Der Titel ist etwas irreführend, ich gebe es zu. Eine halbe Stunde vor dem Aufbruch zum Flughafen habe ich Hängematte und Tarp wieder ausgepackt und durch Zelt und Isomatte ersetzt. Es erschien mir doch die für mich bessere Wahl, mich mit meinem leichten Zelt auf den Weg zu machen. Der Entscheid fiel aus einem Bauchgefühl heraus. Die folgenden Aspekte dürften eine Rolle gespielt haben:
- Ich schlafe im Zelt nach wie vor besser als in der Hängematte. Dieser Aspekt schien mir für eine mehrtägige Wanderung nicht unerheblich.
- Mein Zeltsetup ist ein ganzes Stück leichter als das Hängematten-Setup. Auch das ist bei einer Mehrtageswanderung nicht zu verachten.
- In Schottland können unvermittelt ziemlich heftige Winde aufkommen, auch im Sommer. Ich hatte subjektiv das Gefühl, da mit dem Zelt etwas besser geschützt zu sein als mit meinem Hex-Tarp (ohne Türen). Zudem habe ich mein Zelt nach der letzten Schottland-Reise im Sommer 2015 (West Highland Way) mit Gummischnüren etwas sturmtauglicher gemacht und inzwischen auch vollständig frisch silikonisiert. Die Gummischnüre haben sich sehr bewährt, das Zelt blieb immer satt abgespannt – sowohl bei Wind auch als bei starker Kondesfeuchtigkeit.
- Ich hatte meine selbst genähte Ausrüstung noch nie im Ernstfall getestet. Insbesondere das Tarp wurde bisher noch nie nass. Vielleicht ist es nicht dumm, den Ernstfall zuerst in der Nähe durchzuspielen.
Ein paarmal – v.a. zu Beginn der Wanderung – habe ich meiner selbstgenähten Hängematten-Ausrüstung etwas nachgetrauert. Ich denke aber, dass ich für dieses Mal richtig entschieden habe.
Da ich nun aber vom 22.-27. Juli 2017 den ganzen Great Glen Way tatsächlich gegangen bin (wenn auch ohne Hängematte), konnte ich mir ein recht gutes Bild der Hängematten-Tauglichkeit machen.
In diesem ersten Post werde ich einige grundsätzliche Angaben zum Great Glen Way machen. Weiter unten gebe ich dann auch einen kurzen Reisebericht mit einigen Fotos.
Mein Fazit zur Hängemattentauglichkeit des Great Glen Way
Wenn man gelegentliche starke Winde nicht scheut, ist der Great Glen Way sehr gut mit der Hängematte machbar!
Immer wieder gibt es sehr schöne Plätze am Loch Lochy und am Loch Oich, teilweise sogar mit Toiletten ausgerüstet (siehe weiter unten). Auch offizielle Feuerstellen stehen oft zur Verfügung. Allerdings ist die Waldbrandgefahr in Schottland zum Teil recht hoch, weshalb mit Feuer – insbesondere bei Wind – grosse Vorsicht geboten ist (siehe unten)! Im Zweifelsfall kocht man besser mit einem Kocher und das dann im Kies am Ufer eines Sees oder direkt auf dem Weg. Trinkwasser steht in zahlreichen Bächen ebenfalls in grossen Mengen zur Verfügung (siehe weiter unten).
Zur Hängemattentauglichkeit hatte ich kurz vor meinem Aufbruch zudem noch diesen ermutigenden Bericht gefunden. Wenn ich ihn jetzt – nach meiner Rückkehr – nochmals anschaue, stelle ich fest: Ich könnte bei den meisten Bildern recht genau sagen, wo sie aufgenommen wurden. An einem der Orte habe ich selber übernachtet. Der Ort wie auch zahlreiche andere am Weg wären für die Hängematte sehr gut geeignet gewesen.
Der Great Glen Way
Der Great Glen Way wurde im April 2002 offiziell eröffnet und ist damit nicht ganz so alt und bekannt wie der West Highland Way (eröffnet 1980) oder der Pennine Way in England (vollständig eröffnet im Jahr 1965). Der Great Glen Way ist sehr gut ausgeschildert. Immer wieder finden sich dem Weg entlang zudem informative Tafeln zur Geschichte des Kaledonischen Kanals, zur Flora und Fauna und zur Lebensweise in früheren Jahrhunderten.
