Meine erste Brücken-Hängematte

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Ist Karbon nicht knickbeständiger als Alurohre?

    Das kannst du pauschal nicht vergleichen, weil es ganz erhebliche Unterschiede bei den Materialien gibt.

    Wenn du einen Pfeilschaft nimmst, der zB auch im modernen Drachenbau verwendet wird, wird der sich wesentlich weiter biegen lassen als ein 0815-Aluröhrchen aus dem Baumarkt.

    Wenn du einen Wanderstock nimmst, wird der vermutlich nicht so biegsam, und safür spröder sein.

    In beiden Werkstoffgruppen gibt es Abstufungen in der Qualität, und vor allem Unterschiede bei den Eigenschaften im Bezug zu den Einsatzwünschen.

    Aber wenn das Karbon bricht, dann willst du in keinem Fall deine Finger da dran haben:)

  • ...oder absolut im sicheren Rahmen?

    Naja, was ist schon absolut im sicheren Rahmen?;)

    Wenn du dich zwischen zwei Bäume hängst, kannst du immer auf dem Hintern landen, absolut sicher wird das nie sein.

    Ich hab noch nie Carbonsplitter fliegen sehen, von daher würde ich mir keine Sorgen machen daneben zu stehen.

    Ich weiß aber wie scharfkantig ein gesplittertes Carbonrohr sein kann, ich würde ein berstendes Rohr nicht in der Hand haben wollen.

    Ich sehe es wie du, manchmal kann man auch übervorsichtig sein.

    Ich finde die Idee cool, aber wir sind uns einig das der Einsatzzweck halt ein anderer ist für die Stöcke. Die Belastungsgrenze wird definitiv irgendwann erreicht sein. Das kann auf Grund einer Materialschwäche sein, vielleicht stößt der Stock mal irgendwo doof an und hat eine Sollbruchstelle die du nicht mitbekommst. Das kann auch einfach Jahre gut gehen:thumbup:

    Du hast aber zwei Stöcke parallel im Einsatz, das wäre mir persönlich genug Sicherheit falls mal einer an seine Grenze kommt:)

  • absolut im sicheren Rahmen

    "Absolut" war hier nicht absolut gemeint... ;)

    Danke für deine Einschätzung!

    PS: Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ein Stock allein überfordert wäre. Mir scheint, es braucht beide, um die benötigte Stabilität zu erreichen. Die beiden Stöcke haben inzwischen wohl gegen 3'000 km auf dem «Buckel».

  • Inzwischen habe ich mir die weiter oben vorgeschlagenen «Taschen» für die Stöcke genäht. Um die Gurtbandschlaufen möglichst wenig Belastung auszusetzen, habe ich

    • die beiden Doppelschlaufen nicht aneinander festgenäht. Sie sollen sich gegeneinander bewegen können.
    • einen Ankerstich eingefädelt. Das AmSteel soll sich trotz der «Taschen» ordentlich am Griff der Stöcke festkrallen.

    Mal schauen, wann ich dazu komme, die Sache auszuprobieren. Je nach den Abmassen des aufgebauten "Produkts meiner Bemühungen" werde ich dann vielleicht noch etwas grössere oder kleinere Continuous Loops spleissen müssen:

  • Ich habe die neuen «Taschen» ausprobiert. Mir scheint, dass sie sehr gut funktionieren. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Griffe ein ganzes Stück weniger zusammengedrückt werden, weil sich der Druck durch das Gurtband besser auf den Schaumstoff verteilt.

    ABER =O

    Da die Titan-Teile bei diesem Vorgehen horizontal statt vertikal liegen, laufen die schmalen Gurtbandschlaufen der Hängematte etwas schräg durch die Schlitze der Titan-Teile. Ich habe gesehen, dass das dem Gurtband auf Dauer nicht guttun dürfte. Über kurz oder lang werden diese Schlaufen ihren Dienst versagen. Was nützt es, wenn die Stöcke zwar halten, aber dann womöglich das Gurtband an einer Ecke der Hängematte ausreisst?

    Entweder müsste ich die Titan-Teile am Kopfende aufsägen (und damit schrotten) oder ich versuche es nach der Methode, bei der die Stockspitzen ähnlich wie die Stifte der Spreizstäbe in den Öffnungen der Titan-Teile sitzen und die Stockgriffe mit AmSteel hinter den Stockspitzen eingehängt werden. Ich hatte diese Methode bei meinen ersten Versuchen weiter oben gezeigt. Sie lässt sich nicht so leicht mit Worten beschreiben. - Allerdings gefällt mir diese Methode nicht so gut...

    Wieder ist Nachdenken angesagt!

    • Offizieller Beitrag

    Entweder müsste ich die Titan-Teile am Kopfende aufsägen (und damit schrotten) oder ich versuche es nach der Methode, bei der die Stockspitzen ähnlich wie die Stifte der Spreizstäbe in den Öffnungen der Titan-Teile sitzen und die Stockgriffe mit AmSteel hinter den Stockspitzen eingehängt werden.

    Meine Lösung für dieses Dilemma wäre es eine weitere Brückenhängematte ohne Hardware zu nähen :saint:

  • Meine Lösung für dieses Dilemma wäre es eine weitere Brückenhängematte ohne Hardware zu nähen :saint:

    Du wirst lachen, aber die Ideen dafür habe ich schon länger im Hinterkopf. In letzter Zeit war die Nählust aber nirgends zu finden. An Projekten würde es nicht mangeln... Tatsächlich entstanden sind in letzter Zeit aber nur so kleine Dinge wie Neopren-Hülle fürs Smartphone oder die oben gezeigten «Taschen» für die Brücken-Hängematte.

  • Ich möchte zwar, muss aber zurzeit doch noch keine weitere Brücken-Hängematte nähen... Wenn ich nämlich das letzte Loch zum Einfädeln des Continuous Loops nutze (Aufhänge-Dreieck und Stabhalterung verlaufen dann durchs gleiche Loch), dann liegt das schmale Gurtband der Hängematte doch wieder schön im Titan-Teil und wird entsprechend "korrekt" belastet:

    Bildquelle

    Das mittlere Loch, das als Stockaufnahme dient, bleibt bei dieser Verwendung frei.

    Hier ein Bild davon:

    Und der Schaumstoff der Stöcke scheint mit den Stockhalterungen aus Gurtband nur noch sehr geringfügig gequetscht zu werden:

      

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!