Neues Hängemattengestell: Tensahedron

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  • Oben reicht die 2 Dimensionalität (da liegen die Stangen - in meinem Fall - genau aufeinander) - da könnte man (statt der Schrauben) auch locker ein Scharnier nehmen, aber unten ändert sich der Winkel je nachdem wie weit man die Füße auf dem Boden spreizt.

    Ich vermute, dass das schlicht und einfach daran liegt, dass du zuerst die oberen Verbindungen ganz festgeschraubt hast und dann festgestellt hast, dass sich die unteren nicht mehr gleich stark anziehen lassen?

    Was wäre wohl passiert, wenn du zuerst die unteren Ecken gerade gebohrt und festgeschraubt hättest?


  • Das Beispiel mit "Himmel und Hölle" habe ich übrigens nicht verstanden. Bei diesem Spiel muss ich zwar - fürs Spiel - abwechslungsweise waagrecht und senkrecht öffnen. Ich kann aber problemlos auch in beide Richtungen gleichzeitig öffnen. Aus meiner Sicht ist das ein völlig anderer Fall.

    In beiden beiden Richtungen gleichzeit öffnen geht aber nur weil das Papier flexibel ist. Wenn du dir eine aus vier Holzwürfeln vorstellst, dann geht eben nur die eine oder die andere Richtung.

  • Nein! Das würde auch mit Holz funktionieren. Das sind acht Ebenen mit acht Scharnieren, wenn man nur den "Innenraum" betrachtet. - Und wo siehst du beim Himmel-und-Hölle-Spiel ein Tetraeder wie beim Hängemattengestell?

    Wenn ich vier Würfel wie in der Skizze zusammenlege und mittels Klebeband (Scharnier) verklebe (die dunklen Streifen) dann hab ich eine Holz-Himmel und Hölle. Eine die verkehrt rum liegt. Dann geht nur die einer ODER die andere Richtung zu biegen.
    Jetzt kann ich mir vorstellen, den einen Klebestreifen auf der unteren (gegenüberliegenden) Seite anzubringen, dann hab ich zwar keine echte HuH mehr, aber ich kann immer noch die eine oder die andere Richtung knicken. Und dann stell ich mir vor ich hätte keine Würfel sondern lange Stäbe verwendet, und flugs hab ich einen Hängemattenständer .... den man allerdings nicht ausklappen kann, weil eben zu wenig Freiheitsgrade vorhanden sind. Wenn ich allerdings bei zwei Stäben eine leichte Schräge am Ende draufmache, kann ich den Hängemattenständer - wie Du eh schon geschrieben hast - in genau einer Form aufstellen.

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    • Offizieller Beitrag


    Jetzt kann ich mir vorstellen, den einen Klebestreifen auf der unteren (gegenüberliegenden) Seite anzubringen, dann hab ich zwar keine echte HuH mehr, aber ich kann immer noch die eine oder die andere Richtung knicken.


    Das bezweifele ich. Bei dieser Konstellation sollte der eine Klebestreifen das Öffnen in Längsrichtung und der andere Klebestreifen das Öffnen in Querrichtung verhindern. Damit hält des Würfelpaket fest zusammen.


  • Das bezweifele ich. Bei dieser Konstellation sollte der eine Klebestreifen das Öffnen in Längsrichtung und der andere Klebestreifen das Öffnen in Querrichtung verhindern. Damit hält des Würfelpaket fest zusammen.

    Hab ich etwas falsch beschrieben, man muss natürlich die Klebestreifen in der Mitte teilen, so dass nur jeweils zwei Stangen miteinander verbunden sind, also insgesamt 4 Klebestreifen (Scharniere)

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  • Noch mal anschaulich, weil meine Zeichenkünste überschaubar sind:

    Oben und unten je zwei Scharniere, keine Möglichkeit zur Verwendung als Hängemattenständer

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    Schrägt man allerdings die unter Kante ab ....

