Hilfe, meine Nähmaschine treibt mich in den Wahnsinn!

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    • Offizieller Beitrag

    Ich weiss, dass hier nicht so furchtbar viele Nähmaschinen-Experten unterwegs sind, aber ich probiere es trotzdem mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

    Seit ca. 7 Monaten zickt meine Nähmaschine immer wieder und versaut gelegentlich mal eine Naht. Leider ist meine Wohnung etwas feucht, vor allem im Sommer. Letzten Sommer als ich die Maschine länger nicht benutzt habe, ist der Mechanismus der den Nähfuß anhebt schwergängig geworden. Im Winter habe ich sie wie jedes Jahr zur Wartung gebracht, und da haben sie den Mechanismus wieder in Ordnung gebracht. Leider fingen nach der Wartung die Probleme mit den Nähten an: zuerst sieht die Naht gut aus, aber dann gibt es eine Schlaufe auf der Unterseite. Der Oberfaden wird anscheinend nicht immer ganz durch den Stoff zurück gezogen. Seitdem bin ich auf Fehlersuche.

    Zuerst habe ich den Laden angerufen und mein Problem geschildert. Man sagte mir, ich solle die Spalte reinigen, in der die Oberfadenspannung erzeugt wird. Aber da war kein Dreck, und auch nach der Reinigung gab es keine Besserung.

    Ich habe wieder angerufen, und man sagte mir, ich solle eine neue und größere Nadel verwenden. Hat nichts gebracht.

    Ich habe die Oberfadenspannung erhöht bis es den Stoff zusammen gezogen hat. Hat nichts gebracht.

    Ich habe die Unterfadenspannung verändert - von kaum vorhanden bis stramm. Hat nichts gebracht.

    Allerdings sahen die Nähte zum Teil besser aus. Nur eben nicht durchgängig.

    Ich bin mit der Nähmaschine zum Laden gefahren und habe versucht das Problem vorzuführen. Natürlich hat sie im Laden gut genäht, bzw. das Problem war kaum zu sehen. Dann habe ich nebenbei erwähnt, dass ich direkt nach der Wartung einen neuen Nähfuss installiert habe. Der hat unten keine Rille. Die Verkäuferin war sich sicher, dass sich der Faden deshalb staut. Und nachdem ich zu meinem alten Nähfuss (mit Rille) zurück gewechselt bin, hat sich die Situation wirklich deutlich verbessert. Zu der Zeit habe ich die Tunnelzüge von einlagigen Hängematten aus 1.6oz und 1.9oz Stoffen genäht. Und da gab es keine Probleme mehr. Aber jetzt versuche ich gerade verzweifelt ein paar 1.0oz und 1.1oz Double Layer Hängematten fertig zu nähen - und das Problem ist wieder da.

    Hier ist ein Foto von einem extremen Beispiel:

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    Meist sieht es aber so aus:

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    Das Gemeine ist: es passiert nur alle paar Meter einmal. Derzeit verwende ich Gütermann Tera 60 zusammen mit einer 70er Nadel. Ich habe es auch mit einer größeren Nadel versucht, aber daran liegt es wohl nicht. Ich habe die Spulen getauscht - aber die Naht in den Fotos wurde mit der besten Spule genäht, die Pfaff macht.

    Mit der Fadenspannung habe ich experimentiert bis ich das Kotzen kriege. Oben fest, unten lose - oben lose, unten fest - oben lose, unten lose - oben fest, unten fest - das Problem taucht immer wieder auf. Der größte Teil der Naht sieht super aus. Auch von der Seite gesehen. Absolut gleichmäßig, viele schöne Bögen. Aber dann kommt für 3 oder 4 Stiche eine Stelle, wo der Oberfaden nicht korrekt zurück durch den Stoff gezogen wird. Danach ist wieder alles tip top. Bis es 1m später wieder schlauft.

