Optimierung der Aufhängung von DD Frontline zur Erweiterung mit Structural Ridgeline

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  • Salve zusammen,

    bei folgendes Problem, zumindest für mich, würde ich gerne Euren Meinung bzw. Rat lesen.

    Nun ist mein Ziel eine Structural Ridgeline einzufügen, was aber ob des Mückennetzes ein Problem darstellt.

    folgende Konfiguration habe ich gerade:

    DD Frontline mit DD Whoopieslings -> DD Softshackle -> DD Treehugger

    Nach einigen Recherchen hier, bei Youtube und auf Blogs, hab ich mir folgende Lösung gedacht:

    DD Frontline mit Continous Loop -> Eisenring -> Whoopie Sling und Structural Ridgeline
    -> Softshackle -> Treehugger

    Mein Ziel ist es (könnt Ihr Euch denken) den Eisenring auf definierte Höhe über das Mückennetz zu bringen um die Ridgeline zu befestigen.

    • Offizieller Beitrag

    Die DD Frontline ist eine sehr kurze Hängematte und muss relativ straff aufgehängt werden, um (noch halbwegs) bequem zu sein. Würdest du eine Ridgeline so anbringen, wie es bei den längeren Hängematten gemacht wird, hättest du sie entweder im Gesicht, oder du müsstest die DD mit deutlich mehr Durchhang aufhängen. Dann bekommst du aber Probleme mit der Breite, weil du diagonaler liegen musst.

    Wenn du unbedingt eine Ridgeline haben willst, musst du sie also weiter oben bzw. "außerhalb" der Hängematte anbringen. Und wenn die Ridgeline in der Hängematte verlaufen soll, müsstest du zwei Löcher in das Netz nähen/schneiden/schmelzen.

    Ich habe dir mal eingezeichnet, wo die Ridgeline verlaufen müsste, wenn sie das Netz hochhalten soll (obere Linie). Die untere Linie zeigt, wo die Ridgeline bei einer größeren Hängematte verlaufen würde:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"center","data-size":"full","title":"dd_ridgeline.jpg","data-attachmentid":29592}[/ATTACH]

    Wenn es meine Hängematte wäre, würde ich keine Ridgeline anbringen. Das Design ist einfach nicht dafür gemacht, und ich glaube nicht, dass sie Vorteile hat.

  • Diese Überlegungen hatte ich auch schon als langjähriger DD Schläfer.
    Aber ich bin wieder davon abgekommen.
    Die Gründe hat Treegirl schon genannt.
    Die Frontline ist einfach nicht dafür gemacht vom Design her, eine Ridgeline zu verwenden.

    Meine Überlegung wäre gewesen, auf beiden Seiten einen kleinen Schlitz in das Mückennetz zu machen für die RL und diesen dann mit Klett wieder zu verschließen.
    Nähen wäre kein Problem gewesen. Zur Not mit der Hand. Ist ja nicht viel.
    Aber der Vorteil wäre was?
    Besseres Liegen?
    Bei einer HM die eigentlich zu kurz ist?

    Mir wars dann nur noch wichtig, dass ich Gear wie die Stirnlampe in der HM aufhängen konnte.
    Und dafür sind ja bereits innen auf beiden Seiten Laschen angenäht für eine Gear-RL.
    Klar darf das nicht zu schwer sein, weils ja an den Gummikordeln hängt, aber Lampe passt schon.
    Oder einfach etwas höher und strammer aufhängen das Mückennetz.

    So meine persönliche Erfahrung.
    Aber baue und Berichte!
    Gerne mit Fotos.

  • Danke für die Infos. Wie TreeGirl richtig sagt und mir bewusst ist, müsste der Ankerpunkt der Ridgeline höher als das Netz sein. Daher auch die Continous Loop-Idee bis zum Ankerpunkt von C-Loop/Ridgeline/Whoopiesling (über Netzhöhe).
    Ich hätte gerne eine Structural Ridgeline um die 30° schnell einstellen zu können. Aber macht das bei einer DD überhaupt Sinn die 30°. Dazu konnte ich nichts im Netz finden.
    Ich bin erst vor einigen Tagen wieder über Themen zum Aufhängen von HM gestoßen und dabei auch das mit den 30° gelesen.
    Bis dato hab ich die HM immer brutal gespannt weil ich als Anfänger dachte das ich dann auch maximal gerade darin liege. Da ist dann ohne Last die HM gerade durchgespannt, aber das ist ja auch nicht der Sinn wie mir scheint.
    Bevor ich mich weiter verzettle also hier die Frage an Euch: Macht das bei einer DD überhaupt Sinn die 30°?

