. Hast du eine Idee, wie man das machen könnte?

  • Bei Nutzung der Sattelstütze würde ich die Aufhängung unter dem Sattel durchschieben (also zwischen Satteldecke und Sattelgestell). Dann hätte man eine halbwegs vergleichbare Fixierung wie beim Vorbau: nicht ganz so schmal, aber doch so, dass das Rad nicht wegrollen kann. Sicherheitshalber kann man immernoch den Ständer rausfahren: das müßte helfen, solang man noch nicht in der HM liegt.

    Ich könnte bei meinem Rad sogar die ganze Sattelstütze, die ja einen sehr breiten Durchmesser hat, komplett herausnehmen und stattdessen eine Art Besenstil oder sonst eine längere Stange (z.B. einen langen Skistock) ins Sitzrohr hineinstecken: dann oben rein ein Loch bohren und die Aufhängung durchziehen....

  • Test mit Trekkingstöcken

    Ein erster Test mit meinen Trekkingstöcken ist gemacht. Allerdings muss ich sagen: Die sind schon einiges wackeliger / elastischer als die Skistöcke. Ich habe es aufgrund der grösseren Elastizität nicht gewagt, sie - gleich wie die Skistöcke - auf 130cm eingestellt zu lassen. Das dünnste Segment mit der Stockspitze habe ich bis zur Markierung 120cm eingeschoben, kam somit also auf eine Stocklänge von 125cm (Durchschnitt von 130cm und 120cm). Damit der Stock sicher nicht in sich selber kollabiert, habe ich auch alle Schrauben an den Spannern noch etwas angezogen.

    Funktioniert hat es:


    Aufgebaut mit zwei Trekkingstöcken, eingestellt auf 125cm Länge

    EDIT: Der Boden ging bei meinem gestrigen Test vom Baum ein ganzes Stück nach oben. Dadurch habe ich - trotz der kürzer eingestellten Stöcke - etwas an Bodenfreiheit gewonnen. Ich hing - statt wie bisher nur etwa 10cm - um die 30-40cm über dem Boden. Einen etwas ansteigenden Boden kann man sich also - gerade bei Nutzung von Trekkingstöcken, die weniger tragfähig sind als Skistöcke aus einem Stück - zunutze machen. Man hängt dann höher, ohne dass die Stöcke wackeliger werden. Unter Umständen kann man die Stöcke sogar etwas kürzer einstellen und damit an Stabilität gewinnen.

    Tarp

    In unserem Wald stehen sehr viele mächtige Rotbuchen. Bei denen ist es gar nicht leicht, auf einer erreichbaren Höhe ausladende Äste zu finden, weshalb ich die Idee mit dem über einen Ast abgespannten Tarp (siehe oben) im Moment wohl eher nicht weiter verfolgen werde.

    Ich habe aber versucht, das Tarp direkt an der Hängematten-Aufhängung zu befestigen, was gut funktioniert hat:


    Tarp direkt an der Hängematten-Aufhängung befestigt

    Hier mehr davon.

  • Ich war heute bei Decathlon und habe mir Trekking-Stöcke angeschaut, aber die haben (in meinen Augen) nur billigen und wackeligen Mist. (Kann man bei 5,- bis 25,- € auch nicht erwarten...)
    Die Stopper, die Waldläufer70 oben als die Besseren empfiehlt gab es nicht, sondern nur die nicht abgerundeten, die ich aber nicht wollte, weil die Stöcke ja doch etwas schräg stehen und Halt brauchen.

    Dann war ich bei Karstadt Sport und die hatten einige verschiedenen Leki Stöcke da, die ich teilweise ausgezogen und auf Stabilität geprüft habe. Es ist eindeutig, dass die einteiligen, also nicht verstellbaren Stangen, deutlich stabiler sind als die ausfahrbaren und ich habe festgestellt, dass meine Lekis doch sehr stabil sind. Bei Karstadt gab es nur Stangen bis 1,20 m Länge - aber da kann ich genausogut bei meinen 1,15 m bleiben. Die Griffe der Trekking-Stöcke eignen sich jedenfalls besser um Continous Loops zu befestigen als meine Nordic Walking Griffe, da das Material viel fester und abriebfester zu sein scheint.