    Ich habe keine Ideen mehr was ich noch machen kann. Außer einen neuen Termin beim Laden machen, eine Stunde hinfahren, Maschine erneut warten lassen, wieder einen Batzen Geld bezahlen, zurück fahren und hoffen dass das Problem verschwunden ist. Aber irgendwie habe ich wenig Hoffnung, dass sie es diesmal beheben...

    Hat jemand eine Idee die ich noch nicht ausprobiert habe?

    ... Ich gebe es jetzt auf, die letzten Matten für Mengerschied fertig nähen zu wollen...

  • Ich kenne das sehr gut.
    Das Mysterium Nähmaschine.

    Ich sehe hier mehrere Möglichkeiten.

    A
    Du verkaufst die Maschine auf Ebay, gebraucht ohne Garantie und kaufst Dir vom Erlös und etwas Erspartem, eine Neue.

    B
    Du gehst zu einem anderen Laden, Nähmaschinenhändler. Vielleicht ist ja ein Industriehändler in Deiner Nähe der sie sich mal anschaut?

    C
    Kombination mit A, aber Du kommst einen Tag früher zu mir und nähst auf meiner Bernina fertig, was Du zu nähen hast.
    Umfangreiches Nadel und Garnsortiment sollte ich hier haben.

    D mit A
    Du bleibst einen Tag länger und nähst am Montag Abend was Du zu nähen hast, bringst die Maschine mal mit und ich schaue mir das mal an.
    Letzteres wäre auch mit C kombinierbar.

    • Offizieller Beitrag

    :)

    A - Verkaufen möchte ich nicht. Die Maschine (Pfaff creative 1475 CD) war mal sehr teuer und ein Top-Modell. Beim Verkauf (mit dem Problem) bekomme ich mit Sicherheit nur einen Bruchteil vom ehemaligen Wert. Vermutlich nicht mal den tatsächlichen aktuellen Wert. Und dann müsste ich eine Menge Geld in etwas ähnlich gutes oder besseres investieren. Bevor ich diese Maschine von meiner Mutter übernommen habe, haben sie mir im Laden eine Bernina für 5.000€ empfohlen. Aber das Geld habe ich leider nicht.

    B - Ja, das werde ich vermutlich machen. In Regensburg gibt es laut Google einen Laden mit Werkstatt. Vielleicht kann ich die Maschine auf dem Weg nach Mengerschied dort abgeben. Wäre toll, wenn ich sie auf dem Rückweg wieder mitnehmen kann - aber es ist kürzer nach Regensburg als nach Cham, wo meine bisherige Werkstatt ist. Mit der Werkstatt in Deggendorf habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht. Das wäre ansonsten ideal, da nur 1km von mir entfernt :(

    C - Danke für das nette Angebot, aber zum nähen brauche ich (innerliche) Ruhe. Ich habe mich die letzten Tage mit der Maschine herum geschlagen, und ich glaube ich brauche erstmal eine Pause. Dann bringe ich halt ein paar Sachen weniger nach Mengerschied mit. Ist zwar schade, aber ich hab einfach keinen Nerv mehr.

    D - Wenn die Option mit Regensburg nicht klappt, könnte ich überlegen ob ich die Maschine mitbringe. Aber kennst du dich gut genug aus? Ich habe heute versucht die Abdeckung herunter zu nehmen um mal einen Blick ins Innere zu werfen. Hätte ja sein können dass nur eine Schraube nicht angezogen ist oder so. Aber entweder gibt es einen Trick oder man braucht Spezialwerkzeug. Jedenfalls konnte ich den Deckel nur an einer Seite etwas abheben. Auf der anderen Seite (am Rad für die Oberfadenspannung) hängt der Deckel fest. Ich habe das Experiment dann beendet, weil ich die Sache nicht noch schlimmer machen wollte...