    • Offizieller Beitrag

    Nein, die DD Frontline ist zu kurz und zu schmal um mit einem Durchhang von 30° noch bequem zu sein. Die 30°-"Regel" wurde für Hängematten erfunden, die ca. 10' bzw. 305cm lang sind. Je länger die Hängematte ist, desto weniger Sinn macht es, sie besonders straff aufzuhängen, denn man will dann diagonal liegen. Die bis zu 4,5m langen traditionellen Hängematten werden sogar mit Winkeln von 45° und mehr aufgehängt:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: riverboat.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 357,8 KB ID: 29599","data-align":"center","data-attachmentid":"29599","data-size":"full","title":"riverboat.jpg"}[/ATTACH]


    Experimentiere einfach mal mit deiner DD. Häng sie flach auf, und dann mit immer mehr Durchhang und schau wie sich der Liegekomfort verändert. Ich fand die Frontline nur mit einem flachen Winkel erträglich.

  • Vielen vielen Dank. Diese Informationen haben mir sehr geholfen. Dann probiere ich erst Mal weiter herum mit dem vorhandenen Setup.
    Man kann sich ganz schön verrückt machen wenn man die Empfehlung von 30° liest und das umsetzten will, obwohl die HM gar nicht geeignet dazu ist :D
    Dafür weiß ich jetzt schon theoretisch wie man eine Whoopieschlinge selber macht und aus welchen Material. Was voll tolles gelernt und da hat sichs dann
    doch rentiert. Danke Euch für die Klarstellung.

  • Häng sie einfach ohne RL steiler auf. Ob Du 30° bequem findest oder 25,8° musst Du heraus finden.
    Du entwickelst ein Auge mit der Zeit für den für DICH richtigen Winkel.
    Ich hänge meine DD Frontline auch relativ steila auf, befestige die Baumgurte auf Kopfhöhe (bin 168) und justiere über die Whoopie Slings den Rest.
    Rein, probeliegen, fertig.

    Aber so wie Du sie vorher aufgespannt hast, ist unbequem und Presswurstfeeling pur.

    Langfristig wirste nur mit einer langen HM glücklich. Da liegt man diagonal drin und will nie mehr aufstehen.
    Komischerweise schlafe ich Zuhause seit Monaten in einer, für mich korrekt langen, Ticket to the Moon King Size.
    Aber draussen im Wald, in der DD...

  • Ich nutze die Frontline tatsächlich mit Ridgeline und ich meine es fühlt sich ein wenig bequemer an.
    Aufrecht sitzen funktioniert damit nicht da mein Kopf dagegen stößt und nach links oder rechts ausweichen muss,
    aber beim liegen stört sie nicht.
    Das Gitter habe ich mit einer Gummischnur rechts an der Leine vorbei nach oben gespannt,
    sodass die Kopfseite genug Raum bekommt während auf der anderen Seite der Rest des Netzes herunterhängt.
    Alles machbar aber eben nicht optimal.

  • DD Frontline ist echt so ein Thema...

    die standart straps sollte man imho sofort der termischen Nachnutzung zuführen.
    mit allen anderen Aufhängungen... gibt es eigentlich nur 2 Wege:

    1. ein bekannter von mir spannt sie "wie ein Irrer" zwischen 2 Bäume, er sagt es stört ihn nicht, dass es "ein bisschen enger ist"
    was da auch funktioniert ist, mit angezogenen Beinen auf der Seite zu liegen, was auchbhalbwegs bequem ist.

    2. Die Matte ist so um die 2,70m lang also habe ich mir 2 continous loops gemacht, damit ich insgesammt auf 3,35m (11') komme, dann zwei soft shacles geknotet (die hast du ja schon) und eine adjustable ridgeline deren kürzeste Einstellung so bei 75% Mattenlänge liegt und auf jeder seite dann die ridgeline, die loops und die whoopies mittels shacle verbunden...
    die ridheline hab ich oben durch die Ösen des Netzes gezogen und das Netz mittels der bungees auch zum shacle gespannt. (da ich gleich nach dem kauf innerhalb des netztes eeine Leine gespannt hatte ging das, sonst ist sicher auch die Lösung von [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] eine Variante, die ridgeline an den spreadern ins innere des Netzes führen.
    mit der RL kannst du dann etwas mit der Länge experimentieren.