    Mal schauen, wenn die Skisaison beginnt, ob es dann längere und stabilere Stangen gibt.
    Oder ich mache wirklich mal den Fahrradtest mit einer längeren Stange im Sitzrohr.... Müßte allerdings erst noch was Passendes kaufen: viellleicht statt Holz auch ein Alurohr?

    Einmal editiert, zuletzt von Hammock Fairy (6. Juni 2021 um 17:13)

  • Vielleicht kann man aus dem System noch ein paar Millimeter herauskitzeln, wenn man sich eine passende Endkappe zum Über-die-Stöcke-stülpen bastelt. Ich stelle mir das vor wie eine Kaffeetasse, an deren Henkel die Abspannung befestigt ist. Natürlich kleiner und nicht aus Porzellan, sondern Metall oder robustem Stoff.
    Selbst den Henkel könnte man von der Seite auf den "Tassenboden" verschieben.

    Oder ein ca. 20 cm langes Rohr, das gerade so über den Griff des Trekkingstockes passt und kurz vor dem oberen Ende eine Bohrung aufweist, durch die eine Dyneema-Schnur gefädelt werden kann?

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:28)

  • Vielleicht kann man aus dem System noch ein paar Millimeter herauskitzeln, wenn man sich eine passende Endkappe zum Über-die-Stöcke-stülpen bastelt. Ich stelle mir das vor wie eine Kaffeetasse, an deren Henkel die Abspannung befestigt ist. Natürlich kleiner und nicht aus Porzellan, sondern Metall oder robustem Stoff.
    Selbst den Henkel könnte man von der Seite auf den "Tassenboden" verschieben.

    Oder ein ca. 20 cm langes Rohr, das gerade so über den Griff des Trekkingstockes passt und kurz vor dem oberen Ende eine Bohrung aufweist, durch die eine Dyneema-Schnur gefädelt werden kann?

    Bei Trekkingstöcken - zumindest bei meinen - ist das Problem ja nicht die Länge, sondern die Stabilität. Ich kann meine auf 140cm Länge einstellen und die Markierung mit dem «Stop» kommt in der Summe nochmals etwa 3-4cm später. Die maximale Belastungsfähigkeit nimmt dummerweise mit zunehmender Länge im Quadrat ab.

    Ein Beispiel: Ich habe meine Trekkingstöcke gestern von 130cm auf 125cm Länge verkürzt (an den dünnen Segmenten, um etwas mehr Stabilität herauszukitzeln). Ich habe damit nur 3,85% an Länge eingebüsst, aber 8,16% an Stabilität gewonnen (130/125)². Im umgekehrten Fall (Ausziehen auf 140cm) würde ich 7,69% an Länge gewinnen, dabei aber 13,78% an Stabilität verlieren (130/140)².

    Die Idee ist gut, löst aus meiner Sicht aber nicht das eigentliche Problem.

    Da löse ich - wenn möglich - das Problem lieber so wie bei meinem gestrigen Versuch: Ich suche mir eine Stelle, wo der Boden vom Baum aus leicht nach oben ansteigt. Dann bietet mir der Boden eine «Trekkingstock-Verlängerung» ohne Einbusse an Stabilität. Unter Umständen kann ich die Stöcke sogar kürzer einstellen (125cm statt 130cm) und hänge doch deutlich weiter vom Boden weg (30-40cm statt wie bisher 10cm), und das bei gleichzeitigem Gewinn an Stabilität bei den Stöcken.

  • Mein Vorschlag bezog sich auf den Satz von Barfuß "Mal schauen, wenn die Skisaison beginnt, ob es dann längere und stabilere Stangen gibt." Einen längeren Stock könnte man auch etwas mehr neigen und damit die Last reduzieren.

    Aber natürlich ist eine Senke im Gelände (oder eine Erhebung unter den Stöcken) noch günstiger, wenn man sie denn an passender Stelle vorfindet.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:29)

  • Mein Vorschlag bezog sich auf den Satz von Barfuß "Mal schauen, wenn die Skisaison beginnt, ob es dann längere und stabilere Stangen gibt." Einen längeren Stock könnte man auch etwas mehr neigen und damit die Last reduzieren.

