Hängematten-Aufhängung mit Gurtband, Dreisteg und Dog Bone

  • Vor einiger Zeit hatte ich im Forum nach einer einfachen und sicheren Möglichkeit für die Aufhängung einer Baby-Hängematte gefragt. [USER="46"]TreeGirl[/USER] brachte dann die Idee auf, für die Aufhängung Gurtband mit einer "Schnalle" zu verwenden. Sie hat die Idee von [USER="17"]dendronaut[/USER] übernommen und hat hier sehr schön gezeigt, wie das Ganze funktioniert.


    Im Zusammenhang mit Whoopie Slings und Continuous Loops fand ich diese "Schnallen" nicht so praktisch. Gerade die Whoopie Slings fielen mir (beim Einstellen) zu leicht immer wieder von der Schnalle. Inzwischen habe ich zahlreiche Dog Bones gespleisst und die Schwachstelle des Dog Bone in seiner Mitte auf Anregung von [USER="297"]Friedolino[/USER] auszumerzen versucht. (Ich vermute, dass das auch schon andere versucht haben.) Mit Dog Bones funktionieren diese "Schnallen", die bei Extremtextil als Dreisteg verkauft werden, jedenfalls sehr gut. Die Dog Bones halten wegen der kleinen Öffnung sehr gut auf der Schnalle.


    Inzwischen habe ich auch die Hängematte für meinen Bruder mit diesem System ausgerüstet und auch meine bisher bequemste Hängematte (siehe weiter unten) von Whoopie Slings auf dieses System umgerüstet.


    Etwas fand ich bei diesem System aber unschön: Das Gurtband wird unter Belastung ziemlich stark zusammengequetscht. Das tut der Stabilität zwar keinen Abbruch, allerdings erschwert es das Verstellen der Länge. Natürlich kommt das auch aufs verwendete Gurtband an.


    Mit den folgenden Gurtbändern habe ich Tests durchgeführt:

    1) Das starke Polyesterband von Extremtextil wird kaum zusammengedrückt. Allerdings ist dieses Band etwas steif und ziemlich schwer.


    2) Das "normale" Polyesterband von Extremtextil sieht nach Belastung wie folgt aus:


    Das Band wird deutlich zusammengedrückt.


    3) Beim Premium Webbing von Dutch zeigt sich das folgende Bild:


    Auch dieses Band wird unter Last stark zusammengedrückt.

  • Ich habe mir deshalb überlegt, ob und wie sich das "Problem" allenfalls lösen lässt, und bin auf folgende Idee gekommen:


    Ich nähe das lose Ende des Bandes fix am mittleren Steg des Dreistegs an, so dass es nach unten weggeht. Dann führe ich das andere Ende wie gewohnt durch den Dreisteg:


    Alles ist nun gebrauchsfertig eingefädelt.


    Wie gewohnt wird der Dog Bone über den Dreisteg gelegt...


    ... und drückt das lose Ende (das jetzt eine Schlaufe ist) gegen den tragenden Teil des Bandes

    • Wichtig: Die Schlaufe liegt oben und wird vom Dog Bone auf den tragenden Teil des Gurtbandes gedrückt!
    • Anders ausgedrückt: Hängematte und loses Ende / Schlaufe zeigen in die entgegengesetzte Richtung!


    Ich sehe darin drei Vorteile:

    • Der Dreisteg kann nicht verloren gehen. (Klar kann er auch durch eine genähte Schlaufe im losen Ende vor dem Verlieren gesichert werden.)
    • Statt auf nur zwei Lagen Gurtband liegt der Dog Bone nun auf vier Lagen Gurtband auf. (Das Gurtband wird nur noch wenig zusammengedrückt.)
    • Das lose Ende ist nur noch halb so lang wie bisher. (Es bildet eine Schlaufe.)
  • Das Resultat nach Belastung zeigen die folgenden Fotos.


    Das "normale" Polyesterband von Extremtextil sieht nun wie folgt aus:


       


    Das Band ist deutlich weniger zusammengedrückt. Zudem lässt es sich dank der sehr glatten Oberfläche auch mit der neuen Befestigung nach wie vor sehr leicht einstellen. Es rutscht sehr leicht über sich selber.


    Beim Premium Webbing von Dutch zeigt sich nun das folgende Bild:


     


    Auch dieses Band wird durch die Belastung nun deutlich weniger zusammengedrückt. Da es aber einiges dicker ist als das "normale" Gurtband von Extremtextil, lässt sich die Länge mit der neuen Befestigung des Dreistegs vielleicht etwas weniger leicht einstellen als ohne. Die ausgeprägte Oberflächenstruktur des Bandes lässt es nicht ganz so leicht über sich selber rutschen.