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    kann man, nachdem man die oberen Scharniere einen exakt voreingestellten Winkel abbiegt, den Ständer auseinanderklappen. Die Länge des Seils am Boden muss mit dem Winkel zusammenpassen, aber das hat [USER="33"]waldläufer[/USER] schon alles in #38 beschrieben

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  • Das wäre auf alle Fälle möglich und die Konstruktion wäre versorgt sogar kürzer! Für einen aufrechter stehenden Balken brauchst du ja ein kürzeres Stück Holz (oder Rohr). Allerdings wäre die Konstruktion nicht mehr faltbar. Zusammenfalten liesse sie sich nur, wenn du sie auseinandernehmen könntest. Aber das hast du ja ohnehin vor, wenn ich dich richtig verstanden habe.

    Wobei, Moment mal: Wenn du sie so falten könntest, dass ein langes Balkenstück und dazu gestreckt ein kurzes Balkenstück zu liegen kämen, das zweite Paar aus lang und kurz um 180° umgedreht, dann könnte die Konstruktion allenfalls sogar faltbar sein. Und in diesem Fall würde sie tatsächlich länger. Vielleicht hast du ja das gemeint. Nur mit den Faltverbindungen sehe ich noch nicht so recht durch.

    Mmmh, da wird es nun nochmals ein Stück anspruchsvoller, sich das nur in Gedanken vorzustellen... Ich denke, ich verordne mir jetzt mal eine Denkpause.

  • Lösen könnte man das Problem, wenn das Gestell die gleiche Asymetrie aufweisen würde.

    Die lange Seite würde an der Kopfseite vorbeiführen, die kurze Seite an der abgewandten Seite.
    Dadurch sollte sich mehr Raum am Kopf ergeben

    Hervorragende Idee! Sowas bau ich mir auch. Hab's gleich mal visualisiert. Allerdings glaube ich, dass die Kopfseite die der kurzen Stange sein soll. in meinem Fall liege ich mit dem Kopf links. Die Stange ist weiter weg und weiter unten/hinten.

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  • Ich hab plötzlich die Bastelwut bekommen ....

    hier die Maße:
    lange Stange: 2,4m
    kurze Stange: 1,8m
    Seil unten: 1,5m
    Ridgeline: 3m

    mit 1,4m über der Erde wirds glaub ich etwas knapp

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  • Ich glaube, dass du in einem solchen Hammock Stand zwangsläufig relativ tief über dem Boden hängst, ausser du verwendest wirklich sehr lange Stangen. Der Winkel zwischen den Dreiecks-Ebenen, die die "Arme" bilden, und der Hängematten-Aufhängung ist ziemlich klein. Er wird grösser, wenn die Konstruktion schwerer wird. Auch das führt natürlich dazu, dass man etwas höher hängt.

    Sowohl besonders lange Stangen als auch hohes Gewicht dürften dem Bedürfnis nach Portabilität entgegenstehen. Ich würde deshalb wohl am freien "Arm" aussen einen Haken fürs Gepäck anbringen. Das hebt die Hängematte eine Spur an, da dadurch der erwähnte Winkel zwischen "Arm" und Hängematten-Aufhängung etwas grösser wird. Das schafft dann auch nochmals zusätzlich etwas Kopf- und Beinfreiheit.

    Mann, jetzt war ich heute Nachmittag im Baumarkt und habe mir das Zubehör für mein Modell besorgt. Doch dann bin ich zuhause eingeschlafen. Und nun gibt es trotzdem bereits ein Modell. Cool! :)

    PS: Falls die Hängematte die Balken nicht steiler aufrichtet, als sie im unbelasteten Modell stehen, wäre die Sitzhöhe gemäss meinem Hängematten-Rechner 50cm! Also nicht mal so niedrig, wie ich dachte.

  • Was mich noch Wunder nimmt: Lässt sich das Modell zusammenfalten? Ich meine so, dass alle vier Stangen parallel liegen? (Ich hätte ja auf ein Nein getippt.) Oder muss man die Teile auseinander nehmen?

    Nein nein, zusammenfalten geht gar nicht, ich hab Stecknadelköpfe als "Kugelgelenk" mit Mini O-Ringen als Verbinder verwendet. Muss man zerlegen. In Echt möchte ich gerne teleskopierbare Rohre nehmen, ich weiß nur noch nicht welcher Werkstoff und welche Dimension und woher.