    Wenn du den Stock im 90°-Winkel abspannst, nimmt die Last aber zu, wenn du den Stock mehr neigst. Je kleiner der Winkel zwischen Stock und Hängemattenaufhängung ist, in desto vollerem Umfang überträgst du die Hängemattenlast auf den Stock. Zudem verlierst du bei stärkerer Neigung die mit deiner Konstruktion gewonnene Höhe ja gleich wieder.

    Bei dieser ganzen Geschichte muss man sehr aufpassen, dass man die Stöcke immer so wenig wie möglich belastet, gerade wenn es keine Stöcke aus einem Stück sind. Ich weiss, ich bin in diesem Thema etwas pingelig, aber es geht unter Umständen darum, ob ein Stock bricht oder hält. Du hast ja selber an einem anderen Ort schon geschrieben, dass Längsbelastungen auf einen Stock recht tückisch seien. Lange passiere nichts und dann komme plötzlich der Moment, wo der Stock blitzschnell breche. - Mit anderen Worten: Bei Längsbelastungen ist der Übergangsbereich vom Moment, wo man dem Stock noch nichts ansieht, bis zum Moment, wo er sich durchbiegt und bricht, sehr klein.

    EDIT: Die gute Nachricht dazu muss man vielleicht auch noch schreiben: Wenn man die Stöcke im 90°-Winkel abspannt, werden sie umso weniger belastet, je steiler man sie aufstellt. Es ist also gar nicht notwendig, sie allzu stark von der Hängematte weg zu kippen. Nur gerade so weit, dass man mit der Abspannleine auf einer vernünftigen Strecke im 90°-Winkel auf den Boden gelangt. Sie ganz senkrecht zu stellen, ist ungünstig, denn dann kommt man im 90°-Winkel der Abspannung gar nie bis zum Boden, höchstens zu einem anderen Baum.

  • Einen längeren Stock kann ich bei gleicher Aufhängehöhe der Hängematte mehr neigen als einen kurzen. Damit sinken die Belastung sowohl der Trekking-/Skistöcke als auch der Heringe. Schau Dir noch mal an, was Du da geschrieben hast!

    Oder man stellt den längeren Stock in gleicher Neigung auf wie den kurzen, hat aber mehr Bodenabstand für den Underquilt.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:29)

  • Einen längeren Stock kann ich bei gleicher Aufhängehöhe der Hängematte mehr neigen als einen kurzen. Damit sinken die Belastung sowohl der Trekking-/Skistöcke als auch der Heringe. Schau Dir noch mal an, was Du da geschrieben hast!

    Oder man stellt den längeren Stock in gleicher Neigung auf wie den kurzen, hat aber mehr Bodenabstand für den Underquilt.

    Das habe ich sehr wohl vor Augen. Beim «Handy Hammock Stand» geht es aber - systembedingt - um eine gleichbleibend lange Abspannung. Beachte mal den in deiner Verlinkung genannten Winkel zwischen Stock und Abspannung. Der wird bei fixer Länge der Abspannung immer kleiner, je mehr man den Stock aufrichtet. Dadurch ist auch die Abspannung für einen Teil der Längsbelastung der Stange mitverantwortlich. In der Summe steigt die Belastung, wenn man den Stock aufstellt.

    Bei gleicher Längskraft ist der längere Stock heikler. Folglich ist es beim längeren Stock sogar wichtiger, die Belastung möglichst tief zu halten. Wenn du die Abspannung in einem 90°-Winkel vom Stock weglaufen lässt, ist sie am tiefsten, wenn der Stock nahezu senkrecht steht. Eine Abspannung im 90°-Winkel gegenüber dem Stock trägt nämlich nichts zur Längsbelastung des Stockes bei. Die Längsbelastung wird im Fall der im 90°-Winkel abgespannten Trekkingstöcke nur durch die Hängemattenaufhängung bewirkt. Und die durch sie bewirkte Längskraft nimmt ab, je steiler der Stock steht. Zudem ist das Biegemoment, das auf die Stockgriffe wirkt, im Falle eines nahezu senkrecht aufgestellten Stockes auch deutlich kleiner, da sich die Winkel zwischen Stöcken und Abspannung und Stöcken und Hängemattenaufhängung beim Aufrichten des Stockes zunehmend annähern.

    Die Zahlen habe ich übrigens für beide Szenarien mit denselben Formeln ermittelt. Simple Trigonometrie. Es verhält sich in beiden Fällen so, wie ich das geschrieben habe. Rechne es doch mal nach!