    Fazit
    Die fixe Befestigung des Dreistegs am Gurtband könnte sich beim leichteren Gurtband von Extremtextil tatsächlich empfehlen. Beim Premium Webbing von Dutch ist es wohl eine Ermessensfrage. Ob es dem Gurtband über längere Zeit schadet, wenn es regelmässig zusammengedrückt wird, weiss ich nicht. Sollte das der Fall sein, so empfiehlt sich die fixe Befestigung des Dreistegs am Gurtband auf alle Fälle.


    (Mit dem starken Gurtband von Extremtextil habe ich aufgrund seiner hohen Festigkeit diesbezüglich keine Tests durchgeführt.)

  • Deine Lösung sieht sehr vielversprechend aus. Die Vorteile hast Du geschildert und Nachteile konnte ich noch keine entdecken. Ich bin gespannt, was die "Dreistegnutzer" dazu sagen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Sieht sehr gut aus! Warum nutzt du Dog Bones und keine reinen Loops aus AmSteel? Wo liegt der Vorteil?


    Edit: Okay habe nicht richtig gelesen. Die Schlaufe ist kleiner und hält besser. Alles klar. ????

  • Was ich inzwischen festgestellt habe:


    Wenn man beim Dog Bone klassische knapp 7,5cm lange Schlaufen (aus 15cm Amsteel) verwendet, dann wird das Gurtband mit der oben vorgestellten Möglichkeit tatsächlich etwas weniger zusammengedrückt. Je kleiner aber die verwendeten Schlaufen sind, desto stärker wird das Gurtband gequetscht, da nützt dann das vierfache Band auch nicht mehr ganz so viel. Schon bei 7cm langen Schlaufen (aus 14cm Amsteel) wird der Druck recht hoch und bei nur knapp 6cm langen Schlaufen (aus 12cm Amsteel) wird das Band arg gequetscht. Viel kleiner ergibt dann ohnehin keinen Sinn, weil man dann die Schlaufen der Dog Bones kaum noch über den Dreisteg bekommt.


    Das wollte ich einfach kurz aus der Praxis ergänzen, nachdem ich einige Male auf Winterwanderungen in der Hängematte Pause gemacht habe. Aufgrund der genannten Vorteile lasse ich meine Aufhängung aber mal so, wie ich das oben vorgeschlagen habe, einfach mit mindestens 7cm langer Schlaufe (14cm Amsteel).


    PS: Ein weiterer Nachteil ist mir inzwischen auch noch bewusst geworden: Möchte man das Gurtband mal waschen, so kann man den Dreisteg nicht einfach entfernen.

  • Wenn man beim Dog Bone klassische knapp 7,5cm lange Schlaufen (aus 15cm Amsteel) verwendet, dann wird das Gurtband mit der oben vorgestellten Möglichkeit tatsächlich etwas weniger zusammengedrückt. Je kleiner aber die verwendeten Schlaufen sind, desto stärker wird das Gurtband gequetscht, da nützt dann das vierfache Band auch nicht mehr ganz so viel.


    Ich hab das System den Winter über ausprobiert und bin (bis auf das Gewicht) sehr zufrieden damit. Sehr wenig Fummelei und durch das Festnähen des Dreistegs und dass 4-fach-Nehmen des Bandes sehr robust und ausfallsicher. Ich hab praktisch keine Abnutzung am Gurtband feststellen können.


    Danke von mir für den guten Tip.


    Ich verwende keine Dogbones sondern Amsteel-Loops an der Hängematte, das Gurtband ist das von Extex (25 mm). Ich kann bestätigen, dass das Gurtband mit den Loops weniger stark zusammengedrückt wird, als auf Deinen Fotos zu sehen.


    Ein weiterer Nachteil ist mir inzwischen auch noch bewusst geworden: Möchte man das Gurtband mal waschen, so kann man den Dreisteg nicht einfach entfernen


    Man könnte zwei kleine Stücken Klettband ans Gurtband nähen um die Schlaufe mit machen. Dann kann man diese bei Bedarf öffnen und die Dreistege abnehmen. Die Schlitze des Dreisteges sind groß genug, um auch Gurtband mit Klettband drauf durchfädeln zu können, schätze ich. Müsste man aml ausprobieren.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Ich hab das System den Winter über ausprobiert und bin (bis auf das Gewicht) sehr zufrieden damit. Sehr wenig Fummelei und durch das Festnähen des Dreistegs und dass 4-fach-Nehmen des Bandes sehr robust und ausfallsicher. Ich hab praktisch keine Abnutzung am Gurtband feststellen können.