  • Tatsächlich bekommst Du für diese Pfaff nicht mehr viel. Aber wenn sie nicht sauber näht, bringt sie Dir auch nix. So brächte sie noch etwas Geld.
    Leider bekommt man für die alten Pfaff noch gutes Geld und für die ganz neuen. Das was es so zwischendrin gab, zum Ende der Pfaff Ära in Kaiserslautern war halt zu Beginn der digitale Zeit.

    Geb dem auch ein Muster mit von dem Stoff, bei dem das passiert. Besser noch, eine Naht wo er den Fehler sieht.

    Ich kenne mich auch nur durch Fehlersuche bei meinen Maschinen aus.
    Meine Bernina hat keine Garantie mehr da gewerbliche Nutzung und so repariere ich selbst.
    Aber ich erkenne schon ob der Abstand der Nadel zum Greifer zu hoch ist. Der Greifer abgenutz oder vielleicht der Nadelhalter krumm oder falsch eingestellt ist.
    Es kommt da auf zehntel Millimeter an.

    Greifer ist übrigens auch ein Verschleisteil.

    Es kann halt sein, dass Du bisher einen Techniker hattest, der wenig Bock auf die "alten" Digitalen hatte.
    Oder sein Chef lieber Neumaschinen verkauft. Was leider oft so ist.

    • Offizieller Beitrag

    Du hast nicht Unrecht. Aber mein Gefühl sagt mir, dass der Mechaniker bei der Wartung einen Fehler gemacht hat. Wenn er die Maschine nicht kaputt gemacht hat, sollte das ja reparabel sein. Ich denke es ist günstiger, eine Maschine die im Prinzip gut ist reparieren zu lassen, als sie für kleines Geld zu verkaufen und für viel Geld etwas neues zu kaufen. Eine ähnlich gute, nagelneue Maschine kann ich mir derzeit ohnehin nicht leisten. Und bei einer gebrauchten handel ich mir u.U. ein anderes Problem ein.

    Ich ruf Morgen mal bei dem Laden in Regensburg an. Dann sehe ich weiter. Wenn die den Fehler nicht beheben können, werde ich wohl die Augen nach einer gebrauchten Maschine aufhalten. Aber noch habe ich Hoffnung. Ist halt nur nervig.

    Wenn der Greifer verschlissen ist, hätte das ja eigentlich beim letzten Service erkannt und kommuniziert werden müssen. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Werkstatt keinen Bock hatte. Bisher hat der Laden eigentlich einen guten Eindruck gemacht. Vermutlich hatte ich einfach Pech. Vielleicht hatten die Mechaniker Stress. Oder ich hab einen Azubi erwischt.

    • Offizieller Beitrag

    TreeGirl, Du sprichst mir aus der Seele. Wenn auch meine Nähmaschinenerfahrung bei weitem nicht an Deine heranreicht, so habe ich doch das gleiche Problem. Zwei Meter werden perfekt genäht und plötzlich fängt das Ding an, zu spinnen. Gekräuselte Nähte, sich verhakelnder und festfressender Unterfaden, reißender Oberfaden. Eine Stunde und drei Beruhigungsschnäpse später, wenn mein Fluchwortschatz in allen mir zur Verfügung stehenden Sprachen sich zu Ende neigt, die Mitbewohner im Haus sich langsam wieder trauen zu atmen, der Fahrzeugverkehr in unserer Straße wieder freigegeben wird und mein Blutdruck sich langsam wieder auf Normalwerte senkt, geruht die Nähmaschine wieder normal zu funktionieren.
    Warum das so ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Vielleicht liegt's an der kosmischen Strahlung. Vielleicht gelingt es mir irgendwann, mich damit abzufinden und die positiven Seiten zu erkennen: man lernt seine Nähmaschine richtig gut kennen, beherrscht das Fadeneinfädeln mit geschlossenen Augen und kann am Klang der Maschine die Fadenspannung auf das Millinewton genau voraussagen. :)


    So, das löst jetzt zwar Dein Problem nicht, aber Du weißt: Du bist nicht allein. :friends:

    • Offizieller Beitrag

    Haha, Danke für die Beileidsbekundung :)

    Ist deine Maschine denn mal gewartet worden? Meine "geerbten" (sprich enteigneten) Maschinen habe ich immer erstmal warten lassen, um auszuschließen dass eventuelle Probleme der Technik zuzuschreiben sind. Meine erste Maschine war z.B. billig und alt. Als nach den ersten Hängematten immer wieder Stiche übersprungen wurden, bin ich damit zum Mechaniker. Danach lief sie für eine Woche, bevor das Problem wieder da war. Nachdem ich 3x beim Mechaniker vor Ort war, habe ich mir eine zweite Meinung geholt. Der neue Mechaniker hat sich die Maschine angeschaut und gesagt, er kann sie wieder einstellen, aber der Mechanismus ist so schlecht und alt, dass die Justierung nicht lange vorhalten wird. Da lag es also an der Technik, auch wenn es zwei Mechaniker gebraucht hat.

    Bei meiner derzeitigen waren die Wartungen immer hilfreich. Bis zur letzten.

    Sofern deine Maschine richtig eingestellt ist, klingt es bei dir nach der falschen Fadenspannung. Wenn sich Nester auf der Unterseite bilden, ist die Oberfadenspannung nicht hoch genug, bzw. die Unterfadenspannung ist zu stark. Normalerweise fasst man die Unterfadenspannung nicht an (es sei denn man ist so verzweifelt wie ich). Die wird bei der Wartung eingestellt. Allerdings verwenden die Mechaniker meist viel dünnere Fäden als wir. Wenn du Mara 70 verwendest, ist es gut möglich dass das das Problem ist. Ich verwende das Mara 70 nicht mehr, weil mir der Faden zu dick ist, und ich ständig die Unterfadenspannung umstellen musste (für die Säume verwende ich ein dünneres Garn). Probier mal die Oberfadenspannung zu erhöhen. Wenn sie sehr hoch ist, und es nicht besser wird, verkleinere die Unterfadenspannung. Du kannst dir ja mit einem Permanent Marker markieren wie die Schraube ursprünglich eingestellt war. Dann kannst du im Zweifelsfall alles wieder zurück stellen.

    • Offizieller Beitrag

    Ach, was heißt hier Mara? Nein, so ein neumodisches Garn habe ich nicht. :rofl:
    Auf meinem steht noch VEB drauf, 90 DDR-Pfennige der Kilometer. Oder heißt das gar nicht VEB und es sind Reichspfennige gemeint? Von der Oma geerbt. Garn, Knöpfe und Nadeln. Die Maschine ist aber modern, aus Plaste und mit Strom. Na, egal. Noch ein paar Packbeutel genäht und dann kommt das Gütermann-Garn rein, das ich mir neulich zugelegt habe.
    Wartung? Ach! Do-It-Yourself ist angesagt. Das kenn ich noch von früher. Bis sich der Handwerker endlich mal erbarmt hat, vorbeizukommen, hatten wir das Ding schon selber repariert. Es gibt nichts, was ein preußischer Offizier nicht kann. Schlau gucken und ein bißchen an den Schrauben rumdrehen kann ich auch. Zumindest näht die Maschine nicht schlechter als vor meiner DIY-Wartung. Eher besser. Bloß manchmal zickt sie eben rum. Meist auf den letzten paar Zentimetern einer bis dahin wunderschönen Naht. Das läßt sich mit falscher Fadenspannung nicht erklären.

    • Offizieller Beitrag

    Ach, was heißt hier Mara? Nein, so ein neumodisches Garn habe ich nicht. :rofl:
    Auf meinem steht noch VEB drauf, 90 DDR-Pfennige der Kilometer. Oder heißt das gar nicht VEB und es sind Reichspfennige gemeint? Von der Oma geerbt. Garn, Knöpfe und Nadeln.

    Probier doch mal ein neues Garn. Zum einen gibt es deutliche Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Garnen, zum anderen kann Garn auch schlecht werden.