    ABER:
    -du wirst sicher nie den Komfort einer richtigen 11' Matte erreichen
    ich denke das ist auch schon aus den Pasagen meiner Vorredner hervorgegangen

    -gewichtstechnisch liege ich mit meiner selbstgenähten singlelayer schon 600g drunter... (vom Packmaß ganz zu schweigen)

    tut mir Leid, aber das ist mein Lehrgeld... ich hoffe es hilft Dir

    Stefan

  • Ein bekannter von mir spannt sie "wie ein Irrer" zwischen 2 Bäume, er sagt es stört ihn nicht, dass es "ein bisschen enger ist"
    was da auch funktioniert ist, mit angezogenen Beinen auf der Seite zu liegen, was auchbhalbwegs bequem ist.

    Das würde ich gar nicht empfehlen. Das überlebt das Material nur, da es relativ elastisch ist und unter der hohen Belastung nachgibt, der Hängewinkel also ein ganzes Stück grösser wird. Bei sehr engem Baumabstand kann es aber auch mal reissen, denn die Belastung wächst bei straffem Abspannen sehr schnell an. Ein Hängematten-Rechner liefert da die konkreten Zahlen. Bei Bewegung kommen da schnell nochmal 50% Mehrbelastung dazu.

    Die Matte ist so um die 2,70m lang also habe ich mir 2 continous loops gemacht, damit ich insgesammt auf 3,35m (11') komme, ...

    Nur zum besseren Verständnis: Die Continuous Loops hast du also nicht durch sich selber gezogen, sondern zuerst durch den Kanal und anschliessend die beiden Enden in die Soft Schackles? So würde die Hängematte ansatzweise um die halbe Länge eines Shackles pro Seite länger. Würdest du die Loops durch sich selber ziehen, so dass sie sich gleich an der Hängematte festziehen, so würdest du dadurch keine Verlängerung der Hängematte erreichen. Auch so, wie ich es verstanden habe, ist die Verlängerung nur minimal, denn der Kanal wird viel mehr zusammengezogen als es ein längerer Stoff würde.

    • Offizieller Beitrag

    Das würde ich gar nicht empfehlen. Das überlebt das Material nur, da es relativ elastisch ist und unter der hohen Belastung nachgibt, der Hängewinkel also ein ganzes Stück grösser wird. Bei sehr engem Baumabstand kann es aber auch mal reissen, denn die Belastung wächst bei straffem Abspannen sehr schnell an. Ein Hängematten-Rechner liefert da die konkreten Zahlen. Bei Bewegung kommen da schnell nochmal 50% Mehrbelastung dazu.

    Das gilt für lange Hängematten, nicht aber für DD & Co. Je kürzer die Hängematte ist, desto straffer muss sie aufgehängt werden um noch halbwegs bequem zu sein. Ich vermute, dass diese Hängematten auch deshalb wie Panzer gebaut sind. Die Stoffe aus dem meine DDs und Claytors gemacht sind sieht deutlich dicker und robuster aus als sogar das 2.4oz Hexon.

  • Das gilt für lange Hängematten, nicht aber für DD & Co. Je kürzer die Hängematte ist, desto straffer muss sie aufgehängt werden um noch halbwegs bequem zu sein. Ich vermute, dass diese Hängematten auch deshalb wie Panzer gebaut sind. Die Stoffe aus dem meine DDs und Claytors gemacht sind sieht deutlich dicker und robuster aus als sogar das 2.4oz Hexon.

    Naja. Was das System anbelangt hast du schon recht. Bei einem Hängewinkel von 15° bis 20° will ich auch gar nichts sagen. Wenn du aber eine Hängematte, die selber kaum elastisch ist, zwischen zwei Bäumen maximal spannst, die nur einen minimalen Abstand haben, dann wird die Belastung schon sehr hoch, wenn du dich reinlegst. So wirklich toll fürs Material ist das nicht.

    Ich gebe aber zu, ich habe es noch nicht ausprobiert. Ich hätte aber auch nicht Lust, es auszuprobieren. Ich mag keine Belastungen von mehreren 100kg auf der Aufhängung. Da muss dann das ganze System von A bis Z darauf ausgelegt sein. Da empfehlen sich dann Bruchlasten jenseits der 1'000kg-Grenze.