    Danke von mir für den guten Tip.


    Abnutzung ist mir bisher auch keine aufgefallen. Ich habe es mit dem schwächeren Gurtband von ExTex und dem Gurtband von Dutch probiert. Das Gewicht finde ich nicht mal so schlimm. Gerade mit dem leichten Band von ExTex komme ich nur unwesentlich schwerer als mit 2mal 2 Meter "Treehuggern" und Whoopie Slings (siehe hier). Zudem gefällt mir, dass Hängematte und Aufhängung komplett separat sind. Das geht mit Whoopies natürlich auch, ist aber ein wenig umständlicher, weil man dann die Hängematte plus eine zweiteilige Aufhängung hat.


    Ich verwende keine Dogbones sondern Amsteel-Loops an der Hängematte, das Gurtband ist das von Extex (25 mm). Ich kann bestätigen, dass das Gurtband mit den Loops weniger stark zusammengedrückt wird, als auf Deinen Fotos zu sehen.


    Vor allem habe ich das Band für die Fotos nur kurz (ein paar Minuten) entsprechend belastet. Hängt man länger, so wird das Band noch etwas mehr gequetscht. Mir gefällt an den Dog Bones, dass sie im unbelasteten Zustand doch etwas besser auf dem Dreisteg halten. Continuous Loops funktionieren auch recht gut, aber bei Whoopie Slings hatte ich das Problem, dass sie mir beim Einstellen der Länge immer wieder vom Dreisteg gerutscht sind.


    Gut zu wissen, dass die Continuous Loops das Gurtband deutlich weniger quetschen! Danke für den Hinweis.


    Man könnte zwei kleine Stücken Klettband ans Gurtband nähen um die Schlaufe mit machen. Dann kann man diese bei Bedarf öffnen und die Dreistege abnehmen. Die Schlitze des Dreisteges sind groß genug, um auch Gurtband mit Klettband drauf durchfädeln zu können, schätze ich. Müsste man mal ausprobieren.


    Das ist eine gute Idee. Allzu häufig wasche ich aber die Gurtbänder wohl eher nicht, zumal ich für dieses nun einen separaten Beutel genäht habe. Ich denke, ich werde zum gelegentlichen Waschen einfach den Dreisteg ganz ans Ende schieben und den Transportbeutel über die Dreistege ziehen, um diese und Waschmaschine respektive Lavabo zu schützen.

  • [USER="89"]echinotrix[/USER]: Wie hast du dich vor Regen geschützt? Hast du Drip Lines um die Loops geknotet? Bei den Dog Bones würde ich wohl zu dieser Lösung tendieren und hoffen, dass das Wasser dann auch wirklich grösstenteils an diesen abtropft.

  • [USER="89"]echinotrix[/USER]: Wie hast du dich vor Regen geschützt? Hast du Drip Lines um die Loops geknotet? Bei den Dog Bones würde ich wohl zu dieser Lösung tendieren und hoffen, dass das Wasser dann auch wirklich grösstenteils an diesen abtropft.


    Ich war schon seit Monaten nicht mehr im Regen draußen. Entweder es gab keinen Niederschlag oder es schneite.


    Ich würde Schuhbänder an die Loops binden. Mit den Dogbones hast Du da einen Vorteil, ein Bändchen pro Seite reicht - bei Loops bräuchte man zwei.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Mir gefällt an den Dog Bones, dass sie im unbelasteten Zustand doch etwas besser auf dem Dreisteg halten.


    Da hatte ich nie Probleme. Beim Verstellen greife ich den Dreisteg und lasse den Loop bzw. die Whoopie-Sling ein paar Zentimeter am Gurtband nach oben rutschen. Kann eigentlich gar nicht abhauen.

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  • Ich war schon seit Monaten nicht mehr im Regen draußen. Entweder es gab keinen Niederschlag oder es schneite.


    Ich würde Schuhbänder an die Loops binden. Mit den Dogbones hast Du da einen Vorteil, ein Bändchen pro Seite reicht - bei Loops bräuchte man zwei.


