Dyneema läßt sich doch knoten.

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  • Meine persönliche Erfahrung mit Dyneema-Knoten: Es ist nicht einfach... Aber es geht.

    Meine Hängematte hängt an 40 1mm dicken Dyneema-Schnüren, mit 40 Knoten. Es ist also möglich. Aber nicht jeder Knoten eignet sich für Dyneema. Gerade in neuem Dyneema lösen sich Knoten sehr leicht.

    Dyneema wird von Knoten genau so geschwächt wie andere Seile auch. Bei Zugbelastung ist Dyneema quasi unkaputtbar. Aber Knoten erzeugen auch Reibung, wodurch selbst Dyneema kaputt geht.

    Just my 2 cents


    Das Baumkind

    • Offizieller Beitrag

    Frage an Google: "Why do knots weaken rope?"

    Antwort von Sciencefocus:

    Zitat

    Anyone who relies on the strength of a rope takes great care to prevent knots forming in it, as they can reduce the breaking strength by more than 50 per cent. The reason is that knots create curved regions of rope whose outer circumference is greater than the inner part. This difference in length creates stress across the rope’s width when put under tension, undermining its strength.

    Wie Waldläufer70 schon vermutet hat, liegt es also an der starken Biegung. Vielleicht ist Dyneema dem Anschein nach anfälliger, weil es bei relativ dünnen Fasern so stark ist. Wenn zwei Seile die gleiche Bruchlast haben, das eine aber viel dicker ist als das andere, wird es beim Knoten natürlich auch nicht so stark gebogen. Das ist aber nur eine Theorie. Ich bin zu faul zum Googlen.

  • Frage an Google: "Why do knots weaken rope?"

    Antwort von Sciencefocus:

    Wie Waldläufer70 schon vermutet hat, liegt es also an der starken Biegung. Vielleicht ist Dyneema dem Anschein nach anfälliger, weil es bei relativ dünnen Fasern so stark ist. Wenn zwei Seile die gleiche Bruchlast haben, das eine aber viel dicker ist als das andere, wird es beim Knoten natürlich auch nicht so stark gebogen. Das ist aber nur eine Theorie. Ich bin zu faul zum Googlen.

    Je dünner das Seil, desto enger werden die Windungen in den Knoten. Damit werden die Spannungsdifferenzen auf engem Raum auch entsprechend höher. In seinem "Rope Users Manual" gibt Samson Rope auf Seite 38 einen Hinweis zur Biegung eines Augspleisses. Bei praktisch jedem Knoten ist die Biegung höher als dort empfohlen! Deshalb setzt auch jeder Knoten die Bruchlast (zum Teil deutlich!) herab.

    Das "Manual" ist ohnehin höchst interessant! Ich entdecke darin immer wieder Neues.

    Ergänzung:
    Mir kommt gerade noch in den Sinn: Dyneema ist viel weniger elastisch als beispielsweise Polyester oder Nylon. Damit können die Spannungsdifferenzen in den Knoten auch viel schlechter ausgeglichen werden. Deshalb setzen Knoten in Dyneema - wie ich vermute - die Bruchlast deutlich stärker herab als in herkömmlichen Seilen.

  • Samson Rope empfiehlt, das Amsteel (Dyneema) nicht über 20% der Bruchlast zu belasten (ca. 0,7% Dehnung). Dabei gilt:

    • Arbeitsbelastung = (minimale) Bruchlast / Sicherheitsfaktor
    • Minimaler Sicherheitsfaktor = 5 (beim Klettern = 10)


    Eine gelegentliche Spitze mit 50% mehr (also 30% der Bruchlast) dürfte nichts schaden. Man kann aber durchaus auch einen Schritt weitergehen und die dynamische Belastung als Arbeitsbelastung ansetzen. Dann kommt man ungefähr auf einen Sicherheitsfaktor von 7,5 (dynamischer Anteil: 50% (=> 1,5), zuzüglich Sicherheitsfaktor von 5).

    Hier ein Auszug aus dem "Rope Users Manual" (Seite 6) von Samson Rope:

    "Safety factor recommendations vary in accordance with the different safety practices and policies — typically determined through local regulatory standards, industry best practices, or internal safety, design, and retirement criteria. However, for rope used under normal conditions, where the circumstances described below do not apply, our general recommendation (which is commonly accepted for most industries) is a minimum 5:1 safety factor, or a 10:1 safety factor for climbing lines. Thus, your maximum working load should be approximately 1/5th (20%) or 1/10th (10%), depending on the required safety factor, of the quoted spliced rope breaking strength. This factor helps to provide greater safety and extends the service life."

    Es geht also nicht nur um die grösstmögliche Sicherheit, sondern auch darum, die Lebensdauer der Seile zu maximieren.

    Viele Leute vergessen den Sicherheitsfaktor und hängen dann von Seilen, die nur unwesentlich über der Ruhebelastung in der Hängematte liegen. Das ist hochgradig riskant, insbesondere, wenn das Material schon etwas älter ist und einiges an Abrieb stattgefunden hat.

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