Der Weg ist rund 117km lang und führt von Fort William aus zuerst dem Kaledonischen Kanal und den Seen Loch Lochy und Loch Oich entlang nach Fort Augustus am Südende des sagenumwobenen Loch Ness (ca. 53km). Ab Fort Augustus ändert der Charakter des Wegs: Er führt in einiger Höhe dem Loch Ness entlang. Vor und nach Invermoriston hat man jeweils die Wahl zwischen einer hohen (High Route) und einer tieferen Variante (Low Route). Nur in Invermoriston und Drumnadrochit steigt man ins Tal ab. Der letzte Abschnitt von Drumnadrochit bis Inverness führt durch Wälder und über Heiden auf sehr abwechslungsreichen Wegen in die Hauptstadt der Highlands. Der zweite Teil von Fort Augustus nach Inverness bietet einiges an Abwechslung, ist aber ein ganzes Stück anstrengender (ca. 64km).
Kartenmaterial
Ich habe für meine Wanderung einmal mehr auf eine Karte aus dem Harvey-Verlag zurückgegriffen (1:40'000) und war von dieser Karte restlos begeistert. Weitere Informationen zum Weg hatte ich keine dabei, mal abgesehen von der einen oder anderen Broschüre, die ich unterwegs aufgesammelt hatte.
Wildcampen auf dem Great Glen Way
Im Outdoor-Büchlein «Schottland: Western Highlands» aus dem Conrad-Stein-Verlag steht zum Great Glen Way, dass Wildcamping nicht gestattet sei. Mit dieser Aussage haben mich die Autorinnen am Vorabend meiner Abreise so richtig heftig erschreckt. Die Aussage kann so auch nicht stehen gelassen werden. Nur im südlichen Abschnitt des Loch Lochy ist das wilde Campieren offiziell untersagt (ca. 4km), ansonsten gilt wie überall in Schottland der «Outdoor Access Code».
Outdoor Access Code
Der «Outdoor Access Code» erlaubt in nicht eingezäuntem Land ausdrücklich rücksichtsvolles Campieren für bis zu zwei / drei Nächte (am gleichen Ort), alleine oder sonst in kleinen Gruppen. Am besten bittet man die lokale Bevölkerung um Rat, wo man einen geeigneten Platz findet. Sofern keine offizielle Feuerstelle vorhanden ist, unterlässt man das Feuermachen am besten ganz.
Die folgenden einfachen (und selbstverständlichen) Regeln sind dabei zu beachten:
- Eingezäuntes Farmland meiden
- Distanz zu Wohnhäusern, Strassen und historischen Strukturen wahren (sonst fragen)
- Jagd nicht stören (ist sicher auch im eigenen Interesse)
- Abfall mitnehmen
- Spuren des Zelt- oder Hängematten-Aufbaus beseitigen
- Spuren von Feuer restlos beseitigen (oder besser ganz darauf verzichten)
- den gewählten Platz in keiner Weise verunreinigen (siehe auch Hinweise zum Toilettengang in der Natur weiter unten)
- unterwegs alle Tore, die man öffnet, wieder schliessen
Ich wurde bei meinen Nachfragen nach Plätzen fürs Wildcamping jeweils von der Bevölkerung sehr freundlich beraten, wo ich mein Zelt aufbauen darf. Jedes Mal wurde ich aber dringend gebeten, kein Feuer zu machen!
Hier die offizielle Website zum «Outdoor Access Code».
Der Kaledonische Kanal selbst ist als historisches Monument gelistet, weshalb das Campieren in unmittelbarer Nähe zum Kanal nicht gestattet ist (Ausnahmen weiter unten). Es gibt aber ausreichend Möglichkeiten den drei Seen (Loch Lochy, Loch Oich und Loch Ness) entlang.
Camping auf dem Great Glen Way
Dem Great Glen Way entlang gibt es nur wenige offizielle Campingplätze direkt am Weg. Die meisten liegen ein paar hundert Meter oder sogar ein paar Kilometer abseits des Weges.