  • ...sogar wichtiger, die Belastung möglichst tief zu halten. Wenn du die Abspannung in einem 90°-Winkel vom Stock weglaufen lässt, ist sie am tiefsten, wenn der Stock nahezu senkrecht steht.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Wie soll das funktionieren, senkrechter Stock und Abspannung in einem 90°-Winkel vom Stock weg? Dann würde ja die Abspannung zum Hering horizontal verlaufen. Hängt dann der Hering in der Luft?

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:29)

  • Das verstehe ich jetzt nicht. Wie soll das funktionieren, senkrechter Stock und Abspannung in einem 90°-Winkel vom Stock weg? Dann würde ja die Abspannung zum Hering horizontal verlaufen. Hängt dann der Hering in der Luft?

    Genau das von dir ad absurdum geführte Beispiel habe ich weiter oben in einem EDIT bereits erörtert:

    EDIT: Die gute Nachricht dazu muss man vielleicht auch noch schreiben: Wenn man die Stöcke im 90°-Winkel abspannt, werden sie umso weniger belastet, je steiler man sie aufstellt. Es ist also gar nicht notwendig, sie allzu stark von der Hängematte weg zu kippen. Nur gerade so weit, dass man mit der Abspannleine auf einer vernünftigen Strecke im 90°-Winkel auf den Boden gelangt. Sie ganz senkrecht zu stellen, ist ungünstig, denn dann kommt man im 90°-Winkel der Abspannung gar nie bis zum Boden, höchstens zu einem anderen Baum.

    Ansonsten habe ich die meiste Zeit davon gesprochen, die Stöcke "nahezu senkrecht" aufzustellen. So auch in meinem letzten Beitrag vor diesem hier. Diese Formulierung habe ich durchaus mit Bedacht gewählt.

    Das mit der Abspannung zu einem anderen Baum habe ich bei meinem letzten Versuch sogar gemacht, wie du den Bildern entnehmen kannst. Ist aber ohne Baumschutz nicht zu empfehlen.

    Ansonsten empfehle ich dir, diesen Beitrag noch einmal zu lesen.

    Hier nochmals der wesentliche Abschnitt:

    Das mit den Heringen erstaunt mich. Meine haben bisher gut gehalten und zeigen keine solchen "Verbiegungen". War der Boden im oberen Bereich vielleicht etwas lose? Oder hast du sie nicht bis zum Anschlag in den Boden geschraubt? Auch habe ich auf deinem "Wasser-Waage-Bild" den Eindruck, dass du zwischen Stöcken und Abspannung etwas weit von den empfohlenen 90° entfernt warst.

    • Grundsätzlich ist der Zug auf die Heringe am geringsten, wenn man einen 90°-Winkel zwischen Abspannung und Stöcken einhält. Bei allen anderen Winkeln (grösser wie auch kleiner) nimmt die Belastung der Heringe zu, wenn auch zuerst nur langsam.
    • Der Zug auf die Heringe lässt sich weiter verringern, je kleiner der Winkel zwischen Hängematten-Aufhängung und Stöcken ist.

    Beim zweiten Punkt ist man natürlich in einem Dilemma: Um diesen Winkel sehr klein zu halten, muss man die Stöcke relativ stark von der Hängematte weg neigen. Dabei verliert man aber nicht nur wertvolle Höhe, neigt man sie zu stark, so kommt der Punkt, wo die Längsbelastung der Stöcke immer mehr zunimmt und zudem - aufgrund der immer kürzer werdenden Abspannung - der Hering immer stärker nach oben belastet wird. Es empfiehlt sich deshalb, die Abspannleinen relativ lange zu wählen, so dass man die Stöcke nicht zu stark nach aussen neigen muss und der Zug auf die Heringe möglichst flach erfolgt. Das ganze ist relativ komplex.

    Sollte dir das alles nicht einleuchten, so rechne bitte alle Szenarien mal selber durch. Dann wirst du mir zustimmen. Oder du kannst mir zeigen, wo ich einen (Denk-)Fehler gemacht habe.

  • ?( Ich habe doch nie etwas anderes behauptet. Irgendwie scheinst Du mich mißverstanden zu haben.