    Bloß manchmal zickt sie eben rum. Meist auf den letzten paar Zentimetern einer bis dahin wunderschönen Naht. Das läßt sich mit falscher Fadenspannung nicht erklären.

    Jein. Ich habe häufig an den Kanten Probleme, wo sich die Dicke stark ändert. Gerade doppellagige Hängematten sind da ekelig, weil man an der schlimmsten Stelle von 18 Lagen zu 6 Lagen wechselt. Wenn der Stoff dann noch fest gewebt ist, wie der 1.0oz Robic XL, dann macht das *richtig* viel Spaß. Eigentlich müsste ich für doppellagige 1.0oz/1.1oz Hängematten einen Schmerzenszuschlag von 100€ nehmen :eek:

    Aber wenn sich die Anzahl der Lagen nicht ändert, und die Naht vorher und nachher gut ist, habe ich auch meine Zweifel dass es an der Fadenspannung liegt.

  • Wenn das Garn zu alt wird, ist es weniger flexibel, nimmt die Form der Spule an.
    Das ist neu schon schwierig den Drall wieder raus zu bekommen.
    Vor allem wenn es bei den großen Konen dann zuende geht.
    Das rollt sich dann auf wie eine Luftschlange an Fasching.

    Jetzt passiert das gern mal IN der Maschine und führt zu Betriebsstörungen.
    Manche Maschinen haben da eine Einrichtung, die das Garn wieder gerade ziehen soll.
    Unbedingt überall durchfädeln wo es durch soll.
    Und kein altes Garn verwenden.

    Oft höre ich bei Bestellungen bei Gütermann "das haben wir nicht auf Lager, das müssen wir produzieren".
    Ist mir viel lieber als Lagerware. Denn dann ist es neu.

    Probier das mal aus [USER="14"]Mittagsfrost[/USER]
    Oder das Garn, je nach Spule, nach oben erst mal abzuwickeln über einen externen Garnständer.
    Kostet nicht viel von Prym. Ebay.
    Das verändert auch Einiges.
    Kommt aber auf die Spule drauf an.
    Manche sollen seitlich abgerollt werden, andere nach oben.

    Ich habe auch schon gehört, dass Leute komplett den Hersteller gewechselt haben und dann keine Probleme mehr hatten.
    Amann macht auch Garne. Ist halt nicht so bekannt wie Gütermann.
    Ausprobieren ist angesagt.

    • Offizieller Beitrag

    "Vorgebogenes" Garn als Ursache für Verklinkungen? Klingt logisch. Nach Jahrzehnten in der Spule hätte ich auch einen krummen Rücken. Vielleicht bastele ich mir mal sowas. Erst mal probiere ich aber das neue Garn aus. Ich werde berichten, ob das Problem damit gelöst wird.

  • Meine Schwester hat ja den Textilbetrieb meiner Eltern übernommen.
    Die haben bei anderen Luftfeuchtigkeiten (Sommer/Winter) sehr viele Problem mit dem Garn gehabt.
    Die Einstellungen mußten teilweise ganz anders gemacht werden um dasselbe Ergebnis zu erzielen.

    Treegirl näht deine Maschine im Winter wo es viel trockener ist, besser?

    Gruss
    Konrad

  • Ich kenne das aus dem Bereich "technische Textilien" in einem früheren Berufsleben.
    Gurte zur Absturzsicherung.
    Da wurde exakt auf Luftfeuchtigkeit und Temperatur geachtet bei der Produktion.

    Versuch: wiege mal eine große Rolle Garn im Sommer und im Winter. Sie wird unterschiedliche Gewichte haben.

    Zurück zum kräuseln des Garns.
    Verwende alles was die Maschine hat an Fadenführung.
    Eventuell doch mal in die Anleitung schauen.
    "Ach da muss der Faden auch durch...?"