  • Nein nein, zusammenfalten geht gar nicht, ich hab Stecknadelköpfe als "Kugelgelenk" mit Mini O-Ringen als Verbinder verwendet. Muss man zerlegen. In Echt möchte ich gerne teleskopierbare Rohre nehmen, ich weiß nur noch nicht welcher Werkstoff und welche Dimension und woher.

    Danke für die Rückmeldung.

    Ich fände es noch praktisch, wenn man die zusätzlichen 60cm für die längeren Rohre wahlweise links oder rechts einfügen könnte. Dann könnte man das Gestell - je nach Wunsch - für beide Liegerichtungen verwenden. Es bringt ja nichts, das Gestell einfach auf den Kopf zu stellen: Dadurch ändert sich an der Liegerichtung nichts. Die Liegerichtung könnte man nur ändern, wenn man alle vier Gelenke über 180° hinaus vollständig auf die andere Seite falten könnte.

    Da man das Gestell ja nicht zusammenfalten kann, es also ohnehin zerlegen muss, kann man es natürlich - je nach gewünschter Liegerichtung - einfach entsprechend zusammenstecken. Das wäre für die Praxis die einfachere Lösung.

    Falls man das Gestell aus kürzeren Einzelstücken zusammenbauen möchte:

    Wenn man den Ständer aus Vierkantholz machen möchte, könnte man mit 8 Holzteilen à 90cm und 2 Teilen à 60cm arbeiten. Man hätte dann ein relativ klein verpackbares Set. Auch vergleichbar lange Rohrstücke wären natürlich nicht schlecht. Die Gelenke / Scharniere könnte man gleich dranlassen, so dass man letztlich (gefaltet) 4 Teile à zweimal 90cm über die Gelenke verbunden und zusätzlich einzeln die 2 Teile à 60cm hätte, die man beim Aufbau am gewünschten Ort in der Mitte einfügen würde. Mit 4 Teilen à 60cm könnte man dann wahlweise ein asymmetrisches oder ein klassisches (symmetrisches) Gestell bauen. Wenn man nur ein klassisches (symmetrisches) haben möchte, könnte man für jede Stange statt zweimal 90cm plus einmal 60cm natürlich auch dreimal 80cm verwenden, um beim Packmass noch 10cm einzusparen.

    Wenn man andere Masse wünscht, muss man die Zahlen halt entsprechend anpassen.

    EDIT: Hatte da noch ein paar Fehler drin. Da noch niemand reagiert hat, habe ich sie nun ausgemerzt und gleich noch ein paar Gedanken ergänzt.

  • Nun habe ich auch mein Modell fertig:

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    Für die Masse habe ich mich an [USER="173"]erik[/USER]s Masse gehalten, den Ständer aber - wie oben erläutert - zerlegbar gemacht. Die Löcher für die Holzdübel habe ich freihändig gebohrt, da ist noch Luft nach oben, ich weiss. ;)

    Die Hängematte:
    Länge: 34cm
    Breite: 13cm (ist etwas schmal geworden)

    Meine Erkenntnisse

    Kopf- und Fussfreiheit

    Die Kopf- und auch Fussfreiheit wird deutlich grösser:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05481.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 241,1 KB ID: 40533","data-align":"none","data-attachmentid":"40533","data-size":"medium"}[/ATTACH] Kopffreiheit

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05484.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 249,9 KB ID: 40534","data-align":"none","data-attachmentid":"40534","data-size":"medium"}[/ATTACH] Fussfreiheit

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05475.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 355,8 KB ID: 40532","data-align":"none","data-attachmentid":"40532","data-size":"medium"}[/ATTACH] von oben betrachtet

    Für meine Hängematten (gut 340cm lang) würde ich die Masse etwas erhöhen oder vielleicht einfach die kurzen Seiten etwas verlängern (vielleicht 10cm länger auf 190cm bis allenfalls 200cm). Dadurch wäre das Packmass etwas grösser (95cm bis 100cm). EDIT: Nein, ich denke, ich würde den Längenunterschied eher noch etwas mehr akzentuieren. Das Bild von oben zeigt, dass der Hammock Stand die Form, die die Hängematte annimmt, wenn jemand darin liegt, nachempfindet. Wenn ich mir das Bild anschaue, dürfte diese Form durchaus noch etwas stärker ausgeprägt sein. Vielleicht wären 250cm für die langen Balken und 170cm für die kurzen eine Möglichkeit? Dann würde ein kurzer Balken aus zwei 85cm langen Stücken bestehen, ein langer aus zwei 85cm langenTeilen und einem 80cm langen Mittelstück. Packmass: 85cm. Allenfalls sogar alle Teile 85cm lang, so dass die langen Balken 255cm lang wären. Packmass: 85cm.