Es gibt aber einige sehr kostengünstige Möglichkeiten direkt am Weg: die «Informal Canalside Pitches» und die «Trailblazer Rests». Die Informationen über die «Informal Canalside Pitches» habe ich leider erst nach meiner Reise im Internet gefunden. Ich kann deshalb nicht beurteilen, inwiefern sie für die Hängematte geeignet sind.
Diese Plätze stehen für £10 jeweils für die Dauer von 10 Tagen zur Verfügung. Im Preis eingeschlossen ist ein Schlüssel, der einem Zugang zu Toiletten und weiterer Infrastruktur dem Weg entlang gibt. Der Schlüssel kann bei der Kanalverwaltung in Corpach (dem Kanal etwa 300m nach Südwesten folgen und dort den Kanal überqueren) oder Inverness (Seaport Marina, ca. 2km nordwestlich vom Stadtzentrum direkt am Kanal) für den genannten Betrag ausgeliehen werden. Bitte den Schlüssel anschliessend wieder retournieren.
a) Canalside Informal Camping
Erst nach meiner Rückkehr vom Great Glen Way habe ich im Internet die folgende hilfreiche Website zu den fünf so genannten «Canalside Informal Camping» genannt. Ich weiss nicht, wie weit sie sich für die Nutzung mit Hängematte eignen.
Die «Canalside Pitches» erlauben am ausgewiesenen Ort ausdrücklich das Campieren direkt am Kanal:
- Moy Bridge: max. 4 Zelte / 8 Personen (Ich erinnere mich an eine wunderschön gepflegte Wiese direkt am Kanal mit Blick auf die bekannte «Moy Swing Bridge», die sich aber eher nicht für die Hängematte eignet.)
- Gairlochy (beim Picknickplatz): max. 6 Zelte / 12 Personen (oft voll)
- Aberchalder (Südufer): max. 3 Zelte / 6 Personen
- Kytra (Südufer): max. 3 Zelte / 6 Personen (scheint identisch zu sein mit dem unten genannten «Trailblazer Rest» am gleichen Ort)
- Seaport Marina (Inverness): max. 4 Zelte / 8 Personen (ca. 2km nordwestlich vom Stadtzentrum innerhalb des Zauns)
Am besten - sofern vorhanden - kurz das Personal ansprechen, bevor man Zelt (oder falls möglich die Hängematte) aufbaut.
b) Trailblazer Rests
Entlang des Weges stehen zudem drei so genannte «Trailblazer Rests» zur Verfügung. Es handelt sich dabei um einfache Campingplätze mit minimaler Infrastruktur, die für Kanufahrer, Wanderer und Fahrradfahrer zur Verfügung stehen. Die Bezahlung von £10 im Kanalbüro hilft bei der Finanzierung der Infrastruktur. Zudem erhält man einen Schlüssel, der Zugang zu Toiletten und weiterer Infrastruktur ermöglicht.
Die Infrastruktur umfasst in der Regel die folgenden Elemente:
- einfache Toiletten (Composting Toilets)
- einfache Feuerstellen
- einfache Sitzgelegenheiten
- in einem Fall eine halboffene kleine Schutzhütte mit zwei bis vier Schlafplätzen
- KEINE Abfallentsorgung (Der Abfall muss wieder mitgenommen werden!)
Diese Plätze befinden sich:
- im nördlichen Bereich des Loch Lochy (ca. 29km ab Fort William)
- am Loch Oich (ca. 41km ab Fort William)
- bei der Kytra Lock (ca. 47km ab Fort William)
Am Ende des Loch Lochy bei den Laggan Locks (ca. 34km ab Fort William) steht zudem ein Toilettenhäuschen mit fliessendem Wasser zur Verfügung. (Es kann gut sein, dass ich auch noch die eine oder andere mit dem Schlüssel zugängliche Toilette am Weg übersehen habe.)