  • Ich habe auch noch eine DD, die ich aber eigentlich nicht mehr benutze. Obwohl meine Clark sehr ähnliche Maße hat, ist sie irgendwie deutlich bequemer.
    Auch ich hatte einige Experimente gemacht. U.a. habe ich Spreitzstäbe ala DD XL Jungle aus einem Zeltgestänge gebastelt (mit entsprechend angenähten Laschen am Netz). Sehr bequem war sie nur mit einem Stab am Kopfende und ohne am Fußteil, weil sie die Matte sehr stramm im Schulterbereich aufgespannt hat. Allerdings nur für eine halbe Nacht, da dann die Stange gebrochen ist.
    Bei der Clark ist das anders gelöst, da die Spreizstreben dort aus sehr dünnem und entsprechend flexiblen Material gefertigt sind. Die Querspannung ist dann lange nicht so groß, aber doch ausreichend um die Schultern nicht einzuengen. Das ich trotz meiner Größe von knapp über 190cm gut in so relativ kurzen Matten gut schlafen kann, liegt aber zum Einen wohl auch daran, dass ich meine Knie extrem weit durchdrücken kann ohne Schmerzen zu bekommen und zum Anderen daran, dass ich so einige individuellen Schlafstellungen habe die ich sehr bequem finde.

    • Offizieller Beitrag

    Naja. Was das System anbelangt hast du schon recht. Bei einem Hängewinkel von 15° bis 20° will ich auch gar nichts sagen. Wenn du aber eine Hängematte, die selber kaum elastisch ist, zwischen zwei Bäumen maximal spannst, die nur einen minimalen Abstand haben, dann wird die Belastung schon sehr hoch, wenn du dich reinlegst. So wirklich toll fürs Material ist das nicht.

    Ich gebe aber zu, ich habe es noch nicht ausprobiert. Ich hätte aber auch nicht Lust, es auszuprobieren. Ich mag keine Belastungen von mehreren 100kg auf der Aufhängung. Da muss dann das ganze System von A bis Z darauf ausgelegt sein. Da empfehlen sich dann Bruchlasten jenseits der 1'000kg-Grenze.

    Das Material hält das locker aus. Für die Bäume ist es mit Sicherheit weniger schön. Andererseits scheinen die meisten aber auch mit Slack Lines zurecht zu kommen - und so groß werden die Kräfte bei einer Hängematte lange nicht.

    Ich fand die kurzen Hängematten bei einer sehr straffen Aufhängung deutlich bequemer als bei "normalem" Durchhang. Nachdem ich von 250cm bis 450cm alle möglichen Hängemattenlängen durchprobiert habe, kann ich sagen dass die 30°-"Regel" eigentlich nur für 11' Hängematten gilt. Je länger die Hängematte, desto größer darf der Aufhängewinkel sein. Je kürzer die Hängematte, desto flacher der Aufhängewinkel. Ich habe meine kurzen Hängematten im Übrigen nicht an Bäumen sondern im Haus aufgehängt. Es sind also keine Bäume zu Schaden gekommen :) Würde ich eine kürzere Hängematte verwenden, würde ich evtl. über breitere Baumgurte nachdenken.


  • Würdest du die Loops durch sich selber ziehen, so dass sie sich gleich an der Hängematte festziehen, so würdest du dadurch keine Verlängerung der Hängematte erreichen. Auch so, wie ich es verstanden habe, ist die Verlängerung nur minimal, denn der Kanal wird viel mehr zusammengezogen als es ein längerer Stoff würde.


    ich habe die continous loops durch den kanal und dann durch sich selbst gezogen um den Aufhängpunkt weiter nach außen/oben zu verlagern, die shacles (oder wie man das schreibt) sind sozusagen der neue aufhängpunkt, an dem loops, rl und whoooies zusammentreffen. wenn ich zeit hab mach ich ein bild

    ich verstehe aber worauf du hinaus willst.
    mir ging es auch nicht explizit um eine verlängerung der matte, sondern eher darum einen punkt zu "erzeugen" an dem ich eine Ridgeline befestigen kann, an der ich nicht mit den Kopf hängen bleibe.

  • Das Material hält das locker aus. Für die Bäume ist es mit Sicherheit weniger schön. Andererseits scheinen die meisten aber auch mit Slack Lines zurecht zu kommen - und so groß werden die Kräfte bei einer Hängematte lange nicht.

    Gut zu wissen. Mir geht es primär darum, bewusst zu machen, dass die Bruchlasten dann im Bereich von über 1'000kg liegen sollten. Wenn man allenfalls mit eigenem Material kombiniert, kann es sonst schief gehen. Ja, und für Bäume mit eher dünner Rinde (z.B. Rotbuchen) ist es dann sicher eher grenzwertig, v.a. wenn sie eher dünn sind und der Druck sich nicht so gut verteilt.