    Glück gehabt! :)


    Die Schuhbänder sind eine gute Idee. Wenn man neue nimmt, hat man gleich Ersatz, wenn an den Schuhen eines reisst. Und das gerissene taugt immer noch als Drip Line. Sehr gut!

  • Da hatte ich nie Probleme. Beim Verstellen greife ich den Dreisteg und lasse den Loop bzw. die Whoopie-Sling ein paar Zentimeter am Gurtband nach oben rutschen. Kann eigentlich gar nicht abhauen.


    Das leuchtet ein. Ich dachte aber eher ans Verstellen der Whoopie Slings. Gerade wenn diese schon relativ lang sind, können sie beim Verstellen der Länge recht leicht vom Dreisteg rutschen. Mir zumindest passiert das ständig. Deshalb konnte ich mich auch nie so recht mit dem Marlspiekerschlag und dem Hölzchen anfreunden, obwohl das eigentlich eine ganz tolle und einfache Sache ist.

  • Ich hab die Whoopies nie "klassisch" verwendet, sondern immer "verkehrt herum": fixe Schlaufe beim Gurtband, verstellbare bei der HM. Dadurch hatte ich nie Probleme damit, dass die Whoopie vom Toggle gerutsch ist. Man braucht dann halt eine Möglichkeit, die HM mit der Whoopiesling zu koppeln, aber das lässt sich z.B. durch einen Dutch Hook oder einfach einen dicken Knoten leicht realisieren. Und da ich es wie Du sowieso gerne mag, wenn ich bei Bedarf meine Aufhängung schnell von der HM lösen kann, schlägt man damit zwei Fliegen mit eine Klappe.

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  • Ich hab die Whoopies nie "klassisch" verwendet, sondern immer "verkehrt herum": fixe Schlaufe beim Gurtband, verstellbare bei der HM. Dadurch hatte ich nie Probleme damit, dass die Whoopie vom Toggle gerutsch ist. Man braucht dann halt eine Möglichkeit, die HM mit der Whoopiesling zu koppeln, aber das lässt sich z.B. durch einen Dutch Hook oder einfach einen dicken Knoten leicht realisieren. Und da ich es wie Du sowieso gerne mag, wenn ich bei Bedarf meine Aufhängung schnell von der HM lösen kann, schlägt man damit zwei Fliegen mit eine Klappe.


    An diese Möglichkeit hatte ich auch schon gedacht. Wird allenfalls bei kleineren Menschen und grossen Baumabständen ein Problem, weil das lose Ende dann sehr hoch oben liegt.


    Für mich sehe ich bei dieser Methode vor allem den Nachteil, dass die Aufhängung zweiteilig ist, also aus mehr Einzelteilen besteht.

  • An diese Möglichkeit hatte ich auch schon gedacht. Wird allenfalls bei kleineren Menschen und grossen Baumabständen ein Problem, weil das lose Ende dann sehr hoch oben liegt.


    Für mich sehe ich bei dieser Methode vor allem den Nachteil, dass die Aufhängung zweiteilig ist, also aus mehr Einzelteilen besteht.


    Das timmt. Modularität bedeutet mehr Einzelteile und damit auch mehr Verbindungen und damit wieder mehr Fehlerquellen. Alleine schon, dass es mehr Möglichkeiten gibt, etwas zu verlieren, ist ein beträchtlicher Nachteil. Aber andererseits eröffnen sich halt zusätzliche Möglichkeiten. Ist ein Trade-Off zwischen Flexibilität und Risiko (und Gewicht, und Preis, und Komplexität, und, und, und).

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  • Gerade mit einer sehr kleinen Schlaufe beim Dog Bone habe ich (wie bereits erwähnt) beobachtet, dass das Gurtband am Dreisteg recht stark zusammengepresst wird. Dem kann man entgegenwirken, indem man die Schlaufe nicht zu klein wählt (>= 7,5cm lange Schlaufe).