    Vielleicht sollte ich den Satz aus Post #47 ergänzen, damit Du den Vorteil des längeren Stockes verstehst? "Einen längeren Stock könnte man auch etwas mehr neigen" (jetzt die Ergänzung) damit sich mit einer handhabbaren Schnurlänge zu den Heringen ein 90°-Winkel zwischen Stock und Abspannung herstellen läßt (Ende der Ergänzung) "und damit die Last reduzieren."

    Liegen wir jetzt auf einer Linie?

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:30)

  • Liegen wir jetzt auf einer Linie?

    Sofern du Post #50 zustimmst und den Unterschied zwischen «Handy Hammock Stand» und dem Aufbau mit Trekkingstöcken siehst, dann liegen wir auf einer Linie. Allerdings verstehe ich dann nicht ganz, weshalb du mir meine Aussagen zum «Handy Hammock Stand» vor Augen geführt hast, als hätte ich dort eine andere These vertreten, der ich hier widersprochen hätte.

    Letztlich geht es mir darum, die Belastung der Trekkingstöcke so gering wie möglich zu halten. Ein wesentlicher Teil der Strategie - neben den genannten Punkten zu den Winkeln - ist, die Stöcke so kurz wie möglich zu halten, weil bei jeder Verlängerung die Belastungsgrenze im Quadrat abnimmt.

  • Ich habe vorhin mal die Höhe nachgemessen, die ich bekommen kann, wenn ich bei meinem 24 Zoll "tern" Faltrad die Sattelstütze so hoch wie möglich ausfahre: die Abspannhöhe für die HM liegt dann bei 1,10 m (der Sattel an sich ist natürlich etwas höher, aber ich will ja eine Führung für die Aufhängung haben und deshalb diese unter dem Sattel durchführen).

    D.h.: ich komme allein mit meinem Rad, ohne Zuhilfenahme von Stöcken, auf die gleiche Höhe wie mit meinen Stöcken. Wenn ich also mit dem Rad unterwegs bin, kann ich mir die Stöcke sparen und wenn ich zu Fuß unterwegs bin, könnte ich die Stöcke mitnehmen.

    Falls ich das Ganze höher haben will, muß ich entweder eine passende Stelle suchen, wo der Baum tiefer steht als der HM-Platz daneben, oder längere Stöcke nehmen (was schade wäre, weil ich ja schon sehr stabile Stöcke habe, die eh seit Jahren nutzlos vor sich hin gammeln...) oder in mein Sitzrohr ein anderes, längeres Rohr schieben, das einen Durchmesser von ca. 3,5 cm wie meine Sattelstütze haben kann. Der Vorteil von letzterem wäre, dass ich in die Stange 2 verschieden hohe Bohrungen machen könnte: eine für die HM-Aufhängung und eine für das Tarp.

  • Waldläufer70, ich sehe einen Widerspruch Deiner Aussage in Post 48 "Je kleiner der Winkel zwischen Stock und Hängemattenaufhängung ist, in desto vollerem Umfang überträgst du die Hängemattenlast auf den Stock." zu dem von Dir im Handy-Hammock-Faden festgestellten.

    1. Fall: Stütze in einem Winkel von 60° zum Boden von der Hängematte weg geneigt (also kleiner Winkel zwischen Stock und Hängemattenaufhängung)
    Deine Berechnung:
    "- Summe der Längskräfte: 92kg
    - Zug an den Verankerungen: ca. 50kg (etwa 25kg pro Grundplatte)"

    2. Fall: Stütze senkrecht (90° zum Boden) aufgebaut (d.h. großer Winkel zwischen Stock und Hängemattenaufhängung)
    Deine Berechnung:
    "- Summe der Längskräfte: 129kg
    - Zug an den Verankerungen: ca. 120kg (etwa 60kg pro Grundplatte)"

    Also ist doch bei kleinerem Winkel die Last geringer!

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:31)

  • Also ist doch bei kleinerem Winkel die Last geringer!

    Du übersiehst erneut, dass beim «Handy Hammock Stand» die Länge der Abspannleine fix ist. Deshalb wird dort bei senkrecht stehendem Ständer der Winkel der Abspannung kleiner, weshalb die Summe der beiden Anteile an der Längskraft beim senkrechten Ständer grösser wird. Genau das versuchen wir hier durch eine Abspannung im 90°-Winkel zu den Trekkingstöcken zu verhindern. Also kein Widerspruch.