    Die Abspannung

    Wie [USER="269"]barfuß[/USER] schon sagte: Je nach dem, wo die Person in der Hängematte liegt (Smartphone: 13cm x 6cm, Diagonale 14,3cm - es handelt sich im Modell um eine sehr kleine Person!), können schon ordentliche Zugkräfte auf die Abspannung am einen Arm wirken. Ich würde diese Kräfte keinesfalls unterschätzen. Die Kräfte müssen das System nicht nur "im Gleichgewicht halten". Diese Formulierung erweckt den Eindruck, man habe es da mit sehr geringen Kräften zu tun.

    Die Gelenke

    Wie richtig vermutet, werden die Verbindungen ziemlich stark verdreht. Ich habe fürs Modell ein 1/2 Inch Ribbon verwendet (aufgeklebt und mit einer Schraube fixiert). Die Verklebung hat es sehr schnell aufgerissen und zwar unten (wo ich etwas Spiel zwischen den Stangen gelassen hatte) wie auch oben:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05490.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 243,8 KB ID: 40535","data-align":"none","data-attachmentid":"40535","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Insgesamt braucht man zwei Kugelgelenke. Es spielt grundsätzlich keine Rolle, ob diese oben oder unten liegen. Man sollte allerdings bedenken, dass man im aufgebauten Zustand unten einen stumpfen Winkel (>90°) zwischen den Stäben hat, oben einen relativ spitzen Winkel (<90°). Ob sich aus diesem Grund eine Präferenz für die Positionierung der Kugelgelenke ergibt, ist mir noch nicht klar.

    Von einer Verbindung der Balken mit Dyneema würde ich aufgrund der starken Verschiebungen der Balken wohl absehen. Es ist sinnvoll, wenn die Balken möglichst gut in Position gehalten werden und einfach in einem Gelenk die Freiheit bekommen, die sie benötigen.

    Man sollte auch beachten, dass die Balken in meinem Modell total überdimensioniert sind (14mm). Das Problem wird dadurch sehr akut.

    Es wäre denkbar, die Scharniere aus einem breiten Gurtband zu machen. Dazu müsste man das Gurtband oben auf zwei zu verbindende Balken kleben, zwischen den Balken eine ausreichend grosse Lücke lassen, auf beide Balken einen passenden "Deckel" kleben und zum Schluss die Deckel mit ein paar Schrauben fixieren. Ich weiss allerdings nicht, ob die ungleichmässigen Spannungen dem Band wirklich gut bekommen würden. Ein starres Gelenk aus Metall ist wohl die bessere Wahl.

    Empfohlene Masse

    Ich würde es nicht wagen, spezifische Masse zu empfehlen. Zu individuell sind die Hängematten und Bedürfnisse. Es muss wohl alle selber ausprobieren, welche Masse sich für die eigenen Bedürfnisse am besten eignen.

  • Ich fand ja [USER="173"]erik[/USER]s Darstellung mit den vier Würfeln oben genial!

    Falls immer noch jemand daran zweifelt, dass es für eine vollständige Freiheit in der Bewegung zwei Kugelgelenke braucht, ist mir zur Erklärung noch eine Idee gekommen:

    Wir schauen von oben auf den vollständig ausgebreiteten, also auf der Wiese liegenden, Tensahedron Hammock Stand:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: Veranschaulichung (Kugelgelenke).jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 56,7 KB ID: 40537","data-align":"none","data-attachmentid":"40537","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Bei den rot eingezeichneten Gelenken wird normalerweise die Hängematte eingehängt. Die orangen Scharniere müssen natürlich, wenn der Ständer so am Boden liegt, auch auf der Innenseite angeschraubt werden. Doch spätestens beim Aufstellen haben wir ein Problem: Wie sollen wir nun die Arme des Ständers nach oben bringen? Das geht nicht. Dazu müssten wir die Gelenke irgendwie anders anbringen. Nur wie? Auch oben drauf geht ja nicht, denn die Balken berühren sich dort gar nicht.