    Ich fand die kurzen Hängematten bei einer sehr straffen Aufhängung deutlich bequemer als bei "normalem" Durchhang. Nachdem ich von 250cm bis 450cm alle möglichen Hängemattenlängen durchprobiert habe, kann ich sagen dass die 30°-"Regel" eigentlich nur für 11' Hängematten gilt. Je länger die Hängematte, desto größer darf der Aufhängewinkel sein. Je kürzer die Hängematte, desto flacher der Aufhängewinkel. Ich habe meine kurzen Hängematten im Übrigen nicht an Bäumen sondern im Haus aufgehängt. Es sind also keine Bäume zu Schaden gekommen :) Würde ich eine kürzere Hängematte verwenden, würde ich evtl. über breitere Baumgurte nachdenken.

    Nach meinen Überlegungen würde ich die 30°-Regel nicht absolut mit 335cm (11') langen Hängematten verknüpfen, sondern in Beziehung zur Länge der Hängematte im Verhältnis zur Körpergrösse setzen. Grob würde das heissen: Der 30°-Winkel empfiehlt sich für Hängematten, die rund doppelt so lang sind wie du selber. Ist eine Hängematte kürzer als 1,9mal die Körpergrösse, so empfiehlt sich allmählich ein etwas flacherer Hängewinkel, wird die Hängematte länger (und dann unbedingt auch breiter), so darf der Hängewinkel grösser werden. Bei 4 Metern und mehr (du früher als ich) landet man dann bei einem Hängewinkel von etwa 45° (und mehr).

    Die Körpergrösse scheint mir in diesem Zusammenhang wichtig, weil man ja bei gleich stark diagonalem Liegen als längere Person eben auch mehr Platz in der Länge wie auch in der Breite braucht. In einer gleich grossen Hängematte werde ich bei gleichem Hängewinkel und gleich diagonaler Liegeposition mit meinen 184cm ein ganzes Stück mehr durchgebogen als du mit deinen 165cm. Ich vermute mal, dass [USER="4185"]Biker61[/USER] mir da zustimmen würde. Nähme mich jedenfalls Wunder, wie er das sieht. Er sieht die Dinge auch in Relationen.


  • Die Körpergrösse scheint mir in diesem Zusammenhang wichtig, weil man ja bei gleich stark diagonalem Liegen als längere Person eben auch mehr Platz in der Länge wie auch in der Breite braucht.

    Das klingt mir nach nem extra Faden, das habt ihr "alten Hasen sicher auch schon früher diskutiert, so weit bin ich im Forum noch nicht durch...
    aber das optimale längen-breiten-winkelverhältnis pro körperlänge je Empfinden das ist der heilige Gral.

    Zitat von Waldläufer7

    Grob würde das heissen: Der 30°-Winkel empfiehlt sich für Hängematten, die rund doppelt so lang sind wie du selber.

    Heißt bei meinen 1,90m:
    -Matte 3,80
    -Ridgeline 3,15
    wieder was gelernt

    In diesem Zusammenhang eine Frage
    woran liegt es, dass man, diagonal liegend, so im knie Bereich etwas eingeengt wird... zu viel Durchhang? zu schmal? zu kurz? falsches whipping?

  • Das klingt mir nach nem extra Faden, das habt ihr "alten Hasen sicher auch schon früher diskutiert, so weit bin ich im Forum noch nicht durch...
    aber das optimale längen-breiten-winkelverhältnis pro körperlänge je Empfinden das ist der heilige Gral.

    Ich suche zwar immer nach einer Theorie, die das System Hängematte grundsätzlich "korrekt" erfasst. Auf der anderen Seite ist das, was jemand als angenehm / bequem empfindet, derart individuell, dass sich sicher keine allgemein gültige Theorie aufstellen lässt.

    Heißt bei meinen 1,90m:
    -Matte 3,80
    -Ridgeline 3,15
    wieder was gelernt

    Dieser Wert ist eher theoretischer Natur. Viele werden mit etwas kürzeren Hängematten auskommen. Wenn [USER="46"]TreeGirl[/USER] aber sagt, dass für sie mit ihren 165cm Körpergrösse erst Matten ab 320cm bequem werden (rund 1,9mal die Körpergrösse), dann ist das gar nicht mal ein übertriebener Ansatz! Lieber rechnet man mal mit der doppelten Körpergrösse und hat dann ordentlich Platz in der Länge und Breite (die dann natürlich auch entsprechend gross sein sollte, also mindestens die eigene Körpergrösse). Einschränkend ist dann eigentlich nur, dass eine längere Hängematte schwerer ist und man auch ein längeres, grösseres Tarp benötigt (das auch wieder schwerer ist).