    Aquarienschlauch
    Kürzlich ging mir zudem die folgende Idee durch den Kopf:


    a) Man könnte doch einfach ein ungefähr 2,5cm (1") langes Stück Aquarienschlauch (so lang wie das Gurtband breit) in die Schlaufe der Aufhängung einarbeiten. Das würde dann etwa so aussehen:


    grün: Aquarienschlauch (transparent) in Dog Bone integriert / rot: Gurtband in den Dreisteg eingefädelt


    Der Schlauch wird dann an der Schlaufe des Dog Bones (oder allenfalls Continuous Loops) so positioniert, dass er schön hinter den Dreisteg zu sitzen kommt. Das - so meine Überlegung - würde der Schlaufe etwas zusätzliche Stabilität geben, so dass sie das Gurtband weniger zusammendrückt.


    b) Damit das Dyneema / Amsteel nicht zu stark geknickt wird, könnte man den Schlauch auch etwas kürzer halten als die 2,5cm (1") des Gurtbands.


    c) Oder alternativ könnte man den Schlauch auch länger wählen, so dass er einen grossen Teil oder die ganze Schlaufe ausfüllt. Der Vorteil davon wäre, dass man den Schlauch nicht mehr korrekt positionieren müsste. Dafür würde ein grosser Teil der Last auf die Ränder des Gurtbands zu liegen kommen. (Auch das meine theoretischen Überlegungen.)


    Gestern war mein Bruder zu Besuch. Da er sich für seine Hängematte ohnehin möglichst kurze Dog Bones gewünscht hat, haben wir zusammen zwei Stück gespleisst. Er hat sich dann dafür entschieden, den Aquarienschlauch ziemlich gross zu wählen, damit man ihn nicht jedes Mal sorgfältig hinter dem Dreisteg positionieren muss (also Variante c).


    Das Resultat sieht nun so aus:


    Dog Bones mit Aquarienschlauch in der grossen Schlaufe


    Dog Bone an der Hängematte montiert


    Dog Bone am Gurtband / Dreisteg eingehängt


    Nun bin ich mal gespannt, welche Erfahrungen er bei den ersten Versuchen machen wird.


    Ich sehe - vorerst theoretisch - die folgenden Vor- und Nachteile:


    Vorteile

    • Gurtband wird weniger zusammengequetscht
    • Dyneema / Amsteel wird geschont (wenn Schlauch breiter als Gurtband)

    Nachteile

    • Aufhängung wird minim schwerer
    • Dyneema / Amsteel wird stärker geknickt (nur bei 2,5cm kurzem Schlauch wie im Schema oben)

    Auch wenn ich mit der Idee noch keine praktischen Erfahrungen gemacht habe, wollte ich sie hier mal festhalten und teilen.


    Falls jemand der Idee etwas Positives abgewinnen kann: Welche Variante hättet ihr bevorzugt und weshalb?


    a) Schlauch exakt gleich lang wie Gurtband breit (siehe Schema)
    b) Schlauch etwas kürzer als Gurtband breit
    c) Schlauch länger als Gurtband breit (siehe Fotos)


    PS: Whoopie Slings
    Allenfalls ist diese Lösung auch für Whoopie Slings interessant: Der Aquarienschlauch bliebe fix hinter dem Dreisteg positioniert, während das Dyneema / Amsteel sich durch den Schlauch vermutlich relativ leicht verstellen liesse. Vielleicht probiere ich das mal aus.

  • Inzwischen habe ich testweise auch für mich die Version mit langem Schlauch hergestellt. Die Schlaufe fürs Gurtband / den Dreisteg ist 8 cm lang (16cm Amsteel). Verwendet habe ich dafür 14cm Schlauch.


       


     


    Was mir auffällt:

    • Die Schlaufe lässt sich sehr gut am Dreisteg einhängen und hält auch gut an ihm.
    • Der Schlauch haftet sehr schön hinter dem Dreisteg. Das System erweckt Vertrauen. Da rutscht nichts.
    • Dennoch lässt sich die Länge des Gurtbands leicht einstellen.
    • Das Gurtband wird kaum zusammengedrückt.
    • Die Schlaufe aus Amsteel (Dyneema) wird geschont.

    Was ich weiter beobachten möchte:

    • Der Dreisteg hinterlässt am Schlauch deutliche Eindrücke. Ich weiss nicht, ob der Schlauch der Belastung auch längerfristig standhält. Grundsätzlich ist der Schlauch aber sehr zäh und vorerst sind die Eindrücke nach Entlastung jeweils schnell wieder verschwunden.
    • Ich weiss nicht, ob es irgendwo Nachteile gibt. Auch hier möchte ich weiter beobachten.

    Ein Stück Schlauch mit 14cm Länge wiegt nicht viel. Leider habe ich vergessen, es zu wägen. Die 39,5cm, die ich übrig habe, wiegen gemäss meiner Küchenwaage 8g. 14cm wären dann wohl knapp 3g schwer. Der Dog Bone wird also schon ein Stück schwerer. Mit dem Schlauch wiegt der Dog Bone gemäss Waage 5g.