Für die Benutzung der Toiletten bedarf es (mit wenigen Ausnahmen) eines Schlüssels. Dieser kann in Corpach – dort, wo man den Kaledonischen Kanal erreicht, noch etwa 300m in Richtung Südwesten weitergehen – bei der Kanalverwaltung gegen eine Gebühr von £10 bezogen werden. Zurückgeben kann man ihn bei jeder Schleuse. Da es nach Fort Augustus keine weiteren Plätze / Toiletten mehr gibt, würde ich den Schlüssel beim nächsten Mal bereits in Fort Augustus zurückgeben. In Inverness liegt das Gebäude der Kanalverwaltung gegen 2km vom Stadtzentrum entfernt.
PS: Wer auf dem Wasser unterwegs ist, findet am gegenüberliegenden Ufer des Loch Ness gemäss Karte noch zwei weitere «Trailblazer Rests». Wer den Great Glen Way zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkundet, kommt leider nicht in deren Genuss.
c) Weitere Infrastruktur dem Great Glen Way entlang
Die folgende Broschüre listet weitere Infrastruktur dem Weg entlang auf (Seite 2), die mit dem Schlüssel der Kanalverwaltung zugänglich ist (siehe oben):
- Toiletten
- Duschen
- Trinkwasser
- Waschmaschinen
Toilettengang in der Natur
Wer abseits von Toiletten sein Geschäft verrichten muss, sollte einige Punkte beachten:
Information am Toilettenhäuschen beim «Trailblazer Rest» am Loch Lochy
zu Deutsch
Beim Geschäft immer an andere Nutzer denken!
- Einen Platz wenigstens 100m vom Rest Site und jeglichen Wegen entfernt wählen.
- Das Geschäft in einem wenigstens 15cm tiefen Loch vergraben (nicht bloss mit Steinen zudecken).
- Nichts vergraben, was nicht verrotten kann.
- Das Geschäft nie in der Nähe eines Gewässers und insbesondere eines Baches verrichten!
Tatsächlich habe ich unterwegs immer wieder Wassertanks für Wohnhäuser gesehen, die direkt aus einem Bach gespeist werden. Bäche sind demnach oft die direkte Trinkwasserversorgung abgelegener Häuser! Es darf nicht passieren, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung durch den Toilettengang verunreinigt wird.
Bitte diese Regeln unbedingt einhalten und gegebenenfalls im Vorfeld den Schlüssel der Kanalverwaltung besorgen!
Trinkwasser
Da die meisten Bäche entlang des Weges nur einen kurzen Weg zurücklegen, bevor sie den Weg kreuzen, ist die Trinkwasserversorgung unterwegs kein Problem. Ich habe das Wasser aber trotzdem gefiltert. Dazu habe ich den Sawyer Mini verwendet, da dieser sehr leicht ist.
Danke an echinotrix für den Tipp mit dem Trinkaufsatz von Wasserflaschen:
- Mit einem solchen kann der Filter nicht nur sehr einfach rückgespült (gereinigt) werden, wenn die Durchflussrate abnimmt,
- der Aufsatz eignet sich auch vorzüglich, um das gefilterte Wasser mittels Wasserbeutel aufzufangen.
Ich habe dem gefilterten Wasser in der Regel noch einen Tropfen Micropur Forte beigefügt, um einer erneuten Verkeimung des Wassers vorzubeugen.
Gravitationssystem in Aktion (links) – Detailansicht des Auffangbeutels (rechts)
Tipp zum Sawyer Mini:
Immer wieder beklagen sich Leute über die relativ geringe Durchflussrate des Sawyer Mini und auch darüber, wie schnell er verstopfe. Natürlich fällt die Leistung des Filters geringer aus als bei grösseren Exemplaren und der Filter verstopft auch entsprechend schneller und muss dann wieder rückgespült werden. Ich habe aber festgestellt, dass die geringe Durchflussrate oft gar nicht darauf zurückzuführen ist, dass der Filter verstopft wäre, sondern dass sich noch Luft im System befindet.
Wenn der Filter nur noch tropft, einfach ein wenig vom bereits gefilterten Wasser aus dem unteren Beutel durch den Filter zurückdrücken. Dabei steigen zahlreiche Luftblasen aus dem Filter in den oberen Beutel auf. Erst jetzt ist der Filter vollständig mit Wasser gefüllt und erreicht seine normale Durchflussrate: Ein dünner Wasserstrahl fliesst durch den Filter nach unten.
