- Offizieller Beitrag
Neulich habe ich verschiedene Baumgurte getestet. Um die Dehnung deutlicher zu machen, kam es mir darauf an, den unter Last stehenden Teil des Baumgurtes so lang wie möglich zu gestalten. Das bedeutet, man braucht zwei weit voneinander entfernt stehende Bäume und muß den Baumgurt ziemlich hoch aufhängen. Wenn die Armlänge nicht reicht, muß man mit einem langen Stock nachhelfen, auf den Baum klettern oder -wie in meinem Fall- auf's Fahrrad steigen.
Beim Abbau der Hängematte kann sich das Lösen des Baumgurtes vom Baum als schwierig erweisen. Sind keine Äste im Weg und ist die Rinde glatt, reicht vielleicht etwas schütteln. Notfalls hilft man mit einem langen Stock etwas nach. Verhindern aber Äste das Herunterrutschen, muß man wohl oder übel wieder nach oben klettern. Dazu hatte ich aber nach dem Mittagsschläfchen bei meiner gestrigen Radtour keine Lust. Schon wieder hochkraxeln? Es muß doch auch anders gehen.
Da Faulheit bekanntlich die Triebfeder des technischen Fortschrittes ist, legte ich mich wieder in die Hängematte und dachte nach. Das kam dabei heraus:
Eine Schnur, an die Schlaufe des Baumgurtes gebunden, löst das Problem. Egal, ob man den Baumgurt durch die Schlaufe gezogen oder mit Karabiner, Dutch Clips oder Grapplers Hitch (wie im Bild) gesichert hat, das Lösen vom Baum funktioniert nach etwas Ruckeln und Zuckeln in jedem Fall. Nicht vergessen, den Baumgurt von der Hängematte zu lösen! Wir wollen ja keine Flagge hissen. ![]()
Die Zugschnur sollte stabil und lang genug sein. Als Faustregel könnte man die halbe Aufhängungslänge minus einen halben Meter nehmen. Da es sich wahrscheinlich nicht lohnt, die Zugschnur fest an der Baumgurtschlaufe zu installieren (man hängt ja nicht immer so hoch auf), reicht es sicher, einfach genug Schnur mitzunehmen und im Bedarfsfall an die Schlaufe anzubinden.