    Wenn er über mehr Kanten gezogen wird, desto weniger kräuselt der Faden.
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    Je nachdem ob er sich rechts oder links rum kräuselt, hier wird er in entgegengesetzter Richtung eingefädelt.

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    Dann hier nochmal "gezogen". Das ist keine Fadenspannungseinstellung.

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    Auch Haushaltsmaschinen haben sowas. Der Knubbel oben, da wirklich den Faden durchziehen.

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    Garnhalter wo das Garn nach oben abgespult wird. Zwangsweise, denn die Spulen/Konen sind so schwer, dass sie sich nicht mehr drehen wie kleine Haushalts Spulen.

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    Selbst bei meiner alten Pfaff ist das so. Garnrollenhalter nach oben und ein Stab zum entkräuseln bei Bedarf.

    • Offizieller Beitrag

    Treegirl näht deine Maschine im Winter wo es viel trockener ist, besser?

    Hab ich noch nicht beobachten können. Aber das Problem ist auch, dass ich immer verschiedene Projekte nähe. Nachdem die Probleme anfingen, habe ich z.B. meine angefangenen doppellagigen Hängematten erstmal liegen lassen. Hatte keinen Nerv die ohnehin schon schwierige Situation noch schwieriger zu machen...

    • Offizieller Beitrag

    Verwende alles was die Maschine hat an Fadenführung.
    Eventuell doch mal in die Anleitung schauen.
    "Ach da muss der Faden auch durch...?"

    Ich habe eben nochmal nachgesehen - meine hat keine zusätzlichen Entkräuseler :(

    Ich hatte es schon ein paar mal, dass zuviel Garn von der Rolle gefallen ist, und durch den Mechanismus gezogen wurde. Und plötzlich gab's Fadensalat. Vielleicht sollte ich mir eine Vorrichtung bauen?

    • Offizieller Beitrag

    Wenn ich heute noch Zeit habe, versuche ich es doch nochmal mit einer 80er Nadel. Zwar rutscht der Faden anstandslos durch die 70er, wie von Jellyfish gezeigt:

    https://youtu.be/XwynEzDwDoM

    Aber ich weiss ja, was der Mechaniker sagt wenn er sieht, dass ich ein relativ dickes Garn mit einer relativ dünnen Nadel verwende. Wenn ich dann frage, warum das früher kein Problem war, ignorieren sie das.

  • Nadel Garn Kombination sollte auch passen. Wenn Du Probleme hast, das Garn durch Öhr zu bekommen, ist eines davon zu klein oder zu groß.
    Wobei größeres Öhr auch dickere Nadel und somit größeres Loch im Stoff bedeutet.

    Welche Nadeln verwendest Du? Schmetz? Oder Groz&Beckert?
    Wenn die Nadel das Garn nicht weit genug runter zum Greifer bringt, weil sie zu kurz ist oder der Nadelhalter falsch eingestellt,
    läuft der Greifer an der Nadel vorbei ohne das Garn aufzunehmen und eine Schlaufe zu bilden.
    Das würde halt sehr gut zu Deinem fehlerhaften Nahtbild passen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich verwende Schmetz Microtex in 70, 80 und 90. Und das Tera 60 passt einwandfrei durch das Öhr der 70er. Beim Mara 70 war das anders; da hatte ich aus Unwissen zuerst auch mit einer 70er genäht, obwohl ich den Faden wirklich quetschen musste. Dafür waren die Nähte aber gut - besser als jetzt! Bei den dickeren Nadeln habe ich halt das Problem, dass sie nur schwer durch den dünnen Stoff gehen, vor allem am Anfang. Da habe ich dann an den Säumen Fadenknubbel, und sie hinterlassen deutlich größere Löcher.

    Ich habe mich schon gefragt, ob ich vielleicht langfristig komplett auf Tera 80 umsteigen sollte. Auf HF gibt es einige Leute, die die Tunnelzüge mit normalem Allesnäher nähen, und trotzdem noch nie ein Problem hatten.

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