    Aber das habe ich oben eigentlich bereits genau so dargestellt. Und wie gesagt: In beiden Fällen habe ich mit den gleichen Formeln gerechnet.

    Rechne es doch selber mal durch! Ich verstehe Sachen oft besser, wenn ich sie mir mal skizziere und selber durchrechne. Oft bin ich dann übers Resultat überrascht (wie beim «Handy Hammock Stand», wo ich den Anteil der Längskraft durch die Abspannung im steileren Winkel unterschätzt hatte).

  • Ich habe vorhin mal die Höhe nachgemessen, die ich bekommen kann, wenn ich bei meinem 24 Zoll "tern" Faltrad die Sattelstütze so hoch wie möglich ausfahre: die Abspannhöhe für die HM liegt dann bei 1,10 m (der Sattel an sich ist natürlich etwas höher, aber ich will ja eine Führung für die Aufhängung haben und deshalb diese unter dem Sattel durchführen).

    (...)

    Falls ich das Ganze höher haben will, muß ich entweder eine passende Stelle suchen, wo der Baum tiefer steht als der HM-Platz daneben, oder längere Stöcke nehmen (was schade wäre, weil ich ja schon sehr stabile Stöcke habe, die eh seit Jahren nutzlos vor sich hin gammeln...) oder in mein Sitzrohr ein anderes, längeres Rohr schieben, das einen Durchmesser von ca. 3,5 cm wie meine Sattelstütze haben kann. Der Vorteil von letzterem wäre, dass ich in die Stange 2 verschieden hohe Bohrungen machen könnte: eine für die HM-Aufhängung und eine für das Tarp.

    Ich habe mir heute Morgen im Wald überlegt, ob man nicht einfach - ähnlich wie beim Aufbau mit den Stöcken - zwei Continuous Loops (oder falls zu kurz zwei etwas längere Dog Bones) über den hinteren, breiteren Teil des Sattels legen könnte. Dann bräuchte man auf der der Hängematte abgewandten Seite des Sattels keine Bremse (Karabiner oder was auch immer), um zu verhindern, dass das Rad nach aussen wegkippt (wie oben beim Vorbau von barfuß gemacht). Zudem wäre das fürs Dyneema eine sehr schonende Befestigung (keine engen Radien) und man würde noch einen oder zwei Zentimeter an Höhe gewinnen. Unter Zug - so denke ich jedenfalls - könnten die Schlaufen nicht vom Sattel rutschen, weil der ja erst ein kleines Stück hinter der Sattelstütze seine breiteste Stelle erreicht. Ob meine Idee wohl funktionieren würde?

    Die Idee mit den zwei Höhen für Hängematte und Tarp finde ich gut. Ich frage mich gerade, ob man nicht eine längere Sattelstütze verwenden könnte. Dann müsste man kein separates Rohr mitnehmen. Bedingung wäre, dass man die höhere Sattelstütze noch ausreichend tief einstellen kann, wenigstens um das Fahrrad zu fahren, noch besser natürlich, um es auch klein verstauen zu können. Bei einem Faltrad geht das womöglich nicht, bei einem "normalen" Rad mit etwas grösserem Rahmen vielleicht schon eher. Dann wäre es aber nur eine Lösung für längere Leute, die ohnehin ein Fahrrad mit grösserem Rahmen fahren.

  • Die in diesem Youtube-Video gezeigten Verankerungen haben mein Interesse geweckt.

    Normalerweise kippt bei zu hoher Last der Hering durch das Erdreich hindurch in Richtung Hängematte bis er mehr oder weniger in die gleiche Richtung wie die ziehende Schnur gekommen ist und "springt" dann aus dem Boden.

    Bei der gezeigten Version wird das Kippen durch das am Hering befestigte "Bodenblech" be- oder vielleicht sogar verhindert. Damit der Hering zur Hängematte hin kippen kann müsste sich das auf dem Boden aufliegende Blech auf den Hering zu bewegen können. Dafür müsste aber erst das Erdreich weggedrückt werden.

    Wäre doch toll, wenn man von den beiden Problemen (knickende Stäbe und herausrutschende Heringe) damit eines lösen könnte.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (18. Januar 2025 um 08:31)

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