Brennstoff
Da ich selber mit Alkohol koche, habe ich mich nicht um andere Brennstoffe gekümmert. Jedenfalls musste ich in Fort William als erstes Brennstoff für meinen Kocher (Caldera Sidewinder TiTri) besorgen, denn Brennstoff darf im Flugzeug ja nicht mitgenommen werden.
Die folgenden Bezugsquellen habe ich in Fort William gefunden. Ausgehend vom Bahnhof / Busbahnhof kommt man durch eine Unterführung auf die Hauptgeschäftsstrasse des Ortes und findet dann die folgenden Geschäfte:
- Nevisport (gleich links nach der Unterführung): Bio-Ethanol in 1-Literflaschen £4.95 (auch andere Brennstoffe erhältlich)
- Tesco Metro (linke Strassenseite): Feuerzeug
- Marshall & Pearson (rechte Strassenseite): Bio-Ethanol in 500ml-Flaschen £2.95 (auch Smidge gegen die lästigen Midges und engmaschiges Kopfnetz erhältlich)
- Cotswold Outdoor (linke Strassenseite, kurz vor dem Ende des West Highland Way): Bio-Ethanol in 1-Literflaschen (war gerade ausverkauft)
Ich habe mich aus Platz- und Gewichtsgründen für die 500ml-Flasche entschieden, die ich mit vier Mahlzeiten und Kaffee - wie vermutet - auch nur ansatzweise aufgebraucht habe.
Füllung der Flasche am Anfang (links) und am Schluss der Wanderung (rechts)
So stellte sich in Inverness die Frage: Wo kann ich den Rest entsorgen? (Eigentlich schade, denn das Zeug hat mich sehr überzeugt: sparsam und russfrei.)
Nach etlichen Fragen von Tourist Information über Chemist's bis hin zu Outdoor-Geschäft wurde ich vom Bahnhof etwas weiter bei der Tankstelle von Morrison's fündig: Dort durfte ich den Rest in die «Kanalisation» der Tankstelle schütten.
Die leere Flasche habe ich dann mit nach Hause genommen. Eine 500ml-Flasche für Ethanol mit Sicherheitsverschluss hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt.
Wind und umgestürzte Bäume
Noch ein Hinweis zur Sicherheit beim Campieren. In Schottland gibt es zwei Arten von Wald:
- kommerzielle Anpflanzungen, die oft auf ortsfremde Bäume setzen und per Kahlschlag geerntet werden
- nachhaltig bewirtschafteter, ursprünglicher Wald mit einheimischen Baumarten
Aufgrund der häufigen hohen Windgeschwindigkeiten findet man insbesondere in Wäldern der erstgenannten Kategorie häufig umgestürzte Bäume. Solche Gebiete würde ich unbedingt meiden. Heftige Winde können in Schottland jederzeit ohne Ankündigung aufkommen. Es ist nicht zu empfehlen, dann in einem solchen Wald zu hängen oder im Zelt zu schlafen.
Ich würde deshalb immer darauf achten, keinen Waldabschnitt zu wählen, in dem zahlreiche Bäume am Boden liegen (was auf häufige hohe Windgeschwindigkeiten hinweisen dürfte). Falls vorhanden würde ich zudem immer Wälder der zweitgenannten Kategorie den kommerziellen Pflanzungen vorziehen, da sie nicht nur schöner sind, sondern die dort wachsenden Bäume bei Wind auch weniger leicht umfallen.
Ausrüstung
Meine Packliste habe ich noch nicht ausgewertet und der tatsächlich mitgenommenen Ausrüstung angepasst. Ich kann das auf Wunsch gerne noch nachholen und sie hier einstellen.
Der Rückflug und meine Küchenwaage haben mir aber folgendes verraten:
- Aufgabegepäck: 8,7kg
- Handgepäck: 2,1kg
- Total: 10,8kg
Unterwegs kamen noch dazu:
- Proviant für jeweils etwa 2 Tage (plus 10 Kaffeebeutel und Trockenfrüchte)
- maximal 3 Liter Wasser (unter Tags weniger)
- 500ml Bio-Ethanol
Mein Bericht
Der eigentliche Reisebericht folgt nun in sechs weiteren Posts (für jeden Wandertag ein Post). Viel Spass beim Lesen...