    Du kannst die Ridgeline verstellbar machen und ausprobieren, was für dich bequem ist. 315cm wären die bekannten 83% der Hängemattenlänge. Damit hast du in der Hängematte selbst einen Winkel von rund 34°, was den Zug auf den Stoff gegenüber der Aufhängung etwas verringert, indem ein Teil des Zuges auf die Ridgeline übertragen wird.

    In diesem Zusammenhang eine Frage
    woran liegt es, dass man, diagonal liegend, so im knie Bereich etwas eingeengt wird... zu viel Durchhang? zu schmal? zu kurz? falsches whipping?

    Ich bin nicht ganz sicher, was du damit meinst: Wird das Knie etwas zu stark überstreckt? Oder eher von den "Seitenwänden" eingeengt?

    Meine Antwort wäre:

    • Die Hängematte kann für das gewünschte diagonale Liegen zu kurz sein. Weniger diagonal liegen und ein flacherer Hängewinkel könnten Abhilfe schaffen.
    • Eine längere Hängematte verbunden mit einem steileren Hängewinkel kann ebenfalls Abhilfe schaffen. Dann kannst du wohl auch diagonaler Liegen.
    • Zusätzliche Breite bringt nicht viel, da die Distanz des Stoffes von der Ridgeline nicht grösser wird, wenn du ihn breiter machst. Zusätzliche Breite hilft aber dabei, dass die Füsse nicht so leicht über den Rand der Hängematte rutschen.
    • Wenn du die Aufhängung durch den Kanal fädelst, dann hast du möglicherweise eine Spur mehr Druck auf den Knien, als wenn du sie gleichmässig whippst. Zumindest war das bisher mein Eindruck.
    • Manche legen sich auch einfach ein Kissen unter die Knie. Zumindest gegen das Überstrecken ist das eine hilfreiche Massnahme.

    Aber wie gesagt: Ausprobieren hilft dir vermutlich mehr als eine allzu theoretische Betrachtung, denn was für mich bequem ist, kann für dich ganz anders sein.

    • Offizieller Beitrag

    Heißt bei meinen 1,90m:
    -Matte 3,80
    -Ridgeline 3,15
    wieder was gelernt

    Ich bin der Meinung, dass es keine so festen Regeln gibt. Der passende Stoff ist meiner Erfahrung nach mindestens genauso wichtig wie die Maße - wenn nicht sogar wichtiger. Und mit dem Hängematten-Design kann man ggf. auch fehlende Länge und/oder Breite ausbügeln. Für die Ridgeline gibt es auch keine Universal-Regel. Das ist Geschmackssache, und manchmal sogar eine Frage der Tagesform. Bei meinen No-Net Hängematten verwende ich nur verstellbare Ridgelines, die ich auch nach Monaten mal verlängere oder verkürze.

    Das ist exakt der Grund, warum ich ständig Stoff kaufe - und auch nicht nur 350cm sondern gleich so viel, dass es für mehrere Hängematten reicht.

    In diesem Zusammenhang eine Frage
    woran liegt es, dass man, diagonal liegend, so im knie Bereich etwas eingeengt wird... zu viel Durchhang? zu schmal? zu kurz? falsches whipping?

    Das liegt in der Natur der Hängematte. Selbst wenn du diagonal liegst, liegst du nie 100% "gerade". Das gestattet weder die Hängemattenform, noch die Stoffdehnung. Am einfachsten ist es, ein Kissen o.ä. unter die Knie zu legen. Es hilft auch die Beine etwas anzuwinkeln oder in der "Ballerina"-Position (Beine in Form einer 4) zu liegen. Ansonsten kannst du mit verschiedenen Stoffen experimentieren, und mit verschiedenen Whippings. Ein "falsch" gibt es nicht. Nur persönliche Vorlieben und Abneigungen.

  • Ist ja interessant, dass Du die, wie Du sie nennst, "Ballerina" ansprichst, die gehört auch zu meinen bevorzugten Positionen. Nur auf den Namen wäre ich nie gekommen.

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