    Oben lässt sich ein Scharnier nur anbringen, wenn man die Balken so abschrägt, dass man die beiden Hälften zusammenschieben kann:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 02 Veranschaulichung (Kugelgelenke).jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 54,7 KB ID: 40538","data-align":"none","data-attachmentid":"40538","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Nun liegen die beiden oben aufgeschraubten Scharniere auf einer Geraden und der Ständer kann nach oben geklappt werden. Aber Achtung: Das funktioniert nur, wenn der Ständer exakt so daliegt wie auf dem Bild. So lange er so am Boden liegt, können die Füsse nicht gegen die Mitte hin zusammengeschoben werden. Die roten Gelenke würden das zwar erlauben, nicht aber die orangen.

    Die beiden Füsse mit den orangen Scharnieren lassen sich erst zur Mitte hin zusammenfalten, wenn die beiden roten Scharniere oben in der Mitte zusammengekommen sind und nun ebenfalls auf einer Geraden liegen. Dann lassen sich die beiden Füsse ganz leicht zur Mitte hin zusammenbringen.

    Mit abgeschrägten Füssen (oder Armen wäre auch möglich) ist der Aufbau des Ständers zwar möglich, aber eben nur in einem vorgegebenen Winkel und in einer vorgegebenen Reihenfolge. Möchte man alle Freiheit haben, so braucht man entweder anstelle der orangen oder anstelle der roten Scharniere die oben oft erwähnten "Kugelgelenke".

    Ich hoffe, das leuchtet nun auch noch den letzten "Zweiflern" ein.

  • Genau, so ist es. Das hier ist eine gute Erklärung meiner praktischen Erfahrung.
    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Auf deinem Foto des Modells oben (Sicht von oben) gibt es aus meiner (praktischen) Erfahrung folgendes Problem: man liegt nicht in der Mitte der HM, sondern, auch weil man das Fußende deutlich höher hängen muß, als das Kopfende (damit das Gestell nicht Richtung Fußseite kippt), sehr viel weiter Richtung Kopfende. Der Körperschwerpunkt war bei mir deutlich auf der Kopfseite der HM bzw. des Gestells.

    Wenn das Wetter gerade nicht so besch...... wäre könnte ich meinen Prototypen auch asymetrisch zusammenbauen, wie ihr es oben beschreibt: Also nicht wie bisher am Kopfteil die längeren und am Fußteil die kürzeren Stangen, sondern immer eine lange und eine kurze Stange im Wechsel. Morgen soll es ja nur regnen bzw. sogar schneien, aber am Mo soll es wieder trocken sein, da kann ich mal voraussichtlich mal testen.

  • So, jetzt stellt sich langsam die Frage nach dem Material.
    Aus meiner Sicht bieten sich an Rohre aus Aluminium, Carbon und Glasfaser an.

    Carbon (CFK) ist natürlich superfesch, leicht, cool, .... aber auch sehr teuer und vor allem spröde
    Glasfaser (GFK) ist nicht mehr so fesch, gar nicht mehr so leicht, aber günstiger, und auch sehr spröde
    Aluminium ist herrlich zäh im Vergleich zu den beiden Faserkonkurrenten und spielt gewichts- und preismäßig in etwa in der selben Liga wie GFK.

    Ziemlich nett fände ich es wenn man die einzelnen Stäbe in sich zusammenstecke könnte, könnte man z.B. mit diesen teleskopierbaren Rohren machen:
    https://www.bolek-shop.de/gfk/profile/ge…-serie-t?c=1306

    Die alles entscheidende Frage allerdings ist, welchen Durchmesser und Wandstärke nehmen?

    Hat da wer eine Idee?

  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Auf deinem Foto des Modells oben (Sicht von oben) gibt es aus meiner (praktischen) Erfahrung folgendes Problem: man liegt nicht in der Mitte der HM, sondern, auch weil man das Fußende deutlich höher hängen muß, als das Kopfende (damit das Gestell nicht Richtung Fußseite kippt), sehr viel weiter Richtung Kopfende. Der Körperschwerpunkt war bei mir deutlich auf der Kopfseite der HM bzw. des Gestells.

    Genau. Der Schwerpunkt muss etwas gegen das Kopfende hin verschoben sein. Wenn du das Foto genau anschaust, habe ich genau das gemacht: Die "Fussecke" des Smartphones liegt genau über dem Gelenk des Ständers am Boden, die "Kopfecke" hingegen ist ein ganzes Stück zum Kopfende hin verschoben.

    Hier nochmals ein Bild von oben:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05497.jpg Ansichten: 3 Gr\u00f6\u00dfe: 268,4 KB ID: 40552","data-align":"none","data-attachmentid":"40552","data-size":"medium"}[/ATTACH] Der Bleistift ist auch nur 16cm lang, also auch eine recht kleine "Person"

    Deshalb war es mir auch wichtig, nochmals zu betonen, dass man die Kräfte, die auf die Abspannung wirken, nicht unterschätzen sollte. Ein leichtes Möbelstück könnte da problemlos wegrutschen, was zu Schäden führen kann, wenn man mit dem Ständer plötzlich irgendwohin stürzt.

    Weil die "Kopfecke" nicht weit genug beim Kopfende ist, habe ich auch vorgeschlagen, den Längenunterschied zwischen den Stangen noch etwas zu akzentuieren. Allerdings wird das Kopfende immer etwas weiter zur kopfseitigen Aufhängung hin ragen, als das Fussende zur fussseitigen, weil man eben etwas zum Kopfende hin verrutscht liegen muss. Versucht man das durch weitere Anpassungen bei den Stangenlängen auszugleichen, so verschiebt man damit auch das Gleichgewicht und muss in der Folge noch weiter gegen das Kopfende rutschen, damit das nicht passiert. Wenn schon würde man dann besser dafür sorgen, dass die Längenunterschiede dort, wo der Kopf liegt etwas weniger akzentuiert sind als auf der gegenüberliegenden Seite, wo die Füsse liegen. Dann könnte man in der Mitte der Hängematte liegen und würde dennoch zum Kopfende hin kippen. Aber dann wäre der Ständer wohl ziemlich kompliziert aufzubauen, da man drei bis vier verschiedene Längen der Stäbe hätte.

    Ich habe mir gestern noch überlegt, ob man nicht einfach zehn 90cm lange Stücke verwenden könnte. Acht davon wären gleich paarweise mit dem Gelenk verbunden. So wäre der Aufbau relativ unproblematisch. Möchte man den Ständer aus 250cm langem Vierkantholz bauen, so käme man stattdessen auf zehn Stück à 83,3cm. Dann bräuchte man 4 Balken, hätte vom letzten allerdings noch 166,6cm übrig. Die Frage wäre halt: Bis zu welcher Länge wäre man da bei der Hängematte auf der sicheren Seite?

    Die Verbindungen am Boden könnte man mit zwei Kugelgelenken so nahe wie möglich beieinander auf einem ausreichend dicken Holz-Rechteck festschrauben. Auf diese Weise hätte man immer eine Fläche am Boden. Ich weiss bloss nicht, wie viel Last solche Kugelgelenke aushalten. Oben könnte man ganz normale Scharniere verwenden (falls man mit Vierkantholz arbeitet). Sonst könnte man auch oben Kugelgelenke verwenden, was bei Rohren vielleicht einfacher ist, falls die Gelenke spitze Winkel zulassen.

  • So, jetzt stellt sich langsam die Frage nach dem Material.
    Aus meiner Sicht bieten sich an Rohre aus Aluminium, Carbon und Glasfaser an.

    Carbon (CFK) ist natürlich superfesch, leicht, cool, .... aber auch sehr teuer und vor allem spröde
    Glasfaser (GFK) ist nicht mehr so fesch, gar nicht mehr so leicht, aber günstiger, und auch sehr spröde
    Aluminium ist herrlich zäh im Vergleich zu den beiden Faserkonkurrenten und spielt gewichts- und preismäßig in etwa in der selben Liga wie GFK.

    Ziemlich nett fände ich es wenn man die einzelnen Stäbe in sich zusammenstecke könnte, könnte man z.B. mit diesen teleskopierbaren Rohren machen:
    https://www.bolek-shop.de/gfk/profil...serie-t?c=1306

    Die alles entscheidende Frage allerdings ist, welchen Durchmesser und Wandstärke nehmen?

    Hat da wer eine Idee?

    Ich hatte letzhin die gloriose Idee, mir für meine Brücken-Hängematte Stäbe aus Karbon herzustellen. Leider habe ich mich bei den Kräften ziemlich vertan, weil ich nur die Winkel im Aufhänge-Dreieck betrachtet hatte. Es wirken aber auch noch die Kräfte auf die Stäbe, die sich aus den Winkeln zwischen Stab und Körperschwerpunkt in der Hängematte ergeben. Diese müssen noch addiert werden. Ich hatte deshalb viel zu dünne Stäbe gekauft.

    Aus Kostengründen hatte ich pultrudierte CFK-Rohre gekauft. Ich weiss nicht, wie das bei teureren Stangen aussieht. Bei den pultrudierten muss man sehr aufpassen, dass man die Stangen nicht auffreisst (ähnlich wie Bambus) wenn man einen Pfropfen ins Stangenende treibt. Das ist mir leider beim Abschluss der Stangen passiert. Ich denke, es ist zu gefährlich, diese Stangen als Spreader Bars zu benutzen. Wenn sie brechen, splittern sie. Ich möchte keine solche Splitter im Kopf haben. Am Kopfende habe ich bei etwas Bewegung in der Hängematte schnell mal 120kg und mehr Druck auf der Stange!

    Ich habe erst später realisiert, dass die Firma, bei der ich die Rohre bestellt habe, auch dickere Durchmesser im Angebot hätte. Sicher gibt es einen vergleichbaren Versand auch in Deutschland, vermutlich sind dort die Preise auch günstiger.

    Die dünnsten, mit denen ich es allenfalls wagen würde, wären diese. Leider sind die bereits recht teuer und dickere, bei denen es mir letztlich wohler wäre, sind nochmals ungleich teurer. Solche Preise schrecken wohl eher ab.

    Die anderen Qualitäten sind leider auch ungleich teurer.

    Von dem her sind Alu-Rohre wohl die bessere (günstigere) Wahl. Zudem splittert Alu nicht, ist also aus meiner Sicht in der Anwendung weniger gefährlich. Mein dicker Spreader Bar aus Alu ist zweiteilig und wiegt bei einem Durchmesser von 19mm 177g. Für einen Hängemattenständer müsste man aber bestimmt dickere Stangen haben. Die Belastung erfolgt zwar senkrecht, aber sie dürfen sich durch die Belastung nicht biegen. Wie hoch müsste man beim Durchmesser gehen? Und wie dick sollte die Wand sein? Das wären auch meine Fragen.

    Für die Steckverbindung müsste man ja auf das nächstdünnere Rohr ausweichen. Auch dieses sollte noch stabil genug sein. Bei den Spreader Bars wurde Aluminiumrohr mit einer Wandstärke von 1mm verwendet. Der dünnere Stab, den ich am Fussende verwende, hat einen Durchmesser von 17mm. Dieser dient beim dickeren Rohr als Verbindungsstück.

    Wohler wäre mir wohl mit einer Wandstärke von 2mm. Ob ein Rohr mit 24mm Durchmesser reichen würde? Bei 2mm Wandstärke bräuchte man für die Verbindungen ein Rohr mit einem Durchmesser von 20mm, ebenfalls mit einer Wandstärke von 2mm, also 16mm Innendurchmesser.

    Die Verbindung sieht bei meinen Spreader Bars wie folgt aus:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05499.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 241,4 KB ID: 40548","data-align":"none","data-attachmentid":"40548","data-size":"medium"}[/ATTACH][ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05498.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 229,3 KB ID: 40549","data-align":"none","data-attachmentid":"40549","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Die Innenrohrstücke für die Steckverbindung wurden einfach mit zwei Druckpunkten festgeklemmt. Alternativ könnte man die Innenseite des Hauptrohrs und den nicht sichtbaren Teil des Verbindungsrohrs auch einfach etwas mit einer Feile aufrauen und mit Araldit (z.B. den hier) oder einem anderen Zweikomponenten-Klebstoff